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Eurobonds: Deutsche Front bröckelt

16.08.2011 | 11:18 |   (Die Presse)

Bisher gab es in Deutschland eine einheitliche Ablehnung von gemeinsamen Anleihen aller Euroländer. Jetzt ändern Vertreter von Wirtschaftsverbänden und CSU ihre Meinung in der Diskussion über die Eurobonds.

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Wien/Jaz/Reuters. Für die deutsche Regierung sind Eurobonds ein Thema, über das sie am liebsten nicht einmal spricht. Die gemeinsamen Anleihen aller Euroländer würden bei dem heute, Dienstag, stattfindenden Treffen zwischen Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy kein Thema sein, ließ ein Regierungssprecher am Montag wissen.

Damit versucht Berlin, die jüngste Diskussion über die Eurobonds wieder im Keim zu ersticken. Denn anders als bisher wurden die Anleihen diesmal nicht nur von Politikern südeuropäischer Länder, sondern auch von Vertretern deutscher Wirtschaftsverbände gefordert. Und laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ ist inoffiziell auch die Ablehnungsfront in der deutschen Regierung nicht so einheitlich, wie sie offiziell dargestellt wird.

CSU: Kein einheitlicher Widerstand

In der CSU gibt es keinen einheitlichen Widerstand gegen die umstrittenen Euro-Anleihen. "Wir brauchen wir einen starken europäischen Bund mit gemeinsamer Außen- und Wirtschaftspolitik. In diesem Rahmen kann man auch über Euro-Bonds reden, aber nur als Teil eines strategischen Gesamtkonzeptes hin zu einem stärkeren Europa", erklärte der CSU-Europaabgeordnete Bernd Posselt.

Ein "hysterisches Rette-sich-wer-kann führt nur dazu, dass alle untergehen", warnte Posselt. Zwar dürfe die EU nicht dem schlechten Beispiel des deutschen Länder-Finanzausgleiches, der dringend begrenzt werden müsse, folgen, doch dürfe sie auch nicht vergessen, "dass sie nur als Gemeinschaft erfolgreich sein kann".

„Mit deutscher Handschrift“

So meinte Anton Börner, Präsident des deutschen Außenhandelsverbands: „Man muss den Märkten erklären, dass wir jetzt die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Das heißt: Eurobonds mit deutscher Handschrift.“ Demnach müsse im Gegenzug eine Schuldenbremse in die Verfassung aller Euroländer aufgenommen werden. Und sobald sich ein Land nicht an die Vorgaben hält, solle es automatische Konsequenzen wie den Entzug des EU-Stimmrechts geben.

Dafür sollen die Eurobonds auch ohne Mengenbeschränkung eingeführt werden. Die meisten Befürworter der gemeinsamen Anleihen wollen diese nur bis zu einem Schuldenstand von 40 bis 60Prozent des nationalen BIPs, darüber hinaus sollen die Staaten weiterhin selbst Bonds begeben.

Börner ist nicht der einzige deutsche Wirtschaftsvertreter, der sich für Eurobonds stark macht. Ähnliche Worte kommen auch von Mario Ohoven, dem Vorsitzenden des Mittelstandsverbandes. Die Opposition in Form von SPD und Grünen ist ohnehin für Eurobonds mit strengen Auflagen. Die FDP stellte dem Koalitionspartner CDU daher bereits vorsorglich die Rute ins Fenster: Eurobonds wären ein Bruch des Koalitionsabkommens.

Von Merkel werden die gemeinsamen Anleihen offiziell noch kategorisch abgelehnt. Inoffiziell soll die CDU das Thema jedoch bereits durchrechnen. Denn der Hauptgrund für die Ablehnung der gemeinsamen Anleihen sind die höheren Kosten für Länder wie Deutschland oder Österreich. Diese müssten aufgrund der Übernahme des Risikos von Ländern wie Italien oder Spanien höhere Zinsen zahlen. Laut Berechnungen des Ifo-Instituts würden sich diese Mehrkosten für Deutschland auf 47 Mrd. Euro pro Jahr summieren. Für Österreich wäre es ungefähr ein Zehntel dieser Summe.

Eurobonds könnten AAA kosten

Im heimischen Finanzministerium steht man bei dem Thema Eurobonds auf demselben Standpunkt wie in Deutschland: Die gemeinsamen Anleihen würden die Finanzierungkosten viel zu stark erhöhen. Sie könnten sogar zu dem Verlust des „Triple-A“ für Österreich führen, da die gute Bonität für die Risken wesentlich größerer Länder wie Italien quasi aufgebraucht werden würde.

Gerade dort erwartet man sich jedoch viel von den gemeinsamen Anleihen. „Wir wären nicht da, wo wir jetzt sind, wenn wir Eurobonds gehabt hätten“, meinte Italiens Finanzminister Giulio Tremonti am Samstag. Italien musste aufgrund der Verunsicherung der Finanzmärkte über die Schuldensituation zuletzt deutliche Anstiege bei den Anleihenzinsen hinnehmen, die erst wieder sanken, nachdem die EZB anfing, Anleihen aufzukaufen. Allein in der vergangenen Woche kaufte die EZB Anleihen im Ausmaß von 22 Mrd. Euro, in Summe hat sie nun Staatsanleihen in Höhe von 96 Mrd. Euro in ihrer Bilanz.

Lexikon

Staaten verschulden sich, indem sie Anleihen (Bonds) begeben. Länder wie Italien müssen dafür höhere Zinsen zahlen, da die Märkte ihnen weniger vertrauen. Durch Eurobonds würde das Risiko auf alle Euroländer verteilt. Für Italien würden die Schulden billiger werden, für Deutschland oder Österreich dafür teurer.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.08.2011)

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357 Kommentare
 
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Gast: Bonn
17.08.2011 17:21
0 0

Deutsche Regeln

Nur so gibt es die Bonds. die Staaaten verlieren einen großen Teil der staatsmacht. Die staaten sind dann moderne Protektorate. Die finanzverwaltung wird aufgegeben. Mein Mitleid für diese Staaten hält sich in Grenzen.

Gast: Vogel Strauss
17.08.2011 16:19
0 0


Gast: Alles richtig, jungs
17.08.2011 12:15
0 0

Super Kommentare hier

Ich freu mich über den Durchblick, den die meisten haben, und sich nicht mehr bescheissen lassen durch Propaganda. Nur... warum wählt ihr nicht dementsprechend? Warum wählt ihr IMMER WIEDER diese Deppen, die uns das einbrocken? IHR SEID SCHULD, weil ihr immer nur meckert, statt ENDLICH EINMAL die Konsequenzen zu ziehen: DAS HEISST - NICHT die ewigen Schuldenmacher, Versager und Bescheisser wählen, soll all den neuen kleinen Parteien, die sich für eine ECHTE BASISDEMOKRATIE einsetzen, endlich eine Chance geben - ist das so schwer zu kapieren?!

Re: Super Kommentare hier

Weil die Alternative noch wesentich größereTtrottel sind,traurig aber wahr.

Gast: Acktionen !
17.08.2011 12:13
0 0

Verkauft alles was Euch Euros verspricht !

Anleihen, Bonds, Bausparverträge, Lebensversicherungen, Sparbücher ..., oder wollt ihr schleichend enteignet werden ?
Ich hab meine Schilling(anlagen) in Philharmoniker getauscht - der Erfolg gibt mir nachweislich recht !

Gast: Ökonomie
17.08.2011 11:00
3 0

PolitikerInnen wie Glawischnig sind der Kern des Übels

Wenn Frau Glawischnig im Original-Artikel meint mit den Euro Bonds die Spekulanten entwaffnen zu können, dann zeigt das deutlich ihre wirtschaftliche Inkompetenz. Es sind und waren die politischen Vertreter die die Verantwortung für das ganze Desaster tragen. Sie haben - wider besseres Wissen ihrer Berater und der Ökonomen - politische Entscheidungen durchgedrückt im Glauben ihre Allmacht werde über den Markt herrschen. Liebe Frau Glawischnig sie können nicht den Markt auf Dauer manipulieren, sie gehören zu jenen Politikern die mit Daueranspruchsverhalten an den Steuerzahler solche Desaster hervorrufen. Die Spekulanten - so man sie denn bezeichnen will - reagieren auf Ungleichgewichte sprich Finanzdesaster mit ihren Mitteln und unbedarfte politische Entscheidungsträger werden ihnen mit versuchter aber erfolgloser Gegensteuerung unser Geld in den Rachen. Sie als PolitikerIn sind verantwortlich für die Situation und wollen sich jetzt mit primitivsten Argumenten auf Dritte ausreden aber das ist wohl so usus in bestimmten Kreisen.

Antworten Gast: Delta
17.08.2011 13:51
1 0

Re: PolitikerInnen wie Glawischnig sind der Kern des Übels

Glawischnig ist nicht nur in Sachen Wirtschaft Inkompetent.

Gast: smilefile
17.08.2011 10:47
0 0

Interessant,...



...es summiert sich das System der Analwirtschaft , in welchen diejenigen welche arbeiten,- sparen,- und wirtschaften besteuert,- werden. Hingegen diejenigen, welche keiner Beschäftigung nachgehen,- von Sparen keine Ahnung und Wirtschaften bloss den arbeitenden Teil der Menschen überlassen, als Nutzniesser des Systems....

Egal ob es bei der arbeitenden Bevölkerung,- oder bei den "noch" bestehenden Nationalstaaten ist,....

Höhere Zinsen für diejenigen Staaten die "Haushalten" zugunsten den Ländern, welche ........


Gast: GD
16.08.2011 23:30
0 0

Schön langsam kommt das Thema auf den Tisch

Es geht bei der ganzen Staatsschulden Diskussion eigentlich darum, dass die EURO Länder ihre Finanzhoheit an die EU übertragen.

Darum wird auf Taufel komm raus Panik Stimmung verbreitet die jeder Grundlage entbehrt.

Es ist mir sowieso ein Rätsel wieso 140 Milliarden zuviel Schulden in Griechenland den EURO gefährden sollen während der Yen trotz einer Staatsverschuldung in Japan von 162 % stark gestiegen ist. Amerika hat sogar 14.000 Milliarden USD Schulden. Und das obwohl wir Europäer ihnen schon gute 1.000 Milliarden abgenommen haben.

Die Staatsschulden hat es ja nicht im letzten Jahr vom Himmel geregnet sondern die sind seit Jahrzehnten gewachsen. Wir Volk sind daran nicht ganz unschuldig, weil wir in Summe vom Staat immer mehr Leistungen einfordern als wir bereit sind an Steuern und Abgaben zu bezahlen. Das führt zwangsläufig zu Schulden.

Es geht bei der ganzen Staatsschulden Diskussion eigentlich darum, dass die EURO Länder ihre Finanzhoheit an die EU übertragen

Was bei einer gemeinsamen Währung wenn wir jetzt mal ganz ehrlich sind auch bitte hoffentlich niemanden überrascht.

Das Problem mit GR ist vereinfacht formuliert: Sie kaufen mehr als sie verkaufen. Gegenmassnahme wäre, die Währung abzuwerten. Damit würden importierte Güter teurer (= weniger wird importiert) und exportierte billiger (= mehr Touristen, da Urlaub in GR billiger würde).
Geht aber nicht, da es sich um die selbe Währung handelt, die auch die Handelspartner verwenden.
Unterschied zu Japan: Deren Schulden sind überwiegend Inlandsschulden, d.h. wieder vereinfacht: Kann ja jedem andern egal sein, wie sehr sich der Staat bei seinen Bürgern verschuldet, da Staat = Bürger.
Bei Ihrem letzten Absatz gebe ich Ihnen uneingeschränkt recht. Staaten, die bereit sind auch mal Schulden abzubauen werden nie ein Bonitätsproblem haben.

Gast: growing_grass_listener
16.08.2011 22:22
2 0

Wenn Eurobonds kommen

egal in welchem Zusammenhang, ob nun über Europa mit zentraler Wirtschaftsregierung usw., gehe ich als baldiger Renter als radikaler Demonstrant ständig auf die Strasse. Ich werde mit Millionen Menschen dieser Ausbeutung ein Ende bereiten - in Europa wird es zugehen wie in weiten Bereichen der arabischen Welt - wir können und dürfen auch um unsere Freiheit und Ausbeutung friedlich kämpfen!
Einzig die grossen Banken würden sich auf den Eurobond freuen, denn das Risiko tragen wieder wir, während die Bankster Milliarden verdienen, wieder einmal mehr mit unserem Geld! So geht es nicht weiter, es kann nicht sein, dass Risiko und Verluste sozialisiert werden und die Gewinne die Bankster und deren Großaktionäre einstreifen. Und jetzt sollen wir noch für die Gewinne der Bankster haften indem ganz Europa höhere Zinsen für Staatsanleihen zahlt (Eurobond). Es ist das Risiko der Banken und nicht des Volkes.
Wenn die Politik es nicht schafft eindeutige Regeln zu schaffen, werden wir es wohl tun müssen.....

Es ist das Risiko der Banken und nicht des Volkes

Grundsätzlich richtig, aber wie würden Sie mit folgender Situation umgehen?
Das Risiko wird den Banken zu hoch und sie entscheiden daher, uns keinen Kredit mehr zu geben (= keine Anleihen zu zeichnen). Zur Info: Wir zahlen im Moment so kbapp 10Mrd./Jahr nur Zinsen. Darüberhinaus benötigen wir weitere Mittel. Was wenn der Geldhahn da einfach zugeht?

Verstehen Sie mich nicht falsch, Sie haben durchaus Recht - aber wir haben uns durch Schulden von der Finanzwelt abhängig gemacht. Und gerade die Auflösung dieser Abhängigkeit ist wichtig, um eine nachhaltig funktionierende Lösung zu finden.
Eurobonds sind wirklich keine.

Antworten Antworten Gast: grwing_grass_listener
17.08.2011 21:01
0 0

Re: Es ist das Risiko der Banken und nicht des Volkes

Nun, betrachtet man sich das Eigenkapital der Banken, ist die Lösung einfach: wenn Banken ohnehin max. 8% Eigenkapital haben (da gibt es noch eine Gewichtung für viel weniger Eigenkapital), erhebt sich sofort die Frage nach dem Rest des Geldes! Und das kommt nur von uns - egal ob Rentenfonds, EZB, Sparbuch usw.
Betrachtet man sich eine ganz einfache Zinsformel (Exponentialgleichung), sieht man, dass wir letztendlich nur verlieren können - denn alle Banken sind "systemrelevant", was auch nur immer heisst: das Risiko trägt das Volk. Banken wollen möglichst hohe Gewinne schreiben, also volles Risiko-und wir, bzw. die EZB verleiht an Banken Kapital zu einem wahnwitzig niedrigen Zinssatz nur um diese Risikogeschäfte der Banken wieder als Besicherung zu nehmen. Die gigantische Zinsdifferenz (siehe Griechenland) kassiert die Bank und das Volk muss es zahlen! Kann z.Bspl. Griechenland nicht zahlen, zahlen wieder wir (Rettungsschirm). In meinen Augen ist das modernes Raubrittertum, darüber hinaus wird jeder Mathematiker nur bestätigen müssen, dass der Kapitalismus sich dadurch sein eigenes Ende herbei führt. Es geht auch anders: z.bspl. http://www.wir.ch
" target="_blank">http://www.wir.ch

Wenn der Löwenanteil vom Kapital immer von uns kommt (Rentenfonds, EZB usw.), kann nur ein schwachsinniger Mensch behaupten, dass wir Banken in dieser Form brauchen. Ich hoffe sogar, dass Banken das Risiko zu hoch wird, denn dann holen wir alle unser Geld von den Banken und dadurch gibt es fast keine Inflation und keine Banken mehr.

Gut gebrüllt growing_grass_listener!

Und hier die Werbung. ;-)

http://www.banken-volksbegehren.at

Wenn

die Eurobonds kommen bin ich auf der Strasse.
Wer geht mit?

Gast: Desaster
16.08.2011 20:46
1 0

Wenn Österreich jetzt auch noch klein beigibt, dann

hat die Frau BM Fekter ihren letzten Vertrauensbonus, selbst bei eingefleischten VPlern verspielt. SP und Grünine sind schon lange unwählbar, dann würde auch die VP für ÖVP-Urgesteine unwählbar werden.

Antworten Gast: Delta
16.08.2011 21:23
0 0

Re: Wenn Österreich jetzt auch noch klein beigibt, dann

und was dann - wer ist noch wählbar?

Am Wahlsonntag "blau" machen ist auch keine echte Alternative.

Gast: tigerauge
16.08.2011 20:30
0 0

ich schlage vor, wir lassen die schlimmen erfahrungen und furchtbaren überraschungen,

die die euro finanzminister mit diesen extraordinary fiesen ideen machen werden, aus
und springen gleich zu dem punkt wo es keinen euro mehr gibt.

Gast: radius
16.08.2011 20:12
0 0

Warum brauchen wir Eurobonds?

Weil Staaten mitsamt ihrer politischen Elite weit über ihre Verhältnisse lebten,

daher sollen sich alle bevorteilten Staaten doch solidarisch aufkommen für diese armen Staaten, doch im Hintergrund finanzieren wir damit die Finanzmafia.

Antworten Gast: GD
16.08.2011 23:39
1 0

Re: Warum brauchen wir Eurobonds?

Staaten leben nicht auch nicht über ihre Verhältnisse. Wir Volk fordern ständig mehr Leistungen vom Staat und Politiker die wiedergewählt werden wollen geben uns was nicht in der Staatskasse ist. Die Folge sind Staatsschulden.

Wenn dann irgend eine Leistung gekürzt werden solle findet sich sicher jemand der dagegen ist. Egal ob in Athen, Rom, Lissabon oder Wien. Wir sind dafür dass wir dagegen sind aber bitte nur bei Schönwetter.

Vorbei am Volk

führen Oligarchen Entscheidungen zulasten der Bevölkerung auf völlig undekmokratische Weise herbei. Auch bei uns werden die Paläste brennen, wenn das so weitergeht!

eurobondbefürworter fantasieren sich etwas zusammen: zum schaden aller!

ich möchte einmal wissen wer in den schuldenländern eine strikte fiskalpolitik umsetzen wird können?

jede strukturreform wird als "sozialabbau" stigmatisiert und so lange auf der straße bekämpft bis die regierungen die maßnahmen wieder zurücknehmen.

war jedes mal noch so in fra und ist in ita ganz gleich: und im prinzip gehts um diese beiden länder!

daher bedeuten eurobonds in der realität eine erleichterung für die schuldenländer ohne gegenleistung für die geberländer, aber dafür wachsenden schuldenbergen in den relativ soliden ländern - relativ wohlgemerkt.

wie es tatsächlich dann bei entscheidungen aussieht, sieht man ja in der ezb, in der die südländer unter führung von fra den takt vorgeben und die ezb in eine bad bank par excellence umgewandelt haben.

kurzfristige vorteile in form von abnehmenden druck auf die schuldnerländer wird auf kosten der langfristigen umwandlung der eurozone in eine schulden-transferunion erkauft werden.

und das bei sinkender wettbewerbsfähigkeit und steigendem demographischem druck.

Antworten Gast: gäst
16.08.2011 23:21
0 0

Re: eurobondbefürworter fantasieren sich etwas zusammen: zum schaden aller!

dass aber die verschuldung der "geberländer" 70% des BIP und mehr beträgt kümmert niemanden?

in wahrheit ist es doch so, dass alle "zivilisierten" länder den wohlstand auf pump kaufen. ich glaube nicht, dass wir uns erlauben können andere länder/regierungen zu "schuldenländern" degradieren dürfen. wir sollten erstmal vor der eigenen tür kehren...

Antworten Antworten Gast: Delta
17.08.2011 13:54
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Re: Re: eurobondbefürworter fantasieren sich etwas zusammen: zum schaden aller!

"vor der eigenen tür kehren"

ist eine ausgezeichnete Idee (der Dreckhaufen ist groß genug) - darum brauchen wir den Besen (in dem Fall das Geld) auch selbst!

 
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