Oettinger: EU soll griechische Steuern eintreiben

09.09.2011 | 07:58 |   (DiePresse.com)

Nach dem EU-Energiekommissar sollen qualifizierte EU-Beamte Beratung und Hilfe bei der Verwaltung geben und den vor Ort "Schlendrian beenden".

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Nach dem Willen von EU-Energiekommissar Günther Oettinger sollen künftig EU-Beamte in Griechenland den Staatsbesitz privatisieren und die Steuern eintreiben. "Es wäre am besten, wenn qualifizierte Beamte aus den übrigen EU-Staaten zur Beratung und Durchführung der Verwaltung für einen längeren Zeitraum in Griechenland tätig würden", zitierte die "Bild"-Zeitung Oettinger in einem Vorabbericht. "Sie könnten ohne Rücksicht auf Widerstände agieren und den Schlendrian beenden." Wer Solidarität einfordere, müsse auch bereit sein, einen Teil der Verantwortung auf Zeit abzugeben.

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Hauhaltshoheit von Schuldenstaaten an EU

Zugleich schlug Oettinger vor, dass Schuldensünder ihre Haushaltshoheit auf Zeit an die EU abgeben sollten. "Das wäre eine echte Zumutung für jede Regierung und würde übermäßige Schuldenmacher ausbremsen." Zudem sei auch denkbar, die Flaggen von Schuldensündern vor EU-Gebäuden auf Halbmast zu setzen.

Griechenland hat erneut Schwierigkeiten, die geforderten Einsparungen und Reformen umzusetzen, um die nächste Kredittranche aus dem Rettungsprogramm der Euro-Zone ausgezahlt zu bekommen. Die deutsche Regierung droht offen mit einem Stopp der Hilfen.

Die Troika aus EU-Kommission, der Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF), die quartalsweise kontrollieren, ob Griechenland sich an die Auflagen hält, war vergangene Woche vorzeitig aus Athen abgereist, nachdem die Regierung nicht die notwendigen Reformen und Einsparungen vorweisen konnte.

(APA)

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36 Kommentare
 
12
Gast: Feuervögelchen
10.09.2011 19:16
1

.. ist das Schwäble mit dem perfekten Englisch?

Der weggelobte Vollkofer aus Deutschalnd?


Gast: Bärenfalle...
10.09.2011 17:34
1

Da braucht jeder EU-Finanzer in Griechenland

aber eine bewaffnete Eskorte der GSG9...

Gast: ara
10.09.2011 00:57
2

am erfolgreichsten beim eintreiben von außenständen

ist die organisierte kriminalität.

herr ötti könnte sich ja bei den unterweltbossen schlaumachen, wie das geht. das erhöht bestimmt die energieeffizienz der kommission.
umso eher kann er die atomkraftwerke stilllegen. und wenn er das glühbirnenverbot aufhebt und statt dessen quecksilber- oder sonst giftige lampen verbietet, zahlen vielleicht ein paar leut freiwillig wieder ihre steuern.

Antworten Gast: Max Habersatter
11.09.2011 06:58
0

Re: am erfolgreichsten beim eintreiben von außenständen

Sie vergessen dabei, dass die EU selbst eine Form der organisierten Kriminalität ist.

Gast: Fliegenpilz
09.09.2011 23:59
1

Zudem sei auch denkbar, die Flaggen von Schuldensündern ...

....vor EU-Gebäuden auf Halbmast zu setzen.

Wäre vorsichtig mit solchen Aussagen Herr Oettinger....Politikersünder würden sicher bei "Vollmast" flattern.......

Gast: pächter der wahrheit
09.09.2011 20:44
1

Der braucht grad reden

In Deutschland hat die die Wirtschaftslobby durchgesetzt, dass besonders "erfolgreiche" Steuerfahnder in Wiesbaden auf Grund von psychischen Schäden (Manie) in Frühpension geschickt wurden.

Natürlich schauts in GR und IT besonders wild aus. Aber die Politik in AT und DE war bisher nicht besonders engagiert in der Verfolgung von Finanz-, Korruption- und Steuerdelikten. Zumindest nicht bei grossen, einflussreichen "Sündern".

Alle sind vor dem Gesetz gleich - eine der ersten Lügen in der Verfassung. Die Zweite ist: Die Macht geht vom Volk aus.
Und die Leut glauben das noch immer.
Genau die Mähr von der Stabilität durch die Sozialpartnerschaft. Eine Selbsterfüllende Prophezeiung triffts eher.

Gast: check
09.09.2011 20:16
8

Griechenlands "Wirtschaft" besteht zu 90% aus Staatsangestellten in Staatsbetrieben


Es bleiben also 10% Privatwirtschaft, die neben der defizitären Staatswirtschaft auch noch die Millionen Beamten, Pensionisten und Sozialhilfeempfänger zu tragen haben.

Dass dies nicht funktionieren kann zeigt ja die Entwicklung der Schulden.

Griechenland hat 2011 auch OHNE SCHULDENTILGUNG UND ZINSENDIENST um 5 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen!

Die sind einfach Pleite! Strukturell! Insolvent!

Das kann nicht von Außen mittels Auflagen geregelt werden, sonst gibts Bürgerkrieg. Denn in Griechenland herrscht nach wie vor die Meinung, man habe nichts falsch gemacht und "die EU" sei Schuld an der Megaverschuzldung.

So hart es klingt: Die Griechen müssen ganz auf sich allein gestellt wieder in diejenige Armut zurückfallen, die ihrer tatsächlichen Wirtschaftsleistung entspricht! Nur so wird auch tatsächlich reformiert!

Antworten Gast: EFF EFF
10.09.2011 04:51
1

Re: Griechenlands "Wirtschaft" besteht zu 90% aus Staatsangestellten in Staatsbetrieben

Wenn's nach Oettinger geht, kommen jetzt noch 1% Staatsangestellte aus der EU-Bürokratie hinzu.

Gast: hasta_la_vista
09.09.2011 19:52
0

schickts die Schotter-Mitzi

dann geben die Griechen noch viel mehr her - nur um sie nicht mehr sehen zu müssen ......

Ich habe kein besonderes Mitleid mit den Griechen,


sie haben sich ihre korrupte Regierung (wie die Österreicher) selbst gewählt.

aber die diese Requirierungsaktion erinnert an die sozialistischen Kommissare der Sowjetunion. Diese haben in den Dreißigerjahren die Ukraine und Kasachstan ausgeplündert und Millionen Tote hinterlassen.

Gewiss, das ist ein extremer Vergleich, aber die Diktion, die Sprache der EU-Kommissare zeigt erschreckende Parallelen.

Last Griechenland gehen, raus aus der EU und raus aus dem Euro, aber raubt es nicht aus und versklavt es nicht.

Gast: rosarotes Zirkuspferd
09.09.2011 19:39
6

Ich spendier dem Öttinger Ruderboot, Wanderschuhe und ne schniecke Karnevalsuniform aus dem Gadaffi Nachlass, die beim Stechschritt unten rum nicht scheuert.

Wieviel bekommt der Kapazunder eigentlich monatlich von unserem Geld?

(19.910 Euro Brutto erhalten plus ca. 3600 Euro Zulagen

http://www.express.de/news/politik-wirtschaft/oettinger--5270-euro-pension-gesichert/-/2184/1152106/-/index.html :)


EU Battle Group nach Griechenland entsenden

und mit dem Sauhaufen aufräumen. Wer seine Steuern nicht bezahlt, wird festgenommen.

Die Griechen zahlen dem eigenen Staat keine Steuern,

da werden sie der EU schon gar keine zahlen. Zusätzlich ist es dann auch noch eine nationale Ehre, die Steuern nicht zu entrichten. Nein den Griechen ist nicht zu helfen, so wird das nichts. Schreibt die Schulden einfach ab und überweist jeden Monat 10 Milliarden! Wird natürlich auch wieder nicht reichen, egal! mfg

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Gesucht:
Finanzbeamte mit guten Griechischkenntnissen. Berufserfahrung als Fremdenlegionär, Kamikazepilot oder Geldeintreiber der sizilianischen Mafia ist von Vorteil.

Gast: Gruftmaus
09.09.2011 17:35
2

:D

Etwas einzutreiben ist nicht so gut.
Nönöö.
Fälligzustellende Sicherheiten zu schaffen hingegen wäre wunderbar.
Wohnungen zb. die man entsprechend "neu belegen" könnte....mit "Leuten" die sich hierzulande sowieso nicht wohlfühlen.
Ist doch egal ob Diese nicht Deutsch, oder nicht Griechisch lernen wollen. :D

Dürfen die Kommisare

Während der Dienstzeit Alkohol konsumieren ???
Anders sind solche Aussagen nicht erklärbar.

Gast: Wahrheitssucher
09.09.2011 15:42
3

desasterkapitalismus

EU soll griechischen Staatsbesitz privatisieren?? Gehts noch dümmer? Damit die Reichen noch reicher werden und sowieso keine Steuern zahlen??
Und das wäre eine Einmaleinnahme für den Staat und dann für immer an einen Superreichen verloren..
Das ist Desasterkapitalismus ersten Ranges...Oettinger scheint nichts gelernt zu haben..

Gast: gast_
09.09.2011 15:32
3

und wen schickt er zum eintreiben?

deutsche soldaten

die cavallerie

nato

Re: und wen schickt er zum eintreiben?

Niemand! Nur eine neue, wichtigtuerische Worthülse eines geltungsbedürftigen EU-Bürokraten. Er hat zudem auch noch die Sparte (Energie spricht über Finanz) verwechselt.

Die Griechen sollten über das Wort Ehre etwas nachdenken!

Gegenüber den Türken sprechen die Griechen sehr oft von der Ehre. Die EU haelt aber ganz Griechenland nicht glaubwürdig und möchte die Steuern selber auftreiben. Wenn die Griechen das Wort Ehre noch kennen würden, würden sie kein Tag in der EU bleiben!

Gast: Mamandreou Montecuccoli
09.09.2011 14:34
2

Oettinger: EU soll griechische Steuern eintreiben???

bei dem ganzen Durcheinander(bewusst oder unbewusst?) vergisst man auf die, die für das Chaos HAUPTVERANTWORTLICH sind!
http://www.youtube.com/watch?v=GV3oIZJahaQ

Gast: 1. Parteiloser
09.09.2011 14:21
5

Muahahaha!

Die sicher maximal privilegierten, teilweise mutmaßlich korrupten, EU Beamten sollen in GR Steuern einheben, um diese dann an das Finanzunwesen abliefern?

Der Vollkoffer hat offensichtlich noch gar nicht geschnallt, dass die GR Probleme alleine durch die irren Staatsausgaben kommen. Sogar nach einer Masse von Sparpaketen sind auch um 1. HJ 2011 die Staatsausgaben wieder um gut 5% gestiegen!

Dass die korrupten EU Beamten dann zusammen mit den korrupten GR nur die öffentliche Budgets noch mehr ausräumen ist auch eher wahrscheinlich, als dass es eine Besserung geben wird. Das haben die ja auch die letzten 10 Jahre so gemacht. Diese Versager aus Brüssel passen doch herrlich zu den Versagern in GR.

Es ist doch so, dass es die einnahmenseitigen Sparpakete nicht werden richten können. Die politischen Totalversager müssen endlich wirklich mit den öff. Geldern verantwortungsvoll umgehen. Und das können die Versager in fast allen Staaten der EU nicht.

Oetttinger, die Menschen der Realwirtschaft haben es doch nur satt Euer Totalversagen mit Steuern zu bezahlen, eigentlich können die Menschen das auch gar nicht mehr.

Oettinger bitte zur Kenntnis nehmen, dass das politische Establishment schon total versagt hat und dass spätestens F (56% Staatsausgabenquote) dann den Euro in Luft jagen wird, die EU gleich mit dazu. Ihr hattet die gewaltige Chance einen Nutzen für die Menschen in E zu bringen, Ihr habt aber total versagt wie die Resultate nach mehr als 10 Jahren zeigen.

frueher kamen die steuereintreiber des koenigs

in das haus (traten die tuer ein) und durchsuchten in gestapo manier alles

was ist denn das grund problem - die griechen wollen keine steuern zahlen! das ist auch OK
deutsche haben zb eine andere steuermentalitaet - da zahlt man gerne (auch in oesterreich) mehr als die haelfte seines einkommens, und hat dafuer eine halbwegs passable medizinische und schulische versorgung (nicht "gut" aber besser als gar nichts)

wenn ein volk keine steuern zahlen will, braucht man nur die staatsausgaben an diese mentalitaet anzupassen

die beste steuerquote ist tatsaechlich 0, nur bedeutet viel freiheit auch viel verantwortung.
bei 0 steuerquote kann man nicht dauernd nach dem starken staat schreien, wenn mal etwas nicht passt - da muss man sich auf lokaler ebene organisieren

problematisch ist, dass durch die staendige staats-intervention in jedes leben von jedem einzelnen bereits so viele menschen abhaengig gemacht wurden, dass es wie bei einem drogensuechtigen waere, der versucht das heroin abrupt abzusetzen - die entzugserscheinungen werden grausam sein (aber notwendig, wenn man ueberleben will)

mit einem schlanken staat, wuerden mehrere geringe steuern (auf energie, eine mwst, grundsteuer, etc.) voellig ausreichen, um die staatsausgaben zu decken -das einkommen von unternehmen & privatpersonen direkt zu besteuern waere dann nicht notwendig und die leute koennten die fruechte ihrer arbeit behalten.

Antworten Gast: 43er
09.09.2011 14:33
3

Sorry, aber die Deutschen zahlen NICHT "mehr als die haelfte ihres einkommens"

an die Finanz. Schröder hat zusammen mit Hartz IV eine massive Steuersenkung durchgezwungen. Seither kann man in Deutschland wieder leben. Österreich - das ist allerdings ein Hochsteuerland.

Re: Sorry, aber die Deutschen zahlen NICHT "mehr als die haelfte ihres einkommens"

Schön wärs, aber die Realität ist anders, wie jeden Monat auf meiner Gehaltsabrechnung ersichtlich (und dabei sind die Verbrauchssteuern noch gar nicht dabei). Ob in Ö oder D: der Steuerzahler wird ausgepreßt wie eine Zitrone, um das Geld umzuverteilen und das nun dankt Merkel auch noch EU-weit. Aber die gescheiten Wähler wollen es ja so.

Antworten Gast: Vogel Strauss
09.09.2011 14:18
0

Re: frueher kamen die steuereintreiber des koenigs

Super-Vergleich, das mit dem Drogensüchtigen ... was gibts für ein Geschrei, wenn in Ö über Einsparungen nachgedacht wird ... (Frühpensionen, Hacklerregelung, Gemeindezusammenlegungen ...)
Jedoch, oh Graus - ein schlanker Staat würde bedeuten, dass man sich selber um Sozialversicherung etc. kümmern müsste ... ist das dem durchschnittlichen Ösi, Piefke, Griechen etc. zuzumuten??

 
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