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Griechenland: Rezession noch schlimmer als befürchtet

10.09.2011 | 16:27 |   (DiePresse.com)

Laut dem griechischen Finanzminister Venizelos wird die Wirtschaft heuer voraussichtlich um mehr als fünf Prozent schrumpfen. Ministerpräsident Papandreou will für den Verbleib seines Landes in der Eurozone kämpfen.

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Der griechischen Regierung entgleitet die wirtschaftliche Basis für ihren Sparkurs. Die Rezession übertreffe alle Vorhersagen, sagte Finanzminister Evangelos Venizelos am Samstag in Thessaloniki. Statt um 3,8 Prozent werde die Wirtschaft dieses Jahr voraussichtlich um mehr als fünf Prozent schrumpfen.

Trotz der miserablen Wirtschaftsdaten betonte Venizelos, dass die Regierung alles unternehmen werde, um die Zusagen an ihre Geldgeber einzuhalten. Das Land werde alle Kritiker widerlegen, die sagten, Griechenland gehöre nicht in den Euro.

Papandreou: Für Verbleib in Eurozone kämpfen

Auch Ministerpräsident Giorgos Papandreou betonte am Samstag, sein Land wolle für einen Verbleib in der Eurozone kämpfen. "Unsere oberste Priorität ist ein sicherer Kurs, um das Land vor dem Bankrott zu retten", sagte er laut Redetext auf einer Veranstaltung in der nordgriechischen Stadt Thessaloniki. Den internationalen Geldgebern sicherte er zu, alles Erforderliche zu tun, um die ihnen gegebenen Zusagen zu erfüllen. "Wir haben uns entschieden, die Schlacht zu schlagen, um ein Desaster für das Land und sein Volk zu verhindern und im Euro zu bleiben", sagte Papandreou.

Zurzeit ringt die Regierung in Athen mit den anderen Euro-Ländern und dem IWF um die Auszahlung der sechsten Tranche von acht Milliarden Euro aus dem ersten Hilfspaket. Ab Oktober soll der provisorische Euro-Rettungsschirm EFSF das Land mit einem zweiten Rettungspaket von weiteren rund 110 Milliarden Euro über Wasser halten. Ob die zugesagten Sparmaßnahmen eingehalten werden können, steht in den Sternen. Mit der Konjunktur brechen auch die Steuereinnahmen weg und steigen die Sozialkosten.

(Ag.)

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83 Kommentare
 
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Gast: GastA
10.09.2011 18:02
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Der Euro hat kein Problem

Staaten die betrogen haben, solche die ungezügelt Schulden machen, haben ein Problem. Die Banken die diesen Staaten Geld geliehen haben haben ein Problem. Staate die glauben um jeden Preis Banken retten zu müssen haben ein Problem. Gesunde Firmen die von ängstlichen oder kranken Banken kein Geld geliehen bekommen haben ein Problem. Firmen die diesen Firmen zuliefern haben ein Problem. Arbeitnehmer, die von diesen Firmen nicht mehr beschäftigt werden können haben ein Problem.
Daher:
Die Staaten sollten Geld sparen - jedenfalls gutes Geld nicht schlechtem in Richtung Süden hinterherwerfen.
Das Geld als Reserve für z.B. eine "staatliche Entwicklunksbank" reservieren - wie in den Schwellenländern mit Erfolg praktiziert - und notwendige Kredite vergeben, wenn schlecht geführte alte Banken bankrott gehen und als Geldgeber ausfallen.

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Re: Der Euro hat kein Problem

man soll das Feuer aber auch im Keim ersticken, und nicht auf den Flächenbrand warten. sie tun ja so als ob andere Länder in Europa kein Schuldenproblem hätten. welches Land hat eigentlich keines?

Gast: Vielleicht
10.09.2011 17:42
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Vielleicht

ist ja die jetzige Situation in Griechenland nur ein Testballon.

Mal schauen wie das Volk reagiert.


Na sowas, dabei wird nun angeblich ohnehin nicht mehr an Tote die Pension ausgezahlt.

Wie wär´s mit Rückforderungen dieser, od. gar Steuerschulden einzutreiben? Ach ja, und die zigtausenden Olivenbäume, die es nicht gibt, nicht zu subventionieren, u.s.w. u.s.f

Gast: ch
10.09.2011 17:34
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Griechenlands "Wirtschaft" besteht zu 90% aus Staatsangestellten in Staatsbetrieben


Es bleiben also 10% Privatwirtschaft, die neben der defizitären Staatswirtschaft auch noch die Millionen Beamten, Pensionisten und Sozialhilfeempfänger zu tragen haben.

Dass dies nicht funktionieren kann zeigt ja die Entwicklung der Schulden.

Griechenland hat 2011 auch OHNE SCHULDENTILGUNG UND ZINSENDIENST um 5 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen!

Die sind einfach Pleite! Strukturell! Insolvent!

Das kann nicht von Außen mittels Auflagen geregelt werden, sonst gibts Bürgerkrieg. Denn in Griechenland herrscht nach wie vor die Meinung, man habe nichts falsch gemacht und "die EU" sei Schuld an der Megaverschuldung.

So hart es klingt: Die Griechen müssen ganz auf sich allein gestellt wieder in diejenige Armut zurückfallen, die ihrer tatsächlichen Wirtschaftsleistung entspricht! Nur so wird auch tatsächlich reformiert!

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Re: Griechenlands "Wirtschaft" besteht zu 90% aus Staatsangestellten in Staatsbetrieben


Aktiva Griechenlands sind großteils Passiva griechischer Staatsbetriebe oder schon pleitegegangener Betriebe ...

AthenEnttäuschung für das Athener Finanzministerium: Die meisten Betriebe, die dem griechischen Staat Geld schulden, sind staatliche oder bereits pleitegegangene Unternehmen. Demnach schwindet die Hoffnung, rund 30 Milliarden Euro einzutreiben. [...]

http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenlands-schuldner-koennen-nicht-zahlen/4593180.html

Ja die Griechen!

Schlimmer kommt es immer! mfg

Antworten Gast: eu gegner
11.09.2011 12:16
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Re: Ja die Griechen!

Bei Ländern so unterschiedlicher Mentalität und Wirtschaftskraft mußte das über kurz oder lang scheitern. Ich will den Schilling zurückhaben.

 
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Hobbyökonom