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EU-Schuldenkrise: Deutsche Bank misstraut Italien

26.07.2011 | 18:00 |   (DiePresse.com)

Das deutsche Institut glaubt nicht an ein baldiges Ende der Schuldenkrise. Es hat einen Gutteil seiner italienischen Staatsanleihen abgestoßen. Analysten warnen vor einer neuerlichen Panik an den Märkten.

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Wien. Die Finanzindustrie hegt erhebliche Zweifel daran, dass die europäische Schuldenkrise gelöst ist. Vielmehr wird befürchtet, dass auch Italien bald voll erfasst wird. Dieser Schluss ist zulässig, wenn man die Halbjahresbilanz des größten deutschen Finanzinstituts als Indiz gelten lässt. Die Deutsche Bank hat ihre Kreditvergabe an Italien im ersten Halbjahr 2011 erheblich reduziert - von mehr als acht Mrd. Euro auf 997 Mio. Euro.

Die Sorge um den Euro ist auch der Grund, warum das Unternehmen sein Ziel für das Gesamtjahr verpassen könnte. Bislang erhoffte sich die Bank einen Vorsteuergewinn von zehn Mrd. Euro. In den ersten sechs Monaten verdiente das Institut vor Steuern 5,5 Mrd. Euro und liegt damit im Plan. Doch sei die Vorgabe von zehn Mrd. Euro „nur schwer zu erfüllen", sagte der scheidende Firmenchef, Josef Ackermann. Vieles hänge „von einer reibungslosen und nachhaltigen Lösung der europäischen Schuldenkrise ab".

Andere Banken könnten folgen

In den am schwersten von der Krise betroffenen Staaten - Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Spanien - hat das Geldhaus sein Engagement um zwei Drittel auf 3,7 Mrd. Euro zurückgefahren. Der Grund: „Gezielte Maßnahmen zur Risikoreduzierung", wie im Halbjahresbericht zu lesen ist.
Für zehnjährige Staatsanleihen muss Italien mittlerweile 5,7 Prozent Zinsen pro Jahr bezahlen - vor zwei Wochen lag der Wert noch bei 5,4 Prozent. Zum Vergleich: Die deutlich sichereren deutschen Anleihen werfen momentan 2,7 Prozent pro Jahr ab, österreichische knapp unter 3,3.
Die Sorge um Italien erreichte vor zwei Wochen einen vorläufigen Höhepunkt, als die Aktienmärkte abgestürzt waren. Seitdem hat sich die Lage zwar etwas beruhigt. Allerdings warnen Analysten bereits vor einer neuerlichen Panik an den Märkten in den kommenden Wochen. Und zwar dann, wenn die beiden größten europäischen Banken, die britische HSBC sowie die spanische Santander, ihre Halbjahresbilanzen vorlegen. Sollte sich zeigen, dass auch sie italienische Anleihen im großen Stil abgestoßen haben, könnten andere Investoren folgen.

Als drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ist Italien der größte Problemfall der EU. Der Schuldenstand liegt bei 120 Prozent der Wirtschaftsleistung oder 1850 Mrd. Euro. Der Verschuldungsgrad ist zwar schon länger konstant hoch, verschärfen würde sich die Lage für den Staatshaushalt allerdings bei stark steigenden Zinsen. Sollten Investoren das Vertrauen in italienische Staatsanleihen ganz verlieren, drohte Italien ein griechisches Schicksal - mit verheerenden Folgen für die ganze Eurozone.

Österreichs Banken haben in Italien laut im Juni veröffentlichten Zahlen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich Außenstände von 16,5 Mrd. Euro. Nicht in dieser Zahl enthalten sind die Forderungen der Bank Austria. Deren Mutter, die italienische Unicredit, hält italienische Staatsanleihen in Höhe von 35 Mrd. Euro, bei einer Bilanzsumme von 910 Mrd. Euro.
Ob sich auch Österreichs große Institute in den vergangenen Wochen in ähnlichem Umfang wie die Deutsche Bank von italienischen Staatsanleihen getrennt haben, ist unklar. Dem Vernehmen nach dürften sie nach wie vor relativ stark in Italien engagiert sein. Die exakten Zahlen geben die Institute in den kommenden Tagen im Zuge der Halbjahresbilanzen bekannt.

Ackermann wird Aufsichtsrat

Die Deutsche Bank hat im Zuge der Bilanzpräsentation auch die künftige Führung vorgestellt. Ackermann wird im Mai 2012 vom Leiter des Investmentbankings, dem Inder Anshu Jain, sowie vom Deutschen Jürgen Fitschen abgelöst. Ein zwei Jahre dauernder Machtkampf bei der Bank findet damit ein vorläufiges Ende. Ackermann selbst wird den Aufsichtsrat führen - eine Entscheidung, die nicht nur in Deutschland für Diskussionen sorgt. Bis zuletzt hatte der Firmenchef einen fliegenden Wechsel in den Aufsichtsrat ausgeschlossen.

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90 Kommentare

Re: Re: Re: Die Beteiligung der Banken am nächsten Griechenland-Rettungspaket wird geringer ausfallen als in der Vorwoche bekannt gegeben.

" ... Papiere im Besitz von Pensionsfonds waren ... ", welche üblicherweise auch von nichtsahnenden Politikern "gemanagt" werden, also nicht rechtzeitig die Kurve kratzten.

Gast: Onkel Hans
26.07.2011 08:40
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Tja!


Hat denn jemand an die Lügen der Politclowns geglaubt?

Gast: uizwick
26.07.2011 07:50
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über den tisch gezogen

"Das „Wall Street Journal“ hat nun nachgerechnet und kommt zum Ergebnis, dass die 90 führenden Banken lediglich Abwertungsverluste zwischen sieben und 14Mrd. Euro einkalkulieren müssen. Davon entfallen zwei Drittel auf griechische Banken".

SCHON WIEDER ÜBER DEN TISCH GEZOGEN !!

RAUS AUS DER EU, SOFORT !!!


Gast: Vogel Strauss
25.07.2011 20:33
3 0

Kein Wunder, Ackermann ist ja ...

... der Busenfreund von Herrn Juncker - und der wird weder seinem guten Freund noch seinen eigenen Banken, von denen sein Land hauptsächlich lebt, wehtun wollen ... und eine Aufwertung des EFSF ist ja auch wichtig, denn dort sitzt sein Freund Klaus Regling! Networking ist einfach alles!

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Vereinigte Schulden von Europa

Die Banken verdienen wieder kräftig an diesem Deal. Die griechischen Staatsanleihen, die sie schon mehr oder weniger abgeschrieben hatten, können sie jetzt wieder viel höher in die Bilanzen aufnehmen. Die Boni der Banker werden wieder kräftig steigen.

Letzten Endes sind das Eurobonds. D.h. dass der Euro weiter entwertet wird.


Wer ist betroffen?

Wer von dem am Eurogipfel beschlossenen Mini-Haircut betroffen ist, kann man hier nachschlagen. Einen nicht zu kleinen Teil trägt der Staat selbst:

http://zuwi.at/themen/staatsschulden/wessen-geld-in-griechenland-auf-dem-spiel-steht/

Wer im Meer der Meldungen die Übersicht verloren hat, findet hier außerdem noch eine Zusammenfassung der beschlossenen Maßnahmen der Eurozone:

http://zuwi.at/themen/eurokrise/das-griechen-hilfspaket-ii-im-detail/

LG,
Andreas

Gast: Noodies
25.07.2011 16:43
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Und wer stuft die USA runter auf N.I.X!

Und wer stuft die USA runter auf N.I.X ?
Die sind auch bald pleite hört man..(=OP

Antworten Gast: meiermeier
27.07.2011 00:17
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Re: Und wer stuft die USA runter auf N.I.X!

http://www.reuters.com/article/2011/07/26/us-usa-debt-poll-idUSTRE76P5BI20110726

mal sehn was da noch so kommt. aber in den nächsten jahren werden die urteile dieser rate agenturen wohl an bedeutung verlieren. dodd frank act und eu regulation sind schon mal ein schritt in die richtige......


Gast: Eurrora
25.07.2011 15:45
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Herabstufen von Griechenland ?

Tiefer geht es ja nimmer und Pleite = Pleite. Jetzt werden sie in der Hölle geröstet.

Gast: BÄRLIMANN
25.07.2011 14:46
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WITZIG

Ist so wie in der Schule... Minus Fünf

Schuldfrage

Natürlich sind die Ratingagenturen an der derzeitigen Situation Schuld, und nicht - wie landläufig angenommen - die Jahrzehnte lange Schuldenpolitik sämtlicher europäischer Staaten, welche sich seit langem meilenweit vom realen Gutwert entfernt hat!

Frei nach Sophokles: Tod dem Boten!

Antworten Gast: Gast 99
25.07.2011 23:08
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Re: Schuldfrage

Nein, das stimmt so nicht ganz! Die Ratingagenturen agierten auch manchmal als Verstärker. Schauen sie einmal nach wem so die Rating-Agenturen gehören! Schon bei den Schrottpapieren lagen sie als beauftragte Beurteiler der Emittenten in ihren Beurteilungen manchmal völlig daneben. Wem wundert es wenn man weiß, dass sie vom Emittenten der Schrottpapiere bezahlt wurden. Aus meiner Sicht ist das völlig unvereinbar. Mit so einer Macht ausgestattet (auch die EZB unterwarf sich in einigen Richtlinien zu Vorgangsweisen hinsichtlich des Ankaufs/Belehnung von griechischen Staatsanleihen dem Urteil der Rating-Agenturen) sollten u.a im Zusammenhang mit einer verbesserten Transparenz alle Mitarbeiter dieser Rating-Agenturen ihre Einkommen und Vermögen offenlegen und zusätzlich keine Beurteilung von Wertpapieren für Emittenten durchführen oder sogar daran beteiligt sein!


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Re: Re: Schuldfrage

Ja, die Ratingagenturen lagen oft völlig daneben, jedoch auf der falschen Seite. Sie haben die europäischen Pleitestaaten nämlich oft noch viel zu gut bewertet. Dass Griechenland de facto pleite ist, weiß man seit letztem Mai. Damals hatte Griechenland aber noch recht gute Ratings, welche erst im Lauf des Jahres verschlechtert wurden, um nun beim absoluten Ramschstatus zu landen.
Die Ratingagenturen haben die Schuldenkrise deswegen keinesfalls verstärkt, sondern ganz im Gegenteil leider noch viel zu lange beschönigt.


die unobjektivität heißt ratingagentur (oder die bezahlten schlechtmachr ?)....


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Re: die unobjektivität heißt ratingagentur (oder die bezahlten schlechtmachr ?)....

In der Finanzkrise hatte man sich beschwert, dass die Ratingagenturen (vor der Krise) viele Gläubiger zu hoch bewertet hatten. Jetzt ist es umgekehrt. Was wollen die Leute eigentlich?

Niemand muss sich an das Rating dieser Agenturen halten.

Re: die unobjektivität heißt ratingagentur (oder die bezahlten schlechtmachr ?)....

Ad Unobjektivität: Was von dem was ein Rating aussagt (nicht, was es unserer Meinung nach aussagen sollte oder könnte) ist im Fall von GR unobjektiv?
Ad Bezahlt: Wer zahlt für das Rating - und könnte damit (soweit wir jemanden verdächtigen wollen) das Ergebnis beeinflussen?

Re: Re: die unobjektivität heißt ratingagentur (oder die bezahlten schlechtmachr ?)....

Das rating von Staaten ist normalerweise eine kostenlose Draufgabe, wenn ich mich nicht irre.

Hat aber nichts mit einer Anschuldigung wie "wäre bewußt falsch" zu tun.

Re: Re: Re: die unobjektivität heißt ratingagentur (oder die bezahlten schlechtmachr ?)....

Interessant - ich war der Meinung, das Rating würde grundsätzlich vom Beurteilten bezahlt. Bekommt man jedenfalls überall zu lesen.

Re: Re: Re: Re: die unobjektivität heißt ratingagentur (oder die bezahlten schlechtmachr ?)....

Nochmals, kann nicht verifizieren ob die dazu gelesenen Infos tatsächlich stimmen, aber sie klingen logisch.

Bezahlt wird von dem, wer ein Rating über eine bestimmte Firma (das übliche) haben möchte. Diese Ratings werden normalerweise(!) auch nicht veröffentlicht. Staaten gibts als veröffentlichte Draufgabe.

D.h. die Zahler sind üblicherweise Investoren, Banken, ... Und in diesem Bereich wird's natürlich "haarig" = Rating eines (üblichen) Auftraggebers; siehe Lehmann Brothers.

D.h. bei Bankenbewertungen wäre sicher Vorsicht angebracht, bei allen andren gibt's halt gewisse Interpretationsspielräume, welche aber nichts wesentliches an der Grundsatzbewertung ändern sollten. An Verschwörungstheorien glaube ich daher eher nicht.

Gast: wjakob
25.07.2011 11:58
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USA

Kann ich jetzt davon ausgehen, dass den USA - sofern sich Politiker dort nicht einigen können und am 2. August die Zahlungsunfähigkeit eintritt - ein schlechteres Rating blüht als das von Griechenland heute?

Re: USA

Davon können Sie ausgehen, der Fall der Zahlungsunfähigkeit wird aber nicht eintreten.
Wenn Sie sich vorstellen, welche Auswirkungen das hätte, werden Sie problemlos der US-Politik vertrauen können, dass dort eine Lösung (und sei sie noch so schwindelig) gefunden wird. Ist ja noch Zeit, den Hasen aus dem Hut zu zaubern.
Sollte ich mich irren, haben wir beide andere Probleme als das Rating einer Agentur.

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Re: Re: USA

Mal abgesehen von den Ratings.
Wenn die Informationen über die US stimmen, dann heißt das doch nichts anderes, daß die bereits pleite sind. Aber damit das nicht so auffällt sollen neue Schulden gemacht werden, damit fällige Schulden bezahlt werden können. So nach der Devise "Loch auf Loch zu".

Dabei wird allerdings das wichtigste vergessen. Die nötigen Gelder müssen ja aus dem Ausland herbei geschafft werden. Auch wenn die Obergrenze erweitert wird, wer traut denn noch diesem finanziellem Irrsinn, den da die US angefangen haben?

Versteh das ganze Gejeiere net:


Die Konseqenz eines mittlerweile sogar amtlichen Zahlungsausfalls kann ja nicht darin bestehen, die Kreditwürdigkeit HINAUFzusetzen. Es steht auch jedem frei das "Rating" zu ignorieren und dem Schuldner frisches Geld zu günstigen Konditionen zu geben.

Wer davon überzeugt ist dass Griechenland das Geld zurückzahlen wird kann ja seine gesamten Ersparnisse und die der gesamten Family und all seiner Freunde in griechische Anleihen stecken - die täten sich doch alle dumm und dusselig verdienen bei den aktuellen kursen.... JA WARUM WOHL MACHT DAS DENN KEINER !?!?!?!

Vorschlag

zum Unwort des JAhres: Ratingagentur

Re: Vorschlag

Vorschlag zum Unwort der letzten 30 Jahre: Schuldenmachen oder Gelddrucken

Firmen

Eine Ratingagentur ist nichts anders als eine Firma die sich von Firmen dafür bezahlen läßt, daß sie Firmen bewertet.

Das heißt Ratingagenturen kämpfen mit anderen Agenturen um Kunden.

Wer hier keine Einflußnahme von Kunden auf die Ratingagentur vermutet, der sollte wieder im Sandkasten weiter spielen.

Re: Firmen

Klar, Finanzinstitute wollen belogen werden und zwingen daher die Ratingagenturen falsche Werte zu publizieren!

Re: Re: Firmen

Nicht die Finanzinstitute "wollen belogen" werden; ihnen geht es nur um die "offizielle" Bestätigung ihrer eigenen Bonität, aufgrund derer sie weiterhn "fantasievolle Produkte" an naive Kunden verkaufen können...

Gast: der Staunende
25.07.2011 10:36
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Finanzwirtschaft ...

Ein ganzer Kontinent bürgt mit hunderten Milliarden für einen Kreditnehmer, und dieser wird herabgestuft! Eh klar, wenn die Banken und Spekulanten dadurch höhere Zinsen einsacken können ...

Wielange machen wir das Affentheater mit diesem Gesindel (Ratingagentur / Bank / Spekulant) noch mit?

Re: Finanzwirtschaft ...

Schuld an dem Schlamassel sind hauptsächlich die Notenbanken, die seit vielen Jahren durch zu niedrige Zinsen das Kreditwachstum beschleunigen und den Sparwillen bremsen. Die Notenbanken sind dabei leider nicht ganz unabhängig, was sie eigentlich sein sollten, sondern stehen wohl under dem Einfluss von Politik und Finanzlobby, die alle niedrige Zinsen haben wollen. Die Zinsen müssen rauf, und es muss an allen Enden gespart werden, sonst wird es ordentlich knallen.

Re: Finanzwirtschaft ...

Die Herabstufung erfolgte höchstwahrscheinlich wegen der (marginalen) Beteiligung von Kreditgerbern am Zahlungsausfall. Den Ratingagenturen sollten die Wahrscheinlichkeit bewerten, nach der ein Kreditgeber sein geborgtes Geld, inkl. Zinsen, wieder erhalten wird und nicht die Bemühungen dazu.
- Das scheint hier ein generelles Mißverständnis sein.

Und die "Einladung zur Spekulation" besteht darin, dass Staaten eben immer mehr Kredite aufnehmen, denn jemand der keine Schulden hat/braucht kann das zu 100% egal sein.

Dazu kommt, das man nun von den "noch gedeckten Tischen" auf die bereits "leer gefressenen Tische" weiter serviert. Also wäre jeder "Spekulant" ein ziemlicher Idiot, diesen Ballsaal zu verlassen, so lange immer nachserviert wird.

Re: Finanzwirtschaft ...

Solange wir laufend mehr Schulden aufnehmen als wir zurückzahlen. Also so lange es irgendwie geht.

Gast: Wechselkursparität Nachhilfe für eine defekte Taschenrechnerinnin
25.07.2011 10:00
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Vielleicht sollte mal jemand unserer Finanzministerinnin erklären

das ein 1 Euro in Österreich zwei Dollar wert ist, in Griechenland, Spanien oder Italien aber nur mehr 70 amerikanische Cent.

Re: Vielleicht sollte mal jemand unserer Finanzministerinnin erklären

Wer gibt mir in Ö 20.000$ für 10.000EUR ? Bin dankbar für jeden Tip.

Antworten Antworten Gast: Wechselkursparität Nachhilfe für eine defekte Taschenrechnerinnin
25.07.2011 13:05
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Re: Re: Vielleicht sollte mal jemand unserer Finanzministerinnin erklären

natürlich niemand, obwohl es umgerechnet so ist.
gehen's in den franken und in südamerikanische währungen.
dort holen sie sich den realen wert der aus den politisch gestützen leitwährungen derzeit
rausgezutzelt wird.

Re: Re: Re: Vielleicht sollte mal jemand unserer Finanzministerinnin erklären

Tut mir leid, wenn ich´s noch immer nicht verstehe: Wenn ich 10.000EUR auf ein SFR-Konto überweise bekomme ich einen deutlich besseren Wechselkurs als ein Grieche? Wohl kaum.
Genau darin liegt doch die erste Folge des GR-Problems: Eine Abwertung innerhalb der Eurozone ist nicht möglich, deshalb sinkt der Kurs z.B. zu CHF für den gesamten Euroraum.


Re: Re: Re: Re: Vielleicht sollte mal jemand unserer Finanzministerinnin erklären

Nein, ich glaube er meint das die Wechselkurse nicht richtig sind. Das glaub ich zwar auch (besonders gegenüber der 3. Welt, Schwellenländern und China) verstehe aber nicht was das mit dem Problem hier zu tun hat.

Gast: Hans im Glück
25.07.2011 09:38
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Downgrade ...

Wann kommt endlich die USA dran?

Ein CCC würde nur gerecht sein.

Re: Downgrade ...

Wieso - zahlen die grade ihre Schulden nicht mehr zurück? Glauben sie mir - Sie wollen nicht, dass die USA ab 2.8. zahlungsunfähig werden. Und weil´s niemand will, wird´s auch nicht passieren.


Gast: antonlinz
25.07.2011 09:25
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Ratingagenturen...einfach erklärt

Ratingagenturen...einfach erklärt

http://bit.ly/pTAGc7

WIE kann sich

der Ausblick verbessern, wenn gleichzeitig das Rating verschlechtert wird?
GENAU dieser "Ausblick" wird ja versucht im Rating zu erfassen.

Hinterfragen die Journalisten den Schwachsinn den man ihnen vorsetzt nicht mehr?
http://www.youtube.com/watch?v=xKvJfNffZ_Y

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Re: WIE kann sich

Produzierter Mist ,Schwachsinn wäre zuviel der Ehre !!!!

Re: WIE kann sich

TheDalien!

Vielen Dank für diesen hochinteressanten Link! Tja, wenn die Urteiler von den zu Beurteilten BEZAHLT werden, dann wird einem so manches klar! Vor allem, daß es heute so viele Verlierer und so wenig Gewinner gibt...

Re: LESEN!

Der "Ausblick" bezieht sich darauf, dass der Rettungsschirm die Sache erleichtert, aber ohne Umsetzung der Haushalts- und Wirtschaftsreformen, die stehen ja noch als Wunschbild in den Sternen, wird das trotzdem nix werden!

Re: Re: LESEN!

Sochard!

Wie kann man bereits JETZT sagen, daß sich der neue Rettungsschirm für Griechenland NICHT bewähren wird? Zugegeben: Selbst Faymann gibt zu, daß zwar die "Notoperation" gelungen ist; dennoch aber schwer zu sagen ist, ob´s tatsächlich "etwas bringt"! Aber zumindest einen gewissen Zeitrahmen sollten die US-Agenturen dafür schon einräumen! Wenn an einem Patienten ein neues Medikament ausprobiert wird, kann man, bevor die eingeflößte Substanz zu wirken beginnt, doch auch nicht bereits behaupten, sie werde keine Besserung bringen!

Re: Re: Re: LESEN!

".. sie werde keine Besserung bringen!".

Hat Ihr Vorposter zwar so nicht geschrieben, ist aber zu befürchten.

Griechenland bekommt trotz 2er Sparpakete noch immer keinen Haushalt hin, welcher eine Schuldenrückzahlung ermöglicht. Ein 3.tes Sparpaket wird sich aber nicht mehr umsetzen lassen, viele Gründe sprechen dagegen wie z.B.: Mentalität der Bürger, die tatsäclichen Steuerzahler sind am Ende, bereits sinkendes Wirtschaftsvolumen, ... Und last but not least "keine dringende Notwendigkeit", die anderen haben ja durch Öffnen des Deckels (der Büchse der Pandora) den Druck aus dem Topf genommen.

D.h. die leider einzige absehbare Lösung ist die Schuldenübernahme durch andere, jedoch etwas verzögert durch das Konstrukt Bürgschaften. Der Rest der kolportierten, anderen "Optionen" gehört eher in die Kategorie "die Hoffnung stirbt zuletzt".

Re: Re: Re: Re: LESEN!

Ich stehe auf dem Standpunkt, dass der Westen generell einen schmerzhaften Sparkurs fahren muss, egal ob GR oder die BRD, denn die momentane Situation ist für alle untragbar. Es wird sich halt zeigen, ob die Regierungen das durchbekommen werden. Jeder schimimpft über die Politik, es ist aber Tatsache, dass WIR die Verschwendungspolitik gewählt haben und deshalb die Staatskasasen leer sind!

Re: Re: Re: Re: Re: LESEN!

Ich verstehe eh nicht wie man jedes Jahr 3% (oder mehr) mehr ausgibt als als man einnimmt und wenn es nur 2% sind sich schon feiern läßt.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: LESEN!

Die Antwort ist einfacher, da die Schulden werden immer mit dem BIP in Bezug gebracht werden können diese auch sinken, wenn das Wirtschaftswachstum höher als das Schuldenzuwachs ist ;-)

Re: Re: Re: Re: Re: Re: LESEN!

Das kommt von der politischen "Neudefinition" des Wortes Sparen":

Man erhöhe den Schuldenstand um weniger als im Vorjahr, das ist "sparen". Und wenn man "spart", darf man sich auch feiern lassen.

Mit solchen politischen Neudefinitionen lebt es sich ja um vieles einfacher, als mit den "alten Wortdefinitionen".

PS: "Budgetkonsolidierung" bedeutet übrigens nicht einen Null-Schuldenstand, sondern das man nicht mehr zu "sparen" braucht, da die Schulden nicht mehr steigen, sondern gleich bleiben.

Hobbyökonom