Italiens Aufseher erklären Finanzsystem für stabil

03.08.2011 | 09:01 |   (DiePresse.com)

Ein nationales Aufsichtsgremium bestätigt die Solidität des italienischen Banken- und Finanzsystems. Dennoch nimmt Berlusconi erstmals seit längerem zur Krise Stellung.

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Italiens Finanzaufseher halten das heimische System trotz der jüngsten Marktturbulenzen für stabil. Die internationale Unsicherheit habe trotz der kontinuierlichen Reduzierung des Budgetdefizits zu Spannungen geführt, stellte das nationale Finanzstabilitäts-Komitee nach einem Krisentreffen fest. Italien musste am Dienstag für zehnjährige Staatsanleihen 6,1 Prozent Zinsen zahlen, 3,8 Prozentpunkte mehr als Deutschland. Die Zinsen für italienische Anleihen sind in den vergangenen Wochen dramatisch gestiegen.

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"Die Analyse bestätigt, dass das italienische Banken- und Finanzsystem solide ist dank rascher Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis und der Bankliquidität", erklärte das Gremium. Es besteht aus führenden Vertretern der Zentralbank, des Wirtschaftsministeriums, der Börsenaufsicht Consob und der Versicherungsaufsicht ISVAP. Wirtschaftsminister Giulio Tremonti hatte das Gremium einberufen, nachdem die Renditen auf italienische Staatsanleihen auf Rekordniveau gestiegen und Bankaktien abgerutscht waren.

Berlusconi stellt Anti-Krisen-Strategien vor

Regierungschef Silvio Berlusconi nimmt am Mittwoch erstmals seit längerem zur Schulden- und Wachstumskrise des ins Visier der Finanzmärkte geratenen Landes Stellung. Berlusconi wollte auf Druck der linken Opposition am Nachmittag nacheinander in den beiden Kammern des Parlaments Anti-Krisen-Strategien vorstellen.

Obwohl Rom Mitte Juli in Rekordzeit ein Sparpaket von 48 Milliarden Euro verabschiedet hatte, beruhigte das die Finanzmärkte und damit die Börse in Mailand auf Dauer nicht. Die hohe Verschuldung Italiens sowie das stagnierende Wirtschaftswachstum sorgen für fortgesetzte Spekulationen. Es wird erwartet, dass der konservative Berlusconi dem mit Optimismus begegnet und Wachstum und Sparkurs für vereinbar hält.

Auch Wirtschaftsminister Tremonti berät sich am Mittwochvormittag mit Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker in Luxemburg. Italien und Spanien stemmen sich gegen ein Überschwappen der Schuldenkrise aus den Euro-Ländern Griechenland, Irland und Portugal.

(APA/Ag.)

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13 Kommentare

...erklärt das Finanzsystem für stabil

Dazu fällt mir ein alter Witz ein : Wie fängt ein Mathematiker in der Steppe einen Löwen ? Er setzt sich in einen Käfig, schließt ab und definiert : "Hier ist draußen!"

Je höher die Korruption

desto höher die Lügendichte!

Fahrplan ins Verderben

Wir sind gerade erst in der Mitte der Krise angekommen. Das Schlimmste steht noch bevor. Der Verfall läuft programmgemäß. Als nächste folgt der zwangsläufige Ausstieg der PIIGS aus dem Euro. Dann kommt ein Bankrun. Und am Ende möglicherweise ein Goldverbot.

Must read:
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/8289-fahrplan-ins-verderben

Antworten Gast: background
03.08.2011 19:30
0 0

Re: Fahrplan ins Verderben

machts euch keine sorgen, ist alles geplant und von langer hand vorbereitet.
es geht ja gar nicht um schulden, ratings, ölpreis oder währungen, die 25 spieler haben schon vor einiger zeit entschieden, es gibt schon zu viele menschen auf ihren planeten.

No na net,

was sollen die den sonst sagen?

Ob es stimmt, oder nur im entferntesten glaubhaft ist? Wieder einmal 1 x raten erlaubt.

Gast: Stabil
03.08.2011 14:06
0 0

stabil

Wie war das vor Lehman u. wie war es z.B in Südamerika oder Russland...alles war stabil u. dann kam über nacht der Crash, ob manchen Medien, welche scheinbar schon in Gleichschaltung den Aufschwung beschwören das gefällt oder nicht....die Aufgabe der Medien, scheinbar die Moral der Bevölkerung hochhalten, denn anders kann man sich die Berichterstattung wenn man sich die spreads ansieht schon gar nicht mehr erklären.....

Gast: Blankenstein Husar
03.08.2011 11:06
1 0

Wenn Italiener etwas für "stabil" halten....

...ist höchste Vorsicht anbebracht...

Gast: Hans im Glück
03.08.2011 11:04
2 0

Jetzt können wir endlich aufatmen...

Das Finanzsystem ist stabil...

bis es am Boden aufprallt.

Gast: garstig?
03.08.2011 10:36
0 0

nette zensur hier



bei den 'währungshütern' im dienste der euro-lüge !

die presseförderung is a hund !

Gast: Gehirnchirurg
03.08.2011 10:19
0 0

Na dann !



ehrlich, was wir brauchen, ist wieder RICHTIGES, ECHTES GELD !

die juncker-lappen sind ein fehlkonstrukt.

sie werden bald das schicksal der DDR-mark teilen.

Gast: Symbolfoto
03.08.2011 10:04
0 0

Italiens Aufseher erklären Finanzsystem für stabil

So stabil wie das Amphitheatrum Novum.

.-))

Gast: Falke12
03.08.2011 09:22
2 0

Realsatire

selten so gelacht.

Gast: r.tiroch@t-online.de
03.08.2011 09:00
0 0

Finanzkoller

So so, heute ist das finanzsystem also stabil? ich denke, dass es nicht lange dauern wird bis wir hören: Es ist überraschender weise doch schlechter, und wo bleibt der rettungsschirm.

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