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Börsen-Talfahrt: ATX stürzt um sechs Prozent ab

08.08.2011 | 20:47 |   (DiePresse.com)

Die internationalen Leitbörsen haben einheitlich deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Thema Nummer eins war die Kreditwürdigkeit der USA.

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Die Schuldenkrise in Europa und den USA hat rund um den Globus die Börsen auf Talfahrt geschickt. Die Wiener Börse hat einen erneut turbulenten Handelstag sehr tief in der Verlustzone beendet. Der ATX sackte um 138,37 Punkte oder 6,11 Prozent auf 2.127,98 Einheiten ab und befindet sich somit schon in einer neun Tage andauernden Verlustserie. Marktbeherrschendes Thema war die Abstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). Gegenüber Ultimo 2010 liegt der ATX per heute mit über 26 Prozent im Minus. 

Der DAX in Frankfurt rutschte um über fünf Prozent ab und notierte so unter der psychologisch wichtigen Marke von 6000 Punkten. Der deutsche Leitindex sackte um 5,02 Prozent auf 5.923,27 Punkte ab. Auch ein schwacher Handelsauftakt an der Wall Street setzte den DAX dann  noch deutlich unter Druck.

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US-Aktienmärkte brechen ein

Die Kursverluste an der Wall Street haben sich am Montag massiv ausgeweitet. Alle drei großen Indizes gaben im Verlauf drei Prozent oder mehr nach, der Technologie-Index Nasdaq verlor zwischenzeitlich sogar über vier Prozent. Damit setzte sich die internationale Verkaufswelle fort, die in der Früh in Asien begonnen hatte und zu Mittag über Europa schwappte.

Die New Yorker Aktienbörse rutschte am Montag im Verlauf noch tiefer in die Verlustzone. Der Dow Jones rasselte gegen 20.25 Uhr (MESZ) um 4,72 Prozent oder massive 539,85 Punkte auf 10.904,76 Zähler nach unten und rutschte damit deutlich unter die psychologisch wichtige 11.000-Punkte-Marke. Die Aktien der Bank of America verlieren zeitweise über 17 Prozent, nachdem der Versicherer AIG das Unternehmen auf zehn Milliarden Dollar Schadenersatz wegen "massiven Betrugs" verklagt hatte. Der S&P-500 Index rutschte um 3,79 Prozent  ab. Der Nasdaq Composite Index sackte um minus 3,92 Prozent ab.
Die New Yorker Börse NYSE hatte vorsorglich in Erwartung größerer Kurseinbrüche einen Boden eingezogen und eine Regel aktiviert, mit der massive Ausschläge bei der Preisfindung zum Handelsauftakt abgefedert wurden.

Auch Euro-Stoxx-50 deutlich im Minus

Europas wichtigster Leitindex, der Euro-Stoxx-50, sackte bis zum Börseschluß um 17.30 Uhr um 3,72 Prozent ab. In einer europaweiten Branchenbetrachtung ragten Auto- und Rohstoffwerte als deutlichste Tagesverlierer hervor. Nur zwei Titel, darunter die UniCredit, schafften es ins Plus.

Die Pariser Börse schloss auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2009. In Moskau verzeichnete der RTS-Index des Computerhandels ein Minus von 7,84 Prozent. In Japan schloss der Nikkei-Index für 225 führende Werte mit einem Minus von 2,18 Prozent bei 9097,56 Punkten. In Sydney erreichte der ASX200-Index den tiefsten Stand seit zwei Jahren. Auch Nordeuropas Börsen reihten sich am Montag in den allgemeinen Börsentrend ein. Am schlimmsten erwischte es die Osloer Börse, die mit minus 5,65 Prozent in diesem Jahr den bisher stärksten Absturz an einem Tag erlebte. Erheblich waren die Verluste auch an den Börsen in Stockholm (-4,82 Prozent) und in Helsinki (-4,20 Prozent). Im benachbarten Baltikum fielen die Aktienkurse insgesamt noch stärker. Vergleichsweise glimpflich verlief der Börsenmontag an der dritten großen Nasdaq-OMX-Börse im Norden, in Kopenhagen. Dort fielen die Kurse um 3,15 Prozent. Die griechische Börse fiel unter 1000 Punkte und weist den niedrigsten Wert seit 14 Jahren auf. Anschließend wurden an der Athener Börse Leerverkäufe vorübergehend verboten. Ab Dienstag dürften für zwei Monate lang keine derartigen Geschäfte getätigt werden, kündigte die Börsenaufsicht des krisengeschüttelten Eurolandes am Montag an.

Der Goldpreis erreichte hingegen ein neues Rekordhoch. Die Sorge vor einer Eskalation der Schuldenkrise trieb den Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31 Gramm) am Montagvormittag auf 1715,01 Dollar. Der Goldpreis ist damit seit Beginn des Jahres um etwa 20 Prozent angestiegen.

G-7-Zusage wirkte nur kurzfristig

Die Beruhigung durch die Zusage der sieben führenden Industrieländer (G-7), alles nötige für eine Stabilisierung der Märkte zu tun, war nur kurzfristig. Dabei schlossen sie auch gemeinsame Interventionen am Devisenmarkt nicht aus. "Die G-7 haben gewissermaßen eine Grenze gezogen, um eine Ausbreitung der Schuldenkrise einzudämmen", sagte Analyst Christian Cooper von Jefferies & Co.

Auch der signalisierte Ankauf spanischer und italienischer Staatspapiere durch die Europäische Zentralbank (EZB) konnte die erneute Ausverkaufswelle nicht stoppen. Analysten zufolge sollte die Maßnahme nach den Turbulenzen der vergangenen Woche etwas Ruhe an die Börsen bringen.

>>> Die aktuellen Börsenkurse


Börsen-Crash: Wenn Kurse in die Tiefe stürzen

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Abstufung der US-Bonität schürt Nervosität

Die Herabstufung der US-Bonität durch die Ratingagentur Standard & Poor's schürte die Nervosität am Markt. Mit der Abstufung wankt ein Eckpfeiler des weltweiten Finanzsystems. Der Schritt war zwar erwartet worden, kommt aber nach einer Woche mit den schwersten Verlusten an den Weltbörsen seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008.

In den nächsten zwei bis drei Tagen sei mit einem volatilen Handel zu rechnen, bis der Markt die Nachricht verarbeitet habe, sagen Händler.

US-Finanzminister bleibt im Amt

Unterdessen wurde bekannt, dass US-Finanzminister  Timothy Geithner trotz Schuldenkrise und schwacher Wirtschaftsentwicklung weiter im Amt bleiben will. Das teilte er nach Angaben einer Ministeriumssprecherin vom Sonntag Präsident Barack Obama mit. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass Geithner sich zurückziehen könnte. Obama habe Geithner gebeten zu bleiben, "und er begrüßt seine Entscheidung", zitierte die Wirtschaftsagentur Bloomberg den Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Geithner hatte selbst vor Wochen angedeutet, dass er sich nach der Erhöhung der Schuldengrenze zurückziehen könnte.

>>> Pressestimmen: "Die Welt ist krank"

(Ag.)

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292 Kommentare
 
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Gast: Ifrogamoi
09.08.2011 14:32
0 0

Was soll an Unternehmen denn wertvoll sein.

Dienen sie ja doch nur der Kaputtierung der Welt !

Gast: Markus Trullus
09.08.2011 07:03
0 0

ATX: Ach Gottchen, da haben ein paar wieder die Hosen verloren....

Nun ja. man kann die Sache auch andersrum sehen. Mal die Charts der letzten zwei Jahre etwa. (Börse Wien). Ja, Verlust von 20% gegen UIltimo 2010. Und? 2010 war der Kurs auch mal auf dem heutigen Niveau. Dann ein Spekuklationsgroßglockner, um nun wieder dort zu landen, wo man voriges Jahr am Tiefstpunkt war. Dazwischen die Abbildung von Hoffnung auf Konjunktur, die sich in der"Blase" zeigte. Kommt ja oft vor. Und was sagt das? Das ist doch schon lange keine Abbildung von Realwirtschaft mehr, sondern ein "Gierometer", nichts anderes. Die Gier is a hund. Thats it! Life goes on, boys and girls!

Gast: Suuupiii
08.08.2011 22:33
0 1

Das hat die Schottermitzi ja wieder toll hingekriegt !


Gast: fubar
08.08.2011 22:15
0 1

the near is end ... or so

Weltfinanzkrise -> Weltbankrott -> Weltkrieg

same procedure as every cuple of years - james


Antworten Gast: Iam 99
09.08.2011 11:52
0 0

Re: the near is end ... or so, aber dabei sein ist alles !


Krise in der Krise

Ist ein Rechter ein Patriot,
ist er auch ein Idiot.

War die Krise zuletzt selbst in der Krise,
weil der Lichtblick sich erschließe,
kehrt sie zurück, zur echten Banken-krise.

Privates hat versagt,
nun ist soziales total gefragt.

Gier und privat ist gescheitert,
dass stimmt die Börse nicht mehr heiter.

Viele Länder sehen es kommen,
oje, die Jugend, die wird wild zu uns kommen!

Dort wo die Jugend ist gut gestimmt,
der hat für Werner Faymann zum Glück gestimmt.

Werner Faymann der ist kompetent,
deswegen bekommt er von überall ein Kompliment.

Hassen wir den Hass,
Lieben wir die Liebe,
dann wird aus diesem beben, ein gutes leben.

Die Börse ist im Keller,
kommt soziales halt viel schneller.

Re: Krise in der Krise

Michi, Dein Gedicht ist ein bissel wackelig!!

Politiker im Radio sprach
Restukturiert - empört
Der Kanzler legte dann noch nach
Das war ja unerhört

Wir sparen bei den Lebens-Kosten
Für Mann und Frau und Kind
Das sind die größten Einspar-Posten
Und bringt viel Geld geschwind

Das ganze Geld von diesem Deal
Krieg'n Banker und Konzerne
Die zahlen uns dann Schmiere viel
Wir lachen heimlich gerne
[hähähä]

Mit den besten Grüßen ;-)))


Antworten Gast: fubar
08.08.2011 22:35
0 0

Re: Krise in der Krise

seit ihr sozial(kommun)isten erst an der macht

unwahrscheinlich aber daran gedacht

leg ich mich auf die faule haut
und schreie laut

"Gott gegeben mir das Recht
auf eurer Hände Arbeit Früchte"

Ist Human und sozial Gerecht
denn euch steht die Arbeit gut mir steht sie schlecht :-P

Re: Re: Krise in der Krise

Sei's heiter auch daran gedacht
So sei die Rechnung selbst gemacht
Denn verantwortungsloses Handeln, Tun
Bekommst Du später selbst zu spür'n

Und jeder soll sich selber müh'n
Und seinen Garten selber säh'n
Und ernten auch, was er/sie gepflanzt
Und wie die Blum von selber glänzt

Denk auch an Deinen eignen Herbst
Und wie Du über eignes Tun dann denkest
Und dass Dir nichts im Herzen schmerzt
Dass Freude Dir als Lohn Du schenkest


Antworten Gast: fubar
08.08.2011 22:34
0 0

Re: Krise in der Krise

seit ihr sozial(kommun)isten erst an der macht

unwahrscheinlich aber daran gedacht

leg ich mich auf die faule haut
und schreie laut

"Gott gegeben mir das Recht
auf eurer Hände Arbeit Früchte"

Ist Human und sozial Gerecht
denn euch steht die Arbeit gut mir steht sie schlecht :-P

Gast: Michael Vrz
08.08.2011 21:59
1 0

Bürger in Sorg

Ja, Himmel - noch mal!!
Wo soll das noch hinngehen!!

Gast: taschenrechner
08.08.2011 21:58
0 0

ok,das wars jetzt

das schuldgeldsystem ist technisch und mathematisch erledigt.
es wird zu einer entschuldung kommen.alle jene mit sparguthaben koennen dieses abschreiben.no exit,nicht mehr möglich.
2008 haette es mit einer ambitionierten,nicht korrupten regierung(en) die möglichkeit gegeben das ruder herumzureissen.
auf eine neue gesellschaft und gute nacht.

werbung

auf telebörse.de machen sie schon werbung für wein aus chile, damit sich die börsianer gleich besaufen können
sehr clever, genau der richtige zeitpunkt sowas zu verkaufen

Gast: growing_grass_listener
08.08.2011 20:48
3 0

Eine Börsentalfahrt ist das nicht,

nein, es ist die Rechnung für das Verhalten der Politik: keine Regelungen für Banken und deren Bankster, eine völlig insolvente EZB die zu einer gigantischen Bad-Bank verkommt, ein ständiger und unglaublicher Betrug am Steuerzahler (EZB verleiht Geld an Banken für griechische Staatsanleihen und kauft diese teuer von den Banken zurück), zahlreiche Wirtschaftsexperten mit dem Niveau von Idioten (selbst Kinder erzielen eine 50%ige Trefferquote, Wirtschaftsexperten stets 0%) und darüber hinaus total unfähige Politiker, welche mit monotoner Primitivität uns den Himmel blau reden, anstatt endlich den Wählerauftrag zu erfüllen und dem Wohle des Staates zu dienen. Ich befürchte, es wird noch viel, viel schlimmer kommen ........

Gast: horst krause
08.08.2011 20:43
0 1

angesagte katastrophen treten nie ein

vom schellhorn angefangen mache sich jetzt alle wichtig und gut ists

Antworten Gast: Dschanky
09.08.2011 11:56
0 0

Re: Kund ma endli wea varodn wos "Schellhorn" is ?

und wauns a mensch is, wos dea nimd ?

Gast: Iam 99
08.08.2011 20:05
2 0

Börsentief, Weltuntergang 2012 - Dabei sein ist alles !


Gast: Iam Short
08.08.2011 20:02
0 0

Endlich ist sie da, die Krise/Chance


Antworten Gast: g749+
08.08.2011 20:41
0 0

Re: Endlich ist sie da, die Krise/Chance

wo genau ist sie ich würde sie auch so gerne sehen

Gast: iona
08.08.2011 19:40
0 0

aaahhhh ...

bald ist sommerschlußverkauf.
supa.

Gast: antonalpha
08.08.2011 19:13
0 0

Norbert Walter: "Korrektur wird noch Jahre dauern"

Norbert Walter: "Korrektur wird noch Jahre dauern"

http://goo.gl/5tz2G

Gast: Joh14
08.08.2011 19:10
2 0

wie kommt es,

dass Presse und NTV das gleiche Bild verwenden ?

Re: wie kommt es,

strg+c ?

1 0

Re: wie kommt es,


Zahlen an die selbe Agentur?

Gast: Bärenfalle...
08.08.2011 19:09
4 0

Messie Trichet

Wie der sich die Hütte mit Müll vollstopft, klassisches Messie Syndrom.


Gast: Altemanze
08.08.2011 19:05
0 0

das * Grounding* dieser Krise wird nach meiner persönl. Voraussicht

teilweise TIEFER ausfallen als in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts...;-(

Es kommen diesmal MEHR Faktoren zusammen!

Heißt; sich persönlich real auf die GRUNDLAGEN des Lebens zu besinnen ;-)

Und; noch rasch etwas VORBEREITEN...


 
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Hobbyökonom