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Griechenland: Rezession noch schlimmer als befürchtet

10.09.2011 | 16:27 |   (DiePresse.com)

Laut dem griechischen Finanzminister Venizelos wird die Wirtschaft heuer voraussichtlich um mehr als fünf Prozent schrumpfen. Ministerpräsident Papandreou will für den Verbleib seines Landes in der Eurozone kämpfen.

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Der griechischen Regierung entgleitet die wirtschaftliche Basis für ihren Sparkurs. Die Rezession übertreffe alle Vorhersagen, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos am Samstag in Thessaloniki. Statt um 3,8 Prozent werde die Wirtschaft dieses Jahr voraussichtlich um mehr als fünf Prozent schrumpfen.

Trotz der miserablen Wirtschaftsdaten betonte Venizelos, dass die Regierung alles unternehmen werde, um die Zusagen an ihre Geldgeber einzuhalten. Das Land werde alle Kritiker widerlegen, die sagten, Griechenland gehöre nicht in den Euro.

Papandreou: Für Verbleib in Eurozone kämpfen

Auch Ministerpräsident Giorgos Papandreou betonte am Samstag, sein Land wolle für einen Verbleib in der Eurozone kämpfen. "Unsere oberste Priorität ist ein sicherer Kurs, um das Land vor dem Bankrott zu retten", sagte er laut Redetext auf einer Veranstaltung in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki. Den internationalen Geldgebern sicherte er zu, alles Erforderliche zu tun, um die ihnen gegebenen Zusagen zu erfüllen. "Wir haben uns entschieden, die Schlacht zu schlagen, um ein Desaster für das Land und sein Volk zu verhindern und im Euro zu bleiben", sagte Papandreou.

Zurzeit ringt die Regierung in Athen mit den anderen Euro-Ländern und dem IWF um die Auszahlung der sechsten Tranche von acht Milliarden Euro aus dem ersten Hilfspaket. Ab Oktober soll der provisorische Euro-Rettungsschirm EFSF das Land mit einem zweiten Rettungspaket von weiteren rund 110 Milliarden Euro über Wasser halten. Ob die zugesagten Sparmaßnahmen eingehalten werden können, steht in den Sternen. Mit der Konjunktur brechen auch die Steuereinnahmen weg und steigen die Sozialkosten.

(Ag.)

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83 Kommentare
Gast: globetrotterneu
11.09.2011 00:24
2 2

dumm und dümmer

was hat die eu geglaubt wenn man löhne kürzt wird mehr ausgegeben das hätten sie gerne geht aber voll an der realität vorbei.löhn kürzung ist = gleich weniger steuereinnahmen und so kann grichenland keine schulden zurückzahlen.

Gast: Wo ist denn der Pinocchio?
11.09.2011 00:16
3 0

Herr Josef Pröll......

......ich hoffe sie sind schon wieder gesund und können das Geschäft/Griechenlandhilfe-Hypo-Kommunalkredit für die österreichischen Steuerzahler miterleben und geniessen.....

Gast: Abhausien bei Timelkam
11.09.2011 00:08
0 0

adiós dinero........

.....Wieviel ist eigentlich eine Schottergrube wert???

Antworten Gast: Griechenlandfan
11.09.2011 09:01
1 0

Re: adiós dinero........

Die Schottergrube ist so viel wert, wie das, was man aus der Schottergrube herausholt, weil der Schotter an sich nichts wert ist. Der Gewinn entsteht erst dadurch, dass man das Material bearbeitet und zu den Baustellen bringt.

Wenn der Unternehmer seinen Arbeitern Lohn bezahlt für eine Arbeit welche die Arbeiter gar nicht geleistet haben, wird der Unternehmer bald abhausen.
Der Unternehmer kann das Unternehmen retten, indem er einen Teil der Schottergrube verkauft und die Arbeiter entlässt (v.a die welche lieber streiken anstatt zu arbeiten und glauben für ihr Nichtstun auch noch Geld zu bekommen.

Die Griechen haben statt Schottergruben viele Schotterhaufen die aus dem Wasser herausschauen. Sie können diese Schotterhaufen an Menschen verkaufen, die etwas daraus machen. Damit könnte Griechenland sich retten. Aber nur herumzuschrein, dass man das Familiensilber nicht verkaufen wolle, gleichzeitig aber viel zu vielen Menschen ein Gehalt auszuzuahlen für das keine Gegenleistung kommt, das wirds nicht spielen.

Gast: noName
11.09.2011 00:03
2 2

.

Raus aus der Eurozone? Okay die anderen werden dan folgen zb. Italien, Spanien, Portugal usw. Dan kaufen diese Länder auch keine Produkte aus der Eurozone mehr weil es zu teuer ist in Euro. Dan gehts auch mit euch bergab.

Antworten Gast: Herbert H.
11.09.2011 09:23
1 0

Ich hatte nichts vom Binnenmarkt - er wird mir nicht fehlen

Ich habe in den Jahren 2005-2009 ein Gesamteinkommen von € 119.000 als Einpersonenunternehmen erzielt ("Einkünfte aus Gewerbebetrieb"). Der Umsatz lag natürlich höher. Nach Abzug von Sonderausgaben verblieb ein versteuerbares Einkommen von € 101.537.

Die Einkommenssteuer dafür (nach Abzug der Betriebsausgaben und Abschreibungen) betrug € 17.200. Allerdings lagen die Forderungen der SVA bei € 35.600, da die SVA-Vorschreibungen zwar die Steuer, aber nicht die SVA-Bemessung reduzieren. Im Gegenteil: Die SVA-Forderungen werden auf den Betrag der „Einkünfte aus Gewerbebetrieb“ hinzuaddiert, wodurch sich erst die SVA-Bemessung ergibt. (Beachte dass die SVA-Beiträge doppelt so hoch wie die Einkommenssteuer sind).

An Steuern und SVA-Abgaben 2005-2009 bezahlte ich somit insgesamt € 52.778 (von einem Einkommen von € 101.537)

Es verblieben also € 48.759 als Nettoeinkommen für 60 Monate, oder € 812 netto pro Monat, (mit Anforderung auf PKW-Nutzung, Stress, u.ä.).

Der Zeitraum 2005-2009 ist durch die Betriebsauflösung Ende 2009 abgeschlossen und wird dadurch perfekt überschaubar. Die ansonst trickreichen und verzögerten nachträglichen „Berichtigungen“ (also die Nachforderungen) der SVA, die immer erst Jahre später eintrudeln, sind in diesem Intervall inkludiert (da alle SVA-Forderungen beglichen wurden), sodass sich ein perfektes Gesamtbild ergibt.

Mein Ratschlag an alle kleinen Selbständigen: Macht Sozialhilfe und lasst Euch nicht länger ausnehmen.

Antworten Gast: Brennstein2
11.09.2011 08:48
0 1

Re: .

So ein blödsinn.

Antworten Gast: radius
11.09.2011 08:39
1 0

Sich nicht von einem Ertrinkenden zu lösen, ist lebensgefährlich.

Die Instrumente für Griechenland heißen Abwertung und Haircut, nichts anderes wird den Griechen helfen. Denn so werden wir alle gemeinsam ersaufen, ich persönlich ersaufe lieber allein.

Antworten Gast: Bärenfalle...
11.09.2011 07:05
1 0

Re: .

Jemanden einen Kredit zu geben .. damit dieser meine Produkte kaufen kann.

Das ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell.

Wobei wir da gar nicht bis nach Griechenland müssen, reden wir mal über die 250 Milliarden Sparguthaben der Österreicher welche im Ostblock, Pardon "CEE-Raum" versenkt wurden.

Die Kohle ist weg und die haben auf unsere Kosten 20 Jahre locker gelebt.


Re: Re: .

"Jemanden einen Kredit zu geben .. damit dieser meine Produkte kaufen kann"

das ist sogar DAS geschäftsmodell des marktwirtschaftlichen kapitalismus!
(der ausfall des einen oder anderen kreditnehmers wird ganz simpel eingepreist. was auch die eu-staaten bzw deren wirtschaft in den vergangenen jahren/jahrzehnten getan hat)

ende gelaende


Gast: schwarzer Hinz & roter Kunz
10.09.2011 23:35
4 0

Ja, was für ein gutes Geschäft, was für ein überaus gutes Geschäft ist es Griechenland Geld zu leihen.

Alles bekommen wir wieder und noch viel mehr.

Oder wie der SPIEGEL schreibt:

Schäuble bereitet sich auf Griechenland-Pleite vor

"Zum einen setzen Schäubles Beamte auf vorbeugende Kreditlinien, die Ländern wie Spanien oder Italien helfen sollen, wenn Anleger nach einer Insolvenz Griechenlands ihnen nichts mehr leihen."

"Für die schwarz-gelbe Bundesregierung ist Griechenlands katastrophale Misere nicht zuletzt ein massives innenpolitisches Problem. Eine Mehrheit von 76 Prozent der Bundesbürger ist gegen eine Ausweitung des EFSF-Rettungschirms, nur 18 Prozent dafür, wie eine ZDF-Umfrage vor wenigen Tagen ergab."

"Das griechische Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird nach den Worten von Finanzminister Evangelos Venizelos in diesem Jahr um mehr als fünf Prozent sinken."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,785545,00.html

Gute Nacht Euro.
Guten Morgen lieber Wutbürger!

Überlegs dir nächstens lieber zweimal, wem du deine Stimme, dein Vertrauen, deine Zukunft übereignest.

Antworten Gast: Markus Trullus
11.09.2011 08:55
0 0

Re: Ja, was für ein gutes Geschäft, was für ein überaus gutes Geschäft ist es Griechenland Geld zu leihen.

Gut! Aber haben sie Klugsch...er eine andere Option, eine Alternative? Bitte nicht jene mit den Schrebvergärten- Nationalstaaten, die ist in der veränderten Welt erst recht zum Untergang verurteilt sind! Oder kommunistische Volxdemokratien, hatten wir schon, beides probiert,kein Vergleich!

Antworten Antworten Gast: schwarzer Hinz & roter Kunz
11.09.2011 14:01
0 0

Re: Re: Ja, was für ein gutes Geschäft, was für ein überaus gutes Geschäft ist es Griechenland Geld zu leihen.

Rückkehr zu nationalen Währungen.

Könnte Grichenland abwerten, würde ich wieder dort Urlaub machen und nicht im billigeren Ägypten, griechischen Feta kaufen und nicht türkischen, Ouzo statt Raki :)

Statt dessen wird vorgeschlagen Griechen, Italiener, Spanier zu buckelnden, obrigkeitsfürchtigen Preußen zu erziehen.

Unsere Eurozone und mit ihr die EU ist erstandene Realitätsverweigerung, weil kulturelle Unterschiede negiert werden.

Alle Menschen sind nun mal nicht gleich.
Sie sollten vor dem Gesetz gleich behandelt werden, aber das wars auch schon.

Und nun will man von Brüssel aus, respektive Berlin, alle EU Bürger zu brav buckelnden, obrigkeitsfürchtigen Deutschen und Preußen umerziehen.

Von einem Klug.s. zum anderen sei gesagt, Eurozone und EU sind erledigt, weil sie vom Souverän, Europas Völkern, nicht gewollt.

Das geeinte Europa schafft für wenige Eliten sehr viel Wohlstand, die breite Masse möchte es am liebsten zerstören, besser heute als morgen.

Es herrscht Frieden, das Friedensprojekt EU hat sein Ziel erfüllt, seine Berechtigung verloren.

Das Wirtschaftsprojekt EU ist Pleite und muss abgewickelt werden.


Antworten Gast: mysterium
11.09.2011 08:41
1 0

Re: Ja, was für ein gutes Geschäft, was für ein überaus gutes Geschäft ist es Griechenland Geld zu leihen.

Sie haben ja nur mehr 9 Tage Zeit, um groß abcashen zu können.

Gast: ajoux
10.09.2011 23:07
0 0

Die Rezession übertreffe alle Vorhersagen, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos

um himmels willen.
der meint das ernst.

wenn diese leute zu einer auch nur entfernt realistischen beurteilung und vorausschau fähig wären, wäre griechenland nicht pleite.

jede andere einschätzung von deren fähigkeiten würde diese leute direkt ins gefängnis befördern.

und jetzt will er seine kritiker widerlegen, die behaupten, griechenland gehöre nicht in den euro. wenn es ihm gelingt, ist das ein geständnis im sinne des oberen absatzes.

Aus den Gräbern

der Großen des antiken Hellas ist ein fernes Surren zu vernehmen, dass aus der Erhöhung der Rotationsfrequenz herrührt!

Gast: ASVG-Sklace
10.09.2011 22:12
0 0

Es ist soweit: Griechenland IST pleite! Und die deutschen Banken taumeln in die Pleite.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,785545,00.html


Antworten Gast: Nestbeschmutzer
11.09.2011 08:11
0 0

Re: Es ist soweit: Griechenland IST pleite! Und die deutschen Banken taumeln in die Pleite.

UND DU BIST DANN AUCHG PLEITE! BEWUSST?

Antworten Antworten Gast: ASVG-Sklave
11.09.2011 09:28
0 0

Re: Re: Es ist soweit: Griechenland IST pleite! Und die deutschen Banken taumeln in die Pleite.

Erstes Nein. Zweites Ja.

Gast: ASVG-Sklave
10.09.2011 21:48
0 0

nicht die Wirtschaft wird schrumpfen

sondern die Pfründe. Die Zeit des Abcashens der staatlichen Nichtsnutze neigt sich dem Ende zu.

Gast: Über die Wahrheit lacht der Mensch am meisten, auch wenn sie traurig ist!
10.09.2011 21:03
1 0

In einigen Jahren(vielleicht auch nur mehr Monate) werden........

.....der Papandreou und "seine" Evangelius in Südamerika Sirtaki tanzen und dort werden sie dann mit "vielen" ehemaligen öst. Politikern und ehemaligen Entscheidungsträgern im Hochegger-Ressort wohnen, welches mit einem Burggraben "umzäunt" wurde und dessen Zugbrücken sich nur öffnen, wenn man einen internationalen Reisepass vorweisen kann.......
http://der-klare-blick.com/2011/05/papandreou-klaut-23-milliarden/

Antworten Gast: mysterium
11.09.2011 10:43
1 0

Der Figueres, Ex-Präs. von Costa Rica, der ja bei IJ Partners Cash macht,

wird die alle fürstlich unterbringen und schützen, korrupt wie der ist.

In Costa Rica braucht man keine Heizung.

Gast: check
10.09.2011 20:08
7 1

Griechenlands "Wirtschaft" besteht zu 90% aus Staatsangestellten in Staatsbetrieben


Es bleiben also 10% Privatwirtschaft, die neben der defizitären Staatswirtschaft auch noch die Millionen Beamten, Pensionisten und Sozialhilfeempfänger zu tragen haben.

Dass dies nicht funktionieren kann zeigt ja die Entwicklung der Schulden.

Griechenland hat 2011 auch OHNE SCHULDENTILGUNG UND ZINSENDIENST um 5 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen!

Die sind einfach Pleite! Strukturell! Insolvent!

Das kann nicht von Außen mittels Auflagen geregelt werden, sonst gibts Bürgerkrieg. Denn in Griechenland herrscht nach wie vor die Meinung, man habe nichts falsch gemacht und "die EU" sei Schuld an der Megaverschuldung.

So hart es klingt: Die Griechen müssen ganz auf sich allein gestellt wieder in diejenige Armut zurückfallen, die ihrer tatsächlichen Wirtschaftsleistung entspricht! Nur so wird auch tatsächlich reformiert!

Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

Griechenland muss den Euro aufgeben und die Währungszone verlassen, keine Frage- und zwar SOFORT. Alles andere ist lediglich Makulatur und treibt unsere eigenen Schulden nur noch höher. Diese unseligen Politiker,die derzeit in der EU den Ton angeben,sollten endlich ehrlich sein und zugeben, dass es ein Fehler war, die Griechen trotz Trickserei in den Euroraum zu lassen. Mit diesen Lügen-und auch mit den Lügen der EU zur Beitrittsfähigkeit Rumäniens und Bulgariens-wurde bereits vor Jahren der Untergang des Binnenmarktes eingeleitet.Was nicht zusammengehört, das wächst auch später nicht zusammen.....wer uns jetzt noch weiter Sand in die Augen streut,handelt grob fahrlässig und gehört vor Gericht !

0 1

Re: Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

ich glaube sie verstehen die Zusammenhänge kaum. mit einer anderen Währung ändert sich gar nichts.

O ja- sehr wohl würdesich bei einer anderen Währung was ändern...

......die Gläubigerstaaten müssten nur Zugriff auf griechisches Staatseigentum bekommen- etwas,das die Finnen erst vor kurzem releviert hatten. Mit diesen "Besitztiteln" stünden dann buchmässig zumindest Gegenwerte zur Verfügung, die bilanzmässig zu berücksichtigen wären. Es ist wie es ist-die Griechen MÜSSEN jetzt tatsächlich Federn lassen.......richtig !

Re: Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

Griechenland hätte nach dem Austritt aus dem Euro plötzlich eine Währung mit Hyperinfaltion und die Schulden in Euro - sicherlich ein Konzept das funktionieren würde!

Ehrlichkeit würde auch bedeuten, dass die Banken die Griechenlandkredite nicht abschreiben könnten ohne selbst in eine Situation wie nach den Lehmans zu kommen. Die Auswirkungen könnten dramatisch werden, wenn plötzlich die Banken aus Angst vor weiteren Pleiten keine Staatsanleihen mehr zeichnen würden und somit diese Staaten in die Zahlungsunfähigkeit schlittern würden, da sie ihre laufenden Kredite nicht mehr refinanzieren könnten. Plötzlich ginge es nicht mehr um di läppische 300Mrd. von Griechenland, sondern um mehr als 3 Bil. aus Italien und Spanien und niemand könnte mehr einspringen.

Wenn nur 20% der österreichischen Banken, z.B. die Bank Austria, zusammenbrechen würden, wäre plötzlich ein Refinanzierungsbedarf von fast 150 Mrd., denn wir Österreich der Staat, die Firmen und die privaten Haushalte haben Schulden von mehr als 700 Mrd., gegeben, den niemand abdecken könnte!

Aber wem kümmert das schon, wir san wir, uns betrifft das nicht, sollns doch verrecken die Griechen!

Re: Re: Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

Grundsätzlich richtig. Aber bei dieser Sichtweise zahlen wir solange, bis wir selbst in griechischen Verhältnissen aufwachen. Und dann?

Der "Reichtum" Österreichs besteht inzwischen hauptsächlich darin noch Kredite zu bekommen und aus einer statistischen Größe die aufgrund ihrer Durchschnittlichkeit nicht widerspiegelt, dass eine nicht geringe Anzahl an Österreichern (genau die Leute, die dieses Land nach dem 2WK wieder aufgebaut haben) von einer Mindestpension leben müssen.


0 1

Re: Re: Re: Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

am pensionsproblem in AT ist aber nicht die EU schuld, oder doch?

Re: Re: Re: Re: Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

Mit der Erwähnung der Mindestpension wollte ich auf die Diskrepanz unserer Großzügikgkeit anderen und unserer Knausrigkeit gegenüber schwer gearbeiteten Österreichern, ohne die der Aufbau nicht denkebar gewesen wäre, hinweisen.

Andererseits wollte ich darauf hinweisen, dass der "Gewinn" seit einigen Jahren nicht bei der Bevölkerung ankommt, sondern bei Wenigen hängen bleibt.

PS: Auch wenn es sich so anhören mag, aber ich bin kein Sozialst - oder schlimmeres :-)

Re: Re: Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

Das sind gute Argumente, aber:
Um etwas klar darzustellen sollte man auch die Alternative aufzeigen.
Wir (Hartwährungsländer) müßten auf Dauer sehr hohe Zahlungen an die Schuldnerländer leisten (Außer man ist so naiv dass man glaubt man kann Länder durch Druck von Außen sanieren). Für Österreich nach vorsichtigen Schätzungen 5 Millarden pro Jahr an Transferleistung. Was das bedeutet soll sich jeder selbst ausmalen.

Re: Re: Re: Wird nun endlich irgendwann EHRLICH darüber geredet ?

Deutschland hat ein Handelsbilanzüberschuß von fast 200Mrd./Jahr ihm Euroraum! D.h. ist die deutschlands Exportpolitik der 10 die letzten Jahre ein Hauptverursacher dieser Schieflage, mit Österreich als Österreicher als Hauptzulieferer um Schlepptau.

Das Lustige daran ist aber, dass unser "tolles" BIP nur aus diesem Grund so glänzt, denn sollten die gesamten Exportüberschüsse ausfallen, würde z.B. nur in der BRD dem Budget mehr 300 Mrd./Jahr durch entgangene Steuereinnahmen und durch steigende Arbeitslosentgelde fehlen, was die jährliche Neuverschuldung auf weit über 10% ansteigen ließe ...

Gast: Feuervögelchen
10.09.2011 19:12
2 2

..sparen, Steuern erhöhen, Löhne und Renten kürzen....

und dann erwarten saublöde BWLer das das BIP steigt?

Geht´s noch?


Tolle Sichtweise

So, wie wenn ein VW Käfer mit 120 Sachen in eine 90 Grad Kurve fährt, und dann rausfliegt. Wenn dann einer sagt "Bremsen !!!!", dann kontern sie in total weiser und unglaublich weitblickender Manier: "Klar, dass er dann ins Schleudern kam, was erwarten diese saublöden Fahrlehrer ?"

Gas geben, das ist ihre Lösung, super!! Mann, sind sie ein Zampano!

Antworten Antworten Gast: die Sache mit der Kurve
11.09.2011 01:35
0 0

Re: Tolle Sichtweise

hat die Kurve einen Radius von 1.000 m dürfte das auch für den Käfer kein Problem sein, blöd' is halt nur, das die Kurve eigentlich ein Knick ist :(

Re: ..sparen, Steuern erhöhen, Löhne und Renten kürzen....

Klar doch, weil die Produktivität steigt. Oliven und gefüllte Weinblätter erobern größere Weltmarktanteile.

0 0

Re: ..sparen, Steuern erhöhen, Löhne und Renten kürzen....

man müßte den Index der Privatwirtschaft anschauen!
wenn der Staat seine Ausgaben zurücknimmt, sagen wir um 10% und der Anteil am BIP 50% ist so wird das BIP um etwa 5% fallen. die Kreditwürdigkeit sehe ich dadurch nicht geschwächt!

Antworten Antworten Gast: Halbwissen
10.09.2011 22:34
0 0

Re: Re: ..sparen, Steuern erhöhen, Löhne und Renten kürzen....

Die Rechnung geht so nicht auf !

Wenn der Staat um 10 % kürzt, geht das BIP viel viel stärker zurück, da das Geld nicht ein mal ausgegeben wird und noch Angstsparen einsetzt.

Gast: Gast 99
10.09.2011 19:07
3 0

wie krank ist die griechische Gesellschaft

Wie krank das griechische gesellschaftliche Konstrukt ist, verdeutlicht dass die Unternehmens- und Vermögenseinkommen in Q2 2011 noch satte 31,065 Mrd. Euro betrugen (nominal -1,39% zum Vorjahresquartal) und damit fulminant die Einkünfte aller Arbeitnehmer mit 19,006 Mrd. Euro überstiegen (nominal -9,72% zum Vorjahresquartal). In Anbetracht der Tatsache, dass sich diese enormen Einkünfte auf wenige Unternehmen und Milliardäre konzentrieren, denn viele kleine und mittelständische Unternehmen befinden sich im Überlebenskampf, sind diese Daten Beleg für eine enorme ungleiche Verteilung der zunehmend schrumpfenden Leistungskraft Griechenlands, wobei die Lasten der Sparmaßnahmen, durch die Vorgaben der Troika und dem fehlenden Gestaltungswillen des sozialdemokratischen Regierung (BrüningII) auf Arbeitnehmer, Rentner und Pensionäre abgewälzt wird!
Die Situation Griechenlands ist weiter ausweglos unter den herrschenden Prämissen! Ausdruck des griechischen Kollaps ist auch die Explosion der Rendite bei den griechischen Staatsanleihen, insbesondere jener mit kurzen Laufzeiten, den Vogel schießt weiter die 1-jährige Staatsanleihe ab, die (aktuell 12:00 Uhr) unglaubliche 95,009% Rendite erzielt und den Zahlungsausfall, trotz gestrigen deutschen BVG-Urteil zur Abweisung der Klage gegen die Rettungsschirme (TINA, There Is No Alternative), stoisch einpreist! aus querschuesse. de vom 08.09.1011

Gast: sowarsimmer
10.09.2011 18:44
1 1

die bürger und steuerzahler werden weiter für die reichen und spekulanten bluten müssen- die reichen werden so überall immer schneller reicher

der von den bankenmärkten erpresste spardruck bei der bevölkerung, hat diese negative wirtschaftsentwicklung gefördert. zuerst wurde mit hunderten milliarden steuergeldern die bankenmärkte gerettet- nicht griechenlands bürger oder gar die arbeitnehmer. dieses märchen wird zwar täglich von der politik und fast allen medien verbreitet- wir retten griechenland, irland, portugal,usw. das einzige was gerettet wird, sind die banken und deren spekulationsgeschäfte am internationalen finanz-u.börsenmarkt.
und nun stellt sich heraus, dass man den bürgern und steuerzahlern in den eu ländern diese hunderten milliarden bankensubventionen ein weiteres mal, mittels radikalen sozialabbau(staatliche pensionen etc.) und einsparungen abpressen will. dass sich diese von einer bankenpolitik erzeugte negativspirale verschärfen wird, war wohl allen beteiligten klar. aber wie sagt man das den bürgern und steuerzahlern- dass nicht mehr das volk u. die politik das sagen haben, sonderen finanzlobbysten u. spekulanten die zukunft der bürger ruinieren. diese banken-u.finanzmärkte haben europas demokratien mit ihrer schuldenpolitik und einer radikalen steuergeldumverteilung nach oben, ausgehebelt. selbst wenn die politik nun wollte-sie kann nicht mehr zurück- zu abhängig ist man von den finanzlobbyisten- die unglaubwürdige SPÖ vermögenststeuerdebatte ist ein typisches bsp. dafür. die verursacher der finanzkrise u. reichen kapitalvermögenden wollen weiter abcashen -auf kosten der bürger und des staates.

0 0

Re: die bürger und steuerzahler werden weiter für die reichen und spekulanten bluten müssen- die reichen werden so überall immer schneller reicher

Wenn man nachher nicht zahlen will, darf man sich vorher nicht sinnlos verschulden!

Ich kann das Gefasel von den "Spekulanten" nicht mehr hören. Die griechischen Regierungen haben zu viele Wahlzuckerln mit Schulden bezahlt, und jetzt ist es eben aus.

Re: die bürger und steuerzahler werden weiter für die reichen und spekulanten bluten müssen- die reichen werden so überall immer schneller reicher

vOLLKOMMEN RICHTIG !!!! Wenn Krisen auftreten und staatliche Kontrolle und Aufsicht schwächer werden, gibt es immer genug Glücksritter, die sich dann die Taschen vollfüllen und Volksvermögen "privatisieren". Das führt dann zu derartigen Exzessen, dass "Manager" hundert mal mehr im Monat absahnen,als eine Krankenschwester. Pfui Teufel zu diesem System, weg damit.......

Gast: 1. Parteiloser
10.09.2011 18:21
4 0

Logische Entwicklung!

Eine logische Entwicklung!
Eine Wirtschaft, welche nur aus geschützten Bereichen besteht, bläst doch das BIP herrlich auf. Die ganze "Dienstleistungen" gehen ja zu Kosten in das BIP, der Nutzen für die Gesellschaft bleibt unbeachtet.

Wenn man nun die Kosten dieser "Dienstleistungen" auf ein vernünftiges Niveau senkt, dann muss doch das BIP auch in die Knie gehen.

Mit der Wirtschaftleistung, einer volkswirtschaftlich nützlichen Wirtschaftsleistung, hat das alles aber nichts zu tun.

Ähnliche Phänomen haben wir in Österreich ja auch, wenn auch nicht so ausgeprägt. Auch in Österreich wird das BIP durch solche Berechnungen aufgeblasen. Das führt am Ende zu einem BIP pro Haushalt von gut 80.000.- Euro und damit zur Fiktion eines Reichtums, welcher aber überhaupt nicht vorhanden ist. Die Menschen haben doch von diesem BIP pro Haushalt gar nichts.

Dass Staatsausgaben das BIP stark nach oben treiben, das ist auch bei anderen "hochentwickelten" Ländern gut sichtbar. Das BIP in I und F besteht doch auch zu einem wesentlichen Teil aus Kosten und nicht aus Leistung.

Die Entwicklung in Griechenland betreffend dem fallenden BIP wäre eigentlich kaum dramatisch, wenn die ganze Welt die Verschuldung nicht in % des BIP beurteilen würde.

Da kommt auf die Eurozone, in vielen Ländern, noch ein großes Erwachen!

Re: Logische Entwicklung!

Interessanter Gedanke. Wie groß ist der Verzerrungseffekt durch schuldenfinanzierte geschützte Bereiche?

Weiters zu bedenken ist das Verhalten der Griechen selbst: Wer zahlt noch gerne Steuern an einen sterbenden Staat? Jeder Euro ist verloren=> Die Griechen horten ihr Geld und die Firmen verwenden jede Möglichkeit zur Steuerschonung die ein korruptes System bietet

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
11.09.2011 10:22
1 0

Re: Re: Logische Entwicklung!

Der Verzerrungseffekt ist überhaupt nicht bekannt, weil noch niemand darüber nachgedacht hat. Es gibt auch noch andere Verzerrungseffekte, welche das BIP aufblasen.

Es ist ja auch so, dass ein 2 Quadratmeter großer Bahnhof, welchen niemand braucht, wenn er 10 Mrd. Euro gekostet hat, dann auch das BIP um die 10 Mrd. Euro treibt.

Da gibt es dann auch noch fiktive Mieten für Eigenheimbesitzer, welche reingerechnet werden. Auch private Reparaturleistungen werden ins BIP gerechnet, auch wenn es nur Instandhaltungsarbeiten sind.

Die Korruption treibt in Ö auch das BIP, nach TI geht es um 3.000 bis 6.000 Mio. Euro pro Jahr.

Über alles gesehen würde sich den Verzerrungseffekt auf 30 - 50% des BIPs schätzen, hängt sehr stark von der Definition der nützlichen Leistung ab.

Die Beobachtung, dass Griechenland vorwiegend ein korruptes System bei den Staatseinnahme hat, die ist sicher richtig. Österreich hat diese Probleme bei den Staatsausgaben.

Wenn Sie an einen sterbenden Staat keine Steuern zahlen wollen, dann dürfen Sie das auch in Ö nicht mehr machen. Mit Ihrer Steuerleistung würden Sie ja nur die ethisch degenerierten Parteibonzen füttern und ein falsches System weiter am Leben erhalten.

Re: Re: Re: Logische Entwicklung!

Spannender Ansatz.

Österreich stützt sich halt auch auf die Verwaltungsebene die traditionell recht gut ist (wenn auch aufgebläht).

Aufgefallen ist mir der Anstieg der Beschäftigten in Griechenland, wohl seltsam in der Krise.
Möglicherweise sind das "Phantomangestellte" deren Gehalt an den Eigner gehen (mir fällt sonst kein Grund ein warum die Beschäftigtenzahlen bei -7% Wachstum steigen sollten). Auch dies hat sicherlich einen Verzerrungseffekt auf das BIP von Griechenland.

Wenn man den Geldflüssen folgt ist das ganz (Transferunion, ESM, EZB etc.)vorallem eine Geldumverteilungsmaschine in den Geberländern (D, F, Ö, NL) die dazu führt das Geld vom Mittelstand sowie der mittelständischen Wirtschaft (diese partizipiert wenig vom Transfer) zu den Superreichen erfolgt.

Wenn dies so weitergeht wird das vermutlich böse enden. Denn Menschen die Angst haben abzusteigen sind zu vielem bereit.

0 0

Re: Logische Entwicklung!

man müsste ein weiteres BIP (Staatsausgaben abgezogen, bzw. Defizit abgezogen) errechnen. mit diesen Kennzahlen, erzählt man gute Aussagen über Wohlstand und wahren Wachstums- bzw. rezessionszahlen.

Antworten Antworten Gast: 1. Parteiloser
11.09.2011 10:26
1 0

Re: Re: Logische Entwicklung!

Wenn man davon ausgeht, dass es um die Kaufkraft der Menschen geht, welche dann auch für die Menschen relevant ist, dann könnte man in Anlehnung des BigMac Index einen Wurstsemmelindex schaffen. Ist nicht ernst gemeint, aber die Richtung würde stimmen. Es kann doch nicht sein, dass der Staat die Entscheidungen über den Vermögensaufbaue der einzlenen Menschen entswcheidet und nur deppate Löcher in die Berge bohrt oder seine Bediensteten eine kollkektive Faulheit finanziert.

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Re: Logische Entwicklung!

ich schließe mich dem an!

Gast: GastA
10.09.2011 18:02
3 0

Der Euro hat kein Problem

Staaten die betrogen haben, solche die ungezügelt Schulden machen, haben ein Problem. Die Banken die diesen Staaten Geld geliehen haben haben ein Problem. Staate die glauben um jeden Preis Banken retten zu müssen haben ein Problem. Gesunde Firmen die von ängstlichen oder kranken Banken kein Geld geliehen bekommen haben ein Problem. Firmen die diesen Firmen zuliefern haben ein Problem. Arbeitnehmer, die von diesen Firmen nicht mehr beschäftigt werden können haben ein Problem.
Daher:
Die Staaten sollten Geld sparen - jedenfalls gutes Geld nicht schlechtem in Richtung Süden hinterherwerfen.
Das Geld als Reserve für z.B. eine "staatliche Entwicklunksbank" reservieren - wie in den Schwellenländern mit Erfolg praktiziert - und notwendige Kredite vergeben, wenn schlecht geführte alte Banken bankrott gehen und als Geldgeber ausfallen.

Hobbyökonom