EZB-Nowotny gegen Ratingagenturen

13.07.2011 | 09:27 |   (DiePresse.com)

Laut Oenb-Chef und EZB-Rat Ewald Nowotny können die Märkte auch ohne Ratingagenturen leben.

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Die Rating-Agenturen haben nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny zur Schuldenkrise in der Euro-Zone beigetragen. Die Finanzmärkte könnten auch ohne die Agenturen leben, erklärte der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) am Dienstag. Im Falle von Griechenland lieferten die Rating-Agenturen keine besonderen Einsichten, die über öffentlich verfügbare Statistiken hinausgingen, sondern nur ihre Meinung, sagte er in einem Fernseh-Interview. Dies täten sie auf eine Weise, die die Krise verschlimmere.

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Die zahlreichen Herabstufungen der Kreditwürdigkeit von diversen Staaten in der Euro-Zone durch die mächtigen drei US-Agenturen hat unter Politikern einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen.

(APA)

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20 Kommentare

Beste Note

NNN!!!

..... hahahahaha ..... Funktioniert nur, wenn wir die globalisierte Finanzwelt abschaffen, die Raika Andau kennt sich in Andau sicher gut aus, aber in Neusiedl sicher nicht .... Wien ist sowieso zu weit weg!

Gast: Hellboy
13.07.2011 15:26
2

eh klar,

weil dann gäbe es nur mehr gaaaaaaanz objektive "Nowotny"-Ratings...

pruahahahah :-))))))

Gast: Euer schlechtes Gewissen
13.07.2011 13:26
4

Wie im Mittelalter

Man köpfe doch einfach den Überbringer schlechter Botschaften - und schon ist alles wieder gut.

Und weil das seit gut 25 Jahren so läuft, sind wir jetzt bald genau dort, wo wir seit 20 Jahren ehrlicherweise bereits sein müßten: AM SAND!

Also dort, wo die Blumenkinder ihre Zeit vergammeln, wenn sie sich nicht gerade in den Pausen zwischen zwei Dröhnungen in Anzug und Krawatte zwängen, um z.B. Herr Bundeskanzler, Notenbankgouverneur oder Generaldirektor zu spielen.

Ja sager in Brüssel

Schön langsam habe ich genug von diesen Unfähigen Bürograten!
Sofort eine Sondersitzung im Parlament!
Da geht es ja doch um unsere Zukunft.

Pleite, fast pleite oder bald pleite:

Griechenland

Irland

Portugal

Belgien

Spanien

Italien

Frankreich

________________

Schulden insgesamt: 8 Billionen
--------------------------------------------

Übrig bleiben:

Luxemburg

Finnland

Niederlande

Österreich

Deutschland

Lese gerade :Rettungsschirm ohne Obergrenze!
Jetzt bin ich mir sicher: Die wollen alle ihren Posten behalten!!


Re: Ja-Sager versuchen die nationalen Interessen zu schützen!

Wenn die Exporte in die Länder Griechenland, Irland, Portugal, .... und Frankreich wegen einen Crash oder Fastcrash ausfallen springt Deutschlands Budgetdefizit um 5% Punkte und für das österreichische schaut nicht besser aus.

Also was soll's, sch..ss auf die Länder und die paar Arbeitsplätze die das kosten wird!

Re: Re: Ja-Sager versuchen die nationalen Interessen zu schützen!

Bei den sparprogrammen die man denen aufzwingt werden wir dann auch nichts exportieren, also wo ist der unterschied

Gast: grau
13.07.2011 13:02
3

für einen sozi der das geld IRGENDWIE zum fenster



rausschmeißt, wie den novotny, ist eine ratingagentur nutzlos!

und mit der WAHRHEIT habens die rotzen NIE gehabt !

Gast: "GENUG GEZAHLT"
13.07.2011 12:50
3

Die Finanzmärkte könnten auch ohne die Agenturen leben

Der Rettungsschirm kann rein mathematisch nicht funktionieren, weil die Pleitekandidaten in Euro-Land derartig hoch verschuldet sind, dass sie unmöglich vom Rest der Gemeinschaft gerettet werden können. Wenn 75% der Eurogruppe pleite sind, können sie unmöglich vom "gesunden" Rest gerettet werden. Jedes Rettungsboot hat bekanntlich nur eine begrenzte Kapazität. Wenn zu viele Ertrinkende darauf springen, geht das ganze Boot unter.
Alle Rettungsmechanismen sind nur Makulatur. Am Ende werden sich auch die größten Nationen der Eurogruppe - und zum Schluß sogar Frankreich - aus ESFM etc. zurückziehen, weil sie selbst nicht mehr retten können.
Mit oder ohne Ratingagentur


Die Rating-Agenturen haben...

die Schulden nicht angehäuft. Das waren schon die Staaten und jetzt können sie wegen dem Euro nicht abwerten und haben Probleme bekommen. Die Rating-Agenturen mögen unfair sein, an den Schulden sind sie nicht schuld. Wer die Probleme aufdeckt ist nicht am Problem schuld, sonder die Politik die sie verursacht hat.

Gast: Nudelauge
13.07.2011 11:25
3

Genau, es wird nur akzeptiert was dieser Hirntote Nowotny von sich gibt.

Der hatte ja immer recht mit seinen Vorhersagen...............

Antworten Gast: egi
13.07.2011 11:43
1

Re: Genau, es wird nur akzeptiert was dieser Hirntote Nowotny von sich gibt.

Denken Sie einmal darüber nach:
"Die Schuldner bezahlen!

Der nächste grosse Einschnitt erfolgte zwischen 1970 und 1975, als die Ratingagenturen ihr Geschäftsmodell auf den Kopf stellten: Nicht mehr die ANLEGER mussten nun für die Analysen bezahlen, sondern die SCHULDNER selber. Das öffnete massiven Interessenkonflikten die Tür. Die Hypothekenkrise in den USA ist nur der schlimmste Auswuchs dieses korrupten Systems, das von der Politik toleriert und gar begünstigt wird. 1973 hatte die US-Börsenaufsicht den Ratingfirmen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch den Titel «national anerkannter» Agenturen verliehen. Ihre Noten erhielten so ein halbstaatliches Gütesiegel, und die Ratings erlangten Gesetzeskraft, wie der Ökonom Lawrence White kritisiert. Wenn die Agenturen zum Beispiel minderwertige Anleihen mit einer Triple-A-Note versehen, erlauben sie es den Banken, diese Papiere zu kaufen – was ihnen sonst verboten wäre. Der Missbrauch dieses Mechanismus ermöglichte es den Banken erst, Anlegern die Ramschpapiere der Hypothekarindustrie anzudrehen.

Angesichts dieser «nicht gerade glänzenden Leistung» der Branche, so das Fazit der BIZ-Studie, sei es schon sehr merkwürdig, dass die Politik den Ratingagenturen immer noch Vertrauen schenke." Auszug aus der BAZ

Ich gebe Dir ja Recht,

daß es subotimal ist. daß die Kunden der Ratingagenturen gleichzeitig die Bewerteten sind.

Dies führt zwangsläufig zu positivem Bias.

Dies heißt allerdings, daß die Klagen der Politiker über angeblich zu strenge Ratings einfach nur lächerlich sind, und die wirkliche Situation der Staaten weitaus schlimmer ist.

haltet den Dieb

anstatt dieses entbehrlichen Gejammers wäre es an der Zeit, einzugestehen:

wie hoch ist der Betrag, auf dem die OENB bei einem haircut für griechische Anleihen sitzenbleibt?

Oje, der Parteibuch-Gouverneur plappert schon wieder

Der einzige Sturm der Entrüstung, der gerechtfertift wäre, wäre der der österreichischen Steuerzahler, wenn die Milliardenverluste der ÖNB bekannt werden, die sie durch das weise Investment unseres Parteibuch-Gouverneurs in griechische Anleihen letztes Jahr erlitten haben.

Nein es sind weder die Rating-Agenturen, noch die bösen Spekulanten, die die Schuldenkrise verursacht haben, sondern die korrupten Seilschaften, die in nahezu allen Ländern der EU seit Jahrzehnten nur mehr Klientelpolitik zu Lasten des ungeschützen Sektors der Wirtschaft betreiben. Diese Schädlinge haben die riesigen Schulden angehäuft.

In Östereich wird Politik gemacht für Beamte, Pensionisten, Bauern, freie Berufe, ORF, EVUs, die Banken und andere Versorgungsbranchen für Parteiengünstlinge und deren Sprößlinge. Also ganz nach dem Motte : "Wer kassiert, schafft an!"

Flucht ins Gold

In dem jüngst ertschienen, sehr aufschlussreichen Buch des deutschen Wirtschaftsjournalisten Günter Ederer, Träum weiter, Deutschland, findet sich eine aufschlussreiche Passage, dass die Menschen auch in Deutschland dem Lügen der PolitikerInnen von wegen Euro nicht mehr glauben: Ein Vorst5andsmitglied einer deutschen Großbank erzählte dem Autor freimütig, dass im Mai des Vorjahres nach dem ersten Euro- "Rettungsschirm" für die bankrotten Griechen in einer mittleren Stadt mit 40.000 Einwohnern bei einer einzigen Bankfiliale binnen einer Woche die Sparer für eine Million Euro Goldmünzen/barren gekauft haben. Ansonst das, was dort in einem Jahr kaum über den Tresen geht.

"Die Menschen draußen" , um das Kreisky-Lieblingswort zu apostrophieren, trauen schon längst nicht mehr den PolitikerInnen und dem Euro! Vor allem, wenn man im Fernsehen dann den Lügenbaron Juncker aus Luxemburg reden hört, der nur seine aufgeblähten Banken in seinem Kleinststaat im Auge hat!

Apropos Vermögen in Gold: Da ist man, und besonders die wirklich Reichen vor den nach den "Reichenstuern" gierenden Sozen aller Observanz und anderen Finanzministern sicher.

Im Gegensatz zu den gläsernen Spar- und Bankkonten, im Inland deponierten Aktien, Lebensversicherungen (die mit der Inflation entwertet werden!) und auch Immobilien. Warum werden zunehmend auch derart aberwitzige Beträge bei Kunstwerkauktionen erzielt? Man frage die "Restitutionsexperten"...

Re: Flucht ins Gold

Alles nachvollziehbar und richtig - wobei ich das Buch nicht gelesen habe. Kann ich mir aber durchaus vorstellen.
Derselbe Banker wird Ihnen allerdings (sollte er etwas von der Materie verstehen, könnte ja auch politisch besetzt sein;-)) auch sagen, dass Sie auch in Gold nicht "sicher" sind. "Sicher" sind Sie nämlich nie. Sie können nur Ihr Risiko streuen. Gold gehört dazu. Und 10 andere Anlageformen auch. Die Ausgewogenheit macht´s.

Eigene Ratingagenturen sollten dringendst installiert werden!

Das kann doch nicht so weitergehen!
Da könnte ja jeder daher kommen und schlecht über den Euro und die EU reden!

Selber Fälschen und Lügen macht Spaß und bietet hunderte zusätzliche Arbeitsplätze welche die Steuerzahler zu berappen hätten...

Der Infamie unserer Politiker ist scheinbar keine Grenze gesetzt, hat ER doch noch vor ein paar Monaten die Krise als längst erledigt abgetan!

Solche Experten regieren uns!

Man sollte sich um die Zukunft der nachfolgenden Generationen große Sorgen machen, die werden das erleben müssen was die älteren Semester unter uns nach dem Krieg erdulden mussten!

Na klar

Man muss alles andere denn ein Sympathisant der Ami-Finanzgangster sein, jedoch: Was die Nowotnys, Redings usw. usf. an den US-Ratingagenturen - dass Fitch aber eine französisch-britische ist, muss immer verschwiegen werden - am meisten stört ist, dass sie sich nicht von den EU-ropolitikerInnen steuern und beeinflussen und belügen lassen! Genau das macht nämlich ihre Glaubwürdigkeit aus. Im Gegenstaz etwa zu den Lügenbaronen wie einem Jean-Claude Juncker, einem Trichet und unserem Schwachmatiker Nowotny!
Nicht die Ratingagenturen haben die riesigen Staatsverschuldungen der "Krisenstaaten" verursacht, sondern genau dieselbe Politkaste in EU-ropa, die jetzt eben die Ratingagenturen "zerschlagen" will, weil die sagen, was Sache ist: Dass ein erheblicher Teil der Euro-Mitgliedsstaaten einfach nicht mehr die eigenen Schulden, nicht einmal mehr die Zinsen bezahlen kann - sondern nur mit windigsten Konstruktione, wie dem Aufkauf von "Staatspapieren" durch die zur Karikatur verkommenen "unabhängigen" EZB von solchen Staaten wie Griechenland, Portugal, Irland vierteljährlich "gerettet" und durch Steuergelder der anderen Staaten finanziert werden.
Übrigens: Die gleiche Methode wie die Kriegsfinanzierung von Österreich-Ungarn und die Rüstungsfinanzierung durch das Dritte Reich mit den Mefo-Wechseln bei der Reichsbank...Ergebnis bekannt: Riesige Inflation danach...

Und eine (kleinere) europäische Ratingagentur

hat, wie in der Mitternachtsausgabe des ARD von Mo. auf Di. gezeigt, die EUR-Staaten durchgehend noch schlechter bewertet, als die 3 Großen. Also auch keine Lösung. Daher offensichtlich komplett weg mit den schlechten Nachrichten darüber. Im ORF funktionierts ja schon halbwegs.

Aber eine Foderung nach Verboten betreffend Information kann man schwer als etwas anderes, als vollkommene Hilflosigkeit gegenüber der Ursache des Problems ansehen. Noch dazu wo Hr. Nowotny selbst wissen sollte, das ein solches Verbot nie weltweit durchsetzbar sein wird. Genau so wenig wie das bereits geäußerte Totalverbot der Existenz solcher Agenturen.

Und Hr. Nowotny wird auch wissen, dass solche Äußerungen kontraproduktiv zur vorgeblichen Absicht einer "Beruhigung der Märkte" sind.

Es stellt sich daher die Frage nach dem warum eines solchen Statements? "Valium" für die Steuerzahler oder einfach nur Hilflosigkeit? Beides wäre aber auch eine Disqualifikation für seinen (hoch bezahlten) Posten.

Re: Und eine (kleinere) europäische Ratingagentur

Schliesse mich da uneingeschränkt an.

"keine besonderen Einsichten, die über öffentlich verfügbare Statistiken hinausgingen" finde ist als Argument besonders lustig. Eigentlich ist es eins *für* Ratings. Die von Ö "öffentlich verfügbaren Statistiken" zeigen nämlich ein sehr deutliches Bild von permanenter Neuverschuldung. Und zwar über Zukunftsinvestitionen hinaus. In jenen Jahren, in denen´s nicht so schlimm war, wurde dieser "Erfolg" - ganz im Gegenteil zu Investitionen - durch Verkauf von öffentlichem Eigentum "erzielt".

Offenbar braucht´s also eine "Meinung", die aus der Zahlenkolonne ein "BBB" oder wasweissich macht. Wahrscheinlich managementtauglicher & konsumierbarer.
Vielleicht führt das ja irgendwannmal dazu, dass die Schuldenmacher zur Vernunft kommen. CH, SWE geben ja Beispiele, was man versuchen könnte.

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