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Griechenland: Teilweiser Zahlungsausfall "unvermeidbar"

21.07.2011 | 14:55 |   (DiePresse.com)

Für den niederländischen Finanzminister de Jager ist ein teilweiser Zahlungsausfall nicht mehr zu vermeiden.

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Ein teilweiser Zahlungsausfall für Griechenland ist nach den Worten des niederländischen Finanzministers Kees de Jager "wahrscheinlich nicht zu vermeiden". Dieser Status könne demnach Stunden, Tage oder möglicherweise auch Wochen dauern, sagte De Jager am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP vor dem Parlament in Den Haag.

Für die europäischen Banken und die geplante Privatsektorbeteiligung würden vor dem Euro-Krisengipfel drei Optionen auf dem Tisch liegen, sagte De Jager. So könnten griechische Schuldtitel gegen neue mit längerer Laufzeit umgetauscht werden, oder Anleihen mit derselben Laufzeit aber einem Verzicht auf einen Teil der Hauptschuld verlängert werden, sagte De Jager. Die dritte Option wäre, dass Griechenland seine Schuldtitel selbst zurückkaufe mit Hilfe des Euro-Rettungsfonds EFSF. Dazu müsste das Mandat des EFSF entsprechend geändert werden. Auch andere klamme Euro-Staaten wie Irland und Portugal sollten von diesem Modell profitieren können, sagten EU-Diplomaten.

De Jager betonte, es gebe noch keine definitive Einigung auf das zweite Griechenland-Rettungspaket. Als Summe für zusätzliche internationale Unterstützung, die Athen brauche, nannte der niederländische Finanzminister 88 Mrd. Euro bis Mitte 2014.

 

(Ag.)

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456 Kommentare
 
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Antworten Antworten Gast: Kuya
20.07.2011 21:26
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Re: Re: Schulden und soziale Gerechtigkeit sind unvereinbar

weg mit dem Filz
. . . her mit den Wissenschaften!

Hellas Taxos

Warum nicht gleich der Hellas Taxos (s. Irish Taxos unter http://community.zeit.de/user/taxos bzw. www.aktegeld9.blogspot.com

Gast: Bonn
20.07.2011 15:12
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Was will Griechenland?

Das Land will seinen eigenen Weg gehen. Das Land hat kein Interesse an Europa. Bei dem Beitritt hat das Land nur die Fördergelder der EU gesehen. Alles andere hat die Regierungen nicht interessiert. Vor jeder Zahlung sollte die Bevölkerung über deren Wille befragt werden.

Massenenteignung durch Transferunion

Zwangsverschuldung des deutschen Steuerzahlers durch Eurobonds? Am Donnerstag soll der Euro Gipfel stattfinden, auf dem vorrausichtlich rechtswidrig eine Transferunion verordnet wird. Ergebnis: Die Politik entzieht dem Bürger die Gegenleistungen für seine Steuerzahlungen. Dem Einzahler in die Rentenkassen wird seine Rente entzogen und dem deutschen Sparer seine Spareinlagen.

http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8219-massenenteignung-durch-transferunion

Re: Massenenteignung durch Transferunion

Soweit vordergründig richtig (wenn ich mal davon ausgehe, dass nicht nur "deutsche" Steuerzahler/Sparer gemeint waren).
Aber (und glauben Sie mir - das schmeckt mir nicht besser als Ihnen): Welche Alternative gibt es? Gehen wir einmal davon aus, dass sich keiner aus der Eurozone verabschiedet - weder GR, noch D oder Ö.
Dann gibt´s plötzlich nur noch 2 Szenarien: Entweder Eurobonds oder der Euro fährt an die Wand. Und dann stellt sich plötzlich die Frage, ob wir auf den einen oder anderen Tausender pro Person verzichten wollen oder den Bankrott.
Wenn also keiner aussteigt *und* keine Eurobonds kommen - welches Szenario ist dann noch realistisch?

Re: Re: Massenenteignung durch Transferunion

Eurobonds führen zu einer Verbilligung von Krediten für große Schuldenmacher und zur Verteuerung von Krediten für kleinere Schuldenmacher. Das Marktregulativ höhere Zinsen für höher verschuldete Staaten wird damit von den einzelnen Staaten auf die Staaten der EUR-Zone übertragen.

Erobonds sind leider auch keine Risikominimierung, hier wird (bewußt?) der falsche Begriff verwendet. Sie sind eine Verringerung der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Risikofalles (statt Einzelne trifft es nur mehr eine Gemeinschaft), das Risiko selbst ist jedoch um ein vielfaches höher, denn wenn es eintritt gehen an Stelle eines Staates alle gemeinsam pleite.

Lösungsszenario? Bin auch kein Hellseher, meine Logik tendiert allerdings in diese Richtung: Die aktuelle Situation wurde durch Tricksen und Vertragsbrüche geschaffen. Weiters Tricksen und Vertragsbrüche sind in solchen Fällen selten bis nie die Lösung. Panikreaktionen unter Druck ebenfalls nicht.

Die Verträge zur EU und zum EUR sind prinzipiell nicht die schlechtesten, also zurück vom falschen Feldweg zur Hauptstraße, zu den gültigen Vertragsgrundlagen. Der Weg dorthin kann nicht wirklich gefahrvoller und schwieriger sein, als diesen Feldversuch im Blindflug weiter zu führen.

Re: Re: Re: Massenenteignung durch Transferunion

Ihre Feststellungen zu den Eurobonds sind (fast) durchwegs richtig. Nur ist es bereits jetzt so, dass nicht ein Staat alleine Pleite gehen kann (wie man sieht). Das hätte ja entsprechend Auswirkung auf die Währung dieses Staates.
Ich würde auch davon ausgehen, dass Eurobonds alleine für sich nicht kommen werden (aus den von Ihnen angeführten Gründen). Wenn, dann kommen sie zusammen mit einer zentralen Fiskal- und Wirtschaftspolitik. In diesem Punkt kann man das dann schon wirklich als "Vereinigte Staaten von Europa" bezeichnen.

Was die vertragliche Situation betrifft, bin ich skeptisch: Offenbar ist die Grundlage nicht gut genug oder "man" will die Verträge nicht einhalten. Sollte zweiteres der Fall sein, bin ich bei meinem Lieblingsthema "mehr direkte Demokratie für Europa";-) Und bei der Feststellung, dass vorher die Hölle einfriert.

Re: Re: Re: Re: Massenenteignung durch Transferunion

Gemeinsame Fiskalpolitik ist in diesem Fall nur eine weitere Tintenburg der EU. Könnten Tintenburgen eine Überschuldung verhindern, hätten wir auch heute keine.

Über Geldhoheit (Finanzpolitik, Steuern) durch eine eigene Regierung definiert sich letztendlich ein demokratischer Staat. Die Abgabe dieses Grundrechts an Brüssel wäre daher nicht einfach nur eine "übergordnete Wirtschaftsregierung", es wäre das vorweggenommene Ende der EURO-Nationalstaaten. Und wie das mit den Nicht-EURO-Staaten der EU zusammengehen soll, diese Frage hat noch gar niemand aufgeworfen.

PS: Theoretisch kann man bei der EUR-Gemeinschaftswährung auch eine "innere Abwertung" vornehmen (höhere Steuern, Gehaltskürzungen, ...). Genau das passiert ja gerade in Griechenland. Es geht hier ja eigentlich nur mehr darum, das - Pleite - nicht offiziell in die Bücher nehmen zu müssen.

Antworten Antworten Gast: fefe
20.07.2011 18:06
0 0

Re: Re: Massenenteignung durch Transferunion

War es nicht Greenspan, der vor etwa zehn Jahren gesagt hat, dass der Euro nicht mehr als zehn Jahre überleben wird? Das wäre also ungefähr jetzt.

Banken könnten griechische Anleihen in solche des Euro-Rettungsfonds EFSF tauschen, schlugen die Wirtschaftsweisen vor.


find ich toll.
"geht`s den banken gut, geht`s uns allen gut...!" ;-))

Anleihen

Eigentlich dürfte ein Schuldenschnitt den Banken nichts mehr ausmachen. Banken sind ja verpflichtet ihrer Forderungen zu bewerten und nachdem griechische Staatsanleihen nur noch mit 50 % im Kurs stehen, müßten die Banken diese Anleihen schon in den Bilanzen wertberichtigt haben. D. h. in den Büchern der Banken düften diese Papiere eigentlich nur noch mit 50 % Wert verbucht sein.

Antworten Gast: Gutbürger
20.07.2011 14:15
0 0

Schon wertberichtigt?

Da habe ich meine Zweifel. Am Jahresende werden wir´s dann sehen wer recht hat.

0 0

Re: Schon wertberichtigt?


Ihre Zweifel sind berechtigt.

Die Banken können, müssen aber nicht wertberichtigen (wenn sie behaupten, die Anleihe bis zum Laufzeitende behalten zu wollen).

Endlich einer ..

... ders versteht.

Antworten Gast: fefe
20.07.2011 14:02
2 0

Re: Anleihen

Selbstverständlich. Aber es wird halt so sein, dass die Allgemeinheit den Banken ihre Verluste aus diesen Anleihen ausgleicht.

Das haben sie dem Euro zu verdanken, wenn die in Drachmen wären, dann wären die Anleihen halt einfach die Hälfte wert, weil die Drachme dann einfach ggü. dem Euro auf die Hälfte abgewertet wäre. So ist das freilich viel praktischer für die Banken.

Notfalls wird die EU - wozu sie ja längst das Recht hat - irgendwann direkt Steuern bei den EU-Bürgern einheben um diese Freundschaftsdienste zu finanzieren.

Gast: Gutbürger
20.07.2011 13:44
0 0

Schulden=Guthaben halbieren

Und was bedeutet das für die Kaufkraft des Euro?
Immerhin besitzt die EZB die meisten Griechenland-Anleihen!
Und was bedeutet es für mein Postsparbuch?

Wer sein Geld in Griechenland geparkt hat

Diesbezüglich interessant:

WESSEN Geld in Griechenland überhaupt auf dem Spiel steht.

http://zuwi.at/themen/staatsschulden/wessen-geld-in-griechenland-auf-dem-spiel-steht/

Re: Wer sein Geld in Griechenland geparkt hat

Rund 50% der Schulden gehören bereits den Stuerzahlern. Also nimmt man "2 x 50%" zu Lasten der Steuerzahler auf um deren "1x 50%" + der der anderen Banken, inklusive die von außerhalb Europas, "abzusichern".

Wo hat sich die Logik versteckt?

Gast: international_
20.07.2011 13:10
2 0

selber genug schulden

dumm nur, dass die länder, von denen man jetzt schutzschirme etc. fordert selber auch genug schulden haben. zwar noch nicht soviel wie griechenland, aber wir sind mit alljährlichen defiziten auf dem gleichen weg

Gast: Zen Su Riert
20.07.2011 12:56
2 0

Schuldenschnitt

Schuldenschnitt ja, aber nur zug um zug gegen ein freiwilliges ausscheiden griechenlands aus dem euro. sonst stehen wir in fünf jahren wieder dort wo wir jetzt stehen, denn die griechen (wie auch alle anderen deficit spending staaten incl. österrreich) lernen sicher nix dazu.

Re: Schuldenschnitt

Schuldenschnitt ohne eine begleitende Maßnahme (üblicherweise Währungsabwertung) ist sinnlos. Denn halbierte Schulden wären nur eine Einladung dazu, so weiter zu machen wie bisher.

Griechische Schulden halbieren ! EXPERTEN ?!



Die Experten plappern jetzt nur nach was der Markt ohnedies schon in der Realität vorweggenommen hat. dort haben sich die Kurse der greichischen Staatsanleihen praktisch schon halbiert.

Es ist nur die Frage warum sich die EU und unsere Politiker derartig gegen den Markt stemmen und sich so hartnäckig bemühen, hier Milliarden, die dann als Gewinne anfallen, in den Markt zu pumpen, und damit unsere Schulden noch weiter in die Höhe zu treiben.

Wieviele Politiker haben sich dirket oder indirekt Staatsanleihen gekauft und damit jetzt zu zocken ?

Das sind keine 5 Weisen, bestenfalls 5 Waisen.....

Und da ja bekanntlich die Ausbildungschancen in Waisenheimen gering sind....

Schuldenschnitt 50 %

Wer glaubt, dass die Griechen die verbleibenden 50 % zurückzahlen ? Ich nicht. Die werden weiterhin Neuschulden machen, da die Ursachen für die heutige Schieflage noch nicht beseitigt worden sind.
Meiner Meinung nach sollten die Wege des Geldflusses am Beispiel Griechenlands schonungslos aufgedeckt werden. Wie können diese Riesenmilliardenbeträge einfach in der Versenkung verschwinden ? Klar, die Nachfahren Alexander des Grossen haben schonungslos Importwaren konsumiert, aber bei den Exportländern ist nichts angekommen, sonst würden diese nicht auf exorbitanten Schuldenbergen sitzen. Also wer hat das ganze Geld ?

Nach einem Schuldenschnitt ...

... würde ihnen niemand mehr Geld borgen.
Natürlich ausgenommen Zocker.

Gast: Ludmilla
20.07.2011 12:07
2 0

Die Jungend wählt sowieso anders, die sind unsere Zukunft.

habe nicht wirklich ein Problem damit meine Steuern zu bezahlen. Aber ich habe ein Problem damit, wie ihr mit diesem Geld umgeht. Ich kann nur jemanden was geben, wenn ich was habe, der Staat gibt was, und hat es nicht. Jeder kleinere Kreditnehmer in Österreich, der seine Arbeit verliert, weil die Firma zusperrt oder zu wenig Aufträge hat um weiterhin alle zu Beschäftigen. Vieleicht auch um die 55 Jahre ist. Praktisch am Arbeitsmarkt ,ein altes Eisen. Den erlässt man nichts, dass ist die ungerechtigkeit. Die Herschaften der Politik. Das müssen wir tun, sonst sind wir auch alle Pleite. Ich bin davon überzeugt dass da noch mehr an Schulden da ist, was unsere Regierung schönredet. rot schwarz ist eine zumutung. Egal was aufgedeckt wird, es verschwindet auch wieder so schnell in den Medien. Wenn bei HC.Strache was im Busch ist dann melden alles was. Zeitungen Fernsehen etc. Nur Regieren um eine Ruhe zu haben ist zu wenig SPÖ. Ja nirgens anstreifen, ja nichts sagen, wir wollen unsere Ruh haben.

Um das Geld dass da jetzt durch die Politiker uneinbringlich verschenkt wird (=Rettungspaket), könnten alle EU-Staatsbürger 1 Jahr lang Ihr volles Gehalt beziehn, ohne Arbeiten zu müssen.



Oder alle EU Staaten könnten 2 Jahre lang auf Steuern verzichten !

Ich habe diese Politiker-Milliarden-Versenkungen echt schon satt.

Antworten Antworten Gast: Ludmilla
20.07.2011 13:23
1 0

Mir gehts genauso,

ich habe diese Parteien abgeschrieben. Ein Kanzler der als Chef, der nicht ordentlich am Tisch hauen kann, nur um den Frieden in seiner eigene Partei zu haben und die Koalition aufrecht zu halten, ist für dieses Land nicht zumutbar. Ich hoffe doch das einige SPÖ Wähler mal darüber nachdenken und was anderes Wählen. Sozial sind die schon lange nicht mehr. Die Menschen die brav Arbeiten werden in dieser Partei nur geschröpft. Umso weniger als man Arbeitet umso mehr Unterstützung gibt es. Es geht Nicht um Menschen die Krankheitshalber nichts mehr Arbeiten könne. Es geht um die sogenannten Hypochonder.

Re: Mir gehts genauso,

SPÖ Wähler und Denken=unmöglich

Bei aller Diskussion ...

... dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass Feymann uns eine Volksabstimmung bei wesentlichen Vertragsänderungen versprochen hat.
Er hat in einem PRESSE Interview die Abschaffung der no bail out Klausel zwar als nicht wesentlich bezeichnet, aber wir wissen inzwischen alle, dass das nicht stimmt.
Wir (wir, die wir in diesen Foren lesen), daher immer wieder und in allen zugängigen Foren auf dieses Versprechen hinweisen.
Wenn jemand Oppositionspolitiker kennt, soll er sie auch darauf hinweisen, dass dieses Thema öffentlich gemacht werden muss.
Journalisten kopieren normalerweise nur APA-Nachrichten und die APA tut dem Bundeskanzler nichts, daher ...
... muss man auch sozialistische Politiker vor allem an der Basis auf dieses Versprechen aufmerksam machen, damit Laura von Unten Druck bekommt und ihn weitergeben muss.

ALSO: Herr Bundeskanzler. Wo bleibt die versprochene Volksabstimmung?

Antworten Gast: fefe
20.07.2011 14:59
0 0

Re: Bei aller Diskussion ...

Das heißt schon lange nicht mehr "Volksabstimmung" sondern "Plebiszit", das klingt für die meisten wie "Pestizid" und daher was Schlechtes.

Und denen, die es doch richtig verstehen wird schon seit Jahren vermittelt, dass da immer ein Blödsinn herauskommt, wenn man den Mob abstimmen lässt.

Sieht man ja am Beispiel des "zurückgebliebenen Demokratieverständnisses in der Schweiz". Wir sind modern.

Ich glaube nicht, dass wir noch eine Volksabstimmung erleben werden. Wir können zwischen den vorausgewählten Parteien wählen, denen sowieso nur noch dekorative Bedeutung zukommt.

Vielleicht lässt man uns noch abstimmen ob es in der Bundeshymne "Söhne, Töchter" oder "Töchter, Söhne" heißen soll. Oder neue Autokennzeichen; hatten wir auch schon einmal. So richtig wichtige Entscheidungen halt.

UIUIUIUI ...

... hab ich doch tatsächlich ein deutsches Wort verwendet. Da entschuldige ich mich aber herzlich.
Ist ja fast schon faschistoid.
Für mich spricht aber, dass Volksabstimmung weiblich ist. Das ist zumindest politisch korrekt.
Plebiszit ist sächlich und daher noch korrekter.
Tja, ich lerns nie.

Antworten Antworten Antworten Gast: EFF EFF
20.07.2011 16:52
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Re: UIUIUIUI ...

Interessant wie "politische Korrektheit" sich auf die Wahl des Artikels beschränkt.
Die Lüge ist folglich politisch korrekt. Über den anschliessenden Betrug muss es - hinsichtlich des Geschlechts - eine gesellschaftliche Diskussion geben.

Schließlich will kein Volk betrogen werden. Der Betrug könnte neu Rettungshilfe, Sparmaßnahme oder Solidaritätsprojekt heißen.

Faymann ist ein Politiker = professioneller Lügner.



Würde ein Geschäftsmann so viel Lügen=Täuschen + Betrügen wie ein Politiker, dann würde er 100 Jahre Knast (ohne Chance auf Bewährung) ausfassen.

2 0

5 Weise sprechen weise aber es bleiben noch ein paar grundsätzliche Dinge zu klären

vorausgesetzt die Empfehlung hat nicht noch weiteren Inhalt, der hier nicht publik gemacht wurde erscheint mir:
der Schnitt um 50 % als realer vernünftiger Ansatz, die Banken, die solide sind, haben die GR Papiere ohnehin schon auf den derzeitigen Marktwert abgewertet (oder Vorsorgen getroffen) und der beträgt halt derzeit ca. 50 %, also die Gesunden können damit leben. Die, die dies nicht verkraften können,sollten dann auch endgültig vom Markt verschwinden - auch in den USA sind viele Institute pleite gegangen und das ist gut so. Der Tauschvorschlag ist hoffentlich mit der 50 % Bewertung junktimiert. Es hat schon was für sich, dass ein zentraler Gläubiger auf die Eintreibung des Rests der Schulden achtet. Die wesentlichste Ergänzung jedoch, ist eine Auflage, dass der Verzicht bedingt ist und vorerst nur eine Stundung darstellt, die mit sofortiger Wirkung hinfällig ist, sollte GR seine vereinbarten Spar- und Steuerziele nachhaltig verfehlen. Gleichzeitig wird klargestellt, dass keine weiteren Haftungen übernommen werden und auch kein frisches Geld außerhalb des vereinbarten Rahmens fließt. Also ein Kuratel Griechenlands - bis ein definierter Zustand nachhaltig eingetreten ist - als z.B. die Erreichung der Konvergenzkriterien über eine längere Zeitperiode.

Antworten Gast: flo_hü
20.07.2011 12:45
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welche banken???

die banken besitzen gar keine griechischen anleihen mehr... die wurden bereits an die ezb verkauft! das ist ja der schmäh an der sachen - "private beteiligung am schuldenschnitt" - nur das es keine privaten unternehmen mehr gibt die diese anleihen besitzten (außer französische banken zugegeben)

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Re: welche banken???


Natürlich "besitzen" die Banken noch griechische Anleihen.

Z.B. die, welche bei der EZB von Geschäftsbanken als Sicherheit für Kredite hinterlegt wurden (von griechischen Banken hauptsächlich).

Gekauft (am Sekundärmarkt, da Direktkauf verboten) hat die EZB so um die 50 Mrd griechische Anleihen.

Gast: EFF EFF
20.07.2011 11:12
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Ganz schön beschissen!

Ein Schuldenschnitt von 50% auf 160% sind 80%.
Wo bleiben die restlichen 26% ?

Griechenlands aktuelles Haushaltsdefizit von
11400 Millionen im ersten Halbjahr stehen Notkredite (EFSF) von mehr als 50000 Millionen gegenüber.
Wo ist das Geld geblieben?

Die griechischen Banken sind mit der EZB im Geschäft und nicht mit dem EFSF.

Wer kassiert also ab?

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Re: Ganz schön beschissen!


Die fälligen Anleihen müssen auch bedient werden.

Sie können nicht wie im Normalfall durch neue Anleihen ersetzt werden.

Die Tilgungssummen fließen nicht ins Defizit ein (nur die Zinsen dafür, im 1. Halbjahr 2011 7,0 Mrd Euro).

Das Defizit Griechenlands betrug im 1. Halbjahr 2011 12,8 Mrd Euro. D.h., die Griechen hätten, auch wenn sie Null Schulden und ergo keine Zinszahlungen hätten, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 5,8 Mrd Euro Defizit gemacht.

Die Griechen leben also weiterhin weit über ihre Verhältnisse - auf Kosten der übrigen Euro-Länder.

Gast: Sinus
20.07.2011 10:56
4 0

Fukushima

Genau wie bei der Berichterstattung in Japan, wird immer scheibchenweise zugegeben, was jemandem vorher klar war.

Es ist völlig klar, dass die Zahlungen an Griechenland verloren sind.

Dafür muß der Pröll aber von den Richter gezerrt werden = grob fahrlässige Handlung = Schandensersatz (persönliches Familienvermögen einziehen!)


Antworten Antworten Gast: DI
21.07.2011 08:38
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Re: Dafür muß der Pröll aber von den Richter gezerrt werden = grob fahrlässige Handlung = Schandensersatz (persönliches Familienvermögen einziehen!)

nicht nur der Pröll, alle Politiker

Gast: fefe
20.07.2011 10:37
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Wozu die überhaupt da sind

Ich verstehe nicht, wozu die Deutschen überhaupt diese fünf Weisen haben. Die hatten vor einer Einführung des Euro gewarnt wegen genau jener Konsequenzen, die wir jetzt haben. Damals hat man nicht auf sie gehört. Und jetzt ist es schon passiert.

Egal was die sagen, die Politik wird wieder machen, was ihr offenbar von irgendwoher vorgegeben wird.

An den Hebeln sitzen offenbar nur korrupte, dumme Sprechpuppen. Überall, das ist keine deutsche Spezialität.

Wozu die da sind?

Ganz einfach! Das ist wie mit dem Marin.

1. Diejenigen, die sich auskennen, sprechen die fürchterliche Wahrheit aus (die Privatpensionen sind verloren, unsere Währung geht kaputt, höhere Steuern, weniger Sozialleistungen, Armut, wohin man blickt, ...), woraufhin:
2. das Volk geschockt, ängstlich und völlig verzweifelt ist, woraufhin:
TATATATA!!!!
3. Superman in Gestalt eines PolitikerIn (unabhängig von irgendwelchen Parteien) kommt und dem Volk erklärt, dass das auch ohne Schmerzen geht, woraufhin:
4. Die Wähler erleichtert sind und Superman bei der nächsten Wahl wieder ihre Stimme geben.

Es geht nur um Wählerstimmen. Sonst um garnichts. Daher wird das auch solange bleiben, bis der Wähler Konsequenzen zieht.
Man hat das in den Ländern, in denen die Wähler national gewählt haben, sehr gut beobachten können.

Antworten Antworten Gast: fefe
20.07.2011 12:14
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Re: Wozu die da sind?

Das ist schon richtig, aber es ist egal wen man wählt. Gehandelt wird immer gleich, die dazu erzählten Geschichten sind lediglich andere.

Das konnte man recht deutlich sehen in der Hochphase der Privatisierungen in Deutschland (SPD/Grüne) und Österreich (ÖVP/FPÖ). Gemacht haben sie exakt das selbe, die Erklärungen dazu waren anders.

Es steht also niemand zur Wahl, der nicht tun würde, was getan werden soll. Wählen Sie also was sie wollen, auch Strache würde das selbe machen.

Gast: gast3434
20.07.2011 10:22
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naja, diese 5 weisen haben sich selbst

immerhin schon fast halbiert. zumindest sehe ich nur 3 am foto.... wenn das kein anfang ist....

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Wer kennt sich jetzt wirklich aus?

50% Schuldenschnitt, aber die Banken können die Anleihen eintauschen? Wer trägt dann die Verluste aus dem Schnitt?

Etwa wieder die Allgemeinheit?

Spanien hat so viele Schulden wie Griechenland, Portugal und Irland zusammen. Italien hat ca. 2 x so hohe Schulden wie Spanien. Wie wird man hier vorgehen?

Haben Sie eine Ahnung ...

... wie schnell Druckmaschinen heute sind?

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Re: Haben Sie eine Ahnung ...

Diejenigen, die seit Jahren Gold kaufen, befürchten da irgendetwas in diese Richtung, oder?

der weise schweigt!

der narr hingegen (besonders jener, der keinerlei konsequenzen aus seinen worten befürchten muss) verfasst einen text mit unmengen an würde, könnte, sollte....

Aber zuerst zahln ma noch das zweite Rettungspaket an die Griechen aus ...

und dann mach ma den Schuldenschnitt, wird wahrscheinlich der Vorschlag unserer Politiker und Experten lauten.

 
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