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Griechen-Zahlungsausfall nicht mehr ausgeschlossen

12.07.2011 | 14:12 |   (DiePresse.com)

Die Euro-Finanzminister hätten nun ein "breiteres Mandat, das die Beteiligung der Privaten nicht mehr ausschließt". Die EZB spricht sich weiter dagegen aus. Schuldenschnitt ist für Banken kein Tabu mehr.

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Die Euro-Gruppe schließt nach den Worten des niederländischen Finanzministers Jan Kees de Jager einen teilweisen Zahlungsausfall Griechenlands nicht mehr aus. "Es ist uns gelungen, den Knoten zu zerschlagen", sagte er nach Beratungen der 17 Euro-Finanzminister Dienstag früh in Brüssel. So seien die bisherigen Positionen widersprüchlich gewesen, wonach einerseits der Privatsektor substanziell an weiteren Hilfen für Griechenland beteiligt, andererseits aber ein teilweiser Zahlungsausfall verhindert werden sollte. "Natürlich war das ein Widerspruch in sich."

Die Finanzminister der Euro-Länder hatten über ein zweites Hilfsprogramm für das hochverschuldete Griechenland beraten. Daran sollen besonders auf Drängen Deutschlands und der Niederlande auch private Gläubiger wie Banken und Versicherungen auf freiwilliger Basis beteiligt werden. Ein solcher Beitrag ist jedoch technisch kompliziert und finanzpolitisch heikel. Ratingagenturen könnten einen solchen Schritt als Zahlungsausfall Griechenlands einstufen. Besonders die Europäische Zentralbank (EZB) will dieses Szenario unbedingt vermeiden, da sie Turbulenzen an den Finanzmärkten fürchtet. 

Auch Banken nicht mehr gegen "Haircut"

Bankenkreisen zufolge sorgt die Unruhe an den Märkten für ein allmähliches Umdenken in einigen Vorstandsetagen. Unter den deutschen Banken mehren sich die Stimmen für einen radikalen Schuldenschnitt in Griechenland. Commerzbank-Chef Martin Blessing redete am Dienstag in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) Tacheles: "Griechenland braucht eine Umschuldung bis zur teilweisen Entschuldung", mahnte er so deutlich wie noch nie. "Kein demokratisch durchsetzbares Sparpaket wird es dem Land ermöglichen, in absehbarer Zeit an den Kapitalmarkt zurückzukehren und seine Schulden mit Zinsen zurückzuzahlen." Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sieht einen Schuldenschnitt nur als Option in der Zukunft, wenn die Ansteckungsgefahren beseitigt sind.

Verschiedene Beteiligungsmodelle prüfen

Nach dem Finanzminister-Treffen hätte nun die Arbeitsgruppe der Euro-Zone ein breiteres Mandat und mehrere Möglichkeiten, sagte der niederländische Finanzminister. Auf die Frage, ob dies auch einen teilweisen Zahlungsausfall griechischer Schuldentitel bedeuten könnte, antwortete er: "Es wird nicht mehr ausgeschlossen."

Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden sagte in Brüssel, es müsse ein Modell gefunden werden, damit "die privaten Gläubiger einbezogen werden, ohne dass daraus eine zu große Ansteckungsgefahr entsteht". Das sei aber nicht einfach, räumte er ein. VP-Finanzministerin Maria Fekter zufolge wurde beschlossen, dass "verschiedene Beteiligungsmodelle" des Privatsektors diskutiert werden müssten "im Hinblick auf ihre Wirkung und vor allem welchen Nutzen sie konkret bringen", für hilfebedürftige Staaten ebenso wie für die Kreditgeberländer. Fekter will den bisher eingeschlagenen Pfad im Kampf gegen die Eurokrise "verbreitern und ergänzen", sagte sie in Brüssel.

 

(APA)

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295 Kommentare
 
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Diejenigen, welche die Rechnung bezahlen müssen, werden nicht gefragt

und dann wird zynisch behauptet, alle Rechte gehen vom Volke aus und dieses wäre der Souverän.
Eine Verhöhnung der Menschen und der Demokratie!

Gast: Big Spender
13.07.2011 12:13
6 0

Also ich...

...würde gerne in Griechenland investieren: meinen Ederer-Tausender können die sofort haben!

Hätten wir verantwortungsvolle Politiker, denen.....

....es um das Wohl des Volkes ginge, würden diese sofort in Brüssel aufstehen und ein Ende der Umverteilung von Nord nach Süd fordern. Dies würde das Ende der derzeitigen Eurozone und die Neuerrichtung einer Euro- Kernzone mit strengsten Spielregeln bedeuten. Weil aber unsere politische Führung leider vollkommen desinteressiert am Wohlergehen des Steuervolkes ist, wird dessen Vermögen, dessen Ersparnisse und dessen Vorsorge derzeit auf Teufel-komm-raus verspielt. Unsere Kinder und Kindeskinder können sich die Kugel geben......aber das ist den "verantwortlichen" Politikern wurscht- sie hauen nach spätestens fünf Jahren ab in die Rente und geniessen ihre durch Korruption angehäuften Reichtümer irgendwo.........

2 0

Re: Hätten wir verantwortungsvolle Politiker, denen.....

verantwortungsvolle Politiker - da wird immer nach Brüssel gepilgert, wo Brüssel von Lobbyisten (zBsp Banken) nur so verseucht ist. Zurück kommt dann meist politisch verseuchter Sondermüll.

0 0

Re: Hätten wir verantwortungsvolle Politiker, denen.....

Es gibt doch auch eine entgegengesetzte Umverteilung von Süd nach Nord, denken Sie an die vielen Touristen, die im Süden einem anderen Lebensstil erleben wollen...

Jenen, die sich vor zehn Jahren einen Frankenkredit aufgenommen hatten......

......rate ich jetzt schon mal, sich ernsthaft zu überlegen, ob man nicht in Privatkonkurs gehen soll. Die mit Franken gekauften Wohnungen und Häuser werden nämlich NIEMALS jenen Verlust einspielen, den uns Griechen, Portugiesen, Iren etc., etc. bereitet haben. Wir alle wurden undemokratisch in ein Irrsinnsprojekt hineintheatert, und die Frankenkreditnehmer werden die ersten sein, die den Bach hinuntergehen.......weil: das wird bis auf weiteres immer schlechter, KEINESFALLS besser..............

Gast: prosaischer attentäter
13.07.2011 11:54
1 0

Der Brady Plan

Auf jeden Fall gehts wieder darum, dass die EU Staaten = Bürger halt den Banken die Anleihen abkauft und somit die Banken wiederum das Risiko auf die Steuerzahler abgewälzt haben (wenn auch mit Verlusten) sind.

Das kann es wohl nicht sein. Damit kommen mir die Banken und Versicherungen zu billig davon.

Gestern auf Ö1 - Woltron und Wagenhoffer.
http://oe1.orf.at/programm/279114

Mein Vorschlag: Lasst die Banken für Ihre Fehler büssen und dann sollen die Staaten den Banken direkt helfen. Das wollen die Banken natürlich nicht, weil dann der jeweilige Staat direkten Einfluss nehmen würde. Zahlen ja, Einfluss nein.


Antworten Gast: AlGaKo
13.07.2011 13:01
0 0

Re: Der Brady Plan

also meiner kenntnis nach haben die privaten banken nicht "so viel" in gr-staatsanleihen investiert.

diese wissen normalerweise, wohin man das geld "risikoloser" investieren kann, bzw. steigen aus solchen risikopapieren noch rechtzeitig aus (im allgemeinen).

dadurch sind die privaten nicht moralisch besser, aber mit dem "haircut" bestraft man mehr den steuerzahler als die banken, die schon aus den papieren ausgestiegen sind.

wesentlich höhere investitionen haben die landesbanken, sparkassen, ..., und auch kommunen in diese papiere geleistet. also diejenigen institute, wo meistens der bürger dafür gerade steht - also die verluste trägt.

Re: Re: Der Brady Plan

Na ja, dass das hauptsächlich sowieso nur mehr die politisch indoktrinierten "Privatbanken", etc. betrifft, ist schon klar.

Und wurde in deutschen Nachrichten auch schon aufgegriffen. Die vor rund 14 Tagen dazu berechnet/geschätzte echte(!) Privatbankenbeteiligung betrug gerade mal 1%. Hr. Schäuble dazu im Interview "man muss nehmen was man kriegt".

Aber es dient, wie vieles andere eher nur der Vernebelung und hört sich für die "breite Masse" eben gut an.

Für die möglichen Kreditgeber der nächsten, weiter benötigten Kredite aber wahrscheinlich nicht so gut. Und zusätzlich wechseln die Meinungen und Absichten der "EU-Führungselite" bereits in einem Tempo, das sogar ein Wetterhahn im Wirbelsturm erblassen würde.

ein anderer Gedanke:

Vielleicht, so hat kürzlich der Politikwissenschaftler Peter Graf Kielmannsegg geargwöhnt, wollen die Politiker Europas mit ihrer astronomische Höhen erklimmenden Kreditpolitik am Souverän vorbei einen Integrationssprung der EU erzwingen, der diskursiv nicht zu haben wäre. (aus "Die Welt")

Diese Variante wird immer wahrscheinlicher

Irgendwann ist eine fiskalische Integration "alternativlos".

Re: ein anderer Gedanke:

kenne den sehr gut und differenziert geschriebenen Artikel aus der FAZ.

Hier der Link dazu, der absolut lesenswert ist:

http://www.faz.net/artikel/C31315/europaeische-union-soll-von-demokratie-noch-die-rede-sein-30458518.html

Sehr lesenswert!

Gast: Karl Huber
13.07.2011 11:08
2 1

Wieviel kostet das jedem Ö-Nettozahler?

1300, 1400 Euronen?
Wie werden die Schutzgelderpresser das eintreiben? Viel Spielraum gibt es nicht mehr bei einer Abgabenquote um die 80%.
Die Politik kommt ihrem Ziel immer näher.
Alle Bürger, also der Souverän, gehören der Politik und mit Umverteilung werden diese als Arbeitsvieh verwendet.
WANN werden wir uns das NICHT mehr gefallen lassen??!

Re: Bei einer Abgabenquote in Österreich von 80%

hatte der Staat ein Budget von 160Mrd und würde somit die Schulden in 3-4 Jahren tilgen können ...

Net schlecht ;-)

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
13.07.2011 17:38
0 0

Re: Re: Bei einer Abgabenquote in Österreich von 80%

Rechnens alle Steuern zusammen die wir löhnen dürfen und Sie kommen auf 80%... Sie wie viele andere Österreicher vergessen die MWST, Luxussteuer und alle anderen netten Steuern die wir on top auf die Lohnsteuer, Sozialabgaben etc. zu bezahlen haben.

Gast: Denker!!!
13.07.2011 10:37
1 0

und was bringt das?

Wenn Griechenland die Last der Schulden fehlt, dann wird das strukturelle Defizit und der Sozialstaat in Griechenland nie beseitigt.

Mit einem Defizit von 8-10% vom BIP p.a. ist Griechenland in 5 Jahren wieder am gleichen Punkt wie Heute angelangt.

Zusätzlich: ein Default von Griechenland bedeutet für das Land extrem steigende Zinsen für zukünftige Bonds.

1 0

ausgezeichnete Strategie

globaler Wirtschaftskiller

Gast: Novaris
13.07.2011 10:16
4 0

Zwei Fragen warten auf eine Antwort ...

Zur Lösung des Problems bedarf es eigentlich nur der Beantwortung zweier Fragen :

1. Ist die EU; die Fiskalunion gewollt ?
oder
2. Ist eine europäische Freihandelszone mit Nationalwährungen gewollt ?

Zu 1. Eine Fiskalunion bedeutet, grob umrissen :
Gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, Länderfinanzausgleich und EURO-BONDS.
Zu 2. Das Ende der EU und des EURO.

Um die Beantwortung dieser Fragen sollte sich die Politik nicht weiter herumdrücken sondern die Bürger über die Konsequenzen der jeweiligen Varianten aufklären.
Die Bürger der haftenden EURO-Staaten ohne eine klare Beantwortung dieser Fragen in weitere Verpflichtungen (Rettungsschirme) zu verwickeln wäre unverantwortlich.
Die bisherigen Maßnahmen der Politik deuten jedoch auf eine im Hinterzimmer einvernehmlich getroffene Entscheidung zur Variante 1. hin mit Maßnahmen, die kein zurück mehr gestatten.
Die Zeit drängt !!!


Antworten Gast: esfsf
13.07.2011 14:08
0 1

Re: Zwei Fragen warten auf eine Antwort ...

Von Anfang an waren die Vereinigten Staaten von Europa geplant.

Weil die Wähler nicht zugestimmt hätten, täuscht man sie und macht alles hintenherum und versteckt.

So lange, bis es kein Zurück mehr gibt. Bald ist es so weit, denn viele Euroländer sind schon so saft- u. kraftlos, dass sie sich nicht mehr wehren können.

Mit der Trasferunion (die es ja schon mit Rettungspaket u. ESFS gibt) werden Länder in permanenter Abhängigkeit getrieben und die Macht kann so leicht zentralisiert werden.


Re: Zwei Fragen warten auf eine Antwort ...

Genau beobachtet.
Der Euroraum ist ja schon eine "Transferunion", da Haftungen für andere Staaten eingegangen werden. Die Variante 1 ist ja nur eine konsequente Fortführung.

Und ganz besonders Recht gebe ich Ihnen, dass es Aufgabe der Politik ist, die Karten auf den Tisch zu legen - anstatt heimlich aber doch offensichtlich, sicher feig und vielleicht blöd, an 99,9% der Bevölkerung vorbeizuregieren.
Richtig ist, dass es in dieser Variante zu schwer wieder ein zurück gibt.
Bei Variante 2 könnte man - diesmal besser vorbereitet - irgendwann einen 2. Anlauf nehmen.

Re: Re: Zwei Fragen warten auf eine Antwort ...

Heimlich waren die Bestrebungen nie, nur das Pfertd wurde mit Absicht von Kohl und Mitterand am falschen Ende aufgezäumt, in der Hoffnung, dass die menschen einen einheitlichen Wirtschaftsraum dann akzeptieren, wenns eine einheitliche Währung gibt.

Leider gab es seither einige wirtschaftliche Turbolenzen die politische nach sich zogen und somit das EU Klima in der gesamten "alten" Zone verschlechterte und an eine Fortführung der Bemühungen nicht mehr zu denken war ....

JETZ HA MA DEN SCHERM AUF :-/

Gast: AlGaKo
13.07.2011 10:06
0 0

diogenes vom fass

das problem haben sich die politiker tws. selbst eingebrockt

im vorigen jahr haben sie noch eine garantie für griechische anleihen bis 2013 ausgesprochen. wenn sie vorher diese brechen, was ist der unterschied zu einem betrüger, der einem kunden alles mögliche verspricht - obwohl er weiss, dass er es nicht halten kann - nur um an sein geld zu kommen?

gleichzietig haben die politiker alles gemacht, um jeden investor abzuschrecken. wenn man ständig hört, dass man sein geld nicht mehr zurück bekommt, aber es dennoch in die anleihen freiwillig investieren soll - wie dumm müssen politiker sein, wenn sie glauben, dass sie so viele menschen mit geld finden werden, die es freiwillig mitmachen werden und ihr geld abgeben?

werden die politiker ihre versprechen auch nicht halten (zumindest ihre eigenen versprechen bis zum jahr 2013), so gehe ich davon aus, dass man für sehr lange zukunft jeden potentiellen investor abschreckt, denn dieser ist bereits darüber informiert, dass er sich nicht nur an die verträge, sondern auch an die zusagen der politiker nicht verlassen kann

und spätestens danach wird es für die betroffenen länder (und deren bürger), sowie alle, die mithaften (eu bürger, ...) noch teurer

die lage ist schlimm genug. aber wenn die politiker so handeln, dass sie die lage noch verschlimmern, dann ist ihre kompetenz nicht gefragt. sie sollten überlegen, bevor sie reden. und wenn sie reden, dann sollen sie sich auch daran halten, oder sie sollen sich heraushalten

Vernünftig

Kurzfristig vernünftig wäre ein Ausgleich Griechenlands. Und eine Finanzierung Italiens über Eurobonds.

Denn 6% Zinsen am Anleihenmarkt kann auch Italien nicht stemmen ohne, dass es bald pleite ist.

Langfristig wird man aber an einem neuen Wirtschaftssystem tüfteln müssen.

Man muss die Immigration bremsen, Einkommen fairer verteilen (aber nicht über dumme Steuern wie Erbschafts- oder Vermögenssteuer), die Globalisierung dämmen, Transaktionssteuern einführen und Steuerparadiese trockenlegen.

Nur, dies alles wird nicht gelingen, da Europa von gut gefütterten politischen Nutznießern unterwandert ist. Deshalb geht die EU über kurz oder lang unter.


Re: Vernünftig

Nun gut,

aber diese Strategien entscheiden voraussichtlich ob der Euroraum überlebt.

Wobei ich hier eher ein Fan des Armageddon bin.

Ich bin einer der es liebt, wenn nach dem vielzu schwülen Sommertag der Wolkenbruch kommt der alles abkühlt. Aber ohne Schirm?

Jedenfalls ist mir der rasche Tod und die Wiedergeburt lieber als die dummen gierigen Fratzen und das gequälte dahinsiechen.


Re: Vernünftig

Wenn man einmal die letzten 1,5 Jahre betrachtet, ergibt sich doch folgendes Bild:

Bei jedem Hilfs-, Rettungs- und sonstigen Paketen der EU hat sich doch immer halbwegs genau das Gegenteil davon ergeben, was von der Politik als Ziel der Maßnahme genannt wurde. Ausgehend von diesen Erfahrungswerten darf man höchstwahrscheinlich davon ausgehen, dass es auch diesmal so sein wird.

Für eine Lösung dieser Krise wird man neue Ideen brauchen, welche in den alten Köpfen aber so nicht vorhanden sind bzw. wenn doch, wird es ihnen aber niemand (die Märkte) mehr zutrauen.

Wären die Politiker Trainer einer Fußballmannschaft, hätte man sie schon lange gefeuert. Denn, wie gesagt, nicht nur Ideen sind gefragt, sondern auch Vertrauen. Und das haben alle Beteiligten schon seit längerem verspielt.

Antworten Gast: User
13.07.2011 10:55
0 0

Re: Vernünftig

Hat es wirklich einen Sinn immer wieder neue Spekulationen über die Lösungsmöglichkeiten aufzutischen, wenn man selbst der Meinung ist, dass sie undurchfühbar sind?

Antworten Gast: Denker!!!
13.07.2011 10:40
0 0

Re: Vernünftig??? nun ja?

Sie haben eine wichtige Veränderung in Ihrer Aufzählung vergessen:

Einen Packt mit Nordkorea, Venezuela und Cuba schließen.
Den Eisernenvorhang wieder hochziehen - nur diesesmal sind wir hinter dem Eisernenvorhang und außerhalb!

Gast: Caramba
13.07.2011 09:50
0 0

Was soll das Gezeter !

Das Geld ist ja nicht weg - es muß nur neu verteilt werden !

Gast: gast343434
13.07.2011 09:48
0 0

habe kein problem mit haircut!

solange unser bezahltes geld davon nicht betroffen ist, was uns ja zugesagt worden ist. sollte dem nicht der fall sein wird die regierung ein gröberes problem bekommen, da können alle gift drauf nehmen.

Gast: r.tiroch@t-online.de
13.07.2011 09:47
2 0

Kollapsreif

Bisher haben die Finanzminister alles dementiert und nun gibt´s keine Tabus mehr. Banken und versicherungen dürfen sich beim EFSF ihre Staatsanleihen abkaufen lassen. Der bestrittene Schuldenschnitt wird mit 50-70% gehandelt. Alles landet somit beim Steuerzahler. Der Krisen-und Stabilitätsmechanismus scheint gut zu funktionieren.

Gast: Kuya
13.07.2011 09:28
1 0

die Bürokraten in Brüssel, die Parteien und Politiker in den Ländern sind inkompetent

. . . nur die Wissenschaften könnten die Integration der Wirtschaft bewerkstelligen. Die Dependancen des Wirtschaftsministerium in den Ländern müssten ebenso mit den Fachinstituten eingebunden werden.

Antworten Gast: Völligdaneben
13.07.2011 09:43
0 2

Re: Diese Weichwissenschaftler haben uns doch in dieses Schlamassel geritten

Alle Schlamassel entsprangen der Hybris der Eliten(Politiker, Bankster, Wissenschaftler und all die gstudierten Gscheiderln): Schuldenkrise, Fukuschima, Bhopal, Seveso, Kriege, Kreuzzüge, Contergan ...
WEISHEIT LEHRT DICH KEINE UNI !
Deshalb: Käfighaltung für Eliten - sie sind gefährlich!

Kleiner Scherz?

Novotny wäre z.B. Wirtschaftswissenschaftler.
Da wäre mir der Feymann lieber.
Nein - Personen aus der Wirtschaft müssten das machen. Unternehmer (und zwar richtige, nicht die aus den Staatsunternehmen, sondern Familienunternehmer, die über Generationen denken).
Wenn die Wirtschaftswissenschaftler das könnten, wären sie selbst Unternehmer.
Ist wie mit Bankangestellen, die behaupten, dass sie die Entwicklung von Wertpapieren abschätzen können. Warum sind sie dann noch im Angestelltenverhältnis und nicht superreich?
Nein, die können das nicht und wir dumme Menschen vertrauen ihnen immer wieder.

Re: Ihr "kleiner Scherz" klingt noch viel makaberer!

Wenn die Wirtschaft das "alleine" übernimmt, sind danach wahrscheinlich Arbeitnehmer mit Sklaven gleichzusetzen.

Bitte noch mehr solcher konstruktiven Vorschläge!

Was geschieht,

... wenn der "Knecht" "Herr" sein will, bekommen wir gerade täglich vorgeführt.

Blödsinn.

"Wer eine Kuh melken will, muß sie auch füttern."

Ein Unternehmer, der dies nicht versteht, ist bald ein Ex-Unternehmer und Bankrotteur.

Die Sklaverei endete nicht, weil plötzlich die moralische Erleuchtung über die Menschheit gekommen wäre, sondern weil Kapitalismus und Lohnarbeit effizienter waren.


Re: Ein Unternehmer, der dies nicht versteht ...

sieht man gut bei den Hedgefonds, die in Europa mit dem Feuer spielen.

Ich meinte auch nicht, dass die Sklaverei wiedereingeführt wird, aber z.B. das Arbeitsrecht nur die wirtschaftsliberalsten Ansätze weiterhin gültig sein würden.

Wen in Europa einer mit dem Feuer spielt,

dann sind das zuallererst die Staaten, die seit Jahrzehnten konsequent mehr Geld ausgeben als sie einnehmen. Gegen einen wirtschaftlich gesunden Staat kann der größte Hedegefonds der Welt nichts ausrichten.

Im Übrigen täten etwas liberalere Ansätze dem Arbeitsrecht sicher nicht schlecht - wenn man den Unternehmer nicht dafür bestraft, Arbeitnehmer einzustellen, klappt's vielleicht sogar mit der "Vollbeschäftigung".

Wenn man den Markt jedoch zu Gunsten einer Seite verzerrt, braucht man sich nicht zu wundern, daß die Nachfrage nach deren Leistungen nicht dem Optimum entspricht.
"Unintended consequences" san a Hund...

Re: Wen in Europa einer mit dem Feuer spielt,

Jedes Extrem verzerrt und die Vollbeschäftigung ist sogar kontraproduktiv ;-)

Antworten Antworten Antworten Gast: Bärenfalle...
13.07.2011 10:42
2 0

Re: Re: Ihr

Die gelungene Lüge der Linken Arbeitgeber und Arbeitnehmer hätten unversöhnliche Feinde zu sein.

Dabei ist es doch heute genau umgekehrt und beide "Lager" befinden sich in einem Kampf gegen zunehmende Umverteilung ihrer Arbeitsleistung zu linker Wählerklientel.

Selbst dort wo der Sozialismus siegte war er nicht von Dauer und ging pleite.

Wieso ?
Weil die Grundlage des Sozialismus falsch ist.
Es sind nicht die Produktionsmittel die das Kapital reich machen.
Es sind die Absatzmärkte die Reichtum ermöglichen.

Wer bis zu dieser Stelle in dem Murxs-Buch kommt und dies realisiert schmeißt es im Anschluß gleich dorthin wo es hingehört, in den Müll.

Darum scheitert Sozialismus immer wieder, weil er trotz Hoheit über die Produktionsmittel keinen Wohlstand generieren kann sondern die Absatzmärkte zerstört.

Entsprechend sind die heutigen Steuerlasten und Abgaben zu interpretieren und es gleichen sich die Folgen.


Re: Re: Ihr

Sie sollten eventuell Firmenbesitzer, ihr Vorposter hat von Familienunternehmen gesprochen, nicht von Aktionären multinationaler Konzerne. Ihr Standpunkt entspricht daher eher sozialistischen, gewerkschaftlichen Gesichtspunkten aus dem vorigen Jahrhundert.
PS: Sind aber trotzdem auch heute unverändert vorhanden.

Viele Einzelpersonen / Familien, welche Firmen besitzen (die überweigende Anzahl der KMU's und damit der Arbeitgeber in Österreich) sind weder reich noch Heuschrecken.

Re: Re: Re: Ihr

Wie wählen sie "die" Familienunternehmen aus?

Die Kleinen sind haben keine Ahnung von Großkonzernen und wirklich Große wie Pech leiten selbst einen multinationalen Konzern ...

Re: Re: Re: Re: Ihr

a) Ich habe den Grundvorschlag nicht gemacht, sondern nur um Differenzierung gebeten.

b) Geschäftsgebarung hat etwas von "Mathematik" an sich, d.h. es gelten ebenfalls allgemein gültige Grundregeln. Oder vereinfacht, eine mathemat. Multiplikation bleibt eine mathemat. Multiplikation, egal ob sie mit keiner Null hinter der ersten Zahl oder mit vielen Nullen durchgeführt wird.

Aber Sie meinen mit "Piech" wahrscheinlich die "Nebengeräusche" von Geschäften, wie "gute Kontakte", genügend finanziellen Hintergrund um einmal mit einem vorübergehenden Verlustgeschäft Konkurrenz zu Fall zu bringen, und ähnliches?

Und Sie haben Recht, solche "Nebengräusche" verfälschen oft eine Konkurrenzsituation, ab einer gewissen Größe kann man eben leicht über Kleinere drüberfahren.

Aber ich denke, das hat der Vorposter nicht gemeint, denn genau eine solche "Haberer-Situation" (in diesem Fall solidarisch mit ...) war doch mit, nicht allein(!), beteiligt an der derzeitigen Krise.

Re: Re: Re: Re: Re: Ihr

1) ist falsch rübergekommen, wollte nur einen neuen Gedanken in die Waagschale werfen ...

2) Mathematik ist streng logisch und nachvollziehbar, die Wirtschaft ist das ganz und gar nicht. Z.B. machte es "kreativen" Buchhaltung möglich, dass Firmen wie Lehman oder ENRON bis kurz vor ihrem Zusammenbruch leuchtende Sterne am Firmament des Aktienmarktes waren :-)=

3) Leute wie Piech sind Alpha-Tiere, völlig darauf ausgerichtet die sich bietenden Chancen zu nutzen und möglichst große Vorteile daraus zu lukrieren. Das ist die Voraussetzung für so einen überaus erfolgreichen Unternehmer und auch wichtig für die Wirtschaft, aber wahrscheinlich disqualifiziert ihn genau diese Fähigkeit, dass er auch Fairnessregeln für die Allgemeinheit definieren kann (den Bock zum Gärtner machen?)

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Ihr

Zu 2), auch wirtschaftliche Grundregeln sind streng logisch und nachvollziehbar, z.B. kann man nicht (auf Dauer) mehr ausgeben, als einnehmen. Und auch die Kalkulation von VK beruht auf mathematischen Formeln, etc.
Natürlich gibt es auch Annahmen/Einschätzungen dazu (vorstehend "etwas von Mathematik"), aber das ändert nichts am Grundprinzip.

Zu 3), ich würde mal sagen, vom Prinzip her sind alle privaten Unternehmer "Alpha-Tierchen". Der Rest ist eine Frage von: was haben meine Vorgänger bereits aufgebaut, vorbereitet, auf welchen Positionen sind meine "Schulkollegen und Freunde" gelandet, hatte man oft oder nie das Glück zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, .... und sicher auch eine Kombination von Risikobereitschaft und (etwas) Glück.

Das waren die "normalen" Faktoren. Von einer bereits ausgebauten Situation, einem gutem Nachrichtensystem und geht's unter bestimmten Umständen (richtiger Ort + richtige Zeit) auch weiter und schneller. Siehe Rothschilds, die damalige Börse und Napoleons Niederlage.

Gast: Schafnase
13.07.2011 09:22
4 2

Die Freude

unter den Bürgern der EU wird groß sein, wenn dieser korrupte EU-Zentralismus endlich zusammenbricht.
Kriminalität unter den verantwortungslosen "Verantwortlichen" und Lug und Betrug wohin das Auge auch nur blickt.
Ein wertloses Papiergeldsystem, welches von europäische Diktatoren benutzt wurde, um die Versklavung der Bevölkerung voran zu treiben.
Ganz nach amerikanischem Muster.
Aber auch unsere Kriegs-Terror-Zentrale in Washington hält sich nurmehr mit Papirgeldschwindlereien über Wasser.
Es geht bergab, und unsere Gentleman-Gauner haben den Karren nicht mehr in der Hand.

für jeden

verbliebenen intelligenten menschen.

man leiht einem land, welches total am ende ist geld - dieses land muss dafür zinsen zahlen - und das nennt man rettungsplan. har har har

wie soll ein hochverschuldetes land die zinslast aufbringen - das ist einfach nur widersinnig.

griechenland hätte ein paar inseln verkaufen sollen mit einem 20 jährigen rückkaufsrecht zum verkaufspreis.

dann hätten sie zeigen können, ob sie die kraft und courage gehabt hätten das geld zu "erarbeiten".

warum sollen sich staatsgebiete nicht verändern, war doch früher auch so. und vielleicht gäbe es dann endlich auch wieder gscheite kriege - oder zumindest genug "negative" energie um jene, die diesen schuldenskandal provoziert haben zur rechenschaft zu ziehen!

Re: Kein intelligenter Mensch wünscht sich Krieg, ...

den würde ich schon eher als krank bezeichnen!

Gast: 1. Parteiloser
13.07.2011 09:16
1 0

Haircut = Bankrott von EZB und OeNB!

Der Haircut von Griechenland wird ja immer wahrscheinlicher. Die OeNB hat aber Schuldscheine in Milliardenhöhe als Vermögen in den Büchern, weil der Nowotny diese hereingenommen hat. Wenn der Haircut kommt, dann ist die OeNB überschuldet, also als insolvent zu werten!

Den gleichen Fehler hat er als Mitverantwortlicher bei der EZB gemacht. Ein Haircut um nur 20% würde das gesamte Eigenkapital der EZB sofort vernichten, also eine Überschuldung herbeiführen.

Es geht doch nicht um die Ratingagenturen, es geht nur darum, dass die Entscheidungsträger für Europa und der EZB vollkommen versagt haben und weiter versagen. Die ungedeckte Währung wurde grottenschlecht verwaltet und wird daher sterben müssen.

Sie haben leider recht!

Ich wundere mich bei den Kommentaren zu diesem Artikel, daß das Verschulden der EZB als Konkursvereitler so wenig "gewürdigt" wird. Sie hat Ramschpapiere der Griechen, Italiener, Portugiesen, Spanier und Iren in Massen gekauft. Wissend, daß das Ramsch ist. In Wahrheit gehören die Gauner in der Chefetage der EZB wegen Betrugs am STeuerzahler, denn der ist Bürge und Zahler, hinter Gitter. Ich meine aber auch, daß dieEZB massiv gegen das eigene STatut verstoßen hat.
Welcher Journalist deckt endlich diese Zusammenhänge auf. Novotny paßt wunderbar zu dieser ekelerregenden Partie von Gaunern im Nadelstreif.

Vielleicht sind wir ...

.. ohne ÖNB besser dran?
Als das noch eine private Firma war, hatten wir einen ziemlich starken Schilling.
Erst mit der Übernahme durch den Staat und der Leitung durch den "Wirtschaftswissenschaftler" Novony gings mit unserer Währung bergab.

 
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