Eurozone: Politiker riskieren Hyperinflation

25.09.2011 | 18:24 |  JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Euroländer wollen in ihrem Rettungsschirm per Hebelwirkung "aus einem Euro fünf machen" - und riskieren damit Mega-Inflation. Die diskutierte Staatsfinanzierung per Notenpresse stößt auf wenig Widerstand.

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Wien. Der (offenbar zu kleine) Euro-Rettungsschirm ist von den nationalen Parlamenten noch nicht einmal abgesegnet, da ist schon von einer gewaltigen Aufstockung die Rede: Am Rande der laufenden Weltbanktagung in Washington wird darüber geredet, wie man dem mit 440 Milliarden Euro dotierten Rettungsschirm EFSF im Falle des Falles „mehr Feuerkraft“ verleihen könnte.

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Einfach aufstocken geht schwer: In „Zahlerländern“ wie Deutschland oder Österreich ist der Unmut in der Bevölkerung über die Riesensummen, die für die Rettung der Eurozone aus Steuermitteln bereitgestellt werden müssen, schon jetzt groß. EU-Währungskommissar Olli Rehn spricht deshalb schon offen darüber, dass es notwendig werden könnte, die Mittel des EFSF zu „hebeln“, um „aus einem Euro fünf“ zu machen. Angelpunkt dieses Finanz-Kunststücks soll die Europäische Zentralbank (EZB) werden. Druck dazu kommt unter anderem von den USA, deren Finanzminister Timothy Geithner gemeint hatte, die Eurorettung werde nur funktionieren, wenn der Rettungsschirm unbegrenzte Haftungen übernehme.

Die wildeste Variante sieht so aus: Der EFSF kauft Anleihen von Pleitestaaten wie etwa Griechenland auf und hinterlegt diese als „Sicherheiten“ für weitere Kredite bei der EZB. Mit diesen Krediten kauft er wieder Staatsanleihen, die er als Sicherheiten für neuerliche Darlehen bei der Notenbank hinterlegt. Das wäre eine wesentliche Änderung der bisherigen Pläne, die vorsahen, dass sich der EFSF mithilfe von Staatsgarantien auf dem Kapitalmarkt finanzieren müsste.

Finanzexperten warnen bereits vor einem solchen Schritt: Sollte der EFSF auf diese Art unbegrenzt Kredit bei der EZB erhalten, bekämen alle Euroländer de facto unbegrenzt Zugriff auf „frisch gedrucktes“ Geld der Euronotenbank. Jedes Defizit könnte so „abgedeckt“ werden, der Druck auf Ausgabenbremsen für die Staatshaushalte wäre weg. Und der Weg in die vermögensvernichtende Hyperinflation wäre frei.

Geithner soll seinen EU-Kollegen noch eine zweite Variante nach dem Muster des Krisenprogramms der US-Notenbank Fed vorgeschlagen haben, bei der die Staaten zwar nicht unbegrenzt Zugriff auf die „Notenpresse“ hätten, die vorhandenen EFSF-Mittel aber doch verzehnfachen könnten.

Erstaunlicherweise stoßen diese Vorschläge bisher in der EZB, deren Hauptziel ja eigentlich die Preisstabilität sein sollte, auf wenig Widerstand. Lediglich der deutsche Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die „Hebelung“ der EFSF-Mittel, die einer direkten Staatsfinanzierung durch die Notenpresse gleichkäme, strikt abgelehnt. Weidmann sagte, eine solche Variante sei wegen des Verbots der direkten Staatsfinanzierung durch die EZB gar nicht möglich. Dieses Verbot ist durch die laufenden direkten Anleihekäufe der EZB freilich jetzt schon unterlaufen.

 

Österreich haftet für 29 Milliarden

Unterstützung bekommt Weidmann nicht einmal von „seinem“ Finanzminister: Deutschlands Säckelwart Wolfgang Schäuble zeigte sich zwar skeptisch, aber nicht direkt ablehnend. Zudem gäbe es auch noch andere Möglichkeiten, dem Rettungsschirm mehr Geld ohne direkte Aufstockung der Finanzmittel zu verschaffen.

In dieser Woche werden unter anderem die Parlamente von Deutschland und Österreich die Aufstockung der Haftungen für den Rettungsschirm beschließen. Österreich hat bisher Haftungen über 12,2 Milliarden Euro zugesagt, am Freitag soll dieser Rahmen auf 21,6 Milliarden Euro aufgestockt werden. Dazu kommen noch diverse „Kosten und Zinsen“, sodass der Rettungsschirm die österreichischen Steuerzahler im schlimmsten Fall (Pleite mehrerer Euroländer) bis zu 29 Milliarden Euro kosten könnte. Der EFSF wird 440 Milliarden Euro vergeben können, die Haftungen insgesamt belaufen sich auf 779 Milliarden Euro. 2013 soll der EFSF durch ein permanentes Nachfolgeinstrument (European Stability Mechanism, ESM) abgelöst werden. Diskutiert wird bereits über ein „Vorziehen“ des ESM auf 2012.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2011)

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525 Kommentare
 
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Antworten Antworten Antworten Gast: Andrew
26.09.2011 15:37
2 0

Recht folgt Macht

Ist schon richtig.
Aber wenn erst das rotschwarze Machtkartell weg ist, das den Staat seit '45 im Würgegriff gehabt hat, wird sich die Justiz leichter tun mit dem Ermitteln ;)

Gast: Gassi gehen
26.09.2011 11:19
2 0

Eurozone: Politiker riskieren Hyperinflation

egal EU weit laufen den regierenden unfähigen Politikern die Wähler weg wir zahlen nicht die schulden anderer Länder das ist sicher

Gast: Guten Tag
26.09.2011 11:16
1 0

Was sagen Personen aus der Finanzwirtschaft wie Bankenvorstände dazu?

Dass Politiker nicht immer in Sachthemen und allgemein mitdenkend sind, ist ja bekannt.

Ich frage mich nur, was Personen aus der Finanzwirtschaft wie Bankenvorstände dazu sagen.

Re: Was sagen Personen aus der Finanzwirtschaft wie Bankenvorstände dazu?

Hr. Ackermann, Deutsche Bank AG, 2010: GR wird das nie zurück bezahlen können.

Danach erfolgte eine Art "Maulkorberlaß" seitens "Angies". Bis dato gibt es jedoch nicht den kleinsten Hinweis, dass sich daran etwas geändert hätte.

Gast: Ökonomie
26.09.2011 11:14
6 0

Forderung nach Rücktritt sämtlicher EZB Ratsmitglieder

Als Ökonom fordere ich sämtliche Mitglieder des EZB Rats zum sofortigen Rücktritt auf. Was hier beschlossen wird hat nichts mehr mit Wahrung der Währungsstabilität zu tun. Für ihre hochbezahlten Posten verkaufen sie ihre Seele und natürlich alle Bürger in den EURO Staaten gleich mit.

Gast: Geheimrat
26.09.2011 11:13
1 0

Stoppt die EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)!


http://www.youtube.com/watch?v=d6JKlbbvcu0&feature=player_embedded

4 0

Es ist egal

welche Länder man nun einsetzt um die Krise zu beschreiben.
Griechenland, Portugall, Irland gesamte EU
oder USA.

Ein paar Wochen noch, dann zeigt sich das wahre Dilemma.
Unverfälscht und ungnädig.
Es wird nicht nur die EU betreffen, die Amis werden dann ihrem Volk verkaufen, dass die EU an ihrem Leid schuld sein....also viel Spaß noch

0 0

Hyperinlflation?


Also die Märkte fürchten sich heute anscheinend NUR vor Deflation.
Silber fällt auf $26, Gold korrigiert auch weiter.

Derzeit ist die Angst sehr groß, dass die Weltkonjunktur zusammenbricht. Vor einer Geldschwemme fürchtet sich derzeit keiner.
Der US-Dollar ist gesucht wie selten zuvor. Auch der Euro ist fast schon wieder eine Safe-haven.

Antworten Gast: Analyst 829
26.09.2011 11:16
2 0

Re: Hyperinlflation?

Das Problem ist nicht das Reinpumpen von Geldern in den Markt. Das Problem ist diese Gelder wieder aus dem Markt zu bekommen, wenn Inflation aufkommt.

Kommt Inflation - und die kommt so sicher wie das Amen im Gebet, wenn man UNBEGRENZTE Garantien auf Junkbonds wie griechische Staatsanleihen, die dann munter weiter ausgegeben würden gibt - ist der LETZE sichere Hafen weg, nämlich das Geld.

Es hilft nichts, nur mit ZUSÄTZLICHER Anstrengung, z. B. der Entwicklung von günstig bereitstellbaren Substituionsgütern, kommt man aus einer Krise.

Die Halbleiterindustrie hat permanent Deflation und bekämpft diese sehr Erfolgreich seit Jahrzehnten mit dem einzig geeigneten Mittel dagegen und das heißt schlicht und einfach Innovation und Fleiß!

Einfach wegzuschauen, wie sich etwa 1/3 (es ist tatsächlich soviel) eines Jahrgangs in den Sozialstaat ein Leben lang in Europa oder den USA verabschiedet, ist falsch. Man muss hier Sanktionieren und einfach mehr "Drill" anordnen. Die USA tun dies, indem sie immer mehr Menschen zum Militär einziehen und mit diesen Ölfelder erobern, die jeder gerne hätte. Griechenland müsste das über Arbeitsplätze im Fremdenverkehr tun, denn von verkaufbarer Hochtechnologie ist Griechenland weiter entfernt als so manches Entwicklungsland.

Man darf jetzt keinesfalls den letzten sicheren Hafen - BARGELD - via Inflation zerstören, der einzige Ausweg aus der Krise ist und bleibt Mut und Muße und Probleme offen ansprechen und auch anpacken!

Gast: Analyst 829
26.09.2011 10:51
5 1

Unbeschränkte Haftung ist blanker Wahnsinn nur Fleiß kann aus Krise helfen!

Die faulen Griechen - ja die Griechen sind faul und brauchen jemanden, der sie antreibt und nicht ein Ruhekissen hingelegt, damit sie es nur ja nicht ungemütlich in der Krise haben.

Aus einer Krise kommt man nur mit zusätzlicher Anstrengung. Der Unsinn, den die EU hier über Hyperinflation vorschlägt hat in der Weimarer Republik direkt ins Chaos geführt.

Auf GAR keinen Fall sollte man eine Haftung für Menschen übernehmen, die nicht arbeiten WOLLEN, so wie es bei den Griechen nun mal der Fall ist. Die Griechen sind faul und wollen nicht arbeiten und so etwas darf man nicht mit Haftungen unterstützen. Wer persönlich spenden will, der möge den Griechen spenden, aber unbeschränkte Haftungen sind der blanke Wahnsinn und würden selbst solide Staaten wie Deutschland schlicht und einfach ruinieren.

Ich bin gar nicht der größte Feind von Europaanleihen. Wozu der teure Umweg über Banken? Braucht man nicht, WENN man diese Anleihen nach strengsten Richtlinien und nur bei strengsten Auflagen wie sie der IWF erteilt bei maroden Staaten, ausgibt.

Wer eine Europaanleihe will, der muss sein Defizit - woher die Staaten das Geld nehmen interessiert den IWF ja auch nie - massiv abbauen. Jede Firma muss von Zeit zu Zeit "ausmisten" und unnötige Kosten abbauen, andernfalls wird Geld unnötig verbrannt. In Griechenland könnten ungeschaut heuer 50 % der Staatsbediensteten eingespart werden und nächstes Jahr gleich nochmals und der Laden würde genauso aber OHNE Defizit laufen.

0 0

Re: Unbeschränkte Haftung ist blanker Wahnsinn nur Fleiß kann aus Krise helfen!


Zustimmung!

Aber: Europa-Anleihen gehen aber wieder über die Banken (eine Euro-Schulden-Agentur begibt am Markt Euro-Anleihen via Banken, mit den Erlösen kauft die Euro-Schuldenagentur z.B. Griechen-Anleihen).

Die "teuren Banken" mischen hier also wieder mit und treiben mit den Zinsen die Staatsschulden weiter in die Höhe.

Wenn man dem EFSF eine Banklizenz erteilt, damit dieser sich bei der EZB refinanzieren kann, würden die Geschäfts-Banken außen vor gelassen.

Das könnte natürlich auch jeder Staat für sich alleine durchziehen: Er gründet eine 100%-Staatsbank (in D mit der KfW schon vorhanden), stattet diese mit einem entsprechenden Grundkapital aus und hebelt dieses via EZB.

Natürlich dürfte die EZB nur Bonds mit guter Bonität als Sicherheit akzeptieren (Griechen-Bonds wären nicht darunter).

Wenn die "Hebelung" kommen sollte, was ich an und für sich befürworte, müsste das natürlich mit entsprechenden Begleitmaßnahmen einher gehen, u.a. solchen wie von Ihnen schon angedeutet.

Antworten Gast: AndererAnalyst
26.09.2011 11:20
2 0

Re: Unbeschränkte Haftung ist blanker Wahnsinn

Eben:

Deshalb nicht für Banken haften! Es reicht!

Gast: Plfanzenzone
26.09.2011 10:47
3 0

ein gutes hat die sache immerhin

die krise kam gerade noch rechtzeitig bevor auch noch zig total runtergewirtschaftete ost-länder in den euro aufgenommen werden konnten. o-ton merkel zur total umstrittenen aufnahme von estland in den euro heuer im jänner: das ist eine politische und keine wirtschaftliche entscheidung.....mehr muss nicht mehr gesagt werden.

deren beitritt zu euro-zone wurde mittlerweile auf die lange bank geschoben. ein paar järchen im wohligen schoß von eu und euro und wir hätten garantiert dort das gleiche in grün.

man stelle sich ein szenario vor wo auch noch eine handvoll dieser staaten zu retten wären. insofern kann man dass dann so sehen: es ist zwar dramatisch, nach dem willen der eu-spitzen-politiker hätt's aber durchaus noch schlimmer werden.

Na und

gehn wir halt Bankrott. Ist scheibar eh der einzige Weg diese Misswirtschaft der Regierungen zu beenden.

WIR WERDEN DARAN NICHT STERBEN.

Antworten Gast: Sinus
26.09.2011 10:42
4 0

Re: Na und

Genau das wird bei einem Bankrott eben nicht passieren, weil nach Inkrafttreten des ESM die Demokratie in jedem Euro-Mitgliedsland beendet wird!

5 2

Re: Re: Na und

Die Demokratie wurde seit dem Beitritt zur EU mittlerweile beendet. Die meisten Gesetze kommen von der EU, wir wählen nur jene, die uns erzählen, was dort entschieden wird. Das Recht geht von der EU nicht vom Volke aus.

Nicht einmal unsere Politiker haben die Möglichkeit, sich gegen den Raub unseres Steuergeldes zu wehren. Von einer Volksabstimmung dazu ist erst recht keine Rede.

Primär entscheidet der IWF und die Ratingagenturen, damit defacto die USA, also in diesem Fall offensichtlich nicht einmal irgendwer in der EU.

Antworten Antworten Gast: Manol
26.09.2011 11:24
0 0

Re: Re: Na und

Dann ist aber auch Dein Erspartes weg und Dein geld auch nichts mehr wert. Sagst du dann trotzdem nur na und?

Re: Re: Na und

Denken Sie, wir sollten uns jetzt ein wenig aufrüsten zuhause.

Ich besitze aber nur einen Schnitzelpracker.

Re: Re: Re: Na und

Dann mal schnell Zielübungen machen mit dem Ding. :-)

6 0

Re: Re: Na und

In extremen Krisenzeiten ist eine Demokratie auch nicht aufrecht zu erhalten.

Jede Krise führt in ein autoritäres System. Die EU ist am besten Weg dahin.

Re: Re: Re: Na und

Fühlen Sie sich noch gefragt?

Ich habe das Gefühl ich kann in Österreich zwischen Korrupten und BlondenBlauäugigen wählen, und einen Haufen Grüner welchen Homosexualität und Innen das größte Problem darstellt, welches unser Land bedroht.

Diese Auswahl ist keine Wahl, das ist ein furchtbarer Zustand welcher in Wien und in folge auch in der EU sitzt.

Demokratie wäre ja super, doch leider werden wir schamlos ausgebeutet, man kommt sich vor wie im Film MATRIX.

0 0

Re: und BlondenBlauäugigen wählen,

welche sogar das weitaus grössere stärkere römische Reich ins wanken und zusammenbrechen brachten, widme ich weiterhin gerne eher meine Stimem als den Luschen, welche um seltsamste Wünsche ihre Stimmen verschwenden.

Veränderungen kommen eben NICHt durch Stillstand und Resignation zustande, sondern allein dadurch das man wenn auch ungern weil wohl auch gegen die eigenen Interessen, das weit andere und lindere Übel wählt !

Re: Re: und BlondenBlauäugigen wählen,

Sie sollten mehr Zeitung lesen, damit Sie wissen was die BlondBlauäugigen so alles an Verbrechen begehen, und ich meine nicht die 70 Jahre alten!

Gast: tg
26.09.2011 10:29
6 0

Staatsschulden können nur inflationiert werden

Dass Staatsschulden in einem Sozialstaat NUR über Inflation abgebaut werden können sollte doch jedem klar sein? Also warum die Überraschung und das große Jammern?

Unsere Regierung kann ja schlecht beschließen "nächstes Jahr kürzen wir die Pensionen um 20%" - denn dann werden sie nicht mehr gewählt.

Aber Staatsschulden können bequem gemacht werden, und über Inflation kann das ganze bequem finanziert werden.

Warum? Weil fast niemand unser Geldsystem versteht. Da ist es ein leichtes andere Sündenböcke zu finden - Spekulanten, Konzerne, oder der Renner schlechthin "die EU".


0 0

Re: Staatsschulden können nur inflationiert werden


Das funktioniert aber nur so lange das Volk nicht mitbekommt, was da läuft. Wenn nämlich die Masse der Sparer merken, dass ihre Ersaprnisse von der Regierung bewusst entwertet werden, ist der Ofen aus.

0 0

Re: Re: Staatsschulden können nur inflationiert werden

"...ist der Ofen aus."

Täuschen Sie sich nicht. Das "Volk", der Wähler hat in den letzten 40 Jahren fast immer nur die Regierungen gewählt, die mit sozialen Wohltaten nur so um sich geschmissen haben. Dass die Wähler einmal die Rechnungen serviert bekommen hat ja niemand geglaubt.

"Der Wohlstand wird ja gerecht verteilt", hieß es!

Dass er vorher hart erarbeitet werden muss, wurde niemals auch nur angedeutet!

Antworten Antworten Gast: Jepp
26.09.2011 12:54
0 0

Re: Re: Staatsschulden können nur inflationiert werden

... das würde voraussetzen dass die Masse merkt was abgeht ... nachdem jedoch (die normal geringe) Inflation ein eher schleichender Vorgang ist > fällt's nicht wirklich auf ...

... da es jetzt in naher Zukunft aber um einiges schneller geht werden's die Leut schon merken ... aber da haben wir ja schon "die bösen Spekulanten" als Sündenböcke aufgestellt.

Wobei:
Die Spekulanten (lat.: spekulare = beobachten) sind nicht die VERURSACHER sondern beobachten lediglich und positionieren sich ... in diesem Fall eben aufgrund von (grottenschlechten) Fundamentaldaten ...

... was man einem Spekulanten vielleicht vorwerfen kann ist, dass er diese Situation ausnützt ... aber als Verursacher sehe ich ihn nicht ...

Mir fällt dazu nur ein:
"Man soll niemals die Gier der Menschen unterschätzen ..." (irgendein gscheiter Mann hat das mal gesagt).

Also - kopf hoch, bald is judgement day

0 0

Re: Re: Re: Staatsschulden können nur inflationiert werden

Eine Inflation ist ein schleichender Vorgang, eine Hyperinflation aber nicht mehr. Die fällt dann sehr wohl aus und ich zweifle sehr stark daran, dass die Bevölkerung der ehemaligen Hartwährungsländer das so einfach hinnehmen wird.

1 0

Re: Re: Staatsschulden können nur inflationiert werden

Zitat: Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh. - Henry Ford

Gast: frank78
26.09.2011 10:25
5 0

gruselig was den politikern einfällt

die derzeitige regelung sieht ja vor dem eventuellen kunden, der de facto pleite ist, vorab geld zu geben, damai er vielleicht in naher zukunft weiterhin unsere produkte kaufen kann - welcher geschäftsmann würde so handeln und vor allem wie lange würde der überleben

es liegt auf der hand, dass dieses geschäftsmodell früher oder später uns alle in den abgrund treibt

griechenland, ein land mit 2 oder 3% wirtschaftsleistung der eu bringt uns an den rand des ruins, die dafür verantwortlichen politiker, beamten und banker erfreuen sich aber immer noch der freiheit und üppigen gehälter bzw. pensionen

Gast: garstig?
26.09.2011 10:25
4 3

ich möchte wieder ECHTES geld..



und nicht dieses kranke häuslpappier aus brüssel, das immer gestützt werden muß, mit den lebensersparnissen bis in die enkelgeneration !

schilling her, euro weg !

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Re: ich möchte wieder ECHTES geld..

ich bekomme es jeden Monat ganz gegen den Wunsch der Banken, BAR ausbezahlt und komm damit super klar !

Es beginnt eben hier, im Kleinen; dem Bargeld, das man ja liebend gerne abschaffen möchte aber noch nicht kann, da immer noch unzählige Kunden kein Konto haben wollen !

Bargeldzahler sehen auch die Inflation und das herum wesentlich anders, was man ja auch verhindern möchte aber (noch) nicht kann ;-)

Zurück zum Ursprung lautet eine Biowerbung; also warum nicht zurück zur Bargeldgesellschaft, welche ihr Leben planbar einfacher und leistbarer zu regeln wusste ?!

1 0

Re: ich möchte wieder ECHTES geld..

Sie haben´s offenbar noch immer nicht kapiert!
Nicht der EURO muss gestützt werden, sondern die verschuldeten Länder, die bereits vor dem EURO ihre Finanzen nicht in Ordnung brachten!

Was glauben Sie würde mit dem Schilling passieren, bei Schulden über 205 Milliarden EURO?

Herr Geithner hat seinen eigenen Laden nicht im Griff.

Auf Zurufe von Übersee kann Europa daher dankend verzichten.

Ich warte auf den Tag, wenn sich die Nettosteuerzahler, die für diese Sause aufkommen werden müssen, auf die Straße gehen.

Re: Herr Geithner hat seinen eigenen Laden nicht im Griff.

leider gehen die meisten Leute erst auf die Straße, wenn sie nichts mehr zu essen haben. Steuerzahler haben auch keine funktionierende Vertretung, die z.B. zu einem Protest aufrufen könnte - da würde ich sofort hingehen, wenn das jemand organisiert.

Gast: Teures Brot
26.09.2011 10:15
6 0

Kein fettes Brot mehr

Ich mache mich schon einmal darauf gefasst, dass ein Kilo Brot bald 10 Euro kosten dürfte.


Die "solidarische" Lösung wurde gefunden,

und zwar: Nicht GR allein reduziert seine Schulden mittels Drachme und Inflation. Nein, GR muss "alternativlos" in der EUR-Zone bleiben, daher verordnet man dem EUR und allen EUR-Ländern selbst die "Inflationskur".

Die (un-) verantwortlichen Entscheidungsträger könnten mit deren "Ideen" zu diesem Thema bequem und alleine ein ganzes, psychiatrisches Krankenhaus in Schwung halten.

1 0

Re: Die "solidarische" Lösung wurde gefunden,

Warum tun sie das?

Weil alle anderen Staaten ohnehin auch eine hohe Inflation benötigen, damit sie ihre Schulden noch bedienen können.

Re: Re: Die "solidarische" Lösung wurde gefunden,

Dem (Inflation) sollte doch einmal, in grauer Vergangenheit, die EZB entgegenwirken? Nun wird sie zum Handlanger und Motor dafür.

Und wer dagegen moniert, dem wird wahrscheinlich der "Hetzer" (c: W. Faymann) Status umgehängt.

Aber im Prinzip haben Sie recht. Ob gewollt oder ungewollt, dass scheint der einzig verbleibende Versuch der Politik, deren gegenwärtiges Parteien- und EU-System noch irgenwie für einige Zeit zu erhalten.

Gast: Persil1234
26.09.2011 10:07
1 0

Nennt


man das nicht Wechselreiterei ?

Als Normalsterblicher wird man dafür eingesperrt !


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Re: Nennt

Ja, ich dachte auch, dass die eigentlich nicht ganz dicht sein dürften.

Aber bei Staaten ist das was Anderes. Das Pensionssystsem ist ja auch ein Pyramidenspiel, das eigentlich verboten ist.

Antworten Antworten Gast: Als Gast antworten
26.09.2011 12:14
1 0

Re: Re: Nennt

Die Art wie Banken Geld schaffen und weitervergeben ist auch auf ein Pyramidensystem basierend.

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Re: Re: Re: Nennt

Das stimmt nicht, eine Bank muss selbst ein Darlehen aufnehmen wenn sie ein Darlehen vergibt; in der Regel sind das Taggelder. Die insgesamte umlaufende Geldmenge wird von den Nartionalbanken kontrolliert. Banknoten sowieso, aber auch Buchgeld.

Banken könenn also nicht einfach einen Betrag auf ein Konto buchen und damit Geld generieren. Das wird vielfach so kolportiert ist aber nicht möglich.

Ein Pyramidenspiel war das, was Madoff gemacht hatte. Der hatte aber auch kein Geld generiert, sondern die Auszahlungen mit Geld aus neuen Einzahlungen bestritten.

Jeder vergißt die "Umwegsgefahr"..

Diese Konstruktionen sind so hahnebüchen, daß jedem mündigen Staatsbürger der Angstschweiß auf der Stirn steht...Wie leicht macht man es zur Zeit irgendeinen dahergelaufenen Politiker, welcher nur zu sagen braucht: Raus` aus der Eurozone, weg vom per se gescheiterten Euro. Dank sei unseren südlichen Nachbarn....

16 0

Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Der Mittelstand überlebt das nicht!!!
Die Regierungen wussten das dies kommen wird-waren Sie doch bei den Bilderbergertreffen immer dabei...............

Viele Pensionisten werden wieder arbeiten müssen-der EU sei Dank-aber die meisten haben eh FÜR die EU gestimmt!!!!

Arbeit für Kost und Logis!!

Antworten Gast: Reflector
26.09.2011 17:06
0 0

Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............


Korrrektur aus der Paddeizentrale: Der Inserator war aber nur als Privatperson beim Bilderbergertreffen.

Antworten Gast: Crisis was made
26.09.2011 11:52
1 0

Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

"We are on the verge of a global transformation. All we need is the right major crisis and the nations will accept the New World Order."

David Rockefeller

- mehr braucht man zur geplanten Bilderberger-Aktion nicht zitieren

Antworten Gast: Halbwissen
26.09.2011 10:09
0 1

Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Wieso sollte wer anderer für die Pensionisten arbeiten ?

Sagen Sie nicht, weil sie ein paar Schilling eingezahlt haben. Die Rechnung geht nämlich sicher nicht auf.

Antworten Gast: George 33
26.09.2011 10:04
2 4

Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Das ist doch nicht durch die EU bedingt, sondern Folge einer entfesselten, also völlig verwilderten Finanzwirtschaft, deren Crash wir jetzt nach und nach so richtig auslöffeln müssen.


Antworten Antworten Gast: gert96
26.09.2011 10:21
4 0

Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

fakt ist die politiker hätten gesetze erlassen können in den parlamenten, haben es aber nicht getan, daher liegt die schuld in erster linie bei den politikern

wäre mord nicht starfbar gäbe es anarchie

oderw enn jeder in die bank gehen könnte und so viel geld mitnehmen könnte wie er wollte,w eil die gesetze so sind,was glauben sie was dann passiert, und genau so sind die derzeitigen gesetze

prämien auch bei höchsten verlusten sind gesetzlich ok, pleiten werden durch steuergelder abgefangen, gewinne gehen in privatbesitz einiger weniger über, steuern braucht man keine bezahlen - das führt zu dem was wir jetzt haben

Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Die so genannte "Finazwirtschaft" hat nur den Ball aufgenommen, welchen Ihnen ein paar "einsame Entscheidungsträger" vor die Füße gelegt haben. Und ehrlich, wer würde geschenktes Geld nicht annehmen?

 
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