Brüssel/Apa. Österreichs Bauern bekommen pro Hektar Anbaufläche durchschnittlich 224 Euro Agrarförderungen und liegen damit auf Rang17 aller 27 EU-Staaten. Die meisten Förderungen beziehen die Griechen mit 575 Euro je Hektar, Schlusslicht ist Lettland mit nur 77 Euro. Große Bezieher landwirtschaftlicher Förderungen sind auch die Niederlande, Belgien und Dänemark. Das Gemüseland Spanien liegt mit 208 Euro je Hektar sogar noch hinter Österreich, genauso wie Polen (183).
Wie hoch die Direktzahlungen im Rahmen des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens von 2014 bis 2020 sein werden, lässt sich noch nicht klar sagen. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich ist bereits in Sorge um den Fortbestand der Fördermittel. Der Kommissionsvorschlag für den neuen Finanzrahmenplan bringt zwar eine Erhöhung der Zahlungen von 925,58 auf insgesamt 972,2 Milliarden Euro. Einbußen sind aber bei den Direktzahlungen geplant. Sie sollen nur noch 281,8 statt bisher 330,1 Milliarden Euro betragen. Konkrete Zahlen legt der Landwirtschaftskommissar allerdings erst im Herbst vor.
Staaten wollen sparen
Außerdem planen die EU-Staaten für 2012 im Gegensatz zur Kommission eine geringere Steigerung der Agrarausgaben im Rahmen des Gesamtbudgets. So soll es statt knapp 58 Milliarden Euro nur 57,16 Milliarden geben.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2011)

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