Eurogruppen-Treffen: Fekter gegen Finnen-Privilegien

Die Finanzministerin ist gegen eine Sonderlösung. Finnlands Finanzministerin erwartet für heute noch keine Einigung. Griechenland zeigt sich unterdessen zuversichtlich.

Finnlands Finanzministerin Jutta Urpilainen
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Finnlands Finanzministerin Jutta Urpilainen
(c) EPA (Olivier Hoslet)

Die offene Frage der Sicherheiten für Finnland bei Griechenland-Krediten wird nach den Worten der finnischen Finanzministerin Jutta Urpilainen beim Treffen der EU-Ressortchefs noch nicht geklärt. "Ich glaube, wir werden darüber verhandeln, aber ich sehe leider nicht, dass wir eine Lösung heute Abend finden", sagte Urpilainen am Freitag vor dem Treffen der Eurogruppe in Breslau. Sie sei jedoch optimistisch, dass eine für alle akzeptable Lösung möglich sei. Finnland fordert zur Beteiligung am zweiten Hilfspaket für Griechenland Garantien von dem hoch verschuldeten Mittelmeerland.

Finanzministerin Maria Fekter ist gegen eine Sonderlösung für Finnland. "Ein echtes Privileg habe ich immer abgelehnt", sagte Fekter vor Beginn der Sitzung der Eurogruppe. Mit Blick auf die anstehende Entscheidung über die Auszahlung der nächsten Kredittranche sagte sie, sie sei zuversichtlich, dass das Geld fließen werde. Eine Debatte über die Zahlungsunfähigkeit von EU-Staaten lehnt sie ab. Sie wolle "nicht jede Woche eine neue Kuh durchs Dorf freiben".

Griechenland zuversichtlich

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos zeigte sich vor Beginn der Eurositzung zuversichtlich. "Wir sind auf einem guten Weg". Er sei optimistisch für sein Land und hoffe, dass die Beschlüsse des Euro-Gipfels vom 21. Juli zur zweiten Griechenland-Hilfe und der Erweiterung der Möglichkeiten des Euro-Rettungsschirms EFSF bald umgesetzt werden.

Der belgische Finanzminister Didier Reynders erwartet sich einen regen Meinungsaustausch mit US-Finanzminister Timothy Geithner. Auf die Euro-Krise und die Furcht vor einer Debatte über Zahlungsunfähigkeit oder Ausschluss von Staaten angesprochen sagte Reynders, man könne natürlich über verschiedene Dinge diskutieren, "auch darüber, eine Mauer zu bauen und sich dahinter zu verstecken". Wirklich wichtig sei es aber, bei der Konsolidierung der Eurozone voranzukommen.

(Ag.)

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