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US-Schulden: Obama droht Republikanern mit Veto

27.07.2011 | 08:37 |   (DiePresse.com)

Die Republikaner wollen die Schuldengrenze zeitlich begrenzt anheben. Falls der Kongress dafür stimmt, könnte der US-Präsident ein Veto einlegen.

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Im erbitterten Streit von Republikanern und Demokraten über die US-Schuldenpolitik ist weiter keine Lösung in Sicht. Das Weiße Haus drohte den Republikanern jetzt mit einem Veto von Präsident Barack Obama, falls sie einen Plan zur Beilegung der Krise durch den US-Kongress verabschieden. Die Vorlage sieht eine zeitlich begrenzte Anhebung der US-Schuldengrenze vor, was Obama selbst am Montag bereits abgelehnt hatte. Seine Demokraten beharren darauf, dass eine Neuregelung bis nach der Präsidentenwahl im November 2012 gelten müsse.

Obamas Berater lehnten den Vorschlag der Republikaner zur Beilegung der Krise "strikt" ab und würden dem Präsidenten zu einem Veto raten, sollte ihr Plan im Kongress eine Mehrheit bekommen, teilte die für die Haushaltspolitik zuständige Abteilung im Weißen Haus in Washington mit.

Der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, John Boehner, hielt am Vorschlag seiner Partei fest und nannte diesen einen "vernünftigen Ansatz". Sein demokratischer Kollege im Senat bezeichnete den Plan hingegen als "Totgeburt".

Abstimmung verschoben

Nach parteiinterner Kritik haben die Republikaner die für Mittwoch geplante Abstimmung über den Gesetzentwurf zur Lösung der Schuldenkrise jedoch verschoben. Grund seien Bedenken, dass der Vorschlag nicht zu den versprochenen Einsparungen führen werde. Nach Änderungen könnte über das Papier dann aber am Donnerstag abgestimmt werden.
Vorgebracht hatte den Entwurf Boehner. Der Plan sieht die Anhebung der Schuldenobergrenze um eine Billion Dollar sowie Ausgabenkürzungen in Höhe von 1,2 Billionen Dollar vor.

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Obamas Sprecher Jay Carney zeigte sich indes betont zuversichtlich hinsichtlich einer Einigung über die Budgetpolitik. "Letztlich glauben wir, dass sich der Kongress angemessen verhalten wird", sagte er vor Journalisten in Washington.

Demokraten und Republikaner ringen seit Wochen um eine Anhebung der Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar (rund zehn Billionen Euro). Ohne eine Änderung droht dem Land Anfang August die Zahlungsunfähigkeit. Dies könnte zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten führen und die USA in die Rezession treiben. Carney hielt - anders als viele Analysten -  am bisher ausgegebenen Datum des 2. Augusts als Stichtag für die drohende Insolvenz der USA fest. "Ab diesem Datum verlieren wir unsere Fähigkeit, uns Geld zu leihen", sagte er.

(APA)

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45 Kommentare
 
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Gast: marcello nix verstehen
27.07.2011 20:46
0 0

egal wer weiss besser

Die alle da oben können mich mal. Ist doch schon lange klar, die da oben sind nur die marionetten der banken. Die haben das sagen und die versteckten wirtschaftsbosse wie rothschild und co. Warum schlagen wir uns gegenseitig die köpfe ein? wir müssen uns nun sofort fragen wie können wir uns die wenigen kröten die wir auf dem bankkonto haben sichern vor der zerfall. Schaut euch doch diese Seite mal genauer an http://www.seite3.ch/Bricht+die+Weltwirtschaft+zusammen+/447884/detail.html
dann wissen wir alles. Wozu aufregen. Eins und Eins gibt mal nur Zwei. Das wussten vor uns schon dümmere.

... und wieder fällt keinem die komplette ...

verdum_mungsstrategie auf!

"Dies könnte zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten führen und die USA in die Rezession treiben."

aha - was lernen wir: nur wenn man weiter schuldenexzesse lebt - nur dann - ist das kartell glücklich und die märkte beruhigt!

ein wahrlich surreales szenario ... und wieder kommt keiner auf die idee, die ausgaben einzuschränken, die kriege zu beenden, das militärbudget zurückzufahren ... einfach vernünftig hauszuhalten ...

Re: ... und wieder fällt keinem die komplette ...

das alles was Sie schreiben wissen die Bilderberger eh.................(Obama ist einer davon,die anderen allerdings auch).

Sie sollten mal auf die Idee kommen das das alles so gewollt (gesteuert) ist-das wäre mal ein Anfang!

Re: Re: ... und wieder fällt keinem die komplette ...

°hustet° - nein! ... wrklich ...

;)

Gast: Eurrora
27.07.2011 17:38
0 0

Ist die USA vor dem Zerfall ?

Schon vor Jahren gab es Berichte ,das die USA aus einander fällt ,ist es jetzt so weit ?

Gast: Jusstudent87
27.07.2011 17:07
0 5

Verlogen

Obama ist einer der verlogensten Präsidenten, den die USA bis jetzt gesehen hat. Wenn es nicht nach seinem Kopf geht, stellt er sich quer und dann versucht er auch noch den schwarzen Peter den anderen zuzuschieben.

Dieser Mann ist eine Witzfigur...

Antworten Gast: matej
27.07.2011 20:42
1 0

Re: Verlogen

Er stellt sich nicht quer, es sind die Republikaner sind es die sich quer stellen, sie sind gegen jede Steuererhöhung, besonders für den Reichen, sie verlangen, dass alles auf dem Rücken des "normalen" Volkes ausgetragen wird.

Und ausserdem ist alles was Obama jetzt macht, in den Augen der Republikaner schlecht, falls er dem Kompromiss eingeht werden sie ihm vorwerfen, dass er zu lange gezögert hat und wenn er nicht einlenkt geben sie ihm die ganze Schuld.

5 0

Re: Verlogen

So so, Obama ist verantwortlich für die derzeitige wirtschaftliche Situation der USA, Bush hat ja ein ausgeglichenes Budget übergeben, alles war in Ordnung bis Obama kam, oder vielleicht doch nicht?

0 4

Re: Re: Verlogen

Wie lange haben wir Obama schon?
Wurde das Budget nach Bush jedes Jahr besser oder schlechter?
Ist Guantanamo geschlossen?
Die Kriege beendet?

Klar Bush war furchbar, aber Obama macht genauso weiter.

0 0

Re: Re: Re: Verlogen

ganz ehrlich....hast du nachgedacht bevor oder nachdem du das gschrieben hast?!
[sarkasmus an] jeder kann kriege usw sofort beenden, wenn das land von der rüstungsindustrie kontrolliert wird, is klar. [sarkasmus aus]
obama würde einen weit besseren präsidenten abgeben, wenn man sich nicht ständig quer stellen würde und das land nicht von waffenfirmen usw. kontrolliert werden würde...also bitte bisschen konstruktiver nachdenken ;)

Auch der Überflieger

ist also nun ziemlich unsanft auf dem Boden der parteitaktischen und parteipolitischen Realitäten, mit Blickrichtung nächste Präsidentenwahl gelandet.

Das es aber solche öffentlichen Diskussionen überhaupt gibt ist der dort geltenden Schuldenobergrenze im Gesetz zu verdanken, und das die Demokraten diese nicht im Alleingang anheben können.

Auch davon könnten viele Europäer lernen.

2 3

Obama droht?

Damit beantrage ich, diesem Herrn den Friedensnobelpreis abzuerkennen:

Träger dieses Preises haben sich jeder Gewalt zu entsagen und dürfen sich nur unter Zuhilfenahme ihrer "Händen und Füße" verteidigen!

Antworten Gast: EagleDeMoN
27.07.2011 15:13
0 1

Re: Obama droht?

"Das Weiße Haus drohte den Republikanern jetzt mit einem Veto von Präsident Barack Obama"

Typischer Fall von Misinterpretation, no?
So entstehen Maerchen. Vorallem aber auch Geruechte!

Fertig

Mit Amerika geht es steil bergab.
BIP: 14,3 Billionen
Schulden: 14,3 Billionen

Asien und Europa reiben sich bereits die Hände...

Mal sehen wer in ein paar Jahren Weltmacht Nummer 1 ist.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.07.2011 17:34
0 0

Re: Fertig

Die EU dazu im Vergleich, auch in USD.

BIP: ca. 14,8 Billionen USD
Schulden: ca. 15 Billionen USD (nur Eurozone!)

Bei den Schulden sind aber die vielen ausgelagerten Bereiche genauso wenig dabei wie auch die Verpflichtungen der Staaten.

Und, nicht zu vergessen, das BIP in Europa besteht in erster Linie aus Kosten der staatlichen Dienstleistungen in den USA vorwiegend durch Konsum.

Beide Regionen sind betreffend den Schulden und den Währungen am Ende!

Es werden sich die Länder die Hände reiben, in welchen die Gesellschaft als Ganzes betrachtet, auch eine gute und nützliche Leistung für die Gesellschaft erbringen.

Schulden der wichtigsten Länder in Europa nach einer alternativen Berechnung der EU.

http://www.wiwo.de/finanzen/galerien/staatsverschuldung-in-europa-908/1/blankoschecks-der-regierungen.html

Das kleine Österreich hat nach dieser Berechnung einen Schuldenstand von 410% des BIP, oder auch ca. 1,5 Billionen USD!

Re: Fertig

Da Europa bereits ausgeschieden ist, nicht nur wegen der noch nicht beendeten EUR-Krise, sondern auch wegen anderen Punkten, ist die Antwort leicht: Asien.

1 1

Re: Re: Fertig

So so Europa ist ausgeschieden, die USA noch im Rennen, gab es eine Einigung, oder habe ich etwas überlesen?
ASien ist ein heisser Tipp, aber das Potential der Eurozone ist auch nicht schlecht, vorausgesetzt die Probleme werden gelöst....das gilt aber für alle Regionen, so braucht China auf Gedeih und Verderb ein Wirtschaftswachstum von rund 10% um den sozialen Frieden aufrecht zu erhalten...

Re: Re: Re: Fertig

" ... habe ich etwas überlesen?".

Wahrscheinlich ja, bitte auch deutsche Nachrichten schauen und Zeitungen lesen, etc.

So konnte man dort bereits erfahren, dass zum Beispiel der Beitrag der Banken zum letzten Rettungspaket nur eine reine Zahlenspielerei "auf was habe ich (Bank) theoretisch (!!) durch die Laufzeitberlängerung verzichtet" ist. Gleichzeitig konnte man die bereits vorgenommenen Abwertungen, dank Garantie durch die Steuerzahler, wieder nach oben korrigieren.

Ohne weiter Details, in der Realwirtschaft profitieren sie also sogar davon. Wird auch vom "berühmt-berüchtigten" Markt so gesehen, die Bankaktien stiegen bereits am Nachfolgetag (würden sie nicht tun, wenn die tatsächlich Verluste hätten hinnehmen müssen). Und nur am Rande, was Fr. Merkel beim nachfolgend Interview von Ihrem Beschlußpapierchen herunter gelesen hat, war 1:1 ident dem zuvor vorgelegten Bankenvorschlag zur Krisenbewältigung.

Also scheint die Realität etwas konträr zum gegenseitigen Politik-Schulterklopfen "haben alles gerettet" zu sein. So gesehen, rinnt nämlich das EURO-Potential gerade unvermindert weiter den Bach hinunter. Man hat nur ein Tuch mit bunten Mustern über den Bach gelegt.

Und last but not least, nur zur Erinnerung, die Euro-Zone ist nicht ident der EU. Etwas, was gerade jetzt immer wieder unter den Tisch fällt.

0 0

Re: Fertig - Schulden: 14,3 Trillionen!

:-( = eine Eins mit 18 Nullen.

Re: Re: Fertig - Schulden: 14,3 Trillionen!

Genug Schulden sind es allemal.

Gast: Pinoy
27.07.2011 13:56
7 0

der Staat ist pleite und das Kapital regiert

. . . keine Chance für Obama.

Gast: ivan rebroff
27.07.2011 13:41
4 1

Looser

Obama = Looser

Was hat dieser Versager doch für hohe Töne gespuckt!

Und es gab wirklich Leute - auch bei uns - die diesem Populisten auf den Leim gegangen sind! Kaum zu glauben!

Re: Looser

Lern doch zuerst Englisch...

Gast: Unruhestifterin
27.07.2011 11:35
1 0

Pokerspiel auf höchster Ebene

wer blufft am besten? Das Ergebnis ist für alle klar ( Schuldenobergrenze erhöhen, was sonst ?).
Wenn man Glück hat, kann man vorher an der "nervösen" Börse (warum ist sie eigentlich nervös?) noch einen kleinen Gewinn machen.

Gast: 1. Parteiloser
27.07.2011 11:21
5 3

Der Hausverstand sagt: BANKROTT

Die USA brauchen eine Schuldenerhöhung um die laufenden Verbindlichkeiten begleichen zu können. Andernfalls geht es direkt in die Zahlungsunfähigkeit.

Das bedeutet ja nichts anderes, als dass die bestehenden Verbindlichkeiten nur durch die Schaffung neuer, noch höherer, Verbindlichkeiten beglichen werden können. Dieses System der laufenden Schuldenerhöhung zur Schuldenbegleichung läuft schon viele Jahre und kann nur noch teilweise durch exzessive Geldschöpfung kompensiert werden.

Das Phänomen der, meiner Meinung nach, permanenten Insolvenz (nach dem Kriterium der Überschuldung!) läuft auch schon viele Jahre und nicht nur in den USA sondern auch in den meisten Euroländern. Die Betrachtung, dass den Schulden Guthaben gegenüberstehen nutzt dabei auch nicht viel, weil es ja Schulden sind, welche niemals beglichen werden können. Es ist ein Luftschloss, welches schon viele Jahre künstlich am Leben erhalten wurde. Dieses Luftschloss ist löchrig, auch wenn es gelingt in den USA eine gute Einigung zu finden.

Das Geldwesen wurde so ausgehöhlt, dass es zu einem Geldunwesen wurde. Ein Geldunwesen, welches nur noch das aufgeblähte Finanzunwesen weiter füttert und die irren Staatlichkeiten. Es ist aber kein Geldwesen mehr, welches der Gesellschaft als Ganzes dient.

Die Geschichtsschreibung wird es vermutlich als das größte jemals begangene Wirtschaftsverbr.echen bezeichnen. Sicher ist allerdings, dass es ein BANKROTT ist!

Re: Der Hausverstand sagt: BANKROTT

Im Gegensatz zu den meisten europ. Staaten, wo's immer nur bergab ging und geht, wechseln die USA zwischen Budgetüberschüssen und Schulden. Sie verwenden als weiteren Gegensatz die Währungskurse auch gezielt zur Unterstützung ihrer Wirtschaft; Geringerer Kurs = mehr Export und mehr Wettbewerbsfähigkeit, ohne wie die BR Deutschland die Löhne im Realwert senken zu müssen.

Das es in Europa zudem, ebenfalls in den meisten Ländern, keine gesetzliche Schuldenobergrenze gibt, "erspart" uns diese öffentlichen Diskussionen.

Also beiden, USA + EURO-EU geht's dreckig. Wem geben Sie die besseren Chancen?

 
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Hobbyökonom