Euro-Ende käme teurer als Euro-Rettung

08.09.2011 | 18:25 |   (Die Presse)

Etwa 1000 Euro würde die Pleite von Griechenland, Irland und Portugal jeden deutschen Bürger kosten. Euro-Austritt wäre weit teurer, rechnen zwei Banken vor. Aber auch Anhänger eines "Nord-Euro" machen mobil.

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Wien/Red./Hie. Soll man Griechenland retten? Soll man möglicherweise auch Portugal, Irland oder gar Spanien vor dem finanziellen Ruin bewahren oder doch eher pleitegehen lassen? Zwei Studien beantworten diese Frage aus finanzieller Sicht recht eindeutig: Für die Mitgliedstaaten zahlt sich eine Rettung der angeschlagenen Staaten aus.

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Auch die Diskussion über einen Ausstieg finanzstarker Staaten aus dem Euro und die Gründung einer neuen Währung ist demnach nicht so attraktiv, wie es sich für manche Ökonomen anhört: Einen Staat wie Deutschland würde ein solcher Schritt volkswirtschaftlich bedeutend mehr kosten als eine Pleite mehrere Mitgliedstaaten, schreiben Analysten der Schweizer Bank UBS.

 

Austritt kostete jeden 8000 Euro

Die Schweizer UBS-Experten, angeführt von Stephane Deo, haben anhand von mehreren Szenarien die Kosten des Euroausstiegs errechnet. Würde beispielsweise Deutschland die D-Mark wieder einführen, würde das zu einem enormen Wertanstieg dieser Währung führen (ähnlich wie beim Schweizer Franken). UBS rechnet mit „40 bis 50 Prozent gegenüber dem Euro“.

Das wäre den Autoren zufolge ein tödlicher Schlag für viele exportorientierte Unternehmen. Steigt die Gefahr von Firmenpleiten, dann steigen auch Zinsen. UBS schreibt in der Untersuchung von 200 Basispunkten (zwei Prozent). Zu den Firmenpleiten und der steigenden Arbeitslosigkeit käme, dass sich die Banken rekapitalisieren müssten. Und dafür müsste wiederum die nationale Regierung einspringen.

Unterm Strich würde das Kosten von 6000 bis 8000 Euro pro Person im ersten Jahr verursachen, zwischen 3500 und 4500 Euro pro Person in jedem folgenden Jahr. Umgerechnet auf das Bruttoinlandsprodukt wäre das ein Einbruch von 20 bis 25 Prozent. Eine Pleite von Griechenland, Irland und Portugal würde dagegen nur mit einmalig 1000 Euro pro Person zu Buche schlagen.

Noch dramatischer wären laut der Schweizer Bank die Folgen, wenn ein finanziell schwaches Land aus der Gemeinschaftswährung austritt. Das würde seine Pleite bedeuten. Dann würden laut UBS-Szenario die Banken kollabieren, der Handel sich halbieren. Die Kosten für das Land beliefen sich auf 9500 bis 11.500 Euro pro Person: Die Wirtschaftsleistung würde um 40 bis 50 Prozent einbrechen.

Dass sich die Beibehaltung des Euro für die Mitgliedsländer auszahlt, glaubt auch die staatliche deutsche Bankengruppe KfW. Die Währung habe Deutschland in den vergangenen beiden Jahren einen Wohlstandsgewinn von 50 bis 60 Milliarden Euro gebracht, schreiben KfW-Volkswirte in einer „Abschätzung des quantitativen Vorteils des Euro für Deutschland gegenüber einer fiktiven D-Mark“. Die Exportwirtschaft profitiere etwa dadurch, dass der Euro weniger stark aufwerte als diese fiktive Mark. Zudem wären die Zinsen in den vergangenen beiden Jahren höher gewesen, wären sie allein von der Bundesbank mit Blick auf die deutsche Situation festgelegt worden.

Das Resümee von KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch in der „Frankfurter Rundschau“: Es sei eindeutig „kostengünstiger, die konditionierten Rettungsmaßnahmen fortzusetzen sowie die Institution der Währungsunion zu reformieren, als die Eurozone auseinanderbrechen zu lassen“.

Trotz dieser Warnungen suchen manche Experten das Heil für die starken Länder außerhalb des Euro. Etwa Hans-Olaf Henkel, Ex-Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, der eine Teilung der Währungsunion in Nord und Süd fordert. Unter dem Arbeitstitel „Nordeuro“ soll Deutschland gemeinsam mit Österreich, den Niederlanden und Finnland – und vielleicht auch den Nicht-Euroländern Schweden, Dänemark und Tschechien – eine neue Währung gründen. „Wenn es möglich war, aus 17 Einzelwährungen eine zu machen, sollte es auch möglich sein, aus einer Währung zwei zu machen“, schreibt Henkel in der „Welt“. Die Vorteile seien offensichtlich: Die Deutschen müssten die Währungsunion nicht gegen die Transferunion tauschen und könnten sich wieder den eigenen Problemen zuwenden.

 

Nur Minderheit für „Nord-Euro“

Und die Kosten? Es sei zwar richtig, dass ein Nordeuro, der ja gegenüber dem südlichen Konterpart sofort aufwerten würde, die Exporte belasten muss. Henkel wendet aber ein, dass 45 Prozent der Wertschöpfung, die in deutschen Exportprodukten enthalten ist, vorher importiert wurde. Diese Einfuhren würden durch eine Aufwertung günstiger, was den Nachteil wieder teilweise ausgleichen würde.

Möglicherweise liebäugelt bereits der eine oder andere Staat mit der Idee, andere aus dem „harten Euro“ auszuschließen. So sagte etwa Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble am Donnerstag, dass es Griechenland überlassen sei, „ob es die Konditionen erfüllt, die für eine Mitgliedschaft in der Gemeinschaftswährung notwendig sind“. Offiziell plädieren aber nur wenige für den „Nordeuro“ – auch in Österreich. Hier spricht sich vor allem einer für eine Währung unter Ausschluss der „Olivenländer“ und Frankreichs aus: BZÖ-Chef Josef Bucher.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2011)

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237 Kommentare
 
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Raus aus dem Euro!

Lasst uns endlich wieder autonom wirtschaften ,wieso lassen wir uns von ahnungslosen Politikern in diesen Irrsinn zwingen?Österreich w a r ein wirtschaftlich gut funktionierender Staat,-es ist allen besser gegangen als jetzt!!!
Wieso werdn wir verschuldet um den Pleitestaaten Schulden zu bezahlen?
Auch wenn der Ausstieg teuer kommt, ein Festhalten an dem Chaos das täglich ärger wird führt in den absoluten Ruin!

Gast: Grüner Kacktus?
13.09.2011 08:06
1

Die Frechheit

daran ist, dass die Banken fix damit rechnen wieder Steuergeld zu erhalten um sie zu "retten". Traurigerweise werden deren Lakaien in den Regierungen auch genau dies machen.

Man sollte es darauf ankommen lassen diese Blödsinnswährung, die nur wenigen nützt aufzugeben. Bei der Einführung war man ja auch fahrlässig und hat trotz unkalkulierbarer Risiken den Schmarrn eigeführt.


Gast: radius
11.09.2011 08:32
1

Eine mehr als unseriöse Betrachtung von Interessensträgern.

Es wird uns durch die Fehlentscheidungen der Politikerbonzen, nun soll ja auch noch der "mittelmäßige Ökonom" Asmussen, ein SPD-Politiker und Taschenträger in die EZB gespült werden als Nachfolger von Jürgen Stark, mit jeder weiteren Entscheidungen nur mehr noch teurer werden.
Doch die Südmafia freut sich auf den Gewinn im Norden. Ohne Zutun bezahlen wir Trotteln für diese Länder, damit die sich dann bei uns einkaufen können.

Wacht auf, nehmt Eure Agenden in die Hand und denkt einmal in Eurem Leben realunternehmerisch, verschwendet das Geld nicht im Konsum. Das Wichtigste fallt nicht auf die schleichende Verplanung durch kommunistische Untertriebe rein.

Faire Marktwirtschaft, Subsidiarität und Föderalismus sind Werte, die es zu verteidigen gibt.

Gast: Hemingway
10.09.2011 06:49
4

Wo sind denn die, die damals aus Geldgier und Dummheit für diese EU gestimmt haben ?

Nun will es keiner gewesen sein.

Kluge Menschen waren schon immer gegen diese Mafia und haben vorgesorgt....

Gast: Hemingway
10.09.2011 06:41
7

Europa und den Euro kann man vergessen.

Die Österreicher(innen) wurden in diesen diktatorischen Verein gelockt, damit sich Politiker, Manager und Bankster unrechtmäßig bereichern können.

"...rechnen zwei Banken vor."

Êin Schelm, wer hier Böses denkt. ;-)

http://www.banken-volksbegehren.at

Ich traue dieser Analyse nicht

Sie geht davon aus, daß Deutschland alleine austritt und der Euro mit den anderen Mitgliedsländern so bestehen bleibt.
Das wird es aber nicht, denn andere Länder würden folgen und somit würde der Wertabfall gegenüber der DM wegfallen.
Ich glaube eher, daß der Euro den Deutschen mit der Brechstange weiterhin schmackhaft gemacht werden soll.
Es ist durchaus möglich, daß es am Anfang währungspolitische Tendenzen gibt, aber diese sind überschaubarer und regulierbarer als die ständig neuen Rettungspakete gegenüber anderen Euro-Ländern.

Durchaus möglich

Das Rechenmodell der USB Bank in Ehren und s mag durchaus seine Richtigkeit haben, nur vergisst man immer nur auf die wichtigste Tatsache schlechthin hin zu weisen, nämlich: der Euro ist nicht mehr zu retten und so, wie sich dieses Rettungsschirme präsentieren schon gar nicht. Ich habe schon mehrmals darauf hingewiesen, dass in Griechenland auch der dümmste Politiker bereits geschnallt hat, dass die EU Griechenland braucht und daher der Geldfluss in dieses Land einfach nicht versiegen darf.
Daher steht in Griechenland - trotz anders lautender Verträge und Abkommen alles still. Keine Reformen, keine Privatisierungen auf der einen Seite und unrealistische Sparforderungen auf der anderen. Dort hat man schon längst begriffen, dass man nur etwas jammern muss und das Geld der EU kommt. Die EU bricht sogar ihre Verträge nur um das Geld für Griechenland aufzutreiben und trotzdem schlittern wir immer tiefer in eine Wirtschaftskrise, deren Ausmaß noch gar nicht richtig abgeschätzt werden kann. Eine Eurorettung unter diesen Vorzeichen ist also gar nicht möglich.
Die Frage sollte daher nicht sein ob man den Euro retten soll oder nicht, sondern wann der günstigste Zeitpunkt (der ist übrigens schon vorbei) wäre, aus zu steigen. Und da gibt es auch eine klare Antwort: Lieber gestern als heute oder morgen.

Gast: Scheingeld
09.09.2011 19:40
7

schon eine 150 Jahre alte Weisheit !

„Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System gegen sie arbeitet.“ (Gebrüder Rothschild, London, 28. Juni 1863 an US-Geschäftspartner)

...viele Grüße von der Finanzaristrokratie....wir siegen immmer!

Gast: Karl Huber
09.09.2011 19:04
3

Nix davon in der "Wirtschaftszeitung" Presse??

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13595940/Der-Rueckzug-ist-eine-Ohrfeige-fuer-EZB-Chef-Trichet.html

Na eh net so wichtig für Faymann und Co. Die werden des schon richten...

Antworten Gast: guesto
09.09.2011 20:33
1

Re: Nix davon in der "Wirtschaftszeitung" Presse??

ja, na es ist natürlich viel schwerwiegender, wenn eine Frau Marek
zurücktritt.... deshalb ist sicher auch die Börse erschüttert worden! Sowas muss eine Topmeldung sein!

Völlig falsche Annahmen führen zu einem falschen Ergebnis!

Die Annahme, dass nicht Griechenland, sondern Deutschland aus dem Euro ausscheiden sollte, ist absurd!

Was heißt: "zahlt sich eine Rettung der angeschlagenen Staaten aus"? Niemand hat eine Vorstellung, wie ein angeschlagener Staat ohne Schuldenschnitt und Währungsabwertung "gerettet" werden könnte!
Der Euro-"Rettungsschirm" rettet oder bessert gar nichts! Hier werden nur mit astronomischen Summen, für die sich die Euro-Staaten, die noch Kredit haben, noch zusätzlich verschulden müssen, die Kurse wertloser Staatspapiere manipuliert, um die Zahlungsunfähigkeit dieser Staaten zu verschleiern. Ein Privater würde für eine solche Konkursverschleppung ein paar Jahre ins Gefängnis wandern!
Zusätzlich wird die ohnehin schwache Wirtschaft Griechenlands mit einem aufgezwungenen "Sparpaket" völlig ruiniert. Dadurch bricht das griechische BIP und das Steueraufkommen ein, Griechenland muss deshalb, anstatt seine Lage zu verbessern, seine Verschuldung noch viel schneller als sonst vorantreiben!
Diese hirnlose Politik ist das Gegenteil einer Rettung und nur ein Fass ohne Boden mit unabsehbaren Kosten!
Natürlich ist ein Austritt Griechenlands mit schmerzlichen Einbussen für andere verbunden, aber eine lebensrettende Amputation ist eben immer schmerzhaft und auch nicht ohne Risiko!


Wie würde das technisch ablaufen?

Wenn die Euros in Nord€ umgetauscht werden?
Würde das automatisch 1:1 passieren?
Oder wäre gleich eine Währungsreform fällig?
10 € für einen Nord€ oder so ähnlich?

50% Aufwertung gegenüber allen anderen Währungen? Welcher Nonsens. Der Nord€ wäre genauso eine Fiat-Money Währung wie der CHF, der USD und der EUR.

Käme diese Aufwertung wirklich, wären die nächsten Pleitestaaten vermutlich die NordEU Länder.

Gast: Big Spender
09.09.2011 18:07
4

Euro-Ende käme teurer als Euro-Reetung

Die Presse füllt zwar mit dieser UBS Analyse fast die ganze Titel-Seite, lässt aber 3 Fragen offen:
1) Wie stark ist das UBS Eigen-Interesse an einer Euro-Rettung (UBS Anleihen, Forderungen an PIIGS Staaten in Milliarden-Höhe)?
2) Würden sich UBS bzw. die Schweiz an einer Euro Rettung beteiligen?
3) Nachdem UBS die Rettungskosten exakt pro Kopf (deutschem?) analysiert hat, wird sie ja auch bestimmt ein wunderschönes Rettungskonzept dazu entwickelt haben (wie die Ergebnisse bisher gezeigt haben, tun's ja Transfers alleine nicht.

das übliche lari-fari, man kann es nicht mehr hören

gr-rettung hat nichts mit einer eur-rettung zu tun. retten die usa den usd wenn sie einen bundesstaat auffangen?

gr ist nach allen ökonomischen regeln pleite, aber die eu-politik wll es es zugunsten der priv. gläubiger nicht zulassen (und zwar den wirklich schweren haircut).
damit die bilanziell nichts oder nur weniger von diesen forderungen abschreiben müssen werden die im kreis gedreht, die gläubiger ausgetauscht (privat auf öffentlich) verlängert, dafür mit unserem geld garantiert etc etc.
das heißt dann eur (!) - "rettungspaket"

und hat mit dem eur - den dabei keiner je retten musste - konkret zu tun: nichts!

so wird das nichts werden mit europa,
nicht mit solchen figuren wie angie "alternativlos" und dem komplexler sarko an der spitze

Antworten Gast: Rotstift
11.09.2011 06:28
0

Re: das übliche lari-fari, man kann es nicht mehr hören

Wann endlich jagen wir die unfähigen PolitikerInnen zum Teufel?
Wann endlich erwachen die ÖsterreicherInnen und protestieren gegen die ineffiziente Verjubelung ihrer Steuern?
Wo sind die Aufmüpfigen, die endlich Experten statt Diletanten /Diletantinnen fordern? - Solche, die sich nicht von Angie und Co einreden lassen, dass ihre Vorschläge (eigentlich sind es jene der Banken) nur zu unser aller Bestem sind?

Gast: pächter der wahrheit
09.09.2011 16:08
6

Ich glaub der UBS (und allen anderen Banken) kein Wort

Durch die Möglichkeit aus nichts Geld zu schaffen und im Falle der Uneinbringlichkeit dieses gegen die Sicherheiten in reales Vermögen zu tauschen bringt die Banken in eine komfortable Position; auch die staatlichen Rettungsmassnahmen retten eigentlich die Banken und nicht GR, PO oder IRL.

Alle Schuldner (und viele haben einen Kredit) könnten den Banken selbst ein Schnippchen schlagen in dem die Staatenhilfe einfach versagt wird. Dann würden zwar die Sparer auch verlieren, wären aber durch nationale Einlagensicherungen geschützt.

Re: Ich glaub der UBS (und allen anderen Banken) kein Wort

Ja, primär werden wohl die Banken gerettet. Das Schließen einer Bank und Auszahlen der Sparguthaben - mit der Möglichkeit auch die Einnahmen aus den Darlehen zu haben - wäre sicherlich die billigere Lösung. Die Spekulanten gehen dann leer aus, aber das wussten die im vorhinein.

Dass Banken aus Nichts Geld schaffen ist freilich ein im Internet auf den einschlägigen Websites mit Begeisterung verbreiteter Unfug. Die jeweilige Nationalbank resp. EZB kontrolliert die umlaufende Geldmenge. Wenn eine Bank ein Darlehen gibt muss sie sich dafür Geld leihen wenn sie es - wie typischerweise - nicht selbst hat.

Dass Banken Geld aus dem Nichts schaffen ist Fakt.

Die Deutsch Bundesbank sollte es wissen - oder?
Bitte bilden Sie sich!

http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_gesamt.pdf

It's easy to solve

Sehr richtig
Diese Krise hat ihren Ursprung im Bankensystem und dem damit verbundenen Geld-System

Banken sind in der Lage, Wert aus dem "nichts" zu erschaffen.

100€ werden in der Bank angelegt, die Bank zahlt 1% Zins und verleiht 1000€ um 6%, diese 60€ Gewinn werden wieder verzinst und es werden abermals 600€ verliehen (multiple Wertschöpfung) - da dieser "Zinsgewinn" aber eigentlich keinen Gegenwert hat - quasi gar nicht existiert - würde ein Geldsystem welches durch Gold- und Silberreserven gedeckt wäre, nicht funktionieren. (Gold und Silber lässt sich nämlich nicht so einfach vermehren)

Die Probleme der EU lassen sich theoretisch recht trivial lösen:
Banken dürfen keine multiple Wertschöpfung betreiben und unser Geld muss stärke an reale Vermögenswerte geknüpft werden.

Alle ziehen über Griechenland Portugal etc. her, als ob wir so viel besser dastehen würden mit 80%+ BIP Verschuldung, bei uns dauert es halt noch ein paar Monate bis wir dort angekommen sind wo andere bereits sind .....

Gast: F a l c o
09.09.2011 15:05
0

Nur wer sich retten tut

der hat zum Untergang kan Mut. Und solchen Leuten wird noch immer vertraut. Einfach mutlos.

Gast: Nochmal
09.09.2011 14:06
1

Irrtümer

Einige Grundgedanken des Artikels sind fehlerbehaftet. Dies betrifft vor allem die aufgezählten Einsparungen durch den Euro. Zu verhindern, dass eine Währung aufwertet, verbilligt tatsächlich kurzfristig (als Primäreffekt) den Export im Vergleich zur Aufwertung, mittel- bis langfristig überwiegen aber die positiven strukturellen Effekte der Hartwährungspolitik; zudem ermöglicht die harte Währung die Expansion ins Ausland (Akquisition).

Vor allem aber: die Behauptung, dass Deutschland sich Zinsen "spare", weil in einem Nord-Euro die Zinsen höher wären, ist in ihrer Naivität schon gefährlich. Ein der Lage der deutschen (und österreichischen) Wirtschaft angemessener Zinssatz wäre tatsächlich höher - wir sparen und durch die niedrigen Zinsen nichts, im Gegenteil: wir produzieren Bubbles im Inland. Wäre alles wirklich so einfach, dass es mit niedrigen Zinsen allen besser geht (dann sparen ja alle), warum lassen wir dann nicht einfach alle Zinsen für alle Zeiten bei 0 und alle sind glücklich?

Re: Irrtümer

Man hört diesbezüglich nur noch Propaganda-Schwachsinn. Welche Bevölkerung würde das wohl als Gefahr ansehen, wenn ihr Geld hoch bewertet ist. So ein Blödsinn. Deutschland ist mit der stabilen DM Export-Weltmeister geworden. Wir haben in allererster Linie Fremdenverkehr. Die halbe Welt will nach Österreich auf Urlaub; für alle war ja noch nie Platz, also war das sowieso immer schon teuer.

Das soll uns dafür weichklopfen, dass wir uns freuen, wenn der Euro dann abgewertet wrden muss, was wohl absehbar ist, nachdem wie mit erst zu druckendem Geld um sich geworfen wird.

Gast: VWL Basis
09.09.2011 14:01
1

Argumentationsfehler

Einige Grundgedanken des Artikels sind fehlerbehaftet. Dies betrifft vor allem die aufgezählten Einsparungen durch den Euro. Zu verhindern, dass eine Währung aufwertet, verbilligt tatsächlich kurzfristig (als Primäreffekt) den Export im Vergleich zur Aufwertung, mittel- bis langfristig überwiegen aber die positiven strukturellen Effekte der Hartwährungspolitik; zudem ermöglicht die harte Währung die Expansion ins Ausland (Akquisition).

Vor allem aber: die Behauptung, dass Deutschland sich Zinsen "spare", weil in einem Nord-Euro die Zinsen höher wären, ist in ihrer Naivität schon gefährlich. Ein der Lage der deutschen (und österreichischen) Wirtschaft angemessener Zinssatz wäre tatsächlich höher - wir sparen und durch die niedrigen Zinsen nichts, im Gegenteil: wir produzieren Bubbles im Inland. Wäre alles wirklich so einfach, dass es mit niedrigen Zinsen allen besser geht (dann sparen ja alle), warum lassen wir dann nicht einfach alle Zinsen für alle Zeiten bei 0 und alle sind glücklich?

Gast: Hr. Univ. Prof. DrDr u.s.w.
09.09.2011 13:51
7

Themaverfehlung, Nicht Genügend, Setzen!

Abgesehen von den Unwägbarkeiten, die in diesen Szenarien auf wundersame (ideologische)Weise wägbar/quantifizierbar werden, berücksichtigen sie weder die bisherige noch die künftige Dauersubventionierung der diversen Griechenländer.

Selbst der Hausverstand der Mizzitant, demzufolge ein Ende mit Schrecken immer noch besser ist als Schrecken ohne Ende, ist diesen Bankfuzzis um Klassen überlegen!

 
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