China dämpft Hoffnungen auf Hilfe für Europa

15.09.2011 | 06:26 |   (DiePresse.com)

China zeigt sich verwundert über die Hoffnung, dass das Land Retter der verschuldeten europäischen Länder sein könne. Die Länder sollen ihre "ihnen angemessene Verantwortung erfüllen".

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China hat übergroße Hoffnungen auf eine Rettung Europas in der Krise durch chinesische Investitionen gedämpft. Der Vizevorsitzende der mächtigen Reform- und Entwicklungskommission (NDRC), Zhang Xiaoqiang, forderte die europäischen Länder am Donnerstag beim "Sommer-Davos" des Weltwirtschaftsforums in der nordostchinesischen Hafenstadt Dalian auf, vielmehr ihr eigenes Haus in Ordnung zu bringen. "Jedes Land sollte die ihm angemessene Verantwortung erfüllen."

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Zhang Xiaoqiang präzisierte Äußerungen von Regierungschef Wen Jiabao am Vortag, wonach China eine "helfende Hand ausstrecken" und mehr in Europa investieren wolle. China werde "innerhalb unserer Möglichkeiten" weiterhin europäische Staatsanleihen kaufen. In der internationalen Krise werde sich China zudem weiter für die wirtschaftliche Kooperation mit anderen Länder öffnen. Chinas Importe stiegen in diesem Jahr ohnehin schon schneller als seine Exporte, hob Zhang Xiaoqiang hervor.

Verwundert über aufkeimende Hoffnungen

Indem China die Qualität seines Wachstums verbessere, nehme China seine Verantwortung für die Welt und seine eigene Entwicklung wahr, sagte der einflussreiche Vizeminister, der sich etwas verwundert über aufkeimende Hoffnungen in Europa zeigte, dass China zum Retter der von Schulden geplagten europäischen Ländern werden könnte. "Die großen Industrieländer müssen eine korrekte Politik umsetzen und ihrer Verantwortung nachkommen", betonte Zhang Xiaoqiang.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der China Construction Bank, Guo Shuqing. Er warnte davor, die Rolle Chinas in der Weltwirtschaft zu überschätzen. Die Volkswirtschaften der USA und der Europäischen Union zusammen hätten immerhin einen Anteil von 60 Prozent, während China nur auf 9,5 Prozent komme.

(APA)

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50 Kommentare
 
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Die sind nicht so deppert ...

Die Chinesen sind nicht so deppert wie so manch' ahnungslose(r) Politiker(in). Warum miesen Schuldnern Geld nachwerfen? Aus Herzengsgüte? Lächerlich.

Offensichtlich hoffen die eurpäischen Politiker(innen) auf einen naiven Märchenprinzen. Lasst's euch gesagt sein: Den gibt es nicht.

Gast: burggartenchiller
15.09.2011 12:43
0

1 vor 12?

dieses ansuchen um hilfe zeigt sehr deutlich wie spät es schon ist, wenn nicht sogar schon zu spät. die zeiten in europa werden hart und dürr weil die wettbewerbsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. deutschland könnte sich allein noch retten aber nicht mit dem EU rucksack am rücken. wird spannend wie das versucht wird zu lösen. am ende des tages muss der westen danach trachten über qualität zu punkten nur das rechtfertigt einen hohen preis. die andere, wohl wahrscheinlichere lösung, ist der chinesische weg, abbau der demokratie und ausbeutung der bevölkerung durch lohndumping. es sind die letzten tage des sozialstaats. fragt sich wie die bevölkerung darauf reagiert. wenn die leasingraten der bmw's nicht mehr bezahlt werden können, der urlaub nicht mehr 2-3 mal im jahr möglich ist und das pensionsalter auf 67-70 steigt, bei einer nettopension von um die 600€. die fetten jahre sind eindeutig vorbei (in europa).

Re: 1 vor 12?

Sooo schlimm muss es nicht werden.

Man braucht nur die vor einigen Jahren von McKinsey erstellte und sofort schubladisierte Studie heran nehmen und die Vorschläge umsetzen.

Erste und mit Abstand größte Empfehlung: Freisetzen der unnötigen Beamten, wobei diese 2/3 der Gesamtzahl ausmachen.
Weiters Angleichung der restlichen Beamten (Bezahlung, Arbeitszeit, Pensionen, etc.) an die ASVG Beschäftigten.

Damit könnte Österreich locker mit den Asiaten mithalten.

Antworten Antworten Gast: burggartenchiller
15.09.2011 15:51
0

Re: Re: 1 vor 12?

ja abbau der unnötigen beamten schön und gut aber da geht es um zeiträume die uns aktuell nicht helfen. man kann ja nicht morgen 2/3 der beamten freistellen. dasselbe gilt für die verwaltungsrefom (bundesländer etc), das sind alles sachen die über jahre und jahrzehnte angegangen werden müssen, deswegen wird es auch nicht umgesetzt weil damit kein tagespolitisches kleingeld gemacht werden kann. österreich kann nicht mit den asiaten mithalten, darum geht es auch nicht. wir müssen uns auf unsere rolle besinnen und diese bestmöglich ausführen, qualität und know how, wir müssen uns wissen zulegen und dieses verkaufen. mithalten mit den chinesen würde bedeuten auf deren lohnniveau zu agieren. das wäre kollektiver selbstmord und würde in schweren sozialen unruhen enden, oder kennen sie jemaden der für 100€ im monat arbeiten gehen würde. das ist übrigens der weg den die usa aktuell bestreiten, dollar solange entwerten bis sie auf dem china niveau angelangt sind.

Antworten Antworten Gast: @Glernterösterricher
15.09.2011 14:23
0

Re: Re: 1 vor 12?

Österreich wird nicht durdh die Beamten ruiniert, sondern durch den Sozialstaat, in dem hetue grossteils Zuwanderer leben, die fern von Europäischer Kultur sind, und nichtmal die einfachsten Kulturtechniken beherrschen - Lesen, Schreiben, nichtaufdiestrassespucken, Faruen wie Menschen behandeln, usw.

Da liegt der Hase im Pfeffer - daher kann nur durch die Abtragung des Sozialstaates nachhaltig der Staat sasniert werden.

Verwaltungsmnässig ist Österreich nicht viel schlechter als andere Länder.

Die BEamtenschaft Chinas etwa ist auch nicht kleiner als die Österreichs, kostet relativ fast gleichviel, trotzdem hat China 2,4 Bill. $ Profizit, österreich 204 Mrd. $ Defizit.

Es muss also an was anderem liegen.

Ein hauptgrund ist die flsche Zuwanderung, die heute mit enormen Kosten der verdeckten Integration zuschlägt - Wohnraum, Gesundheitssystem, Bildungswesen, Sozialhilfe, Grundsicherung, usw.!

Der 2. wichtige Grund ist die Finanzkrise, die für ein drittel der Schulden verantwortlich ist - da sind die öst. Beamten auch der falsche Addressat, ad müsste man sich in NewYork beschweren, von wo diese Krise ausging...

Dass Mckinsey engstens mit den Bankstern verbudnen ist, die die Finanzkrise verbrochen haben, sollte aufmerken lassen - klar dass die auf alles hinhauen was denen nix bringt.

Hat McKinsey auch afu den Raubzug der Wallstreet in EUropa hingewiesen, oder nicht?

Na eben, ein Bankster hackt der anderen nciht die Augen aus...

Nach dieser guten Nachricht aus China, müssten sich europäische Politiker in Erdlöchern verkriechen

und nie wieder heraus kommen.

Warum braucht Europa

bloss immer Hilfe von anderen?

Gast: Altemanze
15.09.2011 11:50
0

diese Entwicklungen sind seit laaangem im Gang...;-(

Fing schon Anfang der Neunziger voll an;

Alleine diese `Outsourcings`, ohne Rücksicht auf bisherige Arbeitnehmer & Innen im Land, oft hoch qualifizierte Fachkräfte dabei...nur, um paar Netsch zu sparen in der Produktion...und oft sogar MIT STEUERGELDERN dabei `gefördert`...!!!

Oder; die noch heute andauernde Frustrierung guter INGENIEURE im Land (D & Ö), nur weils `zu alt`sind...über 50 Jahre...

HAHAHAHA!!!!!

Dieses Gequatsche dann in Medien, von wegen `Facharbeitermangel`etcetc...

Vor wenigen Jahren hieß es z.B; studiert kein Lehramt, es werden zuviele Lehrer & Innen...

Aha.
Inzwischen sinds; ZU WENIG Lehrernachwuchs...

Oder auch das mit den angebl. `Orchideenfächern`auf der Uni. Näher betrachtet, fielen darunter dann z.B. `Orientalistik-Fächer`, incl. SPRACHEN etc...Soso. Als ob Östilandi keine Kontakte zu diesen Kulturkreisen hätte, oder gar; bräuchte...Stichwort *ÖL*...

Oder das mit dem Ausrauben der schöpferischen Intelligenzia im Lande. Ein grauenhaftes Kapitel.

Hat irgendjemand ernsthaft geglaubt, die Chinesen arbeiten wie die Wilden und unseren faulen Beamten und den Negerantenstaaten das Leben im Schlaraffenland zu finanzieren?

So dämlich kann ja nicht mal ein heimischer Politiker sein.

Gast: Johan C.
15.09.2011 10:29
1

Bevor ich China's Sklave werde,

leb ich lieber von der Hand im Mund!!! Tausendmal lieber!

Wir waren eh schon dumm genug, den Chinesen durch unsere Gier an Billig-Elektronik unser ganzes Know-How zu geben.

Wenn China uns nicht helfen will - bitte schön! Bye bye, China!

Antworten Gast: Freier Demokrat -- Transatlantiker
15.09.2011 11:18
1

Re: Bevor ich China's Sklave werde,

die europäische durschnittsbevölkerung war/ist sich auch zu gut u. zu schön dafür noch selbst elektronikgeräte,textilien etc. selbst zu produzieren....besser mit arbeitslosengeld,sozialhilfe u. hartz4 etc. auf all- inclusive urlaub fliegen als zu arbeiten!!.....wie weit haben "wir" es im (sozialistischen) europa gebracht um uns jetzt von china massregeln lassen zu müssen,unfassbar!!?....aber niemand denkt daran den sozialstaat- wahnsinn zu beenden(könnte ja die nächste wahl kosten)...nach 1989 steht das nächste system das den sozialismus versucht hat vor dem zusammenbruch.....ps: sollte hier jemand amerika(das wahrlich auch vor grossen problemen steht)als vergleich heranziehen wollen!?: -->amerika hat schon alleine demographisch einen riesen- vorteil gegenüber europa u. das(natürlich nicht nur) wird sie wieder auf die überholspur bringen,wie schon so oft nach wirtschaftskrisen!!.....wenn europa u. seine eizelnen staaten nicht sofort rigoros handeln die wirtschaft liberaler u. freier machen u.somit mehr arbeitsplätze schaffen,den sozialstaat herunterfahren,sprich:die ausgaben senken wird es tscheppern wie es die generationen nach dem 2ten weltkrieg noch nicht erlebt haben.....griechenland ist nur "ein kaffeehaus" gegen die wirkliche krise die europa heimsuchen könnte/wird....

Nict ganz korrekt

Die Asiaten entwickeln ihr Know-How längst selbst- ein Know-How das es bei uns nie gegeben hat. Die studieren nämlich nicht Soziologie und Gendersciences sondern knallharte MINT Fächer.

Re: Bevor ich China's Sklave werde,

vor 10 jahren hat man china ausgelacht jetzt lachen chinesen europa aus haha!!!!

Gast: garstig?
15.09.2011 10:20
2

lustig ! alle haben geglaubt, jetzt kommt das geld,



dabei kommt nur ein warmer händedruck und ein 'guter rat', uns SCHWUPP- sind unsere firmen chinesisch !

Gast: Think
15.09.2011 10:20
0

Und wer

rettet dann China ? ;-)

die chinesen wollen nicht unsere schulden, sondern unsere firmen !!!


...und freilich unser "know how", aber das nehmen sie sich ohnehin schon längst "ohne große gegenleistung".

erstens das, und dann wäre da noch so nebenbei erwähnt, woll(t)en sie gemeinsam mit den russen und den arabern den us-dollar durch den euro als neue welt-leitwährung ersetzen, um so - nona - mehr kontrolle über das ganze weltgeschehen zu bekommen.
dass darauf die herren an der wallstreet (und in washington) natürlich das kriegsbeil gegen den euro ausgraben, war ja wohl für die naivsten unter uns klar. durch die unglaublich miese vorbereitung auf die gemeinsame währung einerseits, und die allgemeine uneinigkeit und unfähigkeit der meisten europäischen politiker anderseits sind wir freilich die hausgemachten opfer.

nur, die folgen tragen wieder einmal nicht diejenigen, welche sich gegenseitig für ihre - äußerst theoretische - sogenannte "verantwortung" fürstlich entlohnen, sondern selbstredend wir alle.

Re: die chinesen wollen nicht unsere schulden, sondern unsere firmen !!!

so wie jetzt europa zusammenhält, werden sie (china) kaum auf widerstand stoßen. da holt man einen kleinstaat nach dem anderen.

Gast: brame
15.09.2011 09:56
1

....ist ja lächerlich... diese Überschrift...

... nur weil die europäischen Politiker dermaßen unfähig und zerstritten sind ... brauchts noch lang keine Chinesen...

.. und wenn der noch sagt, die Europäer solln ihr eigenes Haus in Ordnung bringen.... dann ist das zwar richtig... aber da brauchn die Chinesn den Mund nicht zu weit aufreißen... weil da dicke Ende bez. Menschenrechte , Umweltschutz, Armut, usw dort in China kommt auch früher oder später..

.... gleich wie die Amis... mitn Finger auf alle anderen zeigen aber selber an Dreck besser....

Der Chinese hat Recht

leider lassen sich die Sachen in Europa auf chinesische Weise nicht lösen.
Lösungen gibt es, sie sind aber schmerzvoll und bedürfen Zeit.
U.a. sollte Europa auch auf Importe aus Asien verzichten und auf europäische Produkte umsteigen, damit Leute in Europa Arbeit haben. Wenn wir es jetzt nicht absichtlich tun, dann werden wir es in 5-10 Jahren sowieso tun, einfach aus dem Grund, dass wir es uns nich leisten können.

Re: Der Chinese hat Recht

Ein promitives Beispiel: Dann kostet allerdings ein "Kika-Leibchen" nicht mehr 5 - 10 EUR, sondern mindestens 150,-. Da das dann aber niemand mehr kaufen wird, ist eine Investition in eine solche Produktion sinnlos.

Die Wahrheit ist leider, dass unser heutiger Lebensstandard bereits sehr stark auf Billigproduktionen (komplett oder Komponenten) aus Asien angewiesen ist.

Re: Re: Der Chinese hat Recht

aber es wird sofort für den dümmsten erkenntlich oder besser am leib spürbar, dass sich der wohlstand (oder überhaupt das leben) nur durch einen effizienten staat erreichen läßt.

effizent heißt nicht unbedingt schlank, aber in jedenfall wohlstands- und produktionsunterstützend und nicht hemmend!

Re: Re: Re: Der Chinese hat Recht

Effizient würde ich doch auch mit schlank in Verbindung bringen. Denn praktisch alle staatlichen Verwaltungen sind "nicht produktiv", bringen also in Summe(!) keine Wohlstandsmehrung.

Und nicht vergessen, viel Aufwand um den staatlichen Datenhunger zu stillen, ist ja auch bereits an die Firmen ausgelagert. Das bedingt zwar keine Erhöhung der Steuern mehr, verursacht aber trotzdem höhere Kosten für die Verbraucher.

D.h., die Grundüberlegung für Reformen müsste dort beginnen, eine Liste der Aufgaben zu erstellen, welche der Staat (= wir alle gemeinsam) zu erledigen haben.

Gast: tibet
15.09.2011 09:03
0

boykott an....

...Chinanudeln....

Gast: smilefile
15.09.2011 08:59
0

war wohl...



.....eines dieser netten kleinen blauen euopäischen Luftballoons,...

ist euch da der überschriftengenerator für diesen apa-artikel ausser kontrolle gelaufen?

wer bettelt denn die chinesen an, staatsanleihen zu kaufen?
wenn diese anleihen den richtigen zinssatz haben, wenn die sicherheiten stimmen, dann gibt es doch kein problem, sie auf dem nicht-chinesischen finanzmarkt unterzubringen: geld, das investiert werden will, ist doch in massen vorhanden! und auf verlust-geschäfte steigt china auch bei noch so viel betteln nicht ein.

oder sollte da auf direkt-investments von china in griechenland und ungarn hingewiesen werden?
auch zu diesen investments muss china nicht gebeten werden: wenn es in ihr strategisches konzept passt, dann machen sie es sowieso. wenn nicht, dann nicht.

so sehr man politiker heutzutage kritisiert: den wahren blödsinn richten nach wie vor journalisten an!

Re: ist euch da der überschriftengenerator für diesen apa-artikel ausser kontrolle gelaufen?

"..das investiert werden will.."
das wird es eben nicht.

naja, natürlich würde china kaufen, sie wissen die rechnen mit einem wassermangel in peking. österreich könnte ja die zinsen mit wasser bezahlen.

zu einen käufer brauchts auch einen verkäufer und wer gibt schon gern sein silber her, nur wenn man mit dem rücken zur wand steht?

 
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