Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben auch außerhalb der Eurozone für Beunruhigung gesorgt. Noch am Freitag finde ein Krisentreffen zur Situation der Euro-Länder statt, an dem Vertreter des britischen Premierministers David Cameron, des Finanz- sowie des Außenministeriums teilnähmen, sagte der britische Außenminister William Hague am Freitag in London.
Großbritannien gehört der Eurozone nicht an, allerdings gehen rund 40 Prozent der britischen Exporte in die Region. Das Land verfolge die Situation des Euro daher "sehr genau", sagte Hague. Zwar könne Großbritannien wegen seiner Sparpolitik an den Finanzmärkten weiterhin Anleihen zu niedrigen Zinssätze ausgeben, allerdings sei "kein Land immun" gegen Probleme in der Eurozone. Die Euroländer müssten daher die Beschlüsse ihres Sondergipfels vor zwei Wochen zur Eindämmung der Krise umsetzen, forderte Hague.
Auch in Schweden, das ebenfalls keinen Euro hat, wuchs die Angst vor negativen Folgen der Schwankungen an den Finanzmärkten für die Wirtschaft. Die derzeitige Entwicklung in der Eurozone sei "schlecht für die Konjunktur, was wiederum den Investitionswillen und die Konsumbereitschaft der Haushalte beeinflusst", sagte Finanzminister Anders Borg bei einer Pressekonferenz in Stockholm. Zwar sende die schwedische Wirtschaft, eine der stärksten in Europa, noch "Signale einer stabilen Entwicklung". Eine "weltweite Unsicherheit" habe aber auch Folgen für Schweden", sagte Borg. Die Situation sei daher "ernst".
(APA)
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