S&P stuft sieben italienische Banken herab

21.09.2011 | 20:54 |   (DiePresse.com)

Von der Entscheidung der Ratingagentur Standard & Poor's ist auch die Bank-Austria-Mutter UniCredit betroffen. Begründet wird die Herabstufung mit den hohen Geschäftsrisiken wegen der Schuldenkrise.

Drucken Versenden AAA
Schriftgröße
Kommentieren

Mehr zum Thema:

Die Ratingagentur Standard & Poor's hat am Mittwochabend die Bonität von sieben italienischen Banken herabgestuft. Als Grund wurden hohe Geschäftsrisiken wegen der Schuldenkrise angegeben. Der Ausblick für die Mailänder Bank-Austria-Mutter UniCredit wurde von "stabil" auf "negativ" gesenkt.

Mehr zum Thema:

Erst einen Tag zuvor hatte die Agentur die Kreditwürdigkeit Italiens um eine Stufe gesenkt.

Standard & Poor's teilte weiter mit, die Agentur handle in Übereinstimmung mit ihren Kriterien, die das Verhältnis zwischen Ratings für Finanzinstitutionen und deren Einfluss in der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion bemessen würden.

(Ag.)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Lesen Sie hier weiter zum Thema:

Mehr aus dem Web

1 Kommentare
Gast: G 101
22.09.2011 09:25
0

italienische Krise der Staatsfinanzen

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die italienische Krise der Staatsfinanzen und der unterkapitalisierten Banken, gemessen an den eingegangenen Risiken in Luft auflöst, dürfte gering sein. Italiens Bunga Bunga-Patron, Zeichen einer dekadenten und den Anforderungen der Krise nicht gewachsenen Demokratie inkl. seiner Institutionen, dürfte ein weiterer ernstzunehmender Malus sein und Italien könnte die Griechenlandkrise um Längen schlagen und die virtuellen Möchtegern-Retter komplett überfordern.
Die weitere Zuspitzung der Krise in der Eurozone dokumentiert sich auch in den Handlungen der Bad Bank EZB (Europäische Zentralbank). Heute kündigte die EZB in einer Pressemitteilung an, auch die nicht an einem regulären Markt gehandelten Schuldtitel der Kreditinstitute als Sicherheiten für ihre geldpolitischen Instrumente zu akzeptieren. Eine klare Umschreibung von noch mehr Schrottanleihen hin zur EZB gegen Cash für die Banken! Damit finden auch noch die Level3 Assets der Banken ihren Weg in die Bücher der EZB. Quelle: Ecb.int/Pressmitteilung
Nur auch diese weitere Aufweichung von Stabilitätsstandards wird nicht viel nützen, denn das Bankensystem steckt in einer Solvenzkrise und nicht in einer Liquiditätskrise.
aus querschuesse.de vom 21.9.2011

Umfrage

  • Sollen in Wien Tourismuszonen für den Handel eingerichtet werden?
  • Ja
  • Nein
  • Ist mir egal
AnmeldenAnmelden