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Schäuble befürchtet "noch sieben schlechte Jahre"

29.08.2011 | 07:53 |   (DiePresse.com)

Der Deutscher Finanzminister tritt für engere wirtschaftspolitische Zusammenarbeit zwischen den Euro-Ländern ein. Die Konsoliderung der Staatshaushalte bringt Einsparungen im öffentlichen Bereich.

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Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) äußerte sich vor Wirtschafts-Nobelpreisträgern im schweizerischen St. Gallen pessimistisch für die Weltwirtschaft der nächsten Jahre. Er befürchtet angesichts der EU-Schuldenkrise "noch sieben schlechte Jahre" und fordert, dass die verschuldeten Staaten ihre Haushalte konsolidieren müssten, etwa durch Einsparungen im öffentlichen Bereich. Auch dem Vorschlag einer europäischen Wirtschaftsregierung von Kanzlerin Angela Merkel redet er das Wort. So plädierte Schäuble zur Bewältigung der Schuldenkrise für eine engere wirtschaftspolitische Zusammenarbeit zwischen den Euro-Ländern.

Schäuble: Teilweise Abgabe der Souveränität

Der Finanzminister forderte eine neue Balance zwischen den Finanzmärkten und den Staaten. Die Finanzmärkte könnten sich nicht selbst kontrollieren, sondern bräuchten Grenzen und Regeln, um krisenresistenter zu werden. Dies sei nur mit einer starken Staatengemeinschaft möglich.

"Der Euro ist eine Konstruktion, die in ihrem augenblicklichen Zustand nicht verharren kann", sagte Schäuble. Die Staaten müssten zwar einen Teil ihrer nationalen Souveränität aufgeben. Eine gemeinsame Finanzpolitik sei für den Euro aber zwingend notwendig, um an den Finanzmärkten akzeptiert zu werden. Erst bei einer Vergemeinschaftung der Finanzpolitik könne über gemeinsame europäische Anleihen gesprochen werden. Ansonsten würden Euro-Bonds nur dazu führen, dass jede Hoffnung auf verlässliche Haushaltsstabilität in Europa zerstört werde.

(APA)

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18 Kommentare
Gast: EFF EFF
29.08.2011 16:15
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Ich habe diese Prophezeihungen satt.

Warum tritt er nicht zurück, wenn er nichts besseres drauf hat?
In ein paar Jahren gibt's sowieso Krieg und dann ist für einmal Schluss mit Prophezeihungen.

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Es ist eigentlich bezeichnend,

dass praktisch KEINER der hoch bezahlten Experten oder Politiker ein Konzept hat, das mehr als ein paar Monate oder Jahre noch funktionieren könnte.


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Wieso sieben Jahre?

Ich wäre wirklich schon froh, wenn ich nur vermuten könnte, wie es nächste Jahr weiter geht.

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Waaaas?????????? So lange will dieses Pack noch regieren!


Wen wir diese Bonzen nicht zum Teufel jagen werden es noch 70 Jahre,,,


Gast: HJB
29.08.2011 10:31
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Sarkozy und Merkel schupfen den Laden

. . . eine Ironie und Illusion.
Nur die Minister und Ministerien der Gemeinschaft können eine Integration der Wirtschaft bewerkstelligen.

"Der Euro ist eine Konstruktion, die in ihrem augenblicklichen Zustand nicht verharren kann"

Recht hat er.
Wir wissen auch, dass ein Schäuble den zweiten Denkansatz neben der Flucht nach vorne - den geordneten Rückzug nämlich - nicht in Betracht zieht.
Hier besteht die Gefahr, dass nur noch einseitig weitergedacht wird - und am Ende (wieder) die Alternativlosigkeit steht.

Gast: dubitator
29.08.2011 10:01
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Das haben wir notwendig gehabt!

Wenn schon, ohne die versprochene Befragung der Bevölkerung, der Euro eingeführt wurde, so sollten die Köche dieser Suppe und Vertreter dieser Richtung angesichts des Desasters wenigstens etwas leiser treten und vernünftigen Gedanken, z.B. Nordeuro, Raum geben. Da niemand in Wirklichkeit weiss, wie IRGENDEIN beschrittener Weg letztlich zu Buche schlägt (die Modellrechnungen kann man für einen längeren Zeitraum angesichts der Komplexität der Materie vergessen, wie sie denn auch die bisherige Entwicklung nicht vorausgesagt haben), sollte der Weg, zum Unterschied vom bisherigen, wenigstens solide sein.

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"noch sieben schlechte Jahre"

jaja, wissen wir!
aber nur fürs gemeine Fußvolk und nicht für die, die sich am Steuertrog mästen...

Gast: Buusch
29.08.2011 09:48
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immer wieder, Blah Blah und sieben Jahre mehr

. . . in sieben Jahren schafft sich der Euro und die EU ab, wenn kein einheitliches Steuer-, Budget- und Sozialsystem und gleiche Standards und Normen bald geschaffen werden.

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Re: immer wieder, Blah Blah und sieben Jahre mehr

Und wenn hundertmal alles in der EU gleichgeschaltet wird, es hilft nicht!

Schon allein deshalb, weil es immer Staaten geben wird, die sich einen Dreck darum scheren werden, damit deren mafiöse Strukturen intakt bleiben! So etwas kann man am Dekretweg nicht abschaffen, das geht ganz einfach nicht!

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Re: Re: immer wieder, Blah Blah und sieben Jahre mehr

es gibt keine Chancengleichheit am freien Markt, wenn die Wirtschaft nicht integriert ist.
Unverantwortlich, dass man die Länder nicht bedingt, ausgeglichen zu budgetieren und widrigenfalls ausschließt.


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Re: Re: immer wieder, Blah Blah und sieben Jahre mehr

es gibt keine Chancengleichheit am freien Markt, wenn die Wirtschaft nicht integriert ist.
Unverantwortlich, dass man die Länder nicht bedingt, ausgeglichen zu budgetieren und widrigenfalls ausschließt.


Gast: dsfsdf
29.08.2011 09:14
2 0

Vergemeinschaftung der Finanzpolitik = Schulden der PIIGS auf die Bürger der restlichen Staaten abwälzen


Naiv oder zynisch?

Glaubt der wirklich, dass die europäische Politik noch 7 Jahre braucht, um die Wirtschaft vollends zu vernichten? Ich meine, das wird viel schneller gehen!

Antworten Gast: hkk
29.08.2011 09:23
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Re: Naiv oder zynisch?

Vielleicht lächerlich? Die 7 mageren Jahre? Na mich erinnert das an etwas.

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Re: Re: Naiv oder zynisch?

Na vielleicht hat er beim Pfarrer um Rat gefragt?!

Antworten Antworten Antworten Gast: ölkölkj
29.08.2011 10:48
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Re: Re: Re: Naiv oder zynisch?

Also dann weder naiv noch zynisch, sondern schon hoffnungslos!?

Hobbyökonom