Euro-Krise: Obama fordert Europa zum Handeln auf

13.09.2011 | 07:20 |   (DiePresse.com)

Der US-Präsident sieht in der fehlenden gemeinsamen Wirtschaftspolitik "große Probleme". Vor allem Spanien und Italien machen ihm Sorgen.

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US-Präsident Barack Obama hat sich besorgt über mögliche globale Folgen der Euro-Krise geäußert. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa ruft er die Europäer zum entschlossenen Kampf auf. Im Kern gehe es darum, die Währungsunion durch eine abgestimmte Budgetpolitik zu ergänzen. Besorgt äußerte er sich zu Italien und Spanien.

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So lange die Euro-Krise "nicht gelöst ist, werden wir weiterhin Schwächen in der Weltwirtschaft sehen", sagte Obama. Das Thema werde daher beim G-20-Gipfel im November in Cannes (Frankreich) ganz oben auf der Tagesordnung stehen.

Es ist das erste Mal, dass sich Obama derart besorgt über die seit Monaten anhaltende Euro-Krise äußert. Zwar sei derzeit Griechenland das größte Sorgenkind. "Das größere Problem aber ist es, was in Spanien und in Italien passiert, falls die Märkte diese beiden großen Märkte herausfordern."

Gemeinsame Wirtschaftspolitik fehlt

Eindringlich äußerte sich Obama zum grundsätzlichen Problem hinter der Euro-Krise: "Europa hat derzeit zwar eine geeinte Währung, aber es verfügt über keine gemeinsame Wirtschaftspolitik. Und das schafft große Probleme",

"Letztlich müssen sich die großen Länder in Europa und deren politische Führer zusammenfinden und eine Entscheidung darüber fällen, wie sie die Währungsintegration mit einer effektiveren und abgestimmten Haushaltspolitik zusammenbringen", meinte Obama. In den vergangen Wochen waren die deutsche Bundeskanzlerin Angelas Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy kritisiert worden, sich nicht entschlossenen genug für eine Krisenlösung einzusetzen.

Zwar versuchten die USA gemeinsam mit den Europäern, die Krise in den Griff zu bekommen, meinte Obama. Doch zugleich räumte er ein: "Aber wenn so viele Länder mit unterschiedlicher Politik und unterschiedlicher ökomonomischer Lage versuchen, sich auf einen Weg zu einigen, ist eine Abstimmung schwierig."

(Ag. )

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6 Kommentare

obamawähler

if you voted obama in 2008 to prove you weren´t a racist, you´d better vote for someone else in 2012 to prove you´re not an idiot.(rense.com)

Gast: Hellgate
13.09.2011 15:36
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Obama schafft es ja im eigenen Land nicht

Nur zwei politische Fraktionen zur Zusammenarbeit zu bewegen.
Der soll mal schön leise sein.
Am besten soll Griechenland so wie die USA einfach seine Schuldenquote erhöhen, dann haben sie auch wieder AAA Bobität

wenn man soviel dreck am stecken hat wie die USA

ist es besser wenn man auf den stecken anderer zeigt um vom eigenen dreck abzulenken.
danke für die 4 jahre experiment in denen man gesehen hat dass ein blender und schönreder die welt auch nicht besser machen kann.

Gast: kaffka
13.09.2011 10:13
0

Der OBAMMEL reisst schon wieder sein Maul auf

Als ob die USA nicht an der Spitze der Geldverfälscher stünde, als ob die USA nicht selbst die grössten Defizie aufwiese, als ob nicht zumindest zwei Teilstaaten bereits Konkurs angemeldet hätten und die USA ihre Schulden nur durch Erweiterungen der Defizitgrenzen zahlen könnte, meint dieser Bammel der EU hineinreden zu können.

Er sollte lieber seinen Saustall, von dem die Krise überhaupt erst ausgegangen ist in Ordnung bringen aber nicht Anderen gute Ratschläge geben.

Re: Der OBAMMEL reisst schon wieder sein Maul auf

Inhaltlich gebe ich Ihnen schon recht, jedoch ist die Wortwahl durchaus aggresiv, was auch nicht weiter hilft.

Bei allen Problemen die aufzuzeigen sind ist Bedachtheit ein guter Ratgeber.

Gruß

kraxn

Gast: mariechen
13.09.2011 08:44
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Bravo EUDSSR

Wallstreet kann sich die Angriffspunkte aussuchen.
(Die wissen, wo die Derivate, die Bilanzleichen sich türmen. Die haben sie erfunden und verkauft.)
Wir sind wie eine Herde, in der 20% der Tiere lahmen.
Die Hyänen machen es im Spaziergang.
Alle Budgetbetrüger raus !
Solid-Europa bilden. Die Austreter sanieren sich auf EIGENE Kosten und stellen einen Wiederaufnahmeantrag.

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