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IWF fordert von Österreich zusätzliches Sparen

07.09.2011 | 12:54 |   (DiePresse.com)

Der Währungsfonds ruft zu Einsparungen von einem halben Prozent der Wirtschaftsleistung ab 2012 auf. Die Budgetpläne seien nicht ausreichend.

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Der internationale Währungsfonds (IWF) fordert von Österreich ehrgeizigere Maßnahmen zur Schuldenreduzierung. In einem soeben veröffentlichten Länderbericht der Finanzinstitution heißt es, die derzeitigen Budget-Konsolidierungspläne seien kaum ausreichend, die Schulden auch längerfristig auf jenen Abwärtskurs zu bringen, der nötig sei, um den finanziellen Risiken zu begegnen. Besorgnis herrscht im Währungsfonds nach wie vor über das Engagement der österreichischen Banken in Ost-und Südosteuropa.

Schulden "ehrgeiziger" abbauen

Die Staatsschulden lägen deutlich über dem Vorkrisenniveau, schon mit dem Budget 2012 sollten die Bemühungen zum Schuldenabbau "ehrgeiziger" werden, heißt es im Bericht. Die Sparmaßnahmen sollten sich auf die Bereiche Pensionen, Gesundheitswesen und Subventionen konzentrieren. Eine breite Verwaltungsreform wäre notwendig und könnte maßgeblich helfen Kosten zu sparen. Die Banken müssten die Gelegenheit nutzen und Puffer von qualitativ hochwertigem Kapital aufbauen.

Besorgt sieht der Währungsfonds nach wie vor das (Süd-)Osteuropa-Engagement der österreichischen Banken: Die Institute hätten 2010 wieder Gewinne gemacht und damit ihr Eigenkapital verbessert - die Qualität ihrer nach "CESEE" vergebenen Kredite sei aber nach wie vor "problematisch", meint man in Washington. 47,6 Prozent der von deren Töchtern vergebenen Kredite seien Fremdwährungskredite, der Anteil der Fremdwährungen bei Krediten über die Grenze liege sogar bei 77 Prozent. "Die faulen Kredite ("NPL") in den österreichischen Büchern sind zwar niedrig, aber der große Anteil von Krediten in Schweizer Franken ist besorgniserregend."

"Fremdwährungskredite problematisch"

Der Schweizer Franken war in den vergangenen Monaten massiv im Wert gestiegen, was die geschuldeten Summen entsprechend massiv erhöht. Erst am Dienstag hatte die Schweizer Nationalbank (SNB) gegen den Wertzuwachs des Frankens interveniert und angekündigt, ab sofort "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" einen Kurs von wenigstens 1,20 zum Euro verteidigen zu wollen.

"Ein großer Bestand an Fremdwährungskrediten ist problematisch, weil er politische Antworten (...) in Krisenzeiten erschwert und weil er nach einem externen Schock die heimische Nachfrage weniger widerstandsfähig macht", merkt der IWF in seinem Bericht an. Der IWF räumt aber ein, dass nach Maßnahmen der österreichischen Aufsichtsbehörden und "abschreckenden Wechselkursveränderungen" der Anteil der Fremdwährungskredite tendenziell zurückgehe.

 

(APA)

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207 Kommentare
 
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fefe
09.09.2011 11:54
1 0

Demokratisch nicht legitimierte Oberregierung

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Da kommen demokratisch nicht legitimierte Leute in ein Land und geben der Regierung die Vorgaben, wie zu handeln ist, ansosnten ist mit erheblichen Nachteilen zu rechnen.

In diesem Fall also Sozialleistungen kürzen und das Steuergeld bereithalten zur Begleichung der mittlerweile wieder aufgelaufenen Spielschulden der Banken und Versicherungen.

Die Politiker spielen auf "wild", lenken aber dann später ein, weil es ja eine "Notwendigkeit" ist. Genauso notwendig wie das Schutzgeld eines Pizzeria-Inhabers in Sizilien für den das halt auch eine Notwendigkeit ist, weil er sein Lokal nicht in Flammen sehen will.

So stellt man sich Demokratie vor. Mir wird schlecht.

1 0

Re: Demokratisch nicht legitimierte Oberregierung

Und sie kommen offensichtlich jedes Jahr, wie aus dem Artikel hervor geht, und treffen sich mit österreichischen Geldleuten. Und sie berichten nicht nur, sondern nörgeln auch rum. Sie können ja nörgeln, das steht jedem zu, aber wenn sie was "einfordern", überschreiten die Delegationsleute aus Washington eindeutig ihre Kompetenzen.

Ich glaube, wir sollten einmal nachfragen, wem Österreich eigentlich gehört, und wer bestimmen darf, was mit unserem Geld geschieht. Ehrlich - da sind mir unsere Lobbyisten noch lieber.

0 0

Malaria?

Was interessiert den IWF Malaria?
Was hat das mit Geld zu tun?

Antworten fefe
09.09.2011 11:55
1 0

Re: Malaria?

Die noch einfachere Frage: Was geht den IWF unser Steuergeld an?

2 0

Keine Überraschung

Man sollte nicht erstaun sein, was der IWF darzulegen hatte. Und dass die österreichischen Verwaltungsbeamten sich nur in Hoffnung wiegen, sollte auch keinen verwundern. Derzeit stehen wirklich alle politischen Zeichen darauf, dass Strache die nächste Wahl 2013 gewinnen soll. SPÖ und ÖVP sind die besten Wahlhelfer und dies auch mit Absicht. Man plant so viel unangenehme Sachen zu sammeln als möglich und diese auf dem Tisch von Strache zu plazieren. Nur dieses Spiel ist mehr als verantwortungslos.
Und eines soll uns zu bedenken geben: Die allbekannte Partei vor dem zweiten Weltkrieg kam nicht in erster Linie an die Macht, weil sie so gut war, sondern dass die alten "eingesessenen" Parteien im höchsten Masse verantwortungslos gehandelt haben. Und dieses geschichtliche Analogon stimmt mich sehr bedenklich.

Gast: dagobert besenginster
08.09.2011 17:19
1 2

Anschluss an Deutschland?

Ein Beitritt zur BRD würde den Wiener Machtfilz aus SPÖVP kastrieren. Österreich wäre ein deutscher Freistaat so wie Bayern, die Balkanmetropole Wien wäre nur mehr eine Landeshauptstadt, wir könnten die 9 Bundesländer einsparen.

Leider wurde es 1918 den Österreichern verboten sich an das demokratische Deutschland anzuschließen. Der Anschlussgedanke wurde durch den unseligen Nationalsozialismus auf Jahrzehnte hinaus diskreditiert. Angesichts der Möglichkeit einer bald zusammenbrechenden EU sollte man sich mit dem Gedanken eines Anschlusses ernsthaft auseinandersetzen.

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Re: Anschluss an Deutschland?

der Verwandtschaft im Norden geht es auch nicht besser.

Man kann nur diskutieren ob Berlin oder Wien schlechter dran ist.

Ein Zusammenschluss zwischen Not und Elend löst leider das Problem nicht. Größere Einheiten sind meiner Meinung nach noch schwerer in der Lage sich aus dem Sumpf herauszuarbeiten.

Antworten Helvetier
08.09.2011 18:03
1 0

Re: Anschluss an Deutschland?

Ihr Gedanke mag wohl für viele verlockend klingen. Grösse beeindruckt immer. Nur kann dies/sollte dies leider keine relevante Grösse sein. Wohlstand, Freiheit, Entfaltungsmöglichkeiten des Einzelnen, eine funktionierende Gemeinschaft: Dies sind die entscheidenden Parameter. Diese können jedoch wohl kaum durch "Vergrösserungsaktionen" erzwungen werden.

Re: Re: Anschluss an Deutschland?

Wenn schon Anschluss, dann an die Schweiz! ;-)

Antworten Antworten Antworten fefe
09.09.2011 11:57
0 0

Re: Re: Re: Anschluss an Deutschland?

Ja, gerne. Und dann von Transitgebühren leben so wie andere Länder vom Erdöl.

Bitte nicht Deutschland. Das hatten wir schon.

Antworten Gast: t4gwrgher4
08.09.2011 17:52
1 1

Funktioniert nicht

Das würde nicht funktionieren,weil irgendwann der wunsch entsteht, wieder unabhängig zu werden,

wjs
08.09.2011 16:28
1 0

die at-Populisten entmuendigen und ihnen die Wirtschaft- und Finanzpolitik entziehen

auf dem weg zu den
"vereinigten staaten von europa"
ist offensichtlich die einzige moeglichkeit der sanierung.
bald 100 jahre gosse koalition, die immer mit der grossen reform begruendet wurde, hat uns keinen schritt weitergebracht. stattdessen werden die sozialleistungen immer weiter ausgebaut und zusaetzliche anreize fuer fruehpensionierungen geschaffen

Gast: gastus99
08.09.2011 15:56
3 0

wer einen funken verstand im schaedel hat

verlaesst dieses land als junger.

Antworten Helvetier
08.09.2011 16:12
0 0

Re: wer einen funken verstand im schaedel hat

Wo bleibt Ihr Idealismus? Weshalb kein Versuch, aktiv eine gewünschte Veränderung herbeizuführen? Sie mögen Ihr Heimatland doch, oder?

Antworten Antworten Gast: Ezekiel
09.09.2011 00:01
0 1

Re: Re: wer einen funken verstand im schaedel hat

Leider ziemlich hoffnungslos. Es gibt einen guten Grund wieso in Oesterreich Stillstand herrscht.

Gruesse aus Asien

Re: Re: Re: wer einen funken verstand im schaedel hat

Nie und nimmer möchte ich Österreich gegen Asien eintauschen!

Gast: Rupert Wenger
08.09.2011 15:27
1 0

Hoffnung und Realität

Unsere Politiker hoffen, dass „ein höheres als das veranschlagte Wachstum wahrscheinlich zu deutlich niedrigeren Defiziten führen wird“. Und gleichzeitig erscheint ein Bericht der OECD unter dem Titel "OECD erwartet deutliche Verlangsamung der Konjunktur" (für den gesamten Euro-Raum, geht aus dem Text hervor). Damit wird klar, wohin die Reise führt. Griechenland lässt grüßen.

mongoose
08.09.2011 14:46
5 0

Die Schweiz macht alles besser als Österreich!

Wenn unsere Politiker schon unfähig sind selber Ideen zu entwickeln, dann sollten sie sich wenigsten die guten und bewährten Ideen unserer Nachbarn abschaun und kopieren. Ein paar Grundzüge gefällig:

Niedrige Lohn- und Unternehmenssteuern. Schlanke Verwaltung. Effiziente Bundesbahn. Wettbewerb unter den Kantonen. Hochwertiges Bildungs und Universitätssystem. Bestes Gesundheitssystem der Welt, laut OECD. Schlanke Krankenkassen durch Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung. Konsequentes Dreisäulenmodel bei den Pensionen. Die Leute gehn generell früher in Pension. Ein effizientes Sozialsystem (Dort fällt keiner durch den Rost wie bei uns). Direkte Demokratie erlaubt es Regierungsblockaden zu sprengen.

Und so weiter und so fort ...

Wir sollten endlich zu kopieren beginnen statt nix zu tun zu hoffen, dass der Strache die nächste Wahl mit Gottes Hilfe doch nicht gewinnt!

Antworten Gast: dagobert besenginster
08.09.2011 17:32
1 1

Re: Die Schweiz macht alles besser als Österreich!

Die Schweiz hatte keine zwei Weltkriege zu erdulden, sie musste nicht zweimal von vorne anfangen wie Österreich. Die Schweiz litt auch nie unter dem Erbe eines aufgeblähten Verwaltungsapparates, den wir von der untergegangenen Monarchie ererbten und den wir BIS HEUTE mitschleppen. Außerdem dominiert in der Schweiz das fleißige alemannische Element während ein Drittel Österreichs bereits zum Balkan gerechnet werden muss. Wien liegt am Westrand der pannonischen Steppe.

Re: Re: Die Schweiz macht alles besser als Österreich!

Leider haben Sie Recht....... :-(

Antworten Antworten Gast: kguozu7o
08.09.2011 17:55
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Re: Re: Die Schweiz macht alles besser als Österreich!

Spielen sie sich nicht auf,Schweiz lebt hauptsächlich davon,das sie Gelder von Diktatoren Steuerhinterziehern und Drogenbaronen bei sich versteckt,und vom 2Wk profitierte indem sie Nazigold bei sich bunkerte.Im grunde sind sie unmoralischer als alle Europäer zusammen.

Antworten Antworten Antworten Helvetier
08.09.2011 18:06
1 0

Re: Re: Re: Die Schweiz macht alles besser als Österreich!

Ganz richtig. Endlich einmal jemand, der Vorurteile und Stereotypen durch einen gesunden aufgeklärten Verstand und Realitätssinn zu ersetzen vermag.

Antworten Gast: blaha
08.09.2011 15:10
2 1

Jeder Sparer findt sein Zehrer

Die Schweiz und die Schweizer sparen für sich selbst, wir sparen im Interesse der PIIGS.

Gast: Maria Scharapova
08.09.2011 14:38
6 0

Fängt endlich an die Schweiz zu kopieren ihr ignoranten Bonzen!

Und zwar in jeglicher hinsicht. Ausser dem Schmäh vielleicht!

Antworten fefe
09.09.2011 12:09
0 0

Re: Fängt endlich an die Schweiz zu kopieren ihr ignoranten Bonzen!

Ja, der Wiener Zentralfriedhof ist zwar halb so groß aber doppelt so lustig wie Zürich.

Ein neutrales Land wären wir ja gewesen. Die lieben Politiker fanden das überholt. Wir mussten unbedingt in die EUdSSR und alles von Schilling bis Neutralität aufgeben. Auch die anonymen Sparbücher. Sollte ja alles bleiben laut der Propaganda vor der EU-Wahl.

Antworten Helvetier
08.09.2011 15:25
1 0

Re: Fängt endlich an die Schweiz zu kopieren ihr ignoranten Bonzen!

Bezüglich "Schmäh" muss ich Ihnen zustimmen... :-)

Grüsse.

 
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