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109 Milliarden Euro für eine Woche Ruhe

28.07.2011 | 18:37 |  von Franz Schellhorn (Die Presse)

Die Ruhe an den Kapitalmärkten währte nur kurz: Für italienische, spanische und portugiesische Staatsanleihen fordern Geldgeber so hohe Risikoaufschläge wie vor dem jüngsten EU-Gipfel.

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Wien. Eine innige Liebesbeziehung wird das Verhältnis zwischen Politikern und Märkten wohl nicht mehr werden: Keine Woche nach der gefeierten Entschärfung der europäischen Schuldenkrise sind spanische, portugiesische und italienische Staatsanleihen wieder so teuer wie im Vorfeld des Gipfels vom vergangenen Donnerstag. Europas Staatenlenker haben sich mit dem 109Milliarden Euro schweren Rettungspaket für Griechenland also bestenfalls ein paar Tage Ruhe erkauft.

Dieser Befund lässt sich auch an den Währungs- und Rohstoffmärkten ablesen: Nach kurzer Rast haben die Anleger die Flucht aus Euro-Schuldenstaaten wieder aufgenommen. Ziel sind „sichere Häfen“ wie Schweizer Franken und Gold. Während die eidgenössische Wirtschaft der neuerlichen Aufwertung des Franken mit Ratlosigkeit begegnet, hadert die europäische Politik neuerlich mit „Spekulanten“ und „amerikanischen Ratingagenturen“, die unter Verdacht stehen, Europa zu negativ zu beurteilen.

Nach den jüngsten Turbulenzen an den Kapitalmärkten ist in Europa auch wieder vermehrt von wachsenden „Ansteckungsgefahren“ die Rede. So, als grassierte ein mysteriöses Virus, das wahllos „unschuldige Opfer“ befalle. Dabei handelt es sich um die üblichen Verdächtigen: Während Griechenland für zehn Jahre vom Kapitalmarkt genommen wurde, verteuern sich nun die Finanzierungskosten für Italien, Spanien und Portugal.

Italien hat sich erst gestern, Donnerstag, acht Milliarden Euro an frischem Geld besorgt. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hatte zwar keine Probleme damit, genügend Geldgeber aufzutreiben. Allerdings bestehen diese auf einer höheren Risikoprämie: Rom muss den Anlegern für zehnjährige Staatsanleihen Renditen von 5,79 Prozent bieten. Ende Juni waren es noch 4,98.


Wachsender Geldbedarf. Ein Teil der höheren Aufschläge bei italienischen Staatsanleihen mag auf Gerüchte über den bevorstehenden Rücktritt von Finanzminister Giulio Tremonti zurückzuführen sein. Warum aber die Ruhe an den Märkten generell nur kurz gewährt hat, hat andere Gründe. So erklären Vertreter der Kreditwirtschaft die wachsende Unsicherheit mit dem Fall Griechenland: Obwohl bei Einführung des Euro das politische Versprechen abgegeben wurde, dass kein Euroland je pleitegehen würde, ist genau das passiert.Die Athener Regierung ist zwar mit den Garantien der europäischen Staatengemeinschaft im Rücken in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Allerdings „durften“ private Gläubiger auf ein Fünftel ihrer Forderungen verzichten, was als partieller Zahlungsausfall zu werten ist.

Genau dasselbe könnte auch den Gläubigern von Portugal, Spanien und Italien passieren. Mit der Angst vor dem wachsenden Ausfallrisiko verteuert sich auch die Finanzierung für diese Länder. Im krassen Gegensatz dazu werden den als sicher geltenden Schuldnern wie Deutschland die Türen eingerannt. Mit dem Vorteil, dass sich die Aufnahme neuer Schulden für Berlin neuerlich verbilligt hat (siehe Grafik).

Damit setzt sich eine Art Teufelskreis in Gang: Je höher die Risikoaufschläge, desto teurer wird es für die hoch verschuldeten Staaten, sich frisches Geld zu besorgen. Das ist insofern bedrohlich, als erwähnte Staaten vor hohem Kapitalbedarf stehen. Womit sich ihr gesamtes Kreditportfolio verteuert, wodurch die Zinsbelastung in den nationalen Haushalten steigt, was wiederum die Fähigkeit, Altschulden zu bedienen, minimiert.

Quelle: Bloomberg, Grafik: Die Presse

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.07.2011)

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128 Kommentare
Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
29.07.2011 07:38
3 3

Währungsreform

Ich weiss nicht, ob die Zuständigen es nicht verstehen können oder wollen, aber die einzige Möglichkeit ist eine Währungsreform.

Sprich:

1.) Rückkehr zu den alten Währungen und Absicherung durch Umhängen der Fiat Money Währung auf eine goldgedeckte Währung z.B. den bulgarischen Lev.

2.) Eine Währungsreform in den USA.

Würde man nämlich so, wie es derzeit ausschaut mit 2.August 2011 eine Währungsreform alleine in den USA durchführen, hätte Amerika keine Probleme.

Nun gut: Die Chinesen würden ein wenig strampfen.

Aber: Sämtliche momentan auf dem Dollar hängenden Fiat Money Währungen und das ist z.B. der EURO hätten in diesem Augenblick den Wert NULL.

Es muss also rasantest gehandelt werden.

Wie lange wollen unsere Politiker/innen denn eigentlich noch warten, bis sie systemerhaltende Massnahmen einleiten?

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://www.oebote.gnx.at

Antworten Gast: EFF EFF
29.07.2011 12:27
0 1

Der Ruf nach dem goldenen Kalb

Ein Pastor, der ganz ungeniert GOLD als Allheilmittel proklamiert, hat auch mal Seltenheitswert. Einem Pastor hätte ich die Forderung nach einer umlaufgesicherten Währung oder einer absoluten Vermögensobergrenze zugetraut nach dem Motto, "Das Glas ist voll, jetzt muss erst mal getrunken werden", aber das goldene Kalb als das kleinere Übel zur goldenen Luftblase? Goldgedeckte Währungen funktionieren in virtuellen Märkten nicht. Die Rückkehr zu nationalen Währungen wäre nur die Kapitulation vor dem Dollar.
Es gibt genug Möglichkeiten Finanzmärkte zu sanktionieren und zu regulieren. Das heilige Tabu der Turbinsteuer ist beispielsweise so ein delikates Thema geworden, dass man ihre Durchsetzungsfähigkeit als Indikator der Souveränität eines Staates gebenüber seinem Finanzsystem nutzen könnte.

Re: Der Ruf nach dem goldenen Kalb

"Die Rückkehr zu nationalen Währungen wäre nur die Kapitulation vor dem Dollar. "
das seh ich aber genau umgekehrt und sie sprechen es auch selber an: " der Souveränität eines Staates gebenüber seinem Finanzsystem ..."
genau da spießt sich die Sache
die EU ist kein Staat

Antworten Antworten Antworten Gast: EFF EFF
29.07.2011 18:21
0 0

Re: Re: Der Ruf nach dem goldenen Kalb

Da haben wir uns missverstanden. Mit " der Souveränität eines Staates gebenüber seinem Finanzsystem ...", meinte ich die Finanzhoheit der Banken oder anders ausgedrückt: "Der Staat wird von seinen Gläubigern regiert, genauso wie der Wirt um die Ecke." oder "Der Staat wird von denjenigen regiert, denen der Staat gehört."
... und die sehen in Eurobonds ein gutes Geschäft.

0 0

Re: Währungsreform

Die kleinen Sparer werde dann ein Faß aufmachen und feiern. Schöne Aussichten, nein danke!

Re: Re: Währungsreform

Der "kleine Sparer" sollte langsam aber sicher seinen A... hochbekommen. Dass der EUR fällt ist nicht erst seit gestern Nachmittag bekannt.
Diversifizieren kann man auch mit geringem Kapital. Nur treibt halt die Gier in Richtung der hohen Zinsen.
In manchen Zeiten ist es besser, weniger zu verlieren, als mehr gewinnen zu wollen.

Dass diese vermeintlichen Rettungsaktionen

keinen Erfolg haben werden wurde auch auf
ziemlich sachlicher Ebene, wie sich jetzt heraus-
stellt, richtig gesehen.
U. a. : "Wie die Finanzbranche es geschafft hat, den Spieß umzudrehen, zeigt ..."
http://www.blicklog.com/2011/06/20/schuldenkrise-politik-hat-sich-in-retter-rolle-drngen-lassen-dabei-ist-nicht-ihr-job/

Etwas das leider zu wenig Aufmerksamkeit
geniesst, sind die PR- und Spin Aktionen der
Banken. Zu diesen Aktionen gehört immer wieder das grosse Krisengeschrei, zum
passenden Zeitpunkt, die Drohungen mit
allem Möglichen. (Und die Medien machen
auch immer wieder mit, verbreiten jeden
noch so argen PR - Schrott.)

Antworten Gast: Vogel Strauss
29.07.2011 09:39
0 0

Re: Dass diese vermeintlichen Rettungsaktionen

Ohne Presseaussendungen wären manche Blattln nur mehr halb so dick ...

Gast: linzerfan
29.07.2011 07:34
1 0

Vermögensschutz durch Goldbarren, Silbermünzen und Platinmetalle

Vermögensschutz durch Goldbarren, Silbermünzen und Platinmetalle

http://goo.gl/gdJfK

MFG

Gast: printsout11
29.07.2011 07:26
4 0

109 000 000 000€

Yay. 109 000 000 000€ und dafür ist gerade mal eine Woche "Ruhe" an den Finanzmärkten. Oho, das so hoch gepriesene Rettungspaket, das vorigen Donnerstag als godlike empfunden wurde, hat versagt?

Wenn man dem Artikel glauben schenken darf, dann habe ich endgültig das Vertrauen in die EU also Politik,- und Währungsunion verloren. Vorige Woche war ich lediglich der Meinung, dass unsere korrupten, naiven und volksverachtenden Politiker diesen Euro- Misstand noch irgendwie - auf Kosten des Steuerzahlers - bereinigen können, aber jetzt ist es für mich nur eine Frage der Zeit, bis die EU und der Euro stirbt bzw. unser Geld nichts mehr Wert ist. Okay, dann kaufe ich mir einen Audi S5 auf Pump.. :P

Antworten Gast: Hans im Glück
29.07.2011 08:27
3 0

Re: 109 000 000 000€

Kaufen Sie was und wie viel Sie wollen aber bitte nicht auf Pump.

Denn eine Währungsreform streicht nicht unbedingt die Schulden. Die können 1:1 in die neue Währung, zum Schutz der Banken, übergeleitet werden.

Schulden können sehr viele Gefahren in sich bergen...

Viel Glück.

Und

so trudelt ein Land nach dem anderen in die Pleite. Da steckt System dahinter, die Heuschrecken arbeiten sich von Land zu Land weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit bis sie in Österreich angekommen sind.

Re: Und

Genau. Das wäre sehr ungerecht. Ist es nicht eine unglaubliche Frechheit, Geld, das man verliehen hat, wieder zurückzufordern?
Vorschlag: Wir gehen jetzt alle zur Bank und *fordern* einen neuen Kredit. Bitte niedrige Zinsen. Wenn das Beratungsgespräch auf das Thema "Sicherheiten" kommt, sollten wir aber gut aufpassen.
Und das machen wir monatlich und legen der Bank noch die Belege vor, dass wir laufend mehr ausgeben als einnehmen.

wir brauchen ratingagenturen

und neue, hoch dotierte Jobs für Altpolitiker, die uns sagen, dass wir pleite sind!

5 0

schwach...

für 109 Mrd. € geb ich sogar a Monat... ach was a Jahr ruhe

Gast: freiheit
29.07.2011 02:20
3 0

wer der aussage glaubt - kein euroland koenne je

pleite gehen verdient nichts anderes als fuer diese situation jetzt zu bezahlen. unsere politiker betreiben seit 30 jahren eine schuldenpolitik a la argentina (nur sie ist in europa erst spaeter eingetroffen) und luegen uns noch taeglich ins gesicht. je schlimmer die situation desto mehr geld wollen sie und mehr luegen sie uns an. sofern nicht die richtigen schritte gemacht werden wird diese krise nicht weggehen, egal wie viel geld unsere politiker da noch rein stecken werden!!!

oesterreich braucht eine tea party


Gast: Karlspreis
28.07.2011 23:31
14 0

Die EU, Schengen und der EURO wurden nicht von den Ratingagenturen sondern von den EU-Politikern zerstört!

Man muss sich vorstellen; da gibt es eine EU und einen EURO-Raum, der sich im Vorfeld der Gründung in vieljährigen Prozessen jeweils die ausgeklügeltsten und umfangreichsten Gesetze und Vorschriften der Menschheitsgeschichte gibt und durch diese bis ins kleinste Detail vorbildlich geregelt wird.

Dann aber kommen die eitlen Politiker und verhunzen das ganze Regelwerk!

1.) Die Osterweiterung mit Staaten die noch heute nicht Europafähig sind (Rumänien, Bulgarien,...)

2.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre Außengrenzen nicht sichern können.

3.) Die Schengen-Erweiterung auf Staaten, die ihre rechtsstaatlichen AUfgaben (Verbrechensbekämpfung) im Inneren nicht ausreichend sichern können

4.) Die Aufnahme von Ländern in die EURO-Zone, welche die Regeln weder im Vorfeld noch im laufenden betrieb eingehalten haben.

5.) Die Missachtung der EURO-Regeln durch fast ALLE Mitgliedsländer der Zone, inkl. und vor allem Schröder-Deutschland (Schuldengrenze "dummes Korsett")

6.) Die Missachtung der "No bail out" Klausel im EU-Vertrag (GR, IRL, POR,...)

7.) Die Missachtung der EZB-Vorschriften durch sinnlosen Ankauf von Ramsch-Anleihen in hundertfacher Milliardenhöhe.

...

Das heißt also, die EU und der EURO wären als IDEE eine tolle Sache gewesen, die praktische Umsetzung ist aber am Populismus, der Inkosequenz und der Korruption/Eitelkeit der handelnden Personen gescheitert.

Man kann eben aus einer Wirtschaftsunion keine Kriminalitäts-, Verschuldungs-, As yl- und Umverteilungsunion machen.

DAMIT ERLEIDET DIE EUROPÄISCHE UNION DAS GLEICHE SCHICKSAL WIE DER KOMMUNISMUS!

Idee: vielversprechend
Umsetzung: verheerend.

Re: Die EU, Schengen und der EURO wurden nicht von den Ratingagenturen sondern von den EU-Politikern zerstört!

Sehr gute Analyse!

Re: Die EU, Schengen und der EURO wurden nicht von den Ratingagenturen sondern von den EU-Politikern zerstört!

genau

punktgenau


13 0

Jetzt wird klar, weshalb die Regierung einen Überwachungs- und Polizeistaat installiert

sie fürchten sich vor dem eigenen Volk. Und sie hat durch ihr verantwortungsloses Handeln im Umgang mit den Steuregeldern auch allen Grund dazu....

Re: Jetzt wird klar, weshalb die Regierung einen Überwachungs- und Polizeistaat installiert

Die Überlegung ist aber nicht ganz logisch. Denn um den Untergang Europas herbeizuführen braucht es einzig unsere fähige Führungsmannschaft. Da ist nicht die klitzekleinste Revolution nötig!

Antworten Antworten Gast: Schon logisch
29.07.2011 18:19
0 0

Re: Re: Jetzt wird klar, weshalb die Regierung einen Überwachungs- und Polizeistaat installiert

Es koennten sich ja Kraefte finden, die diese "Fuehrungsmannschaft" abloesen und Europa vor dem Untergang bewahren wollen ...

Gast: Beobachter9999
28.07.2011 22:42
0 3

es müsste mit dem xxx zugehen ...

... wenn Merkel und Schäuble wirklich nicht wissen was sie tun. die wissen es ganz genau und ziehen gerade den maximalen profit für ihr land.

bezahlt wird von italien und spanien.
danke, angela, für den zusammenbruch der eurozone aufgrund fortgesetzter brabbelei und unfugs.

Was ist an diesen Grafiken manipuliert?

Das erfahren Sie, wenn Sie dieses Buch lesen: http://www.amazon.de/dp/3492230385

Die Milliarden-Hilfen für Griechenland waren der Anfang vom Ende des Euro

Weil damit ein eindeutiges Signal gesetzt wurde dass unverantwortliche ja betrügerische Budgetpolitik und Lohnpolitik belohnt wird , währen die die sparen, zurückhaltend und fleißig sind bestraft werden (zB Deutschland oder Litauen) - und zwar gegen geltendes Recht (no bail-out)

Und eine solche Union ist eine Unrechtsunion und kann nicht lange funktionieren.

(In den USA hat zb 1976 die Bundesregierung dem Pleite-Bundesstaat New York gesagt dass sie nichts kriegen - obwol die viel enger verwoben sind).

Gast: gast2
28.07.2011 21:48
4 0

Ratingagenturen

Das einzige was man den Ratingagenturen vorwerfen kann, ist dass sie bei USA und UK noch immer beste Bewertungen angeben.

Antworten Gast: Liftup
28.07.2011 23:34
0 0

Re: Ratingagenturen

Das wäre ohnehin ein Hammer und zeigt die Intentionen, die hinter solchen Agenturen stehen. Zusammengerechnet schaut das so aus: Bevorzugung durch Ratingagenturen+eigener Geldpresse+Petrodollar+Reinvestitionen und wo das alles hinkommt weiss der Kuckuck bei dem gigantischen Schuldenstand.

Gast: gast45
28.07.2011 21:39
12 1

das war ja klar

die ahben das einfach nicht mehr im griff, die schulden fressen uns langsam aber sicher auf, die bankhilfen waren nur ein hinauszögern des unvermeidlichen

gut 20 jahre nach dem kommunismus liegt also auch der westen mit der marktwirtschaft am boden

man braucht ein wirtschgaftssystem, das in summe ohne wachstum auskommt und nachhaltig ist, sowohl mit der natur, als auch mit den kapitalmärkten

denn eines ist klar, da die ressourcen auf dem planten (kugel) begrenzt sind ist es nur ein frage der zeit bis ein system kollabiert, das auf permanentem wachstum beruht

Re: das war ja klar

Der "Westen" liegt aber u.a. nur deswegen am Boden, weil sich die Politik nicht mehr an die (selbst verordneten) Spielregeln der Marktwirtschaft und der Gemeinschaftswährung hält.

Denn die Marktwirtschaft kennt keine Belohnung für Tricksen und Überschuldung. Das man aber genau das machen wollte und will (die Hilfspakete sind leider nichts anderes) wird halt vom Markt bestraft. Aber nicht absichtlich als Strafe, sondern einfach durch das Aufgreifen der sich dadurch ergebenden Verdienstmöglichkeiten.

Antworten Gast: Freiheit
29.07.2011 02:16
2 0

Re: das war ja klar

eh klar ohne wachstum..... erklaeren sie mir mal das wo es in der natur keine aenderung gibt. wo alles gleich bleibt?? gibt es nicht - ein baum stirbt - neue wachsen irgendwo, ein wolf frisst ein reh -etc etc etc. was sie wollen sind robotermenschen die keine neuen ideen, keine neuen gedanken, taeglich das gleiche machen - nebenbei nehme ich an - sind sie schon so indoktriniert von der sozialistischen schulausbildung in oesterreich (gott sei dank habe ich diesen teil uebersprungen) dass sie nur 100% sicher leben wollen. ist zwar schoen der gedanke aber gibt es nicht. vielen hier in diesem forum werden mir nicht zustimmen aber der kapitalismus ist bestandteil unseres menschlichen wesen und unserer natur. jeder von uns hat wuensche, ziele, traeume, ideen, die er versucht zu erreicht. sie vielleicht nicht, aber anderen wollen ihre Freiheit nicht fuer Sklaverei aufgeben.

Antworten Antworten Gast: lady godiva
29.07.2011 09:31
0 0

Re: Re: das war ja klar

solange sie nicht einer der wenigen grossen schräubchendreher und milliardenvermögenden sind, ist ihre freiheit trug und illusion, da sie entweder in abhängigkeit eines gehaltes stehen (lohnsklaverei) oder aber in abhängigkeit von ihren kunden (selbstständigkeit)....
kapitalismus birgt in sich den schein der freiheit, macht den einzelnen aber zum sklaven des kapitals.
wirtschaft muss nicht wachsen, wenn sich ihr geld nicht entwertet, weil sie dann keine zinsen brauchen um dieser entwertung entgegenzuwirken und andere sich damit nicht verschulden müssen um ihre zinsen zu bedienen.
Als durchschnittlicher sparer/verdiener oder unternehmer sind sie im kapitalismus immer auf der verliererseite.
was wir bislang erleben und erleben durften sind brot und spiele reloaded mit der möglichkeit dass man ihnen etwas mehr geld und bewegungsspielraum und eben die illusion ihrer freiheit lässt.


Re: Re: Re: das war ja klar

Das Problem welches Sie ansprechen ist, dass nicht alle Menschen aufsteigen, sich über den Durchschnitt hinauf arbeiten können.

Dieser Wunsch entspricht jedoch der Natur des Menschen, denn wir hätten keine Zivilisation, hätten nicht Einzelne unserer Vorfahren Erfindungen und Entdeckungen gemacht, mehr Arbeit investiert und mehr Risiko auf sich genommen, wie es der Durchschnitt nie gemacht hat.

Das alles auf ein Niveau (nach unten, zum schwächsten Glied in der Kette) nivellieren zu wollen, klingt zwar gut (und einschläfernd), ist aber mit eine Ursache warum einem "Lohnsklaven" kein Aufstieg möglich ist. Er wird nämlich bereits vom Gestz entsprechend behindert (steigende Steuern und Abgaben bei Erhöhung des Einkommens, Begrenzung seiner Arbeitszeit, ...).

Was offiziell als Schutz gedacht ist, kann nämlich gleichzeitig auch ein Hindernis sein. Das Gegenteil von "gut" ist oft nicht "schlecht", sondern "gut gemeint".

1 0

Re: das war ja klar

dieser kommentar triffts ziemlich auf den kopf. allein - ob wir das noch erleben dürfen?

Herr Schellhorn, wenn die Banker auch nur ein winziges Hirn haben,

müßten sie erkennen, daß sie mit den Staaten und ihren Politikern nur mehr Luftgeschäfte abschließen und das ganze Weltfinanzsystem kurz vor der Explosion steht!

Es wäre daher von allgemeinem Interesse, zu erfahren, wie ein Herr Ackermann z.B., für mich das übelste Großmaul dieser Herrschaften, sein Privatvermögen angelegt hat, um es in Sicherheit zu bringen.

Antworten Gast: Liftup
28.07.2011 23:37
4 0

Re: Herr Schellhorn, wenn die Banker auch nur ein winziges Hirn haben,

Das dürfte klar sein, 1/3 Land, 1/3 Gold, 1/3 Schweiz.

Gast: Göttin Sirene
28.07.2011 21:03
6 0

der teuerste Urlaub der Welt

Das Rettungspaket wurde nur deshalb so großzügig geschnürt, damit die Europolitiker ohne Unterbrechung ihren 3 wöchigen Sommerurlaub verbringen können.

Hinterhältige Spekulanten gönnen ihnen aber ihren Urlaub nicht und statt Sonne, Strand u. Berg heulen die Sirenen zum nächsten Feuerwehreinsatz.

7 0

Re: der teuerste Urlaub der Welt

die Spekulanten könnten überhaupt verzichten Staatsanleihen zu kaufen, was dann?

Re: Re: der teuerste Urlaub der Welt

dann müssten Politiker aber Gesetze ändern, und das werden sie wohl kaum, denn bis dato MÜSSEN Anleihen gekauft werden, zB von Versicherungen uä.

auspressen

langsam sieht es nur mehr nach einem auspressen der staaten aus...
schlechtes rating- mehr zinsen- mehr gewinn für die banken, das risiko trägt durch die defacto beistandspflicht der eu-staaten letztendlich ja doch nur der steuerzahler.

1 0

Re: auspressen

so ist es. nur warum macht man immer noch neue Schulden?

Gast: ökonomisch
28.07.2011 20:53
8 2

Seids ihr Politiker nicht ganz DICHT??

Haut doch gleich das ganze Geld ausm Fenster raus. Habt Ihr schoneinmal daran gedacht, vielleicht die österreischischen Schulden abbzubauen, als die griechischen zu vermehren?

Die Politiker (Beamte) mit Ihren doppelten und dreifachen Pensionen können sichs richten.

109 Mrd Euro für eine Portion Gyros:)))

ich freue mich auf die Nachspeise für sagen wir...150 Mrd??...na dann JAMAS!!!!

ICH

würde ein ganzes Jahr Ruhe geben.(für die Hälfte)

Gast: alter Schilling
28.07.2011 19:53
7 0

einfach nur mal Felix Zulauf lesen

http://www.wiwo.de/finanzen/zerfall-der-gesamten-finanzarchitektur-473546/

...dann weiß man, was passieren wird.

Der Schweizer Felix Zulauf ist einer der besten Vermögensverwalter der Welt. Er kann es sich leisten ehrlich zu sein und die Wahrheit zu sagen....im Gegensatz zu den Politikern.

Gast: alter Schilling
28.07.2011 19:46
2 2

http://www.wtfnoway.com/

keine Angst...die USA sind viel schlimmer dran als Europa

Antworten Gast: Bernd1964
28.07.2011 21:45
2 1

Re: http://www.wtfnoway.com/

Der Euro ist meines Wissens zu 80 % vom Dollar abhängig, da er mit Dollarnoten unterlegt ist. Der Dollar wird zwar den kommenden Kollaps extrem entwertet überleben, der Euro aber nicht. Das Zeitalter ungedeckter Fiatgeldwährungen und der Vorherrschaft der westlichen Zivilisation geht mit großen Schritten dem Ende entgegen. Dies ist um so verständlicher wenn man bedenkt, daß eine Rückkehr zum gewohnten durchschnittlichen ökonomischen Wachstum der letzten 6 Jahrzehnte aufgrund der nun sehr bald einsetzenden Hubbertklippe und der gealterten Population im Westen niemals mehr möglich sein wird.

Re: http://www.wtfnoway.com/

Und das ist der tiefere Grund, warum die amerikanischen Ratingagenturen so auf einigen Euroländern herumhacken! Wir sind mitten im Währungskrieg Dollar gegen Euro!

Warum sind es nur Euroländer, die im Visier der Amis liegen und keine Nichteuroländer, wie z.B. Großbritannien?

Antworten Antworten Gast: EFF EFF
29.07.2011 10:46
0 0

Re: Re: http://www.wtfnoway.com/

Die USA haben vor allem China im Visier. Ein Europa, das sich immer nur an eine Weltwirtschaftslokomotive hängt, aber trotz vieler verpasster Chancen nicht den Mut hat selbst zu führen, ist kein Gegner. Europa ist ein Opfer.

1 0

Re: Re: http://www.wtfnoway.com/

ja. da liegt ein großer Verdacht!

Hobbyökonom