Griechenland-Pleite würde Österreich 40 Milliarden kosten

13.09.2011 | 18:32 |  WOLFGANG BÖHM UND EVA MALE (Die Presse)

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel versucht am Dienstag zu beruhigen, aber ein Staatsbankrott Griechenlands ist für Berlin kein Tabu mehr.

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Wien/Berlin. Der von zahlreichen Experten befürchtete Staatsbankrott Griechenlands würde Österreichs Volkswirtschaft 40 Milliarden Euro kosten. Das ist eine Schätzung des Finanzministeriums. „Wir haben bereits zu Beginn der Krise die Szenarien durchgerechnet“, so ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der „Presse“. Damit sei schon damals klar gewesen, dass eine Teilnahme am Hilfspaket deutlich günstiger sei.

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Österreich hat sich bisher mit 1,2 Milliarden Euro am Griechenland-Hilfspaket beteiligt. Insgesamt sollen es 2,3 Milliarden an Krediten werden. Freilich wäre auch dieses Geld großteils verloren, wenn Athen zahlungsunfähig würde. Nach der Berechnung des Finanzministeriums würde die Griechenland-Pleite Österreich sofort fünf Milliarden Euro kosten. Die Gesamtsumme von 40 Milliarden Euro enthält auch den indirekter Schaden durch Einbrüche bei Exportgeschäften, Kosten für Banken und dergleichen.

Nachdem der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bestätigt hatte, dass sein Ministerium ebenfalls eine Pleite durchrechnete, versuchte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag zu beruhigen. „Ich glaube, wir tun Griechenland den größten Gefallen, indem wir wenig spekulieren, sondern Griechenland ermutigen, die Verpflichtungen auch umzusetzen, die es eingegangen ist.“

Merkel mahnte zu besonnener Wortwahl im Zusammenhang mit der Krise und wies Spekulationen über eine mögliche Insolvenz Griechenlands zurück. Mit dem Euro entscheide sich auch die Zukunft Europas, so die Kanzlerin in der ARD, „was wir nicht brauchen können, ist Unruhe auf den Finanzmärkten. Die Unsicherheiten sind schon groß genug.“

Dabei hatte gerade ihr Wirtschaftsminister, Philip Rösler vom Koalitionspartner FDP, die Spekulationen angeheizt, indem er als Erster öffentlich von einer möglichen Pleite Griechenlands sprach. In einem Beitrag für die „Welt“ erklärte Rösler, es dürfe „kurzfristig keine Denkverbote mehr geben“, weshalb auch an eine geordnete Insolvenz gedacht werden müsse.

Finanzminister Schäuble hat gleichzeitig bestätigt, dass sich die Regierung auch auf einen Staatsbankrott vorbereitet. „Das wäre ja eine schlechte Regierung, wenn sie sich nicht auch auf Dinge, die man sich gar nicht vorstellen kann, vorzubereiten versucht, so gut es geht.“

CSU will über Pleite reden

Die Uneinigkeit innerhalb der deutschen Regierung, für die die Krise in der Eurozone zur Dauerzerreißprobe wird, zeigte sich deutlich an den Reaktionen auf Röslers Äußerung: Während Merkel und Schäuble auf Distanz gingen, sprang – neben einigen Politikern aus FDP und CDU – auch CSU-Chef Horst Seehofer dem Wirtschaftsminister bei. Er zeigte sich „froh, dass jetzt in den letzten Tagen diese Gedanken auch ausgesprochen wurden“. Der CSU-Vorstand beschloss am Montag mit Blick auf Griechenland, dass „Eurostaaten, die sich nicht an die gemeinsamen Regeln der Haushaltsdisziplin halten und dadurch sich und die Währungsunion in Schwierigkeiten bringen, damit rechnen müssen, die Währungsunion zu verlassen“.

Obama warnt Europa

Die USA erhöhen indes den Druck auf Europa. US-Finanzminister Timothy Geithner reist am Freitag eigens zu einem Treffen seiner europäischen Amtskollegen nach Polen.

Nach Ansicht von US-Präsident Barack Obama ist die europäische Schuldenkrise eine Gefahr für die Weltwirtschaft, wie er in einem Interview erklärte. Das Kernproblem sei, dass es zwar eine Gemeinschaftswährung, aber keinen gemeinsamen wirtschaftlichen Rahmen gebe. Der US-Präsident forderte die Europäer zum entschlossenen Kampf gegen die Schuldenkrise auf, weil die Krise auch Auswirkungen auf die USA habe.

Auf einen Blick

Österreich hat sich bisher mit 1,2Milliarden Euro am Griechenland-Hilfspaket beteiligt. Insgesamt werden es 2,3 Milliarden werden. Falls dieses Geld einmal zurückgezahlt wird, könnte die Hilfe mit den Zinsen sogar ein Geschäft werden. Wenn nicht, muss ein Teil dieser Summe aber zum volkswirtschaftlichen Schaden von 40Milliarden Euro durch einen Bankrott des EU-Partners addiert werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.09.2011)

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202 Kommentare

Wieder so eine Lüge - hätte man die Griechen vor 2 Jahren pleite gehen lassen und zu ca. 50% umgeschuldet, man würde mit der Hälfte des bisherigen Sanierungspaketes ausgekommen sein!


Re: Wieder so eine Lüge - hätte man die Griechen vor 2 Jahren pleite gehen lassen und zu ca. 50% umgeschuldet, man würde mit der Hälfte des bisherigen Sanierungspaketes ausgekommen sein!

Wie wahr!

Und es hat auch jeder gewußt.

Gast: manifonh
14.09.2011 14:27
0

Was kostet uns die Griechenland-Pleite?

Was kostet uns die Griechenland-Pleite?

http://goo.gl/9gdjk

Gast: Attila
14.09.2011 14:13
0

Griechenland ist der teuerste Gyros der Welt


glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast

schon gar nicht, wenn sie aus dem Kabinett der Finanzministerin kommt

Gast: Staatatius
14.09.2011 14:11
0

Na, da haben uns die gstudierten Gscheiderln in ein schönes Schlamassel hineingeritten - und prächtig verdient dabei!

Da wäre jetzt NEUVERTEILUNG nur gerecht!

Antworten Gast: Reflector
14.09.2011 22:57
0

Re: Na, da haben uns die gstudierten Gscheiderln in ein schönes Schlamassel hineingeritten - und prächtig verdient dabei!

Einspruch!

Der Kanzler hat's nur bis zur Matura g'schafft.


Gast: Makab Erich
14.09.2011 14:07
2

40 Milliarden - Jetzt! In drei Jahren 140 Milliarden!

Lieber ein Ende mit Schrecken!

Gast: ajoux
14.09.2011 13:41
3

was für einen gemeinsamen wirtschaftlichen rahmen haben denn die USA?


wie kommt es, daß immer wieder einzelne bundesstaaten pleite sind, ohne daß das die weltwirtschaft gravierend bewegen würde?
(und ohne daß deswegen alle anderen bundesstaaten in enormer gefahr wären, so wie man das uns in der eurounion ständig einreden will.)

diese zahlenspielchen sind wertlos, solang nicht im detail gesagt wird, wer konkret was zahlen muß.

wieso sollte in deutschland oder österreich überhaupt irgendjemand anderer außer den involvierten banken einen verlust haben?
und das ist deren schon lange vorhersehbares und somit kalkulierbares problem, immerhin kassieren sie ja deswegen zinsen und risikoaufschläge und gebühren etc. ohne jemals steuern für ihren reichlichen ertrag abzuliefern, statt dessen alles als bonus in die privattasche der banker zu schaufeln.
das ist doch keine seriöse geschäftspraktik und mit solchen machenschaften erkläre ich mich keinesfalls solidarisch.

ich verlange endlich lückenlose aufklärung, was für dubiose geschäfte und versprechungen da unter der hand gemacht werden, wo von unbekannten quasi unbeschränkt über mein steuergeld und das meiner kinder und kindeskinder für die nächsten hunderten jahre verfügt wird und wie diese dubiosen machenschaften gesetzlich und vertraglich unterlegt und überhaupt zulässig sind.
so einen saustall wie es da hat kann man ja nicht ernstnehmen und schon gar nicht als rechtlich zulässig anerkennen.

Re: was für einen gemeinsamen wirtschaftlichen rahmen haben denn die USA?

a) Die USA haben eine sehr weitreichende gemeinsame Wirtschafts- und Fiskalpolitik. Und es handelt sich um eine Transferunion (auch in Bezug auf das Sozialsystem).
Es gibt "gemeinsame" Staatsanleihen.

b) Die selbe Sprache, ein als gemeinsam empfundener "Gesamtstaat", entsprechende Mobilität.

Pkt. a) wird ja auch für den Euroraum immer wieder diskutiert. Selbst wenn das auch politisch durchsetzbar wäre - Pkt. b) lässt daran zweifeln, dass es auch gleich funktionieren würde. Genaugenommen ist b) eigentlich der Grund dafür, dass a) politisch schwer machbar ist.

Gast: Parallelen
14.09.2011 13:03
0

40 Milliarden

Die Ratingagentur Moody's hat die Bonität der französischen Banken Credit Agricole und Societe Generale um jeweils eine Stufe heruntergestuft.
Grund sei deren Griechenland-Engagement, teilte Moody's am Mittwoch mit. Das Rating der BNP Paribas werde weiter auf eine Herabstufung geprüft.

Gast: Reflector
14.09.2011 12:43
3

Vorsicht FA Berechnung!

Diese Fantasiezahlen für Ö sind irgendwie aus dem Finger gesaugt um ein Angstszenario aufzubauen.

Vielmehr sind die direkten Verpflichtungen die die Politkasperln Ö eingebrockt haben das Schlimmste, weil die Marie ist wirklich weg und die muss Ö in die Bücher nehmen.

Ebenso die immer etwas zu wenig beleuchteten Käufe der Schrottpapiere durch die Zentral(kommitee)bänkster, welche die Planwirtschaftspiele f. d. .Politmarionetten erst ermöglichen, denn hier hat Ö durch direkte Aufkäüfe der OenB und (illegalerweise) durch die EZB nochmals gute Marie für GR gezahlt. Und nicht nur für GR sondern auch für die anderen ClubMed Länder.

Alle diese Summen wurden durch das Handeln der Zentralkommiteewürstel verursacht um den Bankhaberern ja nicht die Boni zu vermiesen.

Aber diese Summen werden vom FA geflissentlich gar nicht erst einmal erwähnt.

Die paar Ausfälle der exportierenden Wirtschaft sind bei Weitem nicht so dramatisch als der Schaden der bereits durch das Handeln und Hinauszögern (Kreditverschleppung) der Wurschtln angerichtet wurde (super Geschäft).

Laut FTD forderte Merkel die FDP-Spitze auf, "Nicht mehr öffentlich an der Zahlungsfähigkeit Griechenlands zu zweifeln."

Vollkommen richtig, zweifeln ist nicht mehr angebracht, denn GR ist definitv bankrott und das nicht erst seit heute.

Oder wie interpretieren die Politmarionetten über 100% Zinsen für 1 jährige GR Anleihen denn? Als Kurssteigerung?

Gast: Guat is gaungan nix is gscheghn
14.09.2011 11:17
3

Alles Peanuts

40 milliarden pahh........"liebe" regierung wartetes bis 2014 dann schreibts "es" bei den 25 milliarden öbb- schulden dazu u. fertig ---> u. lassts "es" weiterhin ausgelagert so wie die gemeindeschulden u. sonstiges verstecktes elend..... genial !

Wann sagt der griech. Premier endlich: „Wir sind pleite. Verstehen Sie doch: Wir sind pleite!“


Das war 1986 der legendäre Ausspruch des Generaldirektors der Verstaatlichten-Holding Sekyra vor der Belegschaft eines Stahlwerks und der unrühmliche Schlusspunkt des Austrokeynesianismus: politische Intervention, Misswirtschaft und Verkrustung der Betriebe.

(c) http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/599011/Privatisierung-statt-neuer-Steuern

Gast: Europa??
14.09.2011 10:05
8

Wers glaubt wird seelig

Die Zahl von 40 Mrd EURO ist blanker Unsinn. Diese Zahl wird alarmistisch in den Raum geworfen, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, diese Zahl zu belegen.

Der Bankrott ist schon da. Eine Rettung Griechenlands illusorisch.

Gast: Ökonomie
14.09.2011 10:05
4

Milchmädchenschätzung des Finanzministeriums

Die Schätzung des Finanzministeriums ist derart unseriös dass es zum Himmel schreit. Letztendlich soll sie die Politik bestätigen die dem schlechten Geld gutes Geld nachgeworfen hat ohne ein Konzept zu haben. Hier wird der Bürger ganz einfach für dumm verkauft um von den Fehlentscheidungen der Politik die für das ganze Desaster verantwortlich zeichnet abzulenken. Schätzung in Mistkübel mehr ist sie nicht wert.

40 Milliarden

würde die Pleite Griechenlands Österreich kosten, ist natürlich gelogen!
Die Banken würden ihre Verluste, die in Wirklichkeit ja nur Kredite sind, einfach abschreiben.
Das gleiche gilt für Ungarn. Da würden die Banken auch nur um die Zinsen für Kredite abschreiben können.
Aber die Politiker wollen für ihr Versagen das Volk bluten lassen!

ganz abgesehen davon..

dass diese zahl völliger humbug ist, handelt es sich bei banken immer noch um privatwirtschaftliche institutionen. und wegen der exporte: natürlich wird es da einbrüche geben, allerdings sollte man vielleicht mal das gehirn einschalten und bedenken, dass auch nach einer geordneten insolvenz griechenland nicht von der landkarte verschwindet. es wird eine währung geben, und es wird bedürfnisse geben. für viele unternehmen wird es auch eine chance sein.
aber klar, in billiger propaganda haben fakten wenig platz.

Ich sag ja nichts, ich frag ja nur.

Also, ich mache jetzt mal auf ganz naiv und frage an: Die Milliarden, die Österreich noch nach Griechenland schicken müßte, sind doch Steuergeld (= unser Geld), oder?
Und die "40 Milliarden" (wer´s glaubt) sind überwiegend Verluste der Banken (= der Aktionäre), nicht wahr?
Hmm, das wäre ja keine so schwierige Entscheidung? Aber wohl nur dann, wenn man so abwegig naiv fragt.

Journaille auf Sonderschulniveau

Anscheinend hinterfragt niemand aus dem Medienzirkus, was einzelne Politiker und Experten von sich geben.
Der Einfluß von Wirtschaft und Politik als Sponsoren der "unabhängigen" Medien garantiert den Sponsoren Berichterstattung in ihrem Sinne.
Journalisten als Handlanger der Mächtigen, vor allem in Österreich, ihr seid Mitschuld an unserem Dilemma, ihr verkauft das eigen Volk, ihr seid die Verräter an der Demokratie!
40 Milliarden, wo kommt die Zahl her?
Schmeissen wir halt zusätzlich 2,3 Milliarden hinterher, eh schon wurscht....
Könnt ihr noch in den Spiegel schaun, ihr hirnlosen, feigen Wiederkäuer der Propaganda-Floskeln

Antworten Gast: Bademeisterin
14.09.2011 12:49
1

Re: Journaille auf Sonderschulniveau

Bravo, spricht mir aus dem Herzen!!!!!!!

Antworten Gast: und?
14.09.2011 10:01
1

Re: Journaille auf Sonderschulniveau

dein vorschlag wäre also?

Zum Beispiel

... Schluss mit der Presseförderung und Schluss mit Inseraten von Unternehmen, die der Politik nahestehen (wofür ein Monopulunternehmen wie die Wiener Linien Reklame machen müssen, ausser für parteinahe Berichterstattung bleibt mir verborgen).
Dann müssen die Zeitungen wieder im Sinne der Leser (= Käufer) schreiben.

Re: Journaille auf Sonderschulniveau

BRAVO!

Gast: _hw_
14.09.2011 09:40
0

bildung

liebe frau unterrichtsminister!

lesen sie bitte öfters foren, damit sie erkennen wies um die wirtschaftliche bildung ihrer landsleute steht. (ich gehe aus die mehrzahl der poster gingen in österreich zur schule).

Re: bildung

Inhaltlich will ich nicht widersprechen. Ansonsten geb' ich aber den Hinweis auf´s Glashaus;-) Aber da geht´s ja nur um das unbedeutende Kulturgut Sprache und nicht um die wichtigen Details volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung.

Gast: Wahrheit123
14.09.2011 09:36
6

Lächerliche Angstmache!

Wenn dies 40 Milliarden Schaden für Österreich bedeuten würde, dann wären das für Deutschland nicht nur 400 Milliarden Schaden (Faktor 10), sondern wesentlich mehr da auch pro Einwohner gerechnet die Deutschen viel aktiver in Griechenland tätig waren!
Somit wäre der angebliche Schaden nur für Deutschland bereits ein vielfaches der gesamten Schulden von Griechenland!

EUROGENDFOR?


Re: EUROGENDFOR?

Das sind die Jungs für unwillige Zahler. Google hilft.

Gast: Betriebswirt
14.09.2011 09:25
3

Griechenland-Pleite würde Österreich 40 Milliarden kosten???

Österreich?

Sind privatwirstchaftliche Banken Österreich???

Banken sind schneller austauschbar als es der Staat ist. Bei dem lukrativen Geschäftsmodell kommen schnell andere Baken in den Markt, wenn die, die schlechte Kredite vergeben weg sind.

Ist ein natürlicher Prozess des Marktes.


Antworten Gast: _hw_
14.09.2011 09:36
0

Re: Griechenland-Pleite würde Österreich 40 Milliarden kosten???

genau, weg mit den sparbüchern!

Gast: Zahler789
14.09.2011 09:15
2

Rettung ja, Verantwortliche vor Gericht

OK, retten wir Griechenland, aber die Zahlenfälscher gehören vor Gericht. Habe noch nie etwas davon gehört. Aber ich fürchte, dass das Justizsystem in Griechenland auch nicht effizienter ist als das Finazsystem. Außerdem kann man in den Medien manchmal sehr nebulose und schwammige Berichte lesen, dass zum Zeitpunkt des Eurobeitritts Griechenland' die finanzielle Situation sowieso nicht so schlecht war und der Beitritt eigentlich gerechtfertigt war. Niemand ist schuld, Europa darf zahlen.

Gast: roderick
14.09.2011 09:03
13

Absurd

Einfach Absurd, wo bleiben die Milliarden für die Österreicher, begreift hier keiner um was es geht, je weniger Geld wir unseren Leuten in die Hand geben umso schlechter wird für uns die Zukunft. Nachdem das Leben in Österreich Tag für Tag schwieriger wird, hohe Treibstoff und Energiekosten, Inflation sinkende Produktpreise (siehe Landwirtschaft), können die Sorgen wohl nicht Griechenland heißen. Gebt Frau und Herrn Österreicher mehr Geld in die Hand, sie werden es auch ausgeben und somit die Wirtschaft entsprechend beleben. Warum vergisst man die Generation die Österreich nach dem Krieg wieder aufgebaut hat und für unseren Wohlstand verantwortlich zeichnet. Das Geld wäre wohl besser in Alten und Krankenpflege bzw. Pensionen investiert. In einem Land wie Österreich dürfte keiner mehr als € 3000. — und keiner weniger als € 1000. — Pension kriegen. Vielleicht kann mir jemand erklären warum mein Steuergeld verwendet wird um einen anderen Staat zu subventionieren.


Re: Absurd

Österreich hat mit der EU sehr gut verdient. Das Unternehmen, in dem ich arbeite, hätte seine produktion schon längst verlagert, wäre Österreich nicht in der EU. Dadurch dass die Länder der EU wirtschaftlich eng vernetzt sind, wäre ein Griechenland-Staatsbankrott auch für Österreich ein finanzielles Desaster. Es gibt in dem Sinne keine nationalen Grenzen mehr und es gilt derzeit leider im Negativen wie auch im Positiven: Mitgefangen mitgehangen. Positiv betrachtet wurde Österreich durch die EU "subventioniert" weil die Unternehmen hervorragend exportieren konnten und können, wie auch in der Aussenhandelsbilanz nachzulesen ist...Lange Rede kurzer Sinn, wir leben in einem global verflochtenen Wirtschaftssystem, eine Insel der Seligen gibt es nicht mehr.....

Antworten Antworten Gast: Reflector
14.09.2011 13:19
1

Re: Re: Absurd

Vielleicht aus der Sicht eines Einzelnen ein Vorteil.

Volkswirtschaftlich aber ist ein entscheidender Fehler drinnen, nämlich, dass die Exporte nach GR erst durch bedenkenlose € Kredite von Banken an eigentlich wirtschaftlich zu schwache Staaten möglich wurden.

D. h. durch die nun de facto abgegebene Bankhaftung gab Ö indirekt mittels dieser nun Kaiser Semmel krachenden Banken Lieferantenkredite die ganz einfach nun ncht mehr bedient werden können.

Und nun werden Sie und alle anderen in Ö für diese Super Export Geschäfte mittels Bankenrettung für die gegebenen Summe PLUS Zinsen (= Gewinne = Boni der Banken) zur Kassa gebeten, nachdem aber das Lohnniveau (auch Ihres) der exportierenden Länder in diesem Zeitraum stagnierte.

D. h. Sie haben die Zeit die Sie arbeiteten eigentlich selbst bezahlt und noch den Banken etwas abgegeben.

Heroischer Held der Arbeit!

Zudem verbleiben viele der über Kredit finanzierten Produkte bei den Schuldnern (Infrastruktur, Konsum etc.).

Die Kreditfinanzierung solcher Länder hatte auch zur Folge, dass das Lohnniveau in diesen Ländern enorm stieg, besonders im priveligierten staatsnahem Bereich.

Wenn Ö noch mehr solcher tollen Geschätfe macht ist es bald endgültig auch in der GR Kategorie.

Da wäre es Volkswirtschaftlich nämlich noch wesentlich besser gewesen das Geld gleich hier in Ö in selbiger Weise zu verplempern.

Und Sie hätten vielleicht sogar höheren Lohn mit gar keiner Arbeit in dieser Zeit bezogen - Soziparadies.

Re: Re: Absurd

Sie haben im Prinzip recht, nur mit einem Schönheitsfehler: Das Gesamtsystem (Wirtschaft, Staat, Sozialleistungen, ...) verbraucht mehr Geld als es einnimmt. Und ein solches System steht auf tönernen Füßen, auch wenn man im Augenblick noch gut darinnen lebt.

Und einmalig Familensilber zu verscherbeln würde nur helfen, wenn damit eine Adaptierung des Gesamtsystems finanziert wird, nicht um das System unverändert fortzusetzen.

Das Ergebnis nennt man heute Schuldenkrise, wobei auch schon die üblichen Schuldigen ausgemacht sind. Nämlich die Banken und Spekulanten, welche das dafür nötige Geld an die Schuldenmacher (hauptsächlich Politik) geborgt haben. Aber auch die Umkehrung von Ursache und Auswirkung ergibt keinen realen, schmerzlosen Ausweg.

Antworten Antworten Gast: über forder
14.09.2011 10:02
0

Re: Re: Absurd

jetzt überforderst du aber einige hier...

Antworten Antworten Gast: garstig?
14.09.2011 09:38
2

Re: Re: Absurd



billige propaganda, anoubis !

Re: Absurd - keiner mehr als € 3000. — und keiner weniger als € 1000. — Pension!

Ja, bin ich bei (vergeblich?)Ihnen:

Ich würde sogar private Pensionsvorsorge mit in diese Grenzen nehmen, wenn "der Pensionsaufbau" ESt-mindernd staatlich subventioniert worden ist!

Antworten Antworten Gast: _hw_
14.09.2011 09:32
1

Re: Re: Absurd - keiner mehr als € 3000. — und keiner weniger als € 1000. — Pension!

warum nicht gleich 100% ESt und eine volkspension?
der statthalter entscheidet dann wer/was und wieviel bekommt.

Gast: schönlangsamaufhörenbitte
14.09.2011 09:01
9

wir arbeiten nur noch für ausländer

und was bleibt für uns - anfeindungen, diskriminierungen, etc., und das noch von den eigenen bonzen

Antworten Gast: Mittelschullehrer
14.09.2011 09:27
2

nein. Sie arbeiten für Banken

nein. Sie arbeiten für Banken. Diese können sie mit ihrem Geld immer wieder retten. Auch jetzt in Ungarn. Das können Sie sich sicher sein.


Gast: BÄRLIMANN
14.09.2011 08:58
7

AHA

Laut Dick & Doof äh Pröll und Feymann ist es ein Gewinn für Österreich.

Antworten Gast: sel ber
14.09.2011 10:03
0

Re: AHA

immer schön brav auf die ploitiker hinsch... so is gut :-) selber ideen haben? ah geh

Re: AHA - ist es ein Gewinn für Österreichs Banken ...

:-o

Antworten Antworten Gast: Betriebswirt
14.09.2011 09:29
1

Re: Re: AHA - ist es ein Gewinn für Österreichs Banken ...

selbe Logik wie im Titel: "Griechenland-Pleite würde Österreich 40 Milliarden kosten"

Die Banken sind ja Österreich. Wussten Sie das noch nicht?

Gast: Onkel Hans
14.09.2011 08:57
8

Ja, ja, die Milchmädchen im Finanzministerium!


Wenn die Rechnung des Finanzministeriums stimmt, müsste sofort die Konkursordnung aufgehoben werden: weil diese Milchmädchenrechnung muss ja auch für den bankrotten Bäcker nebenan gelten: wir borgen ihm einfach weiter Geld, denn wenn der Konkursfall offenkundig würde, würde uns das mehr kosten, schließlich hat der Bäcker doch auch in der Trafik Zigaretten gekauft und dort zum Umsatz beigetragen. Wahnsinn, auf welchem wirtschaftlichem Niveau die Politclowns und ihre Hiwis mittlerweile dilettieren!

Und jetzt? Jetzt haben wir die 40 Mrd. "Schaden" nach wie vor vor uns, zuzüglich die verlorenen "Rettungsgelder". Das nennt man: gutes Geld dem schlechten nachwerfen! Sicher, man kann weiter Rettungspakete schnüren, am Bankrott Griechenlands, den man irgendwann auch offiziell machen muss, ändert das nichts, er wird nur weiter hinausgeschoben. Zu den 40 Mrd kommen eben die summierten Kosten aller Rettungspakete.

Re: Ja, ja, die Milchmädchen im Finanzministerium!

Tja was glauben Sie wieviele gesunde kleine Unternehmen in Österreich durch Konkurslawinen mitgerissen werden...

Antworten Antworten Gast: _hw_
14.09.2011 09:35
1

Re: Re: Ja, ja, die Milchmädchen im Finanzministerium!

kleinunternehmen will der ösi sowieso nicht. der strrebt nach staatlicher rundumversorgung.
ein kleinunternehmer könnte doch durch fleiß vermögen schaffen, eh schwer bei 50% besteuerung. aber wenn er es schafft muss man ihm das schon neidig sein.

Gast: Gast-ungläubig
14.09.2011 08:55
7

40 Milliarden

Die 40 Mrd sind reine Manipulation. Mit solchen Zahlen, die wahrscheinlich einen Durchrechnungszeitreum von 20 oder 30 Jahren haben, will man nur die Bevölkerung einschüchtern, damit man weiteren Geschenken an Griechenland zustimmt. Gleichzeitig wird dort auf Teufel komm raus gestreikt. Siehe momentan Taxigewerbe.
Wenn uns Griechenland schon diesen Betrag kostet, wie haben wir eigentlich die Pleite von Argentinien oder gar Rußland überlebt. Das waren ja dann vermutlich hunderte Milliarden.

Ja, ja die guten

Geschäfte des Herrn Pröll!

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