Athen bangt um Geld - Papandreou sagt USA-Reise ab

17.09.2011 | 18:04 |   (DiePresse.com)

Griechische Medien berichten, die Regierung mache sich große Sorgen, ob die nächste Tranche der Finanzhilfe ausgezahlt wird.

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Das tief verschuldete Griechenland wird zunehmend nervös: Ministerpräsident Giorgos Papandreou sagte am Samstag eine geplante Reise in die USA ab. Grund sei, dass die kommende Woche "sehr kritisch für die Umsetzung der Beschlüsse" des Gipfeltreffens der EU im Juli sein werde, teilte sein Büro mit.

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Zuvor war die eigentlich für Montag erwartete Ankunft der Experten von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) in Athen ein zweites Mal aufgeschoben worden. Die Chefs der sogenannten "Troika" werden demnach nicht wie ursprünglich erwartet am Montag in Athen sein. Stattdessen solle es lediglich eine Telefonkonferenz des griechischen Finanzministers Evangelos Venizelos mit den drei hohen Funktionären geben, hieß es aus Kreisen des Finanzministeriums. Die Reise der "Troika" nach Athen war bereits zuvor einmal verschoben worden.

"Negatives Klima" beim Finanzministertreffen

Griechische Medien berichteten, die Regierung mache sich nun große Sorgen, ob die nächste Tranche der Finanzhilfe ausgezahlt wird. Finanzminister Evangelos Venizelos habe ein "äußerst negatives Klima" beim jüngsten Finanzministertreffen der EU in Breslau festgestellt. Papandreou sei bereits auf dem Weg in die USA gewesen und kehre jetzt aus London nach Athen zurück, hieß es weiter.

Ursprünglich wollte sich Papandreou in New York auch mit der IWF-Direktorin Christine Lagarde und dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon treffen. Der Regierungschef hatte geplant, Lagarde zu versichern, dass Griechenland die nötigen Reformen und Sparmaßnahmen in die Wege leiten werde.

Nur, wenn die "Troika" grünes Licht gibt, wird Griechenland die nächste Tranche seiner dringend benötigten Finanzhilfe bekommen. Griechenland hat nach offiziellen Angaben Geld bis Oktober. Kommt die Hilfe nicht, ist das Land pleite.

 

(Ag.)

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37 Kommentare
 
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Gast: lou
19.09.2011 12:21
0

was die wenigsten realisieren

die rettungspakete sichern doch nur schulden ab die griechenland hauptsächlich in europa hat. Das rettungspaket kann somit eigentlich nicht mehr als eine pleite (die hier anscheindend viele bevorzugen) kosten.

na geh

plötzlich machen sich die griechen sorgen um das geld. nachdem sie jahrzehntelang geld geradezu sorglos verbraten haben.

Re: na geh


Ich glaube nicht, dass die Griechen sich Sorgen um's Geld machen ...
_____________

Athen sorgt für frisches Geld

[...] Das krisengeschüttelte Griechenland will einem Zeitungsbericht zufolge sein Bankensystem mit Kreditgarantien im Volumen von bis zu 30 Mrd. Euro versorgen. Damit solle bei den überschuldeten (!!!) Geldhäusern der Liquiditätsengpass abgemildert werden, berichtet die griechische Zeitung "Kathimerini". [...]

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Mehr-Spiel-fuer-Griechen-Banken-article4330866.html

Gast: highwayhell
18.09.2011 15:46
0

Griechische Tragödie - Die Folgen für Deutschland

Griechische Tragödie - Die Folgen für Deutschland

http://goo.gl/z1TYm

Gast: FH
18.09.2011 14:37
0

Privilegienstadl

Ein griechisches Akademikerpaar mit 50.000 Jahreseinkommen, soll nach gr. zeitungen ca. 3-5% durch deren geplante "Sparmaßnahmen" verlieren.
Wie soll den deutschen und österreichischen Arbeitern jemand erklären, dass mit den Hilfsgeldern nur ein Wulst von 800.000 Staatsdienern mit weit überhöhten Einkommen und Privilegien durchgefüttert werden soll und die wahren reichen dort fast keine Steuern zahlen.
Übrigens: Verpfändet eonfach Kos an die Engländer und die Spanier Mallorca an die Deutschen.

Gast: Sinus
18.09.2011 14:26
0

Placebo

Eine reine Pseudo-Meldung, um die steigende Entrüstung der Bürger zu beschwichtigen.

Die Umverteilung vom Privatvermögen unschuldiger Privatpersonen an die Finanzoligarchie wird selbstverständlich weitergehen.


Die faule

und stinkende Gier nach Macht und Geld hat die Politiker zu korrupten Zombiemarionetten der Finanzwirtschaft gemacht, deren Weg sie selbst mit korrupten Gesetzen den Weg geebnet haben.

Wahrheit kann man auch fühlen!

Gast: alter Schilling
18.09.2011 12:55
5

bisher kein einziger Cent für die Griechen !

Man muss es immer wieder sagen:

Bisher haben die Griechen keinen einzigen Cent bekommen. Die Milliarden haben die Banken bekommen und so ihr vollgepumptes faules Staatsanleihenportfolio etwas abgebaut.
Mit den Mrd. hilft man hier mit Steuergeldern wieder den Banken und die griechische Bevölkerung geht leer aus.

Das ist die wahre Realität !

Antworten Gast: walti
18.09.2011 15:06
3

Re: bisher kein einziger Cent für die Griechen !

Die wahre Realität !! ist doch !!
Die Griechen haben die Schulden gemacht !! und wieso sollten diese nicht zurückbezahlt
werden.
Ebenso ist die Wahrheit !!! diese Gelder
werden für den laufenden GR-Haushalt
gebraucht.Griechenland ist ohne fremde
Gelder nicht LEBENSFÄHIG

Re: Re: bisher kein einziger Cent für die Griechen !


Stimmt!

Heuer bis August 2011 hatten die Griechen ein Defizit von 23,077 Mrd Euro (= Neuverschuldung).

Davon wurden 12,7 Mrd Euro für Zinszahlungen verwendet (auch an griechische Banken).

Die Differenz, 10,377 Mrd Euro, haben die griechischen Bürger bekommen.

Daher auch ein Leistungsbilanzdefizit von 13,267 Mrd Euro vom Jänner bis August 2011.

Gast: hubsi1
18.09.2011 12:11
0

diese 8 Mrd.

sollen die Griechen selbst aufbringen.
Dann stellt sich heraus wie ernst es die Griechen meinen.

Wer profitiert ?

Nachdem vor allem deutsche und französische Banken vom Rettungsschirm profitieren ist das Donnerwetter Deutschlands reines Politspektakel. Würde Griechenland pleite gehen müßte Deutschland noch wesentlich tiefer in die Tasche greifen und seine Banken auffangen, während durch den Rettungsschirm die Last auf andere Länder überwälzt wird.

Würden vor allem österreichische Banken betroffen sein, dann wäre es ein rein österreichisches Problem nachdem aber die Achse Paris-Berlin den Takt angibt ist es ein EU-Problem und alle anderen sollen mitzahlen.

Wer für eine Aufstockung des Rettungsschirmes stimmt, stimmt damit auch für eine Bevorzugung Frankreichs und Deutschlands, wobei den Griechen in keinster Weise geholfen ist, weil diese Strukturreformen brauchen und keine reine Umschuldung.

Wir als Aktion 21, die für eine frühzeitige, ergebnisoffene und ehrliche Einbindung der Bürger in politische Entscheidungen kämpft, werden über das Stimmverhalten der österreichischen Parlamentsabgeordneten die Bevölkerung unterrichten.

Griechenland ist (leider) bereits pleite.

Es geht daher nicht darum, ob Griechenland weiter bezahlen kann, es geht vielmehr darum, ob andere weiterhin für Griechenland bezahlen werden.

Re: Griechenland ist (leider) bereits pleite.

nein, keinen Cent mehr!
es wird krachen in Europa, das stimmt, aber wenn wir noch weiter finanzieren wird es noch mehr krachen! und teurer für uns!

Re: es wird krachen in Europa, das stimmt,

viele Zeichen zeigen bereits sehr deutlich

http://www.krone.at/Oesterreich/In_Wien_probte_vor_hundert_Jahren_der_Poebel_den_Aufstand-Frappierend_aktuell-Story-296492

sehr ähnliche Zustände, wie man anhand der jetzt sogar in ohnehin schlechten Jahren, sämtlche Gebühren und Steuern anhebt um die Verteilungsmaschinerie am laufen erhalten versucht.

Zwar wird sich Hunger erst langsamer als damals breit machen, allerdings müssen manche Familien heute schon in Somamärkte betteln gehen um überleben zu können.

Arbeitslosenzahen werden längst und immer gefinkelter "geschönt" um dem Volk SIcherheit vorgaukeln zu wollen, gleichzeitig werden aber weiterhin Mrd in Parteiwerbungen gepumpt; Geld, das eigentlich gar nicht vorhanden ist !!!

WIe lange geht das noch gut ?!

Gast: Plach2
18.09.2011 10:43
3

Unsere derzeitige "Haftung"!

Würde man € 100.- Scheine stappeln hätten sie derzeit eine Höhe von knapp 17 km!

- Und das ist alles noch immer zu wenig Geld für Griechenland!

Wer außer Frau Fekter glaubt, dass wir das viele Geld jemals wieder sehen werden? (In einer vom ORF übertragenen Rede im Parlament sagte sie: "Geld welches wir für Griechenland geben, ist ein gutes Geschäft"!)

Solche Leute verwalten unser Steuergeld!!!!

Gast: DI
18.09.2011 09:57
1

Artikel gut, Tatbestand zum Kotzen!


Gast: Free
18.09.2011 09:54
1

Kein Cent mehr für Griechenland!

Und auch der Osten soll sich andere zum Ausnehmen suchen inkl der restlichen PIGS Staaten..

Gast: Arbeitender
18.09.2011 09:42
0

Die sollen arbeiten


Gast: dunklewolken
17.09.2011 21:10
7

was ist das für eine politik, wenn man täglich bei den finanzhaien betteln muß. die zukunft europas konnte an den börsen verzockt werden. schuld ist natürlich wie immer ,das nimmersatte volk.

es traut sich natürlich kein politiker sagen. die eu und der euro sind gescheitert. nicht nur in griechenland. die lebenskosten wurden mit dem euro extrem mehr. trotz vollerwerbstätigkeit haben viele arbeitnehmer immer weniger zum leben. der euro hat zwar vielen konzernmanagern geholfen,riesige gewinne einzufahren, aber es wird ausgelagert wie noch nie und das erwirtschaftete vermögen kommt immer weniger bei den leuten an. die folge davon sind sozialabbau bei den pensionenusw.auch die jugendarbeitslosigkeit in vielen eu ländern(spanien,Italien) wird immer größer. die altersarmut in weiten teilen europas spricht auch nicht für den euro. und noch mehr sollen die staatlichen pensionen gekürzt werden und noch länger soll für die finanzmärkte gearbeitet werden. die völker,arbeitnehmer u. steuerzahler werden so auf viele jahrzehnte hinaus die schuldenknechte für die bankenmärkte sein. das vertrauen der märkte ist erschüttert, sagen die eu politiker und bankmanager. da wedelt der schwanz schon mit dem hund und die täter und verzocker von vielen milliarden volksvermögen werden nun schon als opfer dargestellt und das täterprofil wurde auch schon vom wiener geilomobilpolitiker kurz erstellt. die staatlichen asvg pensionisten die 45 jahre gearbeitet haben, sollen schuld haben, am staatsbankrott sein. die bürger die 45 jahre arbeiten und einzahlen sollen die schuldigen sein? dass diese weitreichenden spekulantenbanker systeme die ursache sind, davon wollen die politiker nichts hören.

Antworten Gast: Brennstein2
18.09.2011 05:46
2

Re: was ist das für eine politik, wenn man täglich bei den finanzhaien betteln muß. die zukunft europas konnte an den börsen verzockt werden. schuld ist natürlich wie immer ,das nimmersatte volk.

Nicht die Spekulanten sind schuld sondern die die Staatsschulden und die damit verbundene Geldschwemme haben dieses System ermöglicht.

Gast: Frank Oberhauser
17.09.2011 21:10
2

"wenn die "Troika" grünes Licht gibt"

Was sie, wenn noch Anstand zählt, nicht tun dürfte, weil die Griechen nicht annähernd ihre Hausaufgaben erledigt haben. Von allen Versprechungen wurde einmal mehr fast nichts gehalten.

Re: "wenn die "Troika" grünes Licht gibt"

Das Problem dürfte sein, dass es hier nicht wirklich um "wirtschaftliche Entscheidungen" geht, sondern um politische. Und diese müssen für die breite Öffentlichkeit mit einigen Papierchen "untermauert" werden.

Da die Griechen beim Erstellen solcher Papierchen aber große Erfahrung haben, darf das derzeitige Geplänkel (leider) ruhig als "Sturm im Wasserglas" angesehen werden. Nämlich als Show für die zahlenden Bürger, wie sorgfältig man mit derem Steuergeld umgeht.

Auf die doch rechtzeitig erfolgende Auszahlung der nächsten Tranche darf (aus vorstehenden Gründen) gewettet werden.

Gast: Dimitri Zahlos
17.09.2011 20:36
0

Die Griechen müssen bangen......

.........Papandreou NICHT!
Ps: vor einem bevorstehenden Militärputsch, hat Papandreou den Verteidigungsminister zum Finanzminister gemacht - NOCH FRAGEN!
http://www.youtube.com/watch?v=GV3oIZJahaQ

Antworten Gast: Die Paranoia
18.09.2011 01:30
0

Re: Die Griechen müssen bangen......

Zitat: "Der Kopp Verlag e.K. ist ein deutscher Buchverlag und -versand mit Sitz in Rottenburg am Neckar, dessen Geschäftsinhaber Jochen Kopp ist. Der Verlag vertreibt Sachbücher aus dem Umfeld von Esoterik, Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften."
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Re: Re: Die Griechen müssen bangen......

Dass es keine Verschwörungen gäbe ist jedenfalls die praxisfernere Theorie.

 
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