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109 Milliarden Euro für eine Woche Ruhe

28.07.2011 | 18:37 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die Ruhe an den Kapitalmärkten währte nur kurz: Für italienische, spanische und portugiesische Staatsanleihen fordern Geldgeber so hohe Risikoaufschläge wie vor dem jüngsten EU-Gipfel.

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Wien. Eine innige Liebesbeziehung wird das Verhältnis zwischen Politikern und Märkten wohl nicht mehr werden: Keine Woche nach der gefeierten Entschärfung der europäischen Schuldenkrise sind spanische, portugiesische und italienische Staatsanleihen wieder so teuer wie im Vorfeld des Gipfels vom vergangenen Donnerstag. Europas Staatenlenker haben sich mit dem 109Milliarden Euro schweren Rettungspaket für Griechenland also bestenfalls ein paar Tage Ruhe erkauft.

Dieser Befund lässt sich auch an den Währungs- und Rohstoffmärkten ablesen: Nach kurzer Rast haben die Anleger die Flucht aus Euro-Schuldenstaaten wieder aufgenommen. Ziel sind „sichere Häfen“ wie Schweizer Franken und Gold. Während die eidgenössische Wirtschaft der neuerlichen Aufwertung des Franken mit Ratlosigkeit begegnet, hadert die europäische Politik neuerlich mit „Spekulanten“ und „amerikanischen Ratingagenturen“, die unter Verdacht stehen, Europa zu negativ zu beurteilen.

Nach den jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten ist in Europa auch wieder vermehrt von wachsenden „Ansteckungsgefahren“ die Rede. So, als grassierte ein mysteriöses Virus, das wahllos „unschuldige Opfer“ befalle. Dabei handelt es sich um die üblichen Verdächtigen: Während Griechenland für zehn Jahre vom Kapitalmarkt genommen wurde, verteuern sich nun die Finanzierungskosten für Italien, Spanien und Portugal.

Italien hat sich erst gestern, Donnerstag, acht Milliarden Euro an frischem Geld besorgt. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hatte zwar keine Probleme damit, genügend Geldgeber aufzutreiben. Allerdings bestehen diese auf einer höheren Risikoprämie: Rom muss den Anlegern für zehnjährige Staatsanleihen Renditen von 5,79 Prozent bieten. Ende Juni waren es noch 4,98.


Wachsender Geldbedarf. Ein Teil der höheren Aufschläge bei italienischen Staatsanleihen mag auf Gerüchte über den bevorstehenden Rücktritt von Finanzminister Giulio Tremonti zurückzuführen sein. Warum aber die Ruhe an den Märkten generell nur kurz gewährt hat, hat andere Gründe. So erklären Vertreter der Kreditwirtschaft die wachsende Unsicherheit mit dem Fall Griechenland: Obwohl bei Einführung des Euro das politische Versprechen abgegeben wurde, dass kein Euroland je pleitegehen würde, ist genau das passiert.Die Athener Regierung ist zwar mit den Garantien der europäischen Staatengemeinschaft im Rücken in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Allerdings „durften“ private Gläubiger auf ein Fünftel ihrer Forderungen verzichten, was als partieller Zahlungsausfall zu werten ist.

Genau dasselbe könnte auch den Gläubigern von Portugal, Spanien und Italien passieren. Mit der Angst vor dem wachsenden Ausfallrisiko verteuert sich auch die Finanzierung für diese Länder. Im krassen Gegensatz dazu werden den als sicher geltenden Schuldnern wie Deutschland die Türen eingerannt. Mit dem Vorteil, dass sich die Aufnahme neuer Schulden für Berlin neuerlich verbilligt hat (siehe Grafik).

Damit setzt sich eine Art Teufelskreis in Gang: Je höher die Risikoaufschläge, desto teurer wird es für die hoch verschuldeten Staaten, sich frisches Geld zu besorgen. Das ist insofern bedrohlich, als erwähnte Staaten vor hohem Kapitalbedarf stehen. Womit sich ihr gesamtes Kreditportfolio verteuert, wodurch die Zinsbelastung in den nationalen Haushalten steigt, was wiederum die Fähigkeit, Altschulden zu bedienen, minimiert.

Quelle: Bloomberg, Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2011)

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128 Kommentare
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Re:erklär mir doch bitte endlich die angeblichen Vorzüge

dieser EU, damit ich sie den Nachkommen auch (eventuell verständlicher?) aufzeichnen kann !?
Es gibt und gab KEINE, zumindest keine den Völkern egal welcher Länder zugute kommend !

0 0

Re: und merkst Du selbst Deine Ungereimtheiten in den eigenem Posting bezüglich der Union ?

scheinbar wie alle anderen auch nicht, welche Ja sagten weil durch Krone und andere Medien samt Versprechen erfolgreich programiert !?

Re: Re: und merkst Du selbst Deine Ungereimtheiten in den eigenem Posting bezüglich der Union ?

Die (scheinbaren) Differenzen sind leicht erklärt, denn manchmal versuche ich Fragen zu beantworten, und Fakten sind Fakten, und an anderer Stelle versuche ich (manchmal ironisch) meine Meinung zu äußern.

Das also z.B. die Ausgangsposition des EUR prinzipiell nicht schlecht war betrachte ich als Fakt, dass er für so unterschiedliche Länder wie in der EUR-Zone versammelt, noch dazu bei Verletzung von vereinbarten Standards, trotzdem nicht passt, ist meine Meinung.

PS: Krone lese ich nicht, detto schaue ich nach Möglichkeit keine ORF-ZIB, beides sind - wieder meine Meinung - keine Nachrichten, sondern eher "eingefärbte Kommentare".

Re: Wer waren die Architekten dieser Eurozone

Banken und Großkonzerne

Antworten Antworten Gast: Rothschild+Rockefeller+Morgan+Warburg
29.07.2011 19:08
2 0

Re: Re: Wer waren die Architekten dieser Eurozone

Die Architekten der Eurozone waren die sich alljährlich beim "World Economic Forum" mit den Konzernchefs zur Meinungsabstimmung treffenden Wall-Street-Milliardäre, die den EU-Beamten ihre Paper steckten, um gierig den Wohlstand der EU und ihrer Bürger in ihre Taschen kippen zu können. Wer besitzt denn die Ratingagenturen zum passenden Reißleineziehen und den privaten "Federal Reserve" zum Gelddrucken?

Die subtilen Mechanismen des global wirkenden Finanzregimes der USA sind nur für unsere Politiker und ihre Experten eine Überraschung.

Der sich abzocken lassende EU-Bürger dient dank unserer Politharlekine als Zahlesel der Wall-Street-Milliardäre.

Gast: Kuya
29.07.2011 12:52
4 0

keiner will das Problem wahrhaben

. . . die Politiker verschulden mit ihrer Pfründe- und Privilegienwirtschaft skrupellos die Gesellschaft.
Nur ein Abbau der Pfründe- und Privilegienwirtschaft samt den Lobbyisten AK/ÖGB/ÖBB/Wien und ÖAAB/GÖD/NÖ/Raiba kann eine schuldenfreie, sozial gerechte Gesellschaft schaffen.

1 0

109 Milliarden Euro für eine Woche Ruhe

"nur" so wenig ? :(
Umgerechnet auf unsere alte Währung, ergibt diese Summe 1,5 Billionen Schillinge !!!!
In EUro klingt das alles aber ganz anders, muss aber erst auch wieder von irgendjemanden erwirtschaftet werden !!

Re: 109 Milliarden Euro für eine Woche Ruhe

Es ist schon erwirtschaftet worden. Es handelt sich nämlich u.a. um Bürgschaften von Staaten. Und deren Bevölkerung hat ja Eigentum.
Im Grunde get es sich ja nur um einen über Zwischenstufen und Bürgen abgeschlossenen Hypothekarkredit.
Die letztendlichen Bürgen werden allerdings alle paar Jahre nur sehr indirekt um ihre Unterschrift gebeten.

1 0

Re:Es ist schon erwirtschaftet worden. Es handelt sich nämlich u.a. um Bürgschaften von Staaten. Und deren Bevölkerung hat ja Eigentum.

na ich weiss nicht, ob sich das alles auch ausgehen würde, ohne das man seitens manch gefälschter Statistiken nachhelfen, und die Bürger in ungewollte Schulden treiben würde.


Re: Re:Es ist schon erwirtschaftet worden. Es handelt sich nämlich u.a. um Bürgschaften von Staaten. Und deren Bevölkerung hat ja Eigentum.

Kurzer Einspruch zu "ungewollte Schulden": Wollen Sie weiter unvermindert alle Dienst- und Sozialleistungen vom Staat erhalten? Ja? In diesem Fall akzeptieren Sie auch Staatsschulden.

Ich denke das europäische Kernproblem ist, dass für die meisten Bürger der "Staat" nur mehr ein abstraktes Gebilde ist, welches gefälligst für alles und jedes zahlen soll. Das "wir alle" der Staat sind, scheint schon länger irgendwo untergegangen zu sein!?

noch besser die ratings der Chinesen

http://www.dagongcredit.com/dagongweb/uf/20110711%20Review%20summary%20-En_f.pdf

neige dazu den Chinesen eher zu glauben, als den amerikanischen Agenturen
interresant auch, dass deren rating bei uns in den Medien nicht auftaucht - so viel zur unabhängigen Berichterstattung
da China als einer der größten Kreditgeber weltweit aufscheint, welche Ratingagenturen ziehen sie bei der Zinsberechnung heran?
die der Amerikaner oder die der eigenen???

Re: noch besser die ratings der Chinesen

Welche Ratings die VR heranzieht? Würde sagen gar keine, die Aktionen der VR orientieren sich an den Zielsetzungen des kommunistischen Zentralkomitees.

Und wenn schon ein Rating, dann so aufbereitet, dass es argumentativ zu den Zielvorgaben passt. Genau diese Rating-Version steht ja seit einiger Zeit auch auf der Wunschliste der EURO-Länder.

Re: Re: noch besser die ratings der Chinesen

bei allem Respekt
aber die Chinesen raten sich selber nur auf AA+
nach wessen Zielvorgaben orientieren sich die Ami-Ratings Ihrer Meinung nach bei USA AAA???
erklären´S mir jetzt noch, dass die Ami liquid sind?
wenn ja, auf wessen Kosten?

Re: Re: Re: noch besser die ratings der Chinesen

Da die VRC keine Kredite braucht, könnte sie sich theoretisch auch als zahlungsunfähig darstellen. Damit sind wir auch beim Kernproblem, dass ist nämlich weniger das Rating als die Schulden selbst.

Die Staatsverschuldung der USA liegt noch immer unter z.B. Italien. Und dort gibt's die Diskussion in der Realität nicht wegen der Höhe, sondern wegen der kommenden Wahlen (Obama möchte sich eine zweite "Schuldendiskussion" vor den nächsten Präsidentenwahlen ersparen).

Die USA könnten zudem Mio. täglich sofort einsparen, z.B. nur durch Ruckzuck aus Afghanistan verschwinden.

Aber die US-Schuldenlimitdiskussionen sind auch ein guter Ablenker von den europäischen Problemen. Es hat nur bis dato niemand geholfen seine Probleme zu bereinigen, wenn er statt dessen schadenfreudig auf Probleme anderer verweist.

Re: Re: Re: Re: noch besser die ratings der Chinesen

"Da die VRC keine Kredite braucht, könnte sie sich theoretisch auch als zahlungsunfähig darstellen."
????
????
sind Sie der Ansicht, dass der Wirtschaftsboom in China kommunistische Propaganda ist und die restl. Weltwirtschaft auf diese Propaganda reingefallen ist?

Re: Re: Re: Re: Re: noch besser die ratings der Chinesen

Lt. diversen (seriöseren) Statistikseiten beträgt die Verschuldung der VRC im Jahr 2010 rund 17,7% des BIP, seit 2008 fallend (zum Vergleich Italien im Jahr 2010 mit 119%, steigend). Die Frage wieviel bei der VRC vom Aus- / Inland konnte ich auf die Schnelle leider nicht eindeutig verifizieren, aber bei dieser Größe und den Devisenreserven wahrscheinlich eher sekundär.

Deren Problem sind eher die interne Verschuldung der Kommunen (hört sich für den gelernten Österreicher irgendwie bekannt an?). Aber das können die mit einer diktatorischen Zentralregierung eher unter den Teppich kehren. Und natürlich ist der VRC-Wirtschaftsboom (Exporte) auch von Europa und den USA abhängig. Da ber billiger produziert als in den Abnehmerländern, auch keine generelle Gefahr.

Der limitierte Postingplatz zwingt halt zu Vereinfachungen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: noch besser die ratings der Chinesen

geb Ihnen recht mit Postingplatz, Diskussion kann ewig dauern
allgemeine Frage lautet: was erfährt die Öffentlichkeit wirklich und was läuft im Hintergrund (beider systeme) tatsächlich ab?

Schaut allerdings so aus, als ob die Kommunisten die besseren Kapitalisten wären ;)

Das wurmt die Amis wahrscheinlich am meisten :))

Ihnen, ein schönes Wochenende

Gast: DI
29.07.2011 12:32
5 0

Wie hat das Land der Schildbürger geheißen???

Fragt sich nur, wer sind die Schildbürger? Die Steuerzahler oder die Politiker der Südländer?
Jedenfalls zeigt sich sehr deutlich, wenn das Dach undicht ist, nützt es überhaupt nichts einen Elektriker zu rufen. Vielleicht erkennen die EU-Politiker endlich diese Tatsache. Mit jeder Minute länger, in der sie im Amt sind, zerstören sie den Kontinent noch mehr.


9 Mitgliedsstaaten haben AAA rating, 18 Mitgliedsstaaten liegen darunter, teils auf CCC gestuft

sollte sich noch jemand wundern, was mit unserem Geld passiert und passieren wird

Gestern erhofft, heute verpufft...

Wie hatten doch die EU-Politiker samt Finanzmarkt-"Experten" befreit durch geatmet, als man sich im letzten Augenblick auf diese neuierlichen 109 Mrd Euro für das so dirngend benötigte "Rettungspaket" einigen konnte. Unisone hörte man nachher aus ihrem Munde:

"Damit haben wir drei bis vier Jahre Zeit gewonnen, innerhalb die angeschlagenen Volkswirtschaften wieder auf eigene Beine kommen können!"

Hat zwar schön geklungen, aber leider gar nix mit der bitteren Realität zu tun. Bereits am nächsten Tag wurde z.B. Griechenland abermals von den Rating-Agenturen zurück gestuft. Es gäbe (noch) keinen Plan der Regierung in Athen, wie man die Finanz- und Wirtschschaftsprobleme lösen könnte!

Die Zeiten, wo man in solchen und ähnlichen Fällen wenigstens eine gewisse Schonfrist gewährte, um zu analysieren, ob die verordente "Medizin" tatsächlich Besserung bringt; diese Zeiten sind wohl für eine ganze Weile vorbei. Heute es nämlich: Entweder sofort oder gar nicht! Und weil eben in Griechenland (und anderen ins Wanken geratenen EU-Staaten) von jetzt auf gleich keine Indikatoren nach oben gehen können, reagieren die Agenturen mit "Daumen nach unten"..


Re: Gestern erhofft, heute verpufft...

Im Prinzip währte die Schonfrist für Griechenland schon seit 2005.

Es geht um die "Heilung", nicht um die Verabreichung "schmerzstillender Mittel". Bis dato wurden jedoch nur Schmerzstiller verabreicht.

Nach 6 Jahren ohne bzw. zum Schluß mit falschen Diagnosen (Marshall-Wiederaufbauplan, wo nichts zum Wiederaufbau zerstört ist, ...), kann man daher leider auch nicht mehr von einer "Nichtgewährung einer Schonfrist" sprechen.

0 0

Re: Re: Gestern erhofft, heute verpufft...

Ich lese da Ihre Beiträge, die sehr sachlich sind.

Allerdings was nützt das dem Otto-Normalverbraucher, der immer mehr Steuern zahlt und die Preisspirale sich immer schneller dreht und es keinen Einkommenszuwachs gibt!
Wir sitzen fest in einer Gemeinschaft von Staaten wobei einige ungeniert auf Kosten anderer leben und eigentlich auch nicht viel dagegen tun bzw. haben die sich über Jahrzehnte finanziell in den Ruin getrieben. Wenn wir so weitermachen sind wir alle in diesem Schuldenabgrund versunken. So wie es ausschaut zielen unsere Politiker genau darauf hin. So nach der Devise "nur nicht positiv auffallen und immer freundlich sein gegenüber dem Ausland".

Re: Re: Re: Gestern erhofft, heute verpufft...

Danke für das Kompliment.

Sie haben Recht, Internetkommentare nützen dem Otto-Normalverbraucher (direkt) nichts. Aber Internetforen leisten mittlerweile auch schon einen Beitrag zur "allgemeinen Meinungsbildung". Was aber auch nach hinten losgehen kann.

Aber wie lautet der alte Spruch? Kein Vorteil ohne Nachteil.

Re: Gestern erhofft, heute verpufft...

Der Finanzmarkt ist in einem Punkt sehr, sehr einfach: Er regelt Angebot und Nachfrage.
Und wenn die Nachfrage der Staaten nach Krediten das Angebot übersteigt (da es auch andere Möglichkeiten gibt, Geld zu investieren), passiert das Logische, da mögliche Rendite und potentielles Risiko gegenübergestellt wird.
Nur weil letzteres vom "normalen Bürger" nie bedacht wird, bedeutet das nicht, dass es Profis auch nicht tun.

Stellen Sie sich mal vor, Staaten würden nicht immerneuen Krediten hinterherhecheln.
Weniger Nachfrage, geringeres Risiko. Sie müssen weniger Zinsen bezahlen, um dasselbe Angebot zu erhalten. Weniger Zinsen = weniger Budgetbelastung. Die Spirale dreht sich plötzlich in die andere Richtung.
Es geht tatsächlich, man muss nichtmal den Wohlfahrtsstaat abmurksen, wenn die "Rahmenhandlungen" klug gesetzt werden.

Man kann dieses o.a. Gesetz nämlich auch ausnutzen. Das Leben auf Pump ist dann aber natürlich vorbei - und auch die Gelegenheit die Schuld abzuschieben.
Ich stelle mir das doch staatsweit sehr befreiend vor, wenn man nicht immer auf die Entscheidungen Anderer schielen muss.

Gast: sososo
29.07.2011 11:39
0 0

Kanzlerin Merkel - die Europa-Retterin?

Kanzlerin Merkel - die Europa-Retterin?

http://goo.gl/690xj

LOL

Gast: EFF EFF
29.07.2011 11:29
2 0

2 Billionen auf den Tisch

Wenn ich einen Einbrecher im Haus habe und der mir versichert, er will eigentlich nichts klauen, sondern helfen meinen Haushalt aufzuräumen, ruft man die Polizei. Die Eurogruppe öffnet dagegen als vertrauensbildende Massnahme zum Abstauben ihre Tresore.

Die Finanzmärkte denken da ähnlich realistisch. Versprechen und goodwill sind zwar ganz nett, haben aber keinen Wert. Institutionelle Anleger müssen es wissen. Sie haben ja nicht aus Böswilligkeit oder Profitgier ihre Versprechen gebrochen und massiv Griechenlandkredite abgestossen, sondern weil sie schwach und unsicher sind. Unsicherheiten beseitigt man jedoch mit Sicherheiten und nicht mit schönen Reden. Also wollen sie den neuen Spieleinsatz auch mal sehen - bevor sie ihn wegputzen.

Gast: sunwentdark
29.07.2011 10:40
8 0

kosmetik wird nicht mehr reichen

hat da wirklich irgendjemand gedacht (auch die medien!) dass die paar milliarden und kosmetischen aktionen wie eine laufzeitverlängerung der anleihen tatsächlich darüber hinwegtäuschen, dass italien einen unfassbaren schuldenberg von 1,8 billionen (!!) euro hat? zum vergleich: die usa haben "nur" 10 billionen, sind aber die größte und mächtigste volkswirtschaft der welt mit zig mehr einwohnern als italien. italien muss bis 2012 zusätzlich über 400 milliarden (!!) zurückzahlen, was defacto nur über weitere kredite geht.
dazu spanien, portugal, belgien, tlw auch frankreich - alle total überschuldet, die wirtschaftsdaten im keller. wie soll sowas gutgehen?

Gast: smilefile
29.07.2011 10:37
4 0

Irgendwer muß ja nun...

für die ausfallenden Zinsen der Amerikaner aufkommen,....und da eignet sich jetzt ausgezeichnet die europäische Union. Bis die Amerikaner ihre Schuldenfrage geklärt haben, wird von den Börsen eben Europa abgegrast,..und die Regierungen spielen mit,........

Gast: Original Wahrheit
29.07.2011 10:13
7 0

Jeder kommt dran, einer nach dem anderen

Jetzt haben sich die "Märkte" erstmal die Schwachen vorgenommen.
Der Schmäh mit dem Runterstufen hat ja vorzüglich funktioniert.
Als nächstes kommen die Mittleren ran, zur Rettung dieser werden die Stärkeren (DE, AT, FR) ordentlich geschröpft werden.
Danach werden auch diese runtergestuft, denn schließlich ist dann das Risiko von deren Anleihen (aufgrund der enormen Haftungen) ja auch höher.

Am Ende ist die Wirtschaft in Europa total kaputt, die Staaten totgespart und die Bevölkerung komplett ausgesackelt.

Aber irgendwelche (US) Banken werden Fantastilliarden an Gewinnen schreiben.

Re: Jeder kommt dran, einer nach dem anderen

Stellen Sie sich mal vor, GR würde ab morgen keinen Kredit aufnehmen. Wie egal glauben Sie wäre dann das Rating?

Das Problem ist nicht das Rating sondern die Überschuldung, die dorthin geführt hat. Ich bin doch recht sicher, dass auch Sie Ihr Geld wieder zurückbekommen wollen, wenn Sie es verleihen, oder? Oder schenken Sie Ihr monatliches Einkommen Ihrer Bank, indem Sie´s auf´s Konto überweisen lassen?

Re: Jeder kommt dran, einer nach dem anderen

"Aber irgendwelche (US) Banken werden Fantastilliarden an Gewinnen schreiben."

Bei der europ. Kise sind's hauptsächlich die europäischen Banken (und Pensionsfonds).

Das Überschuldungsproblem in Europa haben uns die europäischen Politiker (und Banken) auf's Auge gedrückt. Ursache und Lösung dafür in den USA zu suchen wird's daher nicht bringen.

5 0

die EU hätte sich weiter um die Krümmung von Gurken kümmern sollen als den Euro zu erfinden.

der Euro kam zu falschen Zeitpunkt und ist nicht Krisenfest. Die betroffenen Statten können sich jetzt nicht selber helfen.

Re: die EU hätte sich weiter um die Krümmung von Gurken kümmern sollen als den Euro zu erfinden.

Auch eine kleine Ergänzung, hätten sich selbst helfen können und zwar mittels Einhaltung der Verträge dazu (max. Schuldenobergrenze, no-bail-out) und danach noch mit Austritt und Abwertung.

Aber falsch verstandene Solidarität = der poltische Reflex "wir lassen uns niemand herausschießen" und eine gehörige Portion Selbstüberschätzung der Schuldner (EUR-Staaten) gegenüber den Kreditgebern (auf der ganzen Welt), führte letztendlich zum "Vollgas in die Sackgasse".

Gast: Gehirnchirurg
29.07.2011 10:02
9 0

GUT GEMACHT, TÖCHTERSÖHNE !!



ein BRAVOURSTÜCK !!

was kostet dann die minute? wir hamms ja!

vor einem jahr war ersichtlich, daß griechenland bankrott ist- ABER NEIN- alternativlos wurde UNSER geld dort und anderwärts hineingestopft !
wir könnten schon längst schilling und mark wiederhaben, und die südländer halt ihre fuzziwuzzi-währungen, hätten wir ehrliche, denkende politiker 1

NEIN ZUR ÄÄUU !

Gast: ontheother hand
29.07.2011 09:27
1 0

Bewertung durch die übrigen Ratingagenturen?

Natürlich werden Mitarbeiter der Ratingagenturen und Hege-Fonds-Manager die selben Schulen besucht haben und sich daher kennen.
In der Presse war einmal ein Artikel, "wie sich Rating-Analysten kaufen lassen". (http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/397707/print.do)

Es wäre aber auch die Verantwortung eines guten Journalismus, nicht nur die Bewertungen der amerikanischen Ratingagenturen, sondern auch jene der chinesische und die europäschen Agenturen zu zeigen. (Gilt insbesondere für die Karte!)

Re: Bewertung durch die übrigen Ratingagenturen?

".. der chinesische und die europäschen Agenturen zu zeigen."

Die Deutschen machen das teilweise. Die dort gezeigten Bewertungen der EUR-Länder durch diese Agenturen sind durchwegs schlechter als die der 3 Großen.

Es hat als schon seinen Grund, dass man immer wieder eine eigene "europ. Gefälligkeitsagentur" möchte und nicht auf eine bereits vorhandene zurück greift.

Die Spanier, Italiener, Franzosen haften für die Griechen und das soll die Finanzmäkte beruhigen - LOL

Mit diesen Bauernfängertricks können die EU-Politiker vielleicht die EU-Parlamentarier und ein paar Journalisten mit Powi/Publizisti-Studium beeindrucken aber die besten Volkswirtschaftler und Finanzwissenschaftler die es gibt - und die sitzen halt einmal an den Finanzbörsen.

Gast: Hans im Glück
29.07.2011 08:21
14 1

Im Herbst ist es soweit...

dieses Kasperlspiel wird ein Ende haben.

Der EUR wird aufgespalten.

Bunkert Lebensmittel.
Bunkert Edelmetalle.

Oder gibt das Geld aus solange es noch etwas Wert ist.

Viel Glück.

Gast: trader1
29.07.2011 08:17
4 0

nebenbei .

es gibt genau zwei langfristige varianten:

die vereinigte staaten von europa (der lebensstandard in österreich passt sich halt dann dem standard in italien und griechenland an)

oder nationalstaaten mit eigener wahrung, ob das jetzt eruodrachme oder griechische euro heissen, ist egal ...

Re: nebenbei .

So ist es. Ich gebe der zweiten politisch die besseren Chancen.
Welche längerfristig wirtschaftlich die bessere ist (ganz objektiv) kann ich (leider) nicht beurteilen.

0 1

Re: nebenbei .

lebensstandart wie in italien wäre wünschenswert, dort hat der durchnisttsbürger etwas mehr kultur als hier.

Re: Re: nebenbei .

Ich glaube mit "Lebensstandard" war eher materieller Besitz gemeint.

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
29.07.2011 09:57
0 0

Re: Re: nebenbei .

des is a Schmäh !

im Land des BerLUSTconi und Mediaset

die lässt aber nicht den Umkehrschluss zu, das Ö kultiviert ist

Volksabstimmung für Schuldenbremse!

Die Politiker haben seit der Erfindung der Zinsensteuern begriffen, dass sie sich dadurch viel billiger verschulden können als die Privatwirtschaft. Ein Teil der Zinskosten geht ja direkt als Steuereinnahme direkt ins Budget zurück. Klar dass die Staatsverschuldung in allen Ländern der Welt stark anstieg. In allen Ländern? Nein, es gibt Ausnahmen: z.B. die Schweiz. Dort gab es, nachdem sich auch dort die Politiker jahrelang hemmungslos verschuldeten, eine Volksabstimmung zu einer Schuldenbremse.

So eine Volksabstimmung ist auch in den Euroländern notwendig. Politikern, egal welcher Partei kann man im Umgang mit Steuergeld nicht vertrauen. Da braucht es Verfassungsgesetze, die sie nicht so einfach umgehen können. Wenn sich Politiker verfassungswidrig verschulden wollen, werden die Ausgaben automatisch gekürzt.


Re: Volksabstimmung für Schuldenbremse!

Die Schweiz hat in diesem Punkt kein Alleinstellungsmerkmal. PL hat das auch (Bremse "zieht" bei 55% des BIP - davon werden wir bis zu einem ggfs. eintreffenden Crash nichtmal träumen können). SWE baut Schulden kontinuierlich ab. Ob das dort auch über eine offizielle (d.h. in Gesetzestext gegossene) Schuldenbremse läuft, weiss ich nicht. Kann sein, dass die das mit Hausverstand lösen.

Gast: exit
29.07.2011 07:47
6 0

War es nicht genug...

...zweimal in Serie das Land im Zuge von Weltkriegen in Schutt und Asche zu legen?

Ist es unbedingt notwendig, dass wir uns erneut - gemeinsam mit Deutschland und unseren anderen Freunden von der EU - in ein Abenteuer stürzen an dessen Ende nur der wirtschaftliche und finanzielle Zusammenbruch stehen kann?

Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende (man beachte dazu die Strategie Italiens im ersten und zweiten Weltkrieg).

Re: War es nicht genug...

Es muß etwas kommen, was alles in Schutt und Asche legt, Erst dann kann es wieder aufwärts gehen. Das war schon nach den beiden Weltkriegen und dem Schwarzen Freitag 1929 so. Es sieht ganz danach aus, wir sind auf dem besten Weg dorthin.

1 0

Re: War es nicht genug...

Vielleicht sind ja gerade die beiden verlorenen Kriege der Grund warum wir jetzt als Brennstein herhalten müssen.

Wenigstens kann man uns jetzt politisch nichts nachsagen, bei so einer SPÖVP-Regierung! Denn sonst hätte man uns wieder einmal gewaltsam von unseren Geldwerten getrennt!

Vielleicht hat ja doch alles seinen tieferen Sinn. Was ich mich jedoch bei diesem finanziellen Desaster immer frage. Wo bitte sind die Werte hingekommen. Die Staaten, denen es jetzt dreckig geht, haben sich alle nach dem Krieg als Siegerstaaten deklariert und haben kassiert auf Teufel komm raus. Was bitte haben die bis heute gemacht, außer daß sie uns die Schuld geben, daß es ihnen schlecht geht?!

Re: Re: War es nicht genug...

"Wo bitte sind die Werte hingekommen."?

Ich vermute das meiste in den Konsum.

Denn damit Arbeit, zugehöriges Einkommen und Ausgaben im Einklang stehen muss es a) genug Arbeit geben und b) Arbeitsleistung zur Erwirtschaftung des notwendigen Einkommens auch erforderlich sein.

Kann man sich einen Teil der Arbeit ersparen (von sozialen Zuwendungen, etc., führt dann zu heute nicht mehr zurück zu bezahlende Kredite), so werden die meisten diese Geschenke auch annehmen und den Arbeitsumfang entsprechend reduzieren. Und die "meisten werden mehr werden", wenn das sogar durch das politische System so verordnet wird.

Dazu der (traurige) Witz, dass es einen Bill Gates in Europa nie hätte geben können, denn er hätte für seine Garage niemals eine Betriebsbewilligung erhalten.

0 0

Re: War es nicht genug...

der vergleich hinkt doch sehr. 1 + 1 ist nicht immer 2, sonst würde es der kleine maxi auch können.

Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
29.07.2011 07:38
3 3

Währungsreform

Ich weiss nicht, ob die Zuständigen es nicht verstehen können oder wollen, aber die einzige Möglichkeit ist eine Währungsreform.

Sprich:

1.) Rückkehr zu den alten Währungen und Absicherung durch Umhängen der Fiat Money Währung auf eine goldgedeckte Währung z.B. den bulgarischen Lev.

2.) Eine Währungsreform in den USA.

Würde man nämlich so, wie es derzeit ausschaut mit 2.August 2011 eine Währungsreform alleine in den USA durchführen, hätte Amerika keine Probleme.

Nun gut: Die Chinesen würden ein wenig strampfen.

Aber: Sämtliche momentan auf dem Dollar hängenden Fiat Money Währungen und das ist z.B. der EURO hätten in diesem Augenblick den Wert NULL.

Es muss also rasantest gehandelt werden.

Wie lange wollen unsere Politiker/innen denn eigentlich noch warten, bis sie systemerhaltende Massnahmen einleiten?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://www.oebote.gnx.at

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