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Europa wappnet sich für neue Bankenkrise

15.09.2011 | 18:27 |   (Die Presse)

Das Misstrauen unter Banken wächst. Die Europäischen Zentralbank muss mit Ausleihungen in die Bresche springen und kündigte an, den Banken Dollar-Liquidität zur Verfügung zu stellen.

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Frankfurt/Red/Ag. Die Krise der europäischen Banken spitzt sich offenbar dramatisch zu: Die Ausleihungen der Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) steigen dramatisch an, was auf Probleme auf dem Interbankenmarkt hindeutet. Die EZB hat angekündigt, den Banken Dollar-Liquidität zur Verfügung zu stellen, was darauf hindeutet, dass einige Institute Probleme haben, sich auf „normalem“ Weg mit Dollars zu versorgen. Und in Deutschland bereitet sich die Regierung auf eine groß angelegte Bankenrettungsaktion vor, falls die Griechenland-Rettung nicht wie erwartet funktioniert.

Die positive Nachricht unter all den Hiobsbotschaften: Die Ratingagentur Fitch hat mitgeteilt, dass sie derzeit keine deutsche Bank „unter Beobachtung“ für eine Bonitätsabstufung habe. Die Institute seien gut kapitalisiert und würden heuer ordentliche Gewinne abliefern. Im kommenden Jahr könne sich das aber ändern.

Sorgen bereitet Beobachtern vor allem, dass das Misstrauen unter den Instituten offenbar wieder dramatisch steigt. Die Kurzfristausleihungen der Institute bei der EZB haben sich zuletzt auf 3,14 Mrd. Euro verzehnfacht. Gleichzeitig sind die Einlagen bei der EZB von 75,5 auf 87 Mrd. Euro gestiegen.

Die Banken nehmen die EZB normalerweise nicht gern in Anspruch, weil sie dort für Ausleihungen vergleichsweise hohe Zinsen (2,25 Prozent) bezahlen müssen und für ihre Einlagen nur sehr niedrige Zinsen (derzeit 0,75 Prozent) bekommen. Bei Geschäften untereinander, im sogenannten Interbankenhandel, sind die Konditionen wesentlich günstiger.

Wenn dieser Interbankenhandel, so wie jetzt, stark zurückgeht, dann deutet das auf großes Misstrauen der Banken untereinander hin. Zuletzt ist der Interbankenhandel nach der Lehman-Pleite im Jahr 2008 praktisch zum Erliegen gekommen.

 

Hohe Abflüsse aus dem Euroraum

Der starke Rückgriff auf die EZB könnte freilich auch damit zu tun haben, dass die europäischen Banken starke Abflüsse verzeichnen: Nach Angaben der US-Finanzagentur Bloomberg ziehen verunsicherte Sparer und Geldmarktfonds in großem Stil Einlagen ab, um diese in „sicheren Häfen“ zu veranlagen. Dieser Trend könnte die Probleme der Branche deutlich verschärfen, hieß es.

Die deutsche Regierung bereitet sich nach Angaben der „Financial Times Deutschland“ bereits konkret auf eine groß angelegte Bankenrettungsaktion vor. Wenn die nächste Tranche der Griechenland-Hilfe nicht rechtzeitig freigegeben wird, dann „brauchen die Banken sofort Geld“, werden deutsche Regierungsspitzen zitiert. Eine Pleite Griechenlands würde nämlich auch andere Staaten wie Italien „anstecken“ – und zu großen Bankenproblemen führen. Die dann notwendigen Milliardenhilfen müssten mit dem erweiterten Euro-Rettungsschirm abgefangen werden.

Der „steht“ freilich noch nicht, die nationalen Parlamente müssen erst zustimmen. Über Verspätungen bei diesem Prozess zeigte sich der österreichische Notenbankgouverneur Ewald Nowotny am Donnerstag „tief beunruhigt“. Zu den Vorgängen in Österreich – Oppositionsmanöver im parlamentarischen Finanzausschuss hatten kurzfristig sogar die Wall Street abstürzen lassen – meinte Nowotny, einigen Politikern sei „zu wenig bewusst, dass ihre Äußerungen auf den Finanzmärkten auf die Waagschale gelegt“ werden. Wenn der erweiterte Rettungsschirm an nationalen Parlamenten scheitere, dann breche der Griechenland-Rettung ein wichtiger Pfeiler weg, so der Notenbankgouverneur.

Auf einen Blick

Eine veritable Bankenkrise kommt auf Europa zu, falls die nächste Tranche der Griechenland-Rettung nicht freigegeben wird. Die deutsche Regierung bereitet sich nach Zeitungsberichten schon auf eine groß angelegte Bankenrettungsaktion vor. Das Misstrauen der Institute untereinander steigt wieder stark an.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.09.2011)

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109 Kommentare
1 0

Re: Re: Der Schneeball rollt lang genug

Bis heute wurde nicht bekannt gegeben, was wirklich in USA am Tag 9/11 passierte und warum all diese Gebäude wie bei einer Sprengung zusammenstürzten?
Die Enthüllung wird wohl noch Jahrzehnte dauern.

So ähnlich wird das nach einem Finanzcrash sein. Verbrannte Erde bleibt zurück. Die Verwantwortlichen, soferne sie in einem derart komüplexen System überhaupt zu finden wären, haben sich schon lange aus dem Staub gemacht, bzw. werden geschützt.

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
16.09.2011 09:24
1 0

Re: Re: Der Schneeball rollt lang genug

Zweifellos!
Dazu muß es aber jemanden geben der des auch rausfinden will.
Die hacken sich derzeit ja nur die Augen aus weils nimma wissen wies den ganzen Dreck unterm Teppich unterbringen.
Oder glauben Sie allen ernstes die ganze Korruption gibts erst seit "Gestern" und jetzt sands auf amol draufkommen??

Nein.
Solange der Bürger und Souverän hier nichts ändert machen die weiter wie gehabt. Ein bisserl dort aufdecken, ein bisserl hier aufdeckn.. und dazwischen läuft des Werkl weiter "wie gschmiert".
Meiner Meinung gibt es nur eine Lösung.
Souverän enthebt die Regierung und die Hofburg SOFORT ihrer Ämter.
U-Haft ist für große Teile der Amtsinhaber angebracht. Nicht zu vergessen sofortiges einfrieren aller Konten, Stiftungen etc.!
Unabhängige Richter beginnen mit der Untersuchung und dem Verfahren (wird a Weile dauern in der Zeit wir den Unterhalt der in U-Haft befindlichen zahlen müssen, aber i denk der Schaden isch gschätzt ;)).
Dann werden wir, der Souverän, eh sehen wieviel wir in Krems/Stein anbauen müssen...

2 0

Re: Re: Re: Der Schneeball rollt lang genug

Der Bürger und Souverän wird leider niemals dazu kommen. Viel eher wird der Bürger gegen andere angebliche Feinde aufgehetzt werden, um vor dem politischen Versagen abzulenken.

Die Volksvertreter haben in Wahrheit noch niemals Verwantwortung tragen müssen.

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Karl Huber
16.09.2011 18:10
0 0

Re: Re: Re: Re: Der Schneeball rollt lang genug

Sicher werden die Schuldböcke suchen und auch finden.
Da gibts ja jede Menge. Von den "Anderen" bis zu den "Ausländern".
Und wenn das nimma klappt werdens einfach einen Krieg anzetteln.
Isch mir schon klar...

Gast: Geht's der Politik gut, geht's der Wirtschaft gut...
16.09.2011 07:17
0 0

geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut...

Und wann endlich kapiert die Politik hierzulande und in Brüssel das das Finanzsystem so wie es das heute gibt mathematisch nie funktionieren kann, anstatt sinnlos an dem 572 Rettungsplan zu arbeiten, die Energie hineinzustecken etwas neues auf die Beine zu stellen wäre gescheiter.

Allerdings ich gebe zu so etwas ist die geistige Überforderung, müßte man doch dabei jene Opfern die so fleißig die Briefe mit gedrucktem aus den Nationalbanken in den Parlamenten verteilen, und schließlich sind ja unsere Volksvertreter genau dafür gewählt worden eben derartiges in Empfang zu nehmen.

Geht's der Politik gut, geht's der Wirtschaft gut, geht's der Wirtschaft gut, geht's uns allen gut, oder auch net!

Antworten Gast: netter gast
16.09.2011 08:45
1 0

Demokratie muß über Finanzinteressen gestellt werden

Die "Krise"
ist für die Machtinteressen der
internationalen Kapitals
recht praktisch .
werden doch mehr und mehr
die Befugnisse und Möglichkeiten Nationalstaaten eingeschränkt
und die Befugnisse des internationalen Kapitals und zentralisierter totalitärer Verwaltung ausgebaut .

Antworten Antworten Gast: Geht's der Politik gut, geht's der Wirtschaft gut...
16.09.2011 10:58
0 1

Re: Demokratie muß über Finanzinteressen gestellt werden

Bis dahin das Staaten wie China beginnen Europäsche Sünder schlicht zu erpressen, jetzt wollen sie nur in den Wirtschaftraum, dann wollen sie, das nichts offiziell nicht mehr geschimpft wird über die Menschenrechte, und zum Schluß wird alles was Chinakritisch ist gesperrt wird. Jetzt kopieren Sie nur Hallstatt, später werden sie schlicht derartige Städte als Gegenleistung in Besitz nehmen.

Zugegeben wir könnten auch der Erpressung anderer Staaten ausgeliefert sein die noch weit Problematischer sind, das Argument, wir sollten froh sein das es nur China ist, ist ein bißchen sehr schwach!

Antworten Antworten Antworten Gast: denen werden wir es zeigen
16.09.2011 11:47
0 0

Re: Re: Demokratie muß über Finanzinteressen gestellt werden

Da fliegen die Europolitiker nach China und betteln um Geld.

Und die Chinesen stellen Bedingungen.
Ist ja unerhöhrt, sich so eine Frechheit bieten lassen zu müssen.

Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
16.09.2011 05:54
0 0

Misstrauen wächst?

Glaube dann wäre es Zeit zur Unterzeichnung des Banken Volksbegehrens.

http://www.banken-volksbegehren.at/

Soll einer sagen, wir würden uns nicht auch für diesen Fall bereits vorbereiten.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://jachwe.wordpress.com

Gast: dilemma3
16.09.2011 03:07
0 0

den Europäern gehen die Dollars aus

Wieso brauchen die Eurobanken dringendst Dollars, wo wir doch den Euro haben??

Schaut das Problem so aus?!
Die Eurobanken versorgten die stark überschuldeten Eurostaaten vorwiegend mit langfristigen Krediten.

Dieses Geld für langfristige Euro-Staatsanleihen leihten sich die Banken selbst am kurzfristigen Geldmarkt aus. Und zwar zu mehr als 50% am liquidisten aller Geldmärkte, dem Dollarmarkt.

Jetzt trauen die Gläubiger den Europäern nicht mehr und ziehen ihre Dollars aus Europa ab.
Unsere Banken haben keine Dollars mehr und wenn das Fed der EZB über Swaps keine zur Verfügung stellen würde, gäbe es einen riesigen Anstieg der US Währung. Vielleicht kommt er ja noch.

Alles im allem, ein doppeltes Dilemma. Langsfriste Kredite kurzfristig zu refinanzieren und noch dazu in einer Währung, die man selbst nicht drucken kann.


Re: den Europäern gehen die Dollars aus

Da es noch immer mehr Währungen als den EUR und in Verträgen (z.B. Importe) der USD ja noch nicht komplett abgeschafft ist, benötigt man halt auch USD zum bezahlen/überweisen.

Detto, wenn investiertes Kapital abwandert und am neuen Platz USD benötigt werden.

Und auch dann, wenn man befürchtet, das sich die Währungsparität USD - EUR zum Nachteil des EUR verändern wird.

Etc., etc.

tja, so ist das halt

mit 2% mindestreserve (euro-raum) oder 10% mindestreserve (dollar-raum)

ein kleiner teil der spareinlagen wird abgezogen und die banken sind illiquid

das konnte jetzt aber wirklich keiner ahnen, na sowas aber auch - kam ganz unerwartet.

Antworten Gast: Banken und deren Geldschöpfung hinterfargen
16.09.2011 07:42
1 0

Buchgeld ist übrigens auch kein gesetzliches Zahlungsmittel.

Ja, so ist es, wenn man ein x-faches mehr vergibt als man als Reserve dahinter hat.

Buchgeld ist übrigens auch kein gesetzliches Zahlungsmittel. Ab jetzt einfach nicht mehr akzeptieren. So kann man den Bankenwahnsinn auch stoppen.

Antworten Gast: Bärenfalle...
16.09.2011 06:00
0 0

Re: tja, so ist das halt

Wer hat sein Geld noch auf der Bank ?

Dass die damit nicht umgehen können ist doch hinlänglich bewiesen.

Wir brauchen keine Rettung der Zockerbanken, wir brauchen wieder echte Banken.

Banken die ein Konto führen, auf denen man ein Sparbuch eröffnen kann die aber keine Kredite geben, keine Zinsen zahlen, keinen Kontoüberzugsrahmen erlauben und die eingelegtes Geld "in cash" lagern, dies nicht bei der EZB.

Dafür wäre ich auch gerne bereit 3% im Jahr für die Bewachung meiner Bargeldbestände zu zahlen.

Nicht einmal ein bank-run könnte diesen Instituten etwas anhaben.

Gast: speibender regenbogen
16.09.2011 01:34
1 0

mein vorschlag: krachen lassen!

wozu soll jeder steuerzahler an den fehlern der gierigen beteiligt werden?

wer wird verlieren? vorwiegend die, die offensichtlich mehr geld haben, als sie zum leben brauchen. die pensionen und sozialausgaben können weiterhin aus steuergeldern finanziert werden, wenn wir die fetten pensionen derer, die letztendlich die ganze misere verschuldet haben, kräftig kürzen, und andererseits die sozialausgaben auf österreicher beschränken. dann können die banken ruhig flöten gehen, es wird letztendlich für alle nichts schlechtes sein, abgesehen davon kann dann das bip und das wirtschaftswachstum wieder an realen werten gemessen werden.

Gast: Annadensalathama
16.09.2011 00:13
0 0

die EU.....

...bringt jedem was!

Sehr geehrte Poster! Wenn auch Sie den ESM-Vertrag für gefährlich halten, dann schreiben Sie doch bitte einem Medienunternehmen Ihrer Wahl, um eine Berichterstattung anzuregen.

Praktische Unterstützung fürs Mailen - ein Klick, unterzeichnen, senden:
http://www.banken-volksbegehren.at/index.php/politik/94-mailing-aktion-anregung-einer-berichterstattung-zum-esm

Gast: werbistdu
15.09.2011 23:08
0 0

Die Welt erschaudert....

wenn Österreich den Finger hebt!

Gast: aus_is
15.09.2011 23:04
0 0

schnellere strafen für schuldenpolitik beschlossen?!

heißt das, dass jeder staat der sich an der rettung griechenlands beteiligt, dafür dann noch mal bestaft werden soll? :-)

Gast: mariechen
15.09.2011 23:00
4 0

"EINE NEUE BANENKRISE" ??

Die sollen pleite gehen. Alle
Es warten hunderte kompetente Leute in den Startlöchern, die die Plätze dieser Versager und Fehlspekulanten einnehmen werden.Wir brauchen Banken, aber wir brauchen nicht im Speziellen die dt.Bank, die Societegeneral. Auch keine der österreichischen. Es werden neue kommen.
Diese bail-outs mit Billionen Steuergeld MUSS aufhören !
Welcher Unternehmer kann seine roten Bilanzen dem Steuerzahler schicken.
Dieses Steuergeldentwenden ist eine demokratiepolitische KATASTROPHE !

Gast: makabrer
15.09.2011 22:23
4 1

der mittelstand in europa hat noch immer zuviel geld, ersparnisse und häuser mit grundstücken- da können sich die börsenzocker, banker und eupolitiker noch viel viel mehr rausholen.

der von den bankenmärkten erpresste spardruck hat in ganz europa diese negative wirtschaftsentwicklung gefördert. erst wurden mit hunderten milliarden steuergelder die bankenmärkte gerettet,aber nicht die bürger oder gar die arbeitnehmer -dieses märchen wird zwar täglich von vielen politikern und medien verbreitet- wir retten griechenland, irland, portugal,usw. das einzige was gerettet wird, sind die banken und deren desaströse geschäfte am internationalen finanz-u.börsenmarkt.
und nun stellt sich heraus, dass man den bürgern und steuerzahlern in den eu ländern wieder hunderte milliarden steuergelder mittels radikalen sozialabbau(staatliche pensionen etc.) und einsparungen abpressen will. dass sich diese, von einer bankenlobbypolitik, erzeugte negativspirale massiv verschärfen wird, ist wohl allen beteiligten klar. aber wie sagt man das den bürgern, steuerzahlern u. wählern- dass nicht mehr das volk u. die politik das sagen haben, sondern nur mehr finanzlobbysten u. spekulanten die zukunft der bürger ruinieren. diese banken-u.finanzmärkte haben europas demokratien mit ihrer schuldenpolitik und einer radikalen steuergeldumverteilung nach oben, ausgehebelt. selbst wenn die politik nun wollte-sie kann nicht mehr zurück- zu abhängig ist man von den finanzlobbyisten- die lächerliche SPÖ vermögenststeuerdebatte ist ja ein typisches bsp. dafür. die verursacher der finanzkrise u. die reichen kapitalvermögenden wollen weiter abcashen -auf kosten der bürger u.des staates natürlich.

Re: der mittelstand in europa hat noch immer zuviel geld, ersparnisse und häuser mit grundstücken- da können sich die börsenzocker, banker und eupolitiker noch viel viel mehr rausholen.

Ursache der Krise: Notenbanken halten die Zinsen seit vielen Jahren zu tief. Dadurch entsteht ein Kreditboom, Spekulation, steigende Vermögenspreise. Die Notenbanken sind leider nicht unabhängig sondern von Politikern beeinflusst, die billiges Geld zum Schuldenmachen brauchen. Schuld sind also vor allem Politiker und Notenbanker. Die Politiker schieben natürlich die "Spekulanten" als Sündenböcke vor - doch das Märchen werden Sie hoffentlich nicht wirklich glauben.

Gast: mysterium
15.09.2011 20:59
4 0

Ja eh, Österreich ist der Nabel der Welt und die Wallstreet stürzt wegen uns ein.

Einfach lächerlich, da gibt es schon schwerere Kaliber wie Deutschland, die im Hintergrund bereits planen die Durststrecke zu überstehen, auch die Niederländer machen das.
Ich hoffe, dass das in Österreich auch passiert oder ist er wieder auf Urlaub der Nowotny oder wartet auf Anweisungen. Wir sitzen tief drinnen, weil die Nationalbank und die Finanzmarktaufsicht unseren Banken in ihrer blinden Expansionswut nicht das Stoppschild zeigte.

Gast: BAZI
15.09.2011 20:49
5 0

noch nicht ganz verstanden

Ich habe das Prinzip der "Bankenrettung" noch nicht ganz verstanden. Ist es so, dass sich der Staat von den Pleite-Banken gegen hohe Zinsen Geld leiht, mit dem er eben diese Banken dann rettet oder wird hier eher auf die Sparguthaben in Deutschland als Gegengewicht reflektiert, von denen manche Zeitungen in der letzten Zeit öfter mal (aus unbekanntem Grunde) berichten. Dann gibt es ja auch noch das Immobilienvermögen (wie gut, das es elektronische Grundbücher gibt). Überhaupt ist der ganze Prozess der Geldumverteilung sehr interessant. Wozu braucht man eigentlich Banken, die nicht nur ihr Eigenkapital, sondern auch noch die Einlagen der Kunden zzgl. Steuerrettungsgelder versenken und sich in den Leitungsebenen trotzdem noch erstaunliche Gagen gönnen. Irgendwie bin ich da ratlos.

Re: noch nicht ganz verstanden

Es könnte daran liegen, dass Sie vielleicht das Bank(kredit)geschäft nicht verstehen. Leider ist das der Normalfall, es geht den meisten Menschen so.

http://www.banken-volksbegehren.at

Re: noch nicht ganz verstanden

Stimmt, wozu brauchen wir die Banken den wirklich, ich könnte darauf verzichten. Mein Arbeitgeber müsste mir nur mein Geld in bar auszahlen. War ja früher auch so. Die paar Kröten die mir nach allen Abzügen übrig bleiben kann ich auch selbst verwahren. Brauchen wir nur noch einen Weg finden wie die laufenden Zahlungen direkt zum Empfänger kommt.
Denken wir nach und werfen wir die Banken loswerden.

Gast: rhiwa
15.09.2011 19:49
5 0

Wir Deutschen wollen den EFSF übrigens auch nicht

Schaut mal da:
http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,8349846,00.html

Der Widerstand wächst!

Antworten Gast: Gasti
15.09.2011 22:21
3 0

Re: Wir Deutschen wollen den EFSF übrigens auch nicht

Das ist sicher vernuenftig, aber ob das Eure (wie auch unsere) 'demokratische' Regierung kuemmern wird?

Ich hege meine Zweifel.

Gast: bayerinsusi
15.09.2011 19:49
2 0

Euro-Krise: Regionales Geld in Österreich Waldviertler & Langenegger Talente

Euro-Krise: Regionales Geld in Österreich Waldviertler & Langenegger Talente

http://goo.gl/Dol6E

echt cool!

Antworten Gast: Lokalpolitiker
16.09.2011 07:51
1 0

Re: Euro-Krise: Regionales Geld in Österreich Waldviertler & Langenegger Talente

Finde ich auch gut. nachhaltig und sinnvoll. Wirtschaftsstärkung direkt in der Region.

Regionalität statt EUDSSR

Rechtsgrundlage für Aufstockung EFSF?

Kann mir jemand sagen, auf welchen Passus des AEUV sich die Aufstockung des EFSF und die Ausweitung seiner "Flexibilität" stützt? Noch ist die Änderung des Artikels 136 nicht beschlossen oder und in kraft getreten. Und noch gilt m. W. die No-Bilpout-Klausel. Dürfen Staatschefs und Minister das Recht neuerdings das Recht brechen?

Außerdem: Das Gutachten der Troika ist wie diese selbst ein schlechter Witz. EZB, IWF und Kommission sind Partei, die an der Verhinderung der Pleite von G unmittelbar interessiert sind. Jedes Kind weiß inzwischen, dass die Schuldentragfähigkeit nicht gegeben ist.



2 1

Ihr habt J A H R E gehabt

Herr Novotny sollte darüber tief beunruhigt, wie sehr die Koalition von Banken und Politik uns alle in den Ruin Treiben.

Was heißz...wir haben nicht viel Zeit?

Ihr habt J A H R E gehabt...Ihr Würstel.

Jetzt geht es nur darum um möglichst schnell unter Druck einen ESFM ESF oder wie diese Dinger alle heißen unter dem Deckmantel der Sicherung durchzubringen!

Ihr seid alle wirklich VERLOGEN!

Gast: whatnow
15.09.2011 17:05
1 1

Max Otte: Euro oder Griechenland oder Europa zu retten, sind politische Lügen!

Max Otte: Euro oder Griechenland oder Europa zu retten, sind politische Lügen!

http://goo.gl/cK11x

Gast: hammerschmiedbuam
15.09.2011 17:03
2 0

Bleibts jetzt dabei! Ned wieder umfalln!


Kein Rettungsschirm!!!

Das Verhalten der Parteien zum Rettungsschirm wird die nächste Nationalratswahl entscheiden!

Gast: arcos
15.09.2011 16:53
0 1

Es ist so und so -vorbei

„The German public still thinks that it has a choice about whether to support the euro or to abandon it. That is a mistake. The euro exists and the assets and liabilities of the financial system are so intermingled on the basis of a common currency that a breakdown of the euro would cause a meltdown beyond the capacity of the authorities to contain. The longer it takes for the German public to realize this, the heavier the price they and the rest of the world will have to pay."

Antworten Gast: unbeteiligter
15.09.2011 18:02
2 0

Re: Es ist so und so -vorbei

I think you are on the woodway !

Gast: bohumin
15.09.2011 16:43
2 0

Recht hast g´habt, Kogler!

Wenn unsere Regierung so besorgt ist, dann sollen sie diese Transaktion gefälligst überzeugend begründen. Nur, daß Bundesdeutschland und Frankreich und die bekannten Bankrotteure auf unser Geld rechnen, genügt nicht!

5 0

Großartig die Grünen,

damit zeigen sie einmal in die richtige Richtung! Und Herr Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny könnte besorgt bleiben. Hoffentlich wusste er nicht schon Jahre zuvor von dem Finanz-Saustall der Griechen? Sonst müssen wir uns sehr besorgt zeigen!

Re: Großartig die Grünen,

Das die Grünen die SPÖVP-Beschlüsse zum Rettungsschirm tatsächlich verhindern ist wohl mehr ein Wunschdenken.

Die derzeit öffentlich kundgetane "grüne Ablehnung" ist in die Kategorie "innenpolitscher Kuhhandel" einzuordnen (wir stimmen zu, wenn ihr uns etwas anderes zugesteht).

Bravo

Grüne, ein richtiger Schritt von Euch und leider nur ein Zwischenstopp. Aber bitte, überdenkts Eure Eurobond-Befürwortung. Diese ist - aus vielerlei besten Gründen - grundfalsch!

1 0

Rettungsschirm für

Griechenland? Tief beunruhigt ist Herr Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny! Frage, wusste Herr Nowotny über den Finanz-Saustall in Griechenland schon Jahre zuvor? Wenn ja, dann sind wir Österreicher sehr beunruhigt über die geplante Geldvernichtung!

Bravo, bravo und nochmals bravo

Endlich einmal eine g'scheite Aktion - aber nur ein Zwischenstopp. Prinzipiell sind die Grünen aber auch leider für die Einführung der Eurobonds. Grüne, lasst auch sagen, dies wäre - aus vielerlei besten Gründen - ein riesiger Fehler.

Lassen wir doch das Prinzip der Reziprozität gelten und nehmen uns ein Beispiel an der demonstrierten Solidarität der Griechen mit den Rest-Europäern und handeln danach! Würde uns eine Menge Cash ersparen!

Einfach richtig, einfach Grün

bei uns sperren die Postämter nach der Reihe zu, aber immer wieder Milliarden unkontrolliert weitergeben, das kann es nicht sein.

Zum Schluß sind wir selber Insolvent.

Außer die oberen zehntausend schauen wir dann blöd aus der Wäsch.

Es muss auch ohne Geld gehen, das Bekenntnis zu Europa heißt nicht immer wieder Geld geben und nicht wissen wofür.

Und neben Griechenland warten noch viel größere Brocken, das haut uns dann entgültig aus den Socken.

Andere Frage: wie wär es mit Grundverkauf in Griechenland, das könnte doch dem Land auch aus der Patsceh helfen und Investoren anlocken und die Realwirtschaft beleben?
Oder gehört eh schon alles korrupten Politikerfreunden?

Antworten Gast: @myzypresse
15.09.2011 16:34
1 0

Re: Einfach richtig, einfach Grün

In Wirklichkeit darf nichts von Griechenland angeboten werden

keine Firmen
keine Grundstücke
keine Inseln
keine Häuser

denn dann könnte man ja draufkommen, dass auf dem (freien) Markt diese Sachen ziemlich wertlos wären...

Und dann würde die letzte Blase in Griechenland platzen - und der virtuelle Wert Griechenlands zusammenfallen dorthin wo er eigentlich ist
nämlich dort wo ein Entwicklungsland steht, ohne Industrie, ohne Kataster, ohne verwertbare Werte.

Deshalb wird nie etwas griechisches angeboten werden, um Griechenland virtuell "gleich" mit MittelEURopa halten zu können.

Die letzte - virtuelle - Blase, nämlich die der Illusion darf nicht platzen...

2 0

>"Wir haben nicht beliebig viel Zeit", sagte er am Donnerstag im "ORF-Mittagsjournal".<


Die Griechen dagegen haben sehr viel Zeit:

Die Auflagen

Wie kommt Griechenland bei den Reformen voran?

Um den Staat transparent und effizienter zu gestalten, hatten EU, Internationaler Währungsfonds (IWF) und die Europäische Zentralbank konkrete Maßnahmen und Zeitpläne mit Athen vereinbart.

[...]

http://www.tagesspiegel.de/politik/wie-kommt-griechenland-bei-den-reformen-voran/4602128.html

Gast: mysterium
15.09.2011 15:56
1 0

Ich bin positiv überrascht von den Grünen, danke.


Gast: radius
15.09.2011 15:54
1 0

Danke, liebe Grüne.

Das war sehr vernünftig. Diese Abhängigkeit vom Großkapital wird nur noch mehr einzementiert. Beim EMS entsteht überhaupt ein Staat im Staat. Unantastbar für die Bürger, das kann keinem Demokraten gefallen.

sicher !

als wenn es die börsen auch nur irgendwie interessiert was die grünen tun, sagen, fordern !

lächerlich diese partei !

Gast: ew_einfach
15.09.2011 15:29
2 0

nit schlecht

na hallo endlich mal eine partei die nicht einfach alles ungelesen durchs parlament winkt. da haben sie sicher einige pluspunkte in der bevölkerung gesammelt.

Hobbyökonom