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Krise: IWF und EU ziehen aus Athen ab - für zehn Tage

02.09.2011 | 18:22 |   (Die Presse)

Griechenland erreicht die vereinbarten Ziele nicht. Wirtschaft schrumpft um fünf Prozent. Die Troika – wie die Truppe internationalen Geldgeber (EU, IWF und EZB) oft genannt wird – ist nun aus Athen abgereist.

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Wien/Dj/Gre. Es geht um viel für die griechische Regierung – um nicht weniger als die finanzielle Handlungsfähigkeit. Die internationalen Geldgeber, bestehend aus EU, Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB), waren in Athen, um zu untersuchen, ob die Griechen ihr Reformprogramm ernst nehmen und würdig sind, die nächste Tranche an Hilfsgeldern zu erhalten.

Die Troika – wie die Truppe von EU, IWF und EZB oft genannt wird – hat am gestrigen Freitag allerdings die Verhandlungen unterbrochen und sind aus Athen abgereist. Die offizielle Begründung: Der Regierung solle Zeit für die Budgetplanung gegeben werden. In einer Aussendung wird von „guten Fortschritten“ bei der Arbeit in Griechenland gesprochen.

Und die Griechen haben allerhand zu tun: Das Land steckt in der Rezession. Statt der ursprünglich angenommenen Schrumpfung von 3,9 Prozent im laufenden Jahr soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nun sogar zwischen 4,5 Prozent und 5,3 Prozent zurückgehen.

Nicht nur deshalb wird es für Griechenland immer schwieriger, die Budgetziele für dieses Jahr zu halten. Finanzminister Evangelos Venizelos hatte gewarnt, dass das Defizit über 7,4 Prozent des BIPs hinausschießen werde. Griechischen Medienberichten zufolge sollen 8,8 Prozent erreicht werden.

Zehn Tage hat die Athener Regierung nun Zeit, um ihren Budgetplan auszuarbeiten. Dann gehen die Verhandlungen um die Hilfszahlungen weiter – alles in allem geht es um 110 Mrd. Euro.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.09.2011)

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91 Kommentare
 
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Gast: EFF EFF
04.09.2011 14:43
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10 Tage bezahlter Urlaub

So einen Job möchte ich auch.

Gast: Wolf Larsen
04.09.2011 09:48
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Griechenlandfan

Bisher wurde vergessen, daß Griechenland ein sehr beliebtes Ferienland ist.
In diesem Land kann man, insbesondere aufgrund seiner klimatischen Verhältnisse, keine österreichischen Ordnungsvorstellungen einführen.
Die Europäer sind in der Schuldenkrise Geiseln der Griechen.
Warum sollten sie sparen ?
Der Schuldenschnitt oder die Insolvenz werden ohnehin kommen und die Gläubiger verlieren halt noch einige Milliarden EURO mehr. So einfach ist das.
Was kommt danach ?
Entweder geht das Spielchen mit dem EURO von vorn los oder --- zurück zur Drachme. Den kleinen Mann in Griechenland interessiert dies ohnehin nicht.
Besucht mal eine griechische Insel im Sommer. Da gibt es keine tatsächliche Krise.
Die Sonne lächelt alles weg und das ist gut so.
Von meinem Segler sieht das Meer und die Welt phantastisch aus.
Für Probleme sind die EU, der IWF und selbstverständlich der deutsche/österreichische etc. Steuerzahler zuständig.
In meinem persönlichen Fall geht es allerdings nach dem Grundsatz : "Wer versucht, mir meinen Geldbeutel abzuschneiden und damit die Möglichkeit zum Leben raubt, ist mein Feind"
Aber, die Steuerzahler denken da anders.
So what ?

Gast: McGyros
04.09.2011 08:58
1 0

Bitte um Verständnis

wir Griechen lieben das Leben und wollen es geniessen, man lebt ja nur einmal. Ihr habt Geld angeboten und wir haben es genommen und ausgegeben. Und da die Schuldenlast enorm hoch ist und wir weiterhin den Euro stützen, gibt es keine Alternative als uns weiterhin zu finanzieren. Vielleicht sollten Sie öfters in Griechenland Urlaub machen, dann müssten Sie sich hier nicht unnötig Stress machen. Leute genießt das Leben und denkt nicht nur ans Arbeiten und Steuernzahlen, ihr seht doch es funktioniert bestens in GR.

Gast: brt
04.09.2011 02:35
1 0

man hätte statt EU, IWF und EZB jemanden von der schuldnerberatung schicken sollen.

wieviele beweise braucht es denn noch, dass die griechische regierung mit der haushaltsführung total überfordert ist?

Gast: entsetzi
03.09.2011 15:39
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das war doch ganz klare sache...

auf einem sinkendem schiff,bleibt der kapitän an bord...supi,dass wir deutschen mit absaufen dürfen.
sieht das denn keiner???????????????
AAAACHTUNG!!!!!!
wir alle haben schon nasse füsse!
liebe regierung aller eu-länder;lasst uns nicht mit ertrinken,nur weil der euro erhalten werden soll...

Gast: Hmmmm
03.09.2011 14:21
1 0

Kein Verständnis mehr !!!

Wie oft wollen die sich nochmals retten lassen ???
Dazu gibt es kein Verständnis mehr, und wenn die Oberen nicht wollen, werden wir alle etwas unternehmen müssen, bevor auch unser Land dem Bach hinuntergeht......!!!!!

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Wien/Dj/Gre. Es geht um viel für die griechische Regierung – um nicht weniger als die finanzielle Handlungsfähigkeit.

Wie auch bei uns selbst, da die Schulden aus dem Ruder gelaufen sind und weiterhin gemacht werden.

Allein Wien erreicht schon ein Rekordhoch von 3 Mrd, und benennt das samt gefährlich hoher Gebührenanhebungen sogar sozial wichtig und richtig !
Worin ausser der Wirtshaftsleistung, unterscheiden wir uns noch von den Hellenen ?

Gast: DI
03.09.2011 12:02
3 0

Die Griechen führen uns an der Nase herum

Wetten, in der letzten Minute wird wieder eine Einigung erzielt. Die werden alles unternehmen um im Euro zu bleiben, wo gibt es sonst so schöne Milliarden-Geschenke? Wenn ein Privater insolvent wird, wir sein Besitz versteigert, die EU-Nettozahler sollen ein paar Inseln pfänden. Schon vor dem Theater hat Griechenland schon viel Geld bekommen, um an den EU Standard heranzukommen, auch dieses Geld ist verjubelt worden. Irgend wann ist Schluss mit lustig, ich habe die Schnauze voll.

Antworten Gast: Gruftmaus
03.09.2011 19:17
1 0

Re: Die Griechen führen uns an der Nase herum

Hoff. liest das der Häupl nicht, sonst ist die Donauinsel bald "verpfändert" . :(

Die Griechen werden ihre Hängematte nicht verlassen!

Man wird sich aber immer gerne retten lassen. mfg

Bye bye Griechenland

Die Stimmung in den zahlenden Demokratien schwenkt um.

Der politische Rückhalt für den Rettungsschirm und die Milliardenhaftungen wird dünner.

Griechenland muss sparen, darauf folgen Proteste und weniger Investitionen. Wird weniger investiert (ausgegeben), kommt auch weniger rein. Einnahmen sinken, Ausgaben bleibe gleich hoch oder sinken marginal im Vergleich. Defizit wird höher.

Am Kapitalmarkt glaubt niemand mehr an Griechenland.

Nun zieht die EU ab - ein gutes Zeichen?

Meine Konklusio: Griechenland wird den Euro bald verlassen (müssen) und danach massiv abwerten. Auf lange Sicht wird das ein Schrecken mit Ende sein und vermutlich von Vorteil für die Griechen (kurzer Schmerz und danach gehts wieder weiter).

www.anleitung-zum-reichtum.com

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Re: Nun zieht die EU ab - ein gutes Zeichen?

keineswegs !
Eher wie bisher auch ein bewusstes Wegsehen, um dann in ganz Europa verkünden zu wollen, das Land unternimmt endlich was gegen die nie zu bewältigenden Schulden, und darf/muss nun weiterhin gerettet werden, da sonst die gesame Union in Gefahr gerät, was sie längst ist ;-)

Gast: Karl Huber
03.09.2011 07:57
0 0

Die ersten Medien springen auf

Auf den Zug der Bürger.
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13581291/Griechenland-muss-von-der-Euro-Zone-isoliert-werden.html

Bin gespannt wie die Politik das wieder zurechtlügen versucht?
Gar zlang dürfens ihnen nicht mehr spielen dann kommt der Souverän und tritt denen aber ghörig in den Allerwertesten.

Liebe Mitbürger.
Dazu gibt es Gründe ohne Ende. Da müssen wir nicht erst warten bis die nächsten Milliarden in Griechenland versenken.. ;)

Die Griechen sollten zum Verlassen der €-Zone gezwungen werden

Strukturelle Reformen in einem Konkurrenzunfähigen Land lassen sich mit einer starken Währung nicht machen.
Egal wie viel Geld die restlichen Mitglieder hinschicken, an den Tatsachen wird sich nichts ändern.
Die Griechen wollen es gar nicht einsehen was mit ihrem Land los ist.


Witz des Tages

kommt ein EU-Kommissar ins EU-Parlament und meint: "Ich habe die Stabilitätskriterien aus dem Jahr 2000 gefunden...!"

Muahahaha

Warum werden in diesem Zusammenhang immer

russische Wörter (тройка) verwendet?

ist das Zufall Gedankenlosigkeit oder Absicht?

Gast: olive
02.09.2011 19:47
1 0

feta

ein haufen dreck den man entsorgen muss, sonst bluten alle anderen immer weiter

Gast: 1. Parteiloser
02.09.2011 19:44
3 0

Wie lange noch bis die Schulden bei 200% des BIPS sein werden?

Das BIP wird dieses Jahr auf etwa 220 Mrd. Euro fallen, die Schulden dabei auf über 350 Mrd. Euro steigen. Mit Jahresende wird es also schon um die 175% des BIPs liegen. Nur noch ein solches Jahr dazu, dann könnte die 200% Schallmauer durchbrochen sein.

Auch wenn die Staatseinnahmen inkl. Sozialversicherungsbeiträge, von 85 Mrd. Euro um 20% gesteigert werden können, dann hat Griechenland auch nur max. 105 Mrd. Euro um die Pensionen, das Gesundheitssystem, die Bildung, etc. zu bezahlen. Wie viel kann da für die Zinsen bleiben, wie viel kann da für die Rückzahlungen bleiben?

Dieser Staat wird zusammenbrechen müssen. Zusammenbrechen auch dann, wenn alle Schulden erlassen werden würden, weil Griechenland auch dann nicht alleine zurecht kommen wird.

Auch wenn noch 10.000 EU Bonzen, IWF Bonzen und EZB Bonzen noch 100 Mal zu den eleganten Gesprächen, natürlich mit ansprechenden Rahmenprogramm und den BegleiterInnen, nach Griechenland reisen werden, an der Realität werden diese dann auch nichts ändern können.

Dumm nur, dass Frankreich (auch Österreich) wirtschaftlich hart im Windschatten von Griechenland gehalten werden und keinerlei Anstalten der Entscheidungsträger zum Abbau der gewaltigen strukturellen Defizite unternommen werden. Von 100% Schulden auf 200% Schulden zu kommen, das geht doch viel schneller als von 0 auf 100%.

Antworten Gast: Buusch
02.09.2011 21:38
1 0

Re: Wie lange noch bis die Schulden bei 200% des BIPS sein werden?

das vierte Reich bis zum bitteren Ende
. . . denn die Bonzen bangen doch nur um ihre Pfründe; Banken gingen pleite und der Superstaat, ihr 'pork barrel' wär' passé.

Gast: sdfsdfsdf
02.09.2011 18:56
2 0

Könnt ihr euch noch an die Sanktionen 2000 erinnern?

Da war die Eu schlagkräftig und geeint. Da zogen alle an einem Strang, wenn`s darum ging die große Gefahr abzuwehren. Aber da gings ja auch um eine demokratische Wahl, deren Ergebnis den Sozialisten nicht schmeckte. Jetzt geht`s ja nur um den künstlichen Erhalt eines Betrügerstaates, der letzten Endes ganz Europa in den Untergang reissen wird. Interessant auch, dass die Staaten, die bei den Sanktionen am begeistertsten mitgemacht haben (Portugal, dich meine ich!) heute kein Problem damit haben, unser böses, böses Geld zu nehmen.

Re: Könnt ihr euch noch an die Sanktionen 2000 erinnern?

Das Geld ist nicht mehr böse - es kommt von der richtigen Regierung.

Gast: Blankenstein Husar
02.09.2011 18:35
0 0

Verhandeln wir halt wieder ein wenig...

Da geht ein Land dank Euro, EU und eigenem Unvermögen völlig vor die Hunde,
und die EU Dodln wollen noch immer irgendetwas "verhandeln".

Dieses "Verhandeln" heißt im Klartext nix anderes, als den noch halbwegs liquiden Staaten in die Tasche zu greifen und es den abgehausten in den Hintern zu schieben,

mit dem Versprechen dieser Pleitiers es im nächsten Leben zurückzuzahlen...

Dann aber ganz sicher, eh klar.

Und Prognose?

das ist eine umschreibung für:sie flüchten, oder sie sehen es als hoffnungslos an. denn um druck zu machen (wenn noch eine lösung möglich ist) hätte die drohung das man abreist auch genügt.

Gast: Walter g
02.09.2011 18:00
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Griechenland ist ein Fass ohne Boden

und es wird es auch bleiben.

3.6.2011

"Es ist klar, dass Griechenland nicht aus der Euro-Zone austritt. Es wird keinen Zahlungsausfall geben und das Land wird seinen Verpflichtungen komplett nachkommen können", sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker.

 
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