Eurozone: Politiker riskieren Hyperinflation

25.09.2011 | 18:24 |  JOSEF URSCHITZ (Die Presse)

Die Euroländer wollen in ihrem Rettungsschirm per Hebelwirkung "aus einem Euro fünf machen" - und riskieren damit Mega-Inflation. Die diskutierte Staatsfinanzierung per Notenpresse stößt auf wenig Widerstand.

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Wien. Der (offenbar zu kleine) Euro-Rettungsschirm ist von den nationalen Parlamenten noch nicht einmal abgesegnet, da ist schon von einer gewaltigen Aufstockung die Rede: Am Rande der laufenden Weltbanktagung in Washington wird darüber geredet, wie man dem mit 440 Milliarden Euro dotierten Rettungsschirm EFSF im Falle des Falles „mehr Feuerkraft“ verleihen könnte.

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Einfach aufstocken geht schwer: In „Zahlerländern“ wie Deutschland oder Österreich ist der Unmut in der Bevölkerung über die Riesensummen, die für die Rettung der Eurozone aus Steuermitteln bereitgestellt werden müssen, schon jetzt groß. EU-Währungskommissar Olli Rehn spricht deshalb schon offen darüber, dass es notwendig werden könnte, die Mittel des EFSF zu „hebeln“, um „aus einem Euro fünf“ zu machen. Angelpunkt dieses Finanz-Kunststücks soll die Europäische Zentralbank (EZB) werden. Druck dazu kommt unter anderem von den USA, deren Finanzminister Timothy Geithner gemeint hatte, die Eurorettung werde nur funktionieren, wenn der Rettungsschirm unbegrenzte Haftungen übernehme.

Die wildeste Variante sieht so aus: Der EFSF kauft Anleihen von Pleitestaaten wie etwa Griechenland auf und hinterlegt diese als „Sicherheiten“ für weitere Kredite bei der EZB. Mit diesen Krediten kauft er wieder Staatsanleihen, die er als Sicherheiten für neuerliche Darlehen bei der Notenbank hinterlegt. Das wäre eine wesentliche Änderung der bisherigen Pläne, die vorsahen, dass sich der EFSF mithilfe von Staatsgarantien auf dem Kapitalmarkt finanzieren müsste.

Finanzexperten warnen bereits vor einem solchen Schritt: Sollte der EFSF auf diese Art unbegrenzt Kredit bei der EZB erhalten, bekämen alle Euroländer de facto unbegrenzt Zugriff auf „frisch gedrucktes“ Geld der Euronotenbank. Jedes Defizit könnte so „abgedeckt“ werden, der Druck auf Ausgabenbremsen für die Staatshaushalte wäre weg. Und der Weg in die vermögensvernichtende Hyperinflation wäre frei.

Geithner soll seinen EU-Kollegen noch eine zweite Variante nach dem Muster des Krisenprogramms der US-Notenbank Fed vorgeschlagen haben, bei der die Staaten zwar nicht unbegrenzt Zugriff auf die „Notenpresse“ hätten, die vorhandenen EFSF-Mittel aber doch verzehnfachen könnten.

Erstaunlicherweise stoßen diese Vorschläge bisher in der EZB, deren Hauptziel ja eigentlich die Preisstabilität sein sollte, auf wenig Widerstand. Lediglich der deutsche Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat die „Hebelung“ der EFSF-Mittel, die einer direkten Staatsfinanzierung durch die Notenpresse gleichkäme, strikt abgelehnt. Weidmann sagte, eine solche Variante sei wegen des Verbots der direkten Staatsfinanzierung durch die EZB gar nicht möglich. Dieses Verbot ist durch die laufenden direkten Anleihekäufe der EZB freilich jetzt schon unterlaufen.

 

Österreich haftet für 29 Milliarden

Unterstützung bekommt Weidmann nicht einmal von „seinem“ Finanzminister: Deutschlands Säckelwart Wolfgang Schäuble zeigte sich zwar skeptisch, aber nicht direkt ablehnend. Zudem gäbe es auch noch andere Möglichkeiten, dem Rettungsschirm mehr Geld ohne direkte Aufstockung der Finanzmittel zu verschaffen.

In dieser Woche werden unter anderem die Parlamente von Deutschland und Österreich die Aufstockung der Haftungen für den Rettungsschirm beschließen. Österreich hat bisher Haftungen über 12,2 Milliarden Euro zugesagt, am Freitag soll dieser Rahmen auf 21,6 Milliarden Euro aufgestockt werden. Dazu kommen noch diverse „Kosten und Zinsen“, sodass der Rettungsschirm die österreichischen Steuerzahler im schlimmsten Fall (Pleite mehrerer Euroländer) bis zu 29 Milliarden Euro kosten könnte. Der EFSF wird 440 Milliarden Euro vergeben können, die Haftungen insgesamt belaufen sich auf 779 Milliarden Euro. 2013 soll der EFSF durch ein permanentes Nachfolgeinstrument (European Stability Mechanism, ESM) abgelöst werden. Diskutiert wird bereits über ein „Vorziehen“ des ESM auf 2012.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.09.2011)

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525 Kommentare
 
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Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Die so genannte "Finazwirtschaft" hat nur den Ball aufgenommen, welchen Ihnen ein paar "einsame Entscheidungsträger" vor die Füße gelegt haben. Und ehrlich, wer würde geschenktes Geld nicht annehmen?

Re: Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Man muss auch noch sagen, dass man ja von den Banken die faulen Kredite wollte. Da nichts von nichts kommt, erzeugt man so seltsame Finanzprodukte und Blasen.

Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Das ist sehr Wohl durch die EU passiert und deren ungezügelten NEO Liberalismus.

Die EU ist der 51 Bundesstaat der USA !!

Hat die EU 2008 den Banken einen Riegel vorgeschoben oder hat die EU den Banken einen Persilschein erteilt???

Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Im Anfang standen aber schon der Staatsintervenismus und die Schuldenpolitik - Wohlstand auf Pump halt...

Re: Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Ah-ja, und dass ichs nicht vergesse - das allgemeine Wahlrecht natürlich, denn die Zuckerlverteiler wurden ja von den Zuckerlwählern immer wieder gewählt.

1 1

Re: Re: Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass irgendeine andere Partei irgendeetwas anders gemacht hätte. Diese Macht hat Österreich doch garnicht mehr.

Re: Re: Re: Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Habe ich von einer bestimmten Partei gesprochen? Nein.
Im Allgemeinen ist es der Sozialismus in ALLEN Parteien, welchen das Allgemeine Wahlrecht herbeigeführt hat...

0 3

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Dann haben Sie also eh gemeint, was ich gemeint hatte: Es ist egal wen man wählt. Aber dann ist es auch egal wenn man die wählt, die die größeren Zuckerln verteilen.

Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Geplante Volksenteignung geht ins Finale..............

Nein, das haben Sie nicht gemeint; Sie dachten, ich meinte, es läge an einer bestimmten Partei, obwohl ich das gar nicht gesagt habe. Es liegt aber am System = Demokratie = Sozialismus. Es ist nicht egal, wen man wählt, wie Sie sagen, man könne auch die wählen, welche die größten Zuckerln versprechen. Das ist vollkommen falsch bzw. attestiert es dem Wähler eine mangelnde Intelligenz und jenen, die zu solchen Schlussfolgerungen kommen. Ich hoffe, Sie haben das jetzt verstanden. Es ist nämlich gar nicht so schwierig...

Der Neolberalismus

liegt in den letzten Zügen. Aber noch funktioniert die Abzocke noch. Erst wenn alles Geld aus Europa herausgesaugt ist, werden die Nationalstaaten den Scherbenhaufen wieder übernehnen dürfen.

Re: Der Neolberalismus

Die Überschuldung der europäischen Staaten hat aber gar nichts mit "Neoliberalismus" (übrigens ein Schimpfwort ohne definierten Inhalt) zu tun, sondern eher mit dem missverstandenen Keynesianismus der Sozialisten!

Antworten Antworten Gast: spielzerone
26.09.2011 10:51
1 0

Re: Re: Der Neolberalismus

und wie erklären sie sich dann die totale überschuldung der usa - einem paradeland des neoliberalismus - und gänzlich unverdächtig sich dem "keynsianismus" anzuschließen.

sie vergessen wohl auch ganz wieviel geld in den letzten 3 jahren im zuge der finanzkrise - die ganz klar neoliberalistisch ausgelöst wurde - von den staaten rausgeschmissen wurden.

die euro-krise liegt in einem durch den neoliberalismus hervorgerufen unkontrollierten finanzmarkt, dass wird ihnen jeder objektive experte bestätigen.

Re: Re: Re: Der Neolberalismus

Wie freeman schon sagte, gibt es den Keynesianismus auch in den USA. Dort hätte das aber für die Überschuldung nicht gereicht, sie entstand hauptsächlich durch die kriegslüsternen Vorgänger Obamas, die keine Gelegenheit ausgelassen haben, andere Staaten mit ungeheuren Kriegskosten ins Chaos zu stürzen!

Schein und Sein

Spätestens seit Bush 2 sind die USA dem Keynesianismus verfallen, eigentlich sind die ganzen Rüstungsausgaben auch keynesianisch motiviert.

Ob man nun Autos oder Raketen baut, um die angeblich zu schwache Gesamtnachfrage anzukorbeln ist sekundär - die grundlegende Idee, daß Staatausgaben etwas gutes wären ist das Problem.

Gast: Waldflussverlauf
26.09.2011 09:41
8 0

europa ist am ende

und die längste zeit eine wirtschaftsmacht gewesen.

während sich die anderen regionen der welt (usa, japan) wieder langsam aufrappeln werden, wird europa für eine ziemlich lange zeit dahinsiehen.

und jetzt überlegen wir mal wem wir das alles zu verdanken haben: hmmm, schwer........der eu vielleicht? dem euro? einer gemeinschaft die in den letzten 10 jahren um jeden preis um wirtschaftlich schwache regionen erweitert wurde?

und jetzt übelegen wir mal österreich ca 15 jahre retour - war da die wirtschaft besser oder schlechter, waren wir damals in der eu oder nicht?

Gast: Telefonhörer1
26.09.2011 09:35
9 0

und wo ist der unterschied...

außer in den beträgen die gehandelt werden? österreich zahlt seit mittlerweile über 15 jahre milliarden nach brüssel und bekommt dafür genau...gar nix, außer vorschriften und richtlinien.

angeblich hat der eu-beitritt unserem land soviel gebracht - wirtschaftlich. angesprochen darauf, wie hoch diese effekte denn sein würden, sagen politiker im o-ton immer drauf, dies könne nicht genau quantifiziert werden? also wohl doch nicht so wichtig oder???

natürlich ist die qualität der zahlungen mittlerweile unfassbar, aber das system hat sich nicht verändert.

wer bitte dachte denn eine derart schnelle erweiterungen von wirtschaftlich unterentwickelten staaten könnte langfristig machbar sein?

aber welche ideen in brüssel gesponnen werden, zeigt doch der neueste vorschlag von der reding über euro-bonds die von ländern wie ö für länder wie griechenland oder italien aufgenommen werden sollen, inklusive haftung dafür. nett oder??!!!

liebe österreicherinnen und österreicher !


es war mir eine ehre, mit ihnen gespielt zu haben!

4 0

Gibt nur 2 Möglichkeiten...

Entweder Crash oder Inflation (= Crash auf Raten).

Eben Pest oder Cholera - ein krankes System kann nur in Krankheiten münden ...

0 0

Re: Gibt nur 2 Möglichkeiten...

Einigermaßen moderate Inflation ist besser, weil nicht alles verloren geht und ein Chaos verhindert wird. So verstehe ich das jedenfalls.

Antworten Gast: Student - Economie
26.09.2011 10:01
0 0

Re: Gibt nur 2 Möglichkeiten...

Solches sagen Leute, die nichts von Nationalökonomie verstehen.

Die ebenfalls sehr schlimme Version wäre eine Stagnation, die in eine Rezession mündet.

0 12

mir wurscht !!!!

zahlt alles der überg´scheite mittelstand

12 0

Re: mir wurscht !!!!

Dieser Mittelstand bezahlt Ihnen Ihre Sozialhilfe!? Ist Ihnen auch "wurscht", wenn diese unfinanzierbar wird?

Re: Re: mir wurscht !!!!

Aus Sicht Ihres Vorposters zahlt dessen Sozialhilfe der Staat. Darüber nachzudenken woher der Staat (wir alle) das Geld dafür nimmt, dürfte hier aber schon etwas zuviel verlangt sein.

Es ist wie auf der untergehenden Titanic, als die Tanzkapelle weiterspielen musste!

Recherche ist nicht meine Aufgabe, ich sehe aber eine Reihe höchst gefährlicher Symptome:

Die katastrophale EU-Politik mit ihrem “Rettungsschirm” bekämpft nicht die Krise, sondern ist dabei, eine ungeheure Weltwirtschaftskrise auszulösen. Die übrige Welt schreit auf: die USA sagen, der Rettungsschirm müsste “unbegrenzt” sein, um funktionieren zu können, China sagt, die Europäer müssten ihre “Art, Geld auszugeben” ändern, die Entwicklungsländer spenden dazu Beifall!

Nur die EU denkt nicht im Traum daran, ihre Politik zu ändern, sie meint, den Amerikanern wäre der Rettungsschirm nur zu klein, er sollte auf 1000 Milliarden aufgestockt werden. Dabei ist das wahrscheinlich nur die geschätzte Summe, um die bis jetzt angerichteten Schäden zu beseitigen! Schäuble und Merkel machen hier nur widerwillig mit. Merkel kann ja nicht nur deshalb zu Sarkozy geeilt sein, um eine unrealistische Wirtschaftsregierung zu propagieren, erreicht hat sie nichts.

Der deutsche Vizekanzler Rösler hat vor ca. 10 Tagen gesagt, man sollte Griechenland pleite gehen lassen. 16 führende deutsche Wirtschaftswissenschaftler haben öffentlich zugestimmt. Seither sieht man sie im deutschen Fernsehen, wo sie vorher fast täglich befragt wurden, gar nicht mehr. In der öst. Presse haben sie sowieso keine Stimme!

Die unbelehrbare EU will aber alles nur schönreden. Die Börsenkurse fallen inzwischen ins Bodenlose. Die Börsianer fühlen sich offenbar - wie ich - in einem unaufhaltsam sinkenden Schiff!

Gast: BÄRLIMANN
26.09.2011 09:14
7 0

EIN SCHAUSPIEL

Leute das Ganze ist ein Spiel für die doofe Masse.

Bilderbergertreffen in Griechenland 2009. Die Tragödie 2. Akt

Bilderbergertreffen in der Schweiz 2011. Franken und Euro werden gekoppelt.
3. Akt.
Selber 1+1 zusammenzählen. Im Internet steht ja alles.....

Gast: Reflector
26.09.2011 08:42
2 0

Merksatz


"In economics, things take longer to happen than you think they will, and then they happen faster than you thought they could."


Gast: 1. Parteiloser
26.09.2011 08:39
1 0

Aufstocken - Inflation, letzte 10 Jahre!

Bei der Inflation verändert sich das Austauschverhältnis von Geldmenge zu „Gütermenge“ – pro Gütereinheit existieren nun mehr Geldeinheiten. Als Folge muss für die Güter nun mehr Geld gezahlt werden.

Die verfügbare Geldmenge wird auch beobachtet. M3 zeigt die erfolgte Geldschöpfung ansatzweise, auch wenn nur Gelder mit Bindung bis zu 2 Jahren betrachtet werden (Staatsschulden nicht dabei!).

Geldmengenentwicklung M3 im Euroraum:
2001: 5.403 Mrd. Euro
2005: 7.085
2010: 9.521 (August)
Zu dieser Geldmenge müssen eigentlich auch noch die Staatsschulden der Eurozone gezählt werden, welche auf etwa 10.000 Mrd. gestiegen sind.

Nr M3 Steigerung 01-2010:..........+72%
Produktionsteigerung 01-2010:.......+4%

Lustig ist auch die Bilanzsumme der EZB:
Bilanzsummenentwicklung EZB
16.09.2011: 2.134.721 Mio. Euro
23.12.2010: 1.926.154
23.12.2005: 1.019.749
27.12.2002: 832.558

Das Problem der Geldmengensteigerung war, dass die meisten Gelder schon lange nicht mehr in der Realwirtschaft angekommen sind und im Finanzunwesen und Staatsunwesen stecken geblieben sind. Genau deshalb konnte auch keine erhöhtes Güterangebot entstehen. So hatten wir schon die Inflationstendenzen, welche nur durch einen exzessiven Wettbewerb und Import gedrückt werden konnten. Ich würde meinen, dass die schon erfolgte Geldschöpfung noch gar nicht bei den Konsumenten angekommen ist, das steckt noch einiges drinnen, was erst sehr zeitverzögert wirksam werden wird.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
26.09.2011 09:25
3 0

Re: Aufstocken - Inflation, kommende 10 Jahre!

Das Problem sind heute die Staatsschulden (nicht sichtbar in M3), welche so hoch sind, dass diese niemals mehr bezahlt werden können.

Es wird eine Entschuldung von min. 50% brauchen, um das System wieder irgendwie in einen vernünftigen Bereich zu bringen. Dann geht es aber um etwa 5.000.000 Mio. Euro der Staatsschulden über 10.000.000 Mio. Euro. Das ist also die Summe, welche die EZB in den kommenden Jahren "bereitstellen" müsste, um den Euro am Leben erhalten zu können. Das wäre, bei einer vereinfachten Betrachtung, eine Entwertung von etwa 50%.

Das wird aber nicht reichen, weil ja die strukturellen Probleme bei den Staatshaushalten noch immer nicht bereinigt sind. Es kommen jedes Jahr etwa 500.000 Mio. Euro dazu, weil eben die Staatsschulden um diese Summe steigen. Sollten die wirtschaftlichen Aktivitäten zurückgehen (wird erwartet), dann geht es eher um die 1.000.000 Mio. Euro pro Jahr. In den kommenden 10 Jahren werden also noch einmal zwischen 5.000.000 Mio. Euro und 10.000.000 Mio. Euro benötigt werden.

Eine Lösung über die EZB, wahrscheinlich die einzige Lösung um das Versagen der Entscheidungsträger betreffend der Wirkung hinauszuzögern, wird eine Geldentwertung in den kommenden Jahren von min. 200% zur Folge haben. Das wäre rechnerisch eine Teuerungsrate um die 13% pro Jahr.

Das werden die sicher versuchen, weil das Staatsunwesen und das Finanzunwesen gefüttert werden muss.

Austria and Europe Coruption

Europe is at a serious risk. Rostowski was professor at Soros' CEU when I was a student there. The story is that, one my friend was implanted involuntary with brain transmitter from a dentist (just search for "mind control" in google) and t...hey were able to exchange thoughts with him/hrr wirelessly all over Europe probably via TETRA (400 Mhz). Many of the CEU professors were involved, probably Rostowski as well, with implants for mind control.
There are two problems with this, Soros , a world criminal, is involved with Europe at high level, you understand someone is controlling the technology with some intention. And second, they threatened him/her to participate in policymaking in a CEE country in and to steal for them or to join in one of the western owned cartels in telecom (Telecom Austria), banking to pay for "the scholarship".
So probably, criminals controlled by others are at top EU meetings.
http://convergingtechnology.eu/threats-for-developing-countries/

Gast: Gast gegen Geldmengentheorien
26.09.2011 08:31
0 3

Schulden schlimm, Geldmenge gleich, keine Inflation

Schlimm ist, dass keiner bei Staatsausgaben spart.

Egal ist ob die Banken die Staatsanleihen direkt kaufen oder über die EZB (das erhöht keinesfalls die Geldmenge (die EZB geht damit ja nicht einkaufen) sondern schiebt nur eine Buchhaltung dazwischen. DAS könnte auch DIE PRESSE verstehen und nicht solche Überschriften publizieren!

Selbst wenn die verfügbare Geldmenge steigen würde: wer ist so daumm deshalb mehr für einen VW-Golf, einen Urlaub oder Kleidung zu zahlen? Wieso soll das Inflation führen??

Gast

Die Frage ist vielmehr:

Wer ist bereit, die selbe Summe zur Bezahlung seiner Waren und Dienstleistungen zu akzeptieren, selbst wenn diese - dank Geldmengenexplosion - nur noch einen Bruchteil wert sein sollte.

Zukünftige Entwicklung leicht verständlich

Das vorletze Stadium:
Enteignung durch Inflation

Das letzte Stadium:
Währungsreform

Gast: jackson456
26.09.2011 08:21
3 4

Danke!

Danke an all jene, die 1995 für einen EU Beitritt gestimmt haben! Die Generation(en) danach (unter anderem Ich) kann/können das jetzt ausbaden! Ein Großteil unserer vorigen Generation waren doch alle nur Marionetten der Wirtschaft = der verlängerte Arm der ÖVP, die ernsthaft geglaubt haben, dass uns durch freien Handel die Welt zu Füßen liegt! Ich behaupte mal 90% die dafür gestimmt haben, haben keine Ahnung von Volkswirtschaft!

Re: Danke!

Dieses ewige Gejammere über den EU Beitritt und die Schuldzuweisungengen an die Befürworter zeigen das Unvermögen eines realpolitischen Denkens auf!
Die österreichischen Staatsfinanzen hätten sich bei einem Fernbleiben aus EU und € Raum in keiner Art und Weise geändert. Die Idee der Gemeinsamkeit Europas ist und bleibt epochal nur die Umsetzung durch die Politik liegt im Argen.
Also beschimpfen Sie die Politiker - und zwar alle, auch die aus dem ultrarechten bzw. linken Lager!!
Und nicht uns aufrechte Bürger und Steuerzahler!

Gast: das ist
26.09.2011 07:52
4 0

alles reiner schwachsinn

die pleiten betriebe gehen in den ausgleich, die pleiten privaten gehen in den privatkonkurs und pleite länder / staaten müssen das auch tun. alles andere funktioniert nicht.
das ist doch so einfach!

13 1

Österreich haftet für 29 Milliarden

des Geld haben wir doch gar nicht! Ohne Euro hätten wir uns das alles erspart wie Schweden, Dänemark, UK, Tschechien ... ein Volksentscheid wurde bei der Einführung des Euro aber abgelehnt trotz Volksbegehrens.

Antworten Gast: enzis
26.09.2011 09:34
1 0

Re: Österreich haftet für 29 Milliarden

Die Schweizer machen am gescheitesten.

Antworten Gast: Dr.N.N.
26.09.2011 08:40
0 3

Die Euro-Abstimmung

war im Volksentscheid 1994 enthalten. Das haben wohl einige nicht mitbekommen...

1 10

Entäuschend

Diese Überschrift würde man viel mehr von der "Krone" als der "Presse" erwarten. Eine Hebelung des EFSF durch die EZB würde die Bilanz der EZB zwar gehörig vergrößern; wenn diese Bilanzverlängerung aber nur temporär stattfindet und berücksichtigt man die aktuelle wirtschafltiche Entwicklung sowie die Möglichkeiten der EZB einer Inflation gegenzusteuern sind die aus dieser Hebelung resultierenden Gefahren für eine Inflation sehr gering. Im Übrigen wäre genau dies, abegesehen von anderen gravierenden Maßnahmen wie Eurobonds, eine der wenigen möglichen Maßnahmen um die Schuldenkrise in Europa nachhaltig zu beenden

Re: Entäuschend

Das ist wohl die Idee zu einem Perpetuum mobile, welches Überschuldung mittels Papier/Computer kontinuierlich aus der Welt schafft? Bitte reichen Sie diese Theorie zum Nobelpreis ein. Wenn Sie diesen erhalten haben verneige ich mich auch sehr tief.

PS: So ähnlich, wie wenn man die Misere der Apollo 13 Mission (hoffe Sie wissen was das war) mittels noch längerer Flugzeit hätte beheben wollen.

Antworten Gast: Certha
26.09.2011 08:42
1 4

Danke

für diesen Lichtblick im Posterwald. Wie Sie aus den meisten Posts hier entnehmen können, gehen EU-Haß und wirtschaftliches Nichtwissen hier Hand in Hand.

Re: Entäuschend

Sie sprechen für mich (noch) in Rätseln: "...Bilanzverlängerung aber nur temporär stattfindet...um die Schuldenkrise in Europa nachhaltig zu beenden".
"Nachhaltig" bedeutet ja, dass das zur Verfügung gestellte Geld für Zukunftsinvestitionen genutzt werden müsste. Neben der Restrukturierung der Staatsausgaben durch Reformen wäre das der notwendige Weg.
Beides findet ja nicht wirklich statt - und ist auch nicht Teil des Plans. Dieser sieht offenbar nur vor, virtuell Geld zu erschaffen.
Vielleicht könnten Sie etwas genauer erklären, wieso das Nachschiessen praktisch unbeschränkter Mittel (die niemand hat, also geschaffen werden müssen) nachhaltig funktionieren kann?

0 0

Re: Re: Entäuschend

mit nachhaltig war in diesem Fall viel mehr das Wort endgültig gemeint. Darunter verstehe ich, dass man dadurch die Euro-Krise bis auf weiteres beenden könnte und die Länder Zeit gewinnen würden, ihre Staatshaushalte in Ordnung zu bringen, was für Griechenland sicherlich nicht mehr möglich sein wird, für Länder wie Spanien oder Irland, welche von Immobilienkrisen gebeutelt wurden, aber sehr wohl möglich ist. Die Ansätze, die bis jetzt verwendet worden sind, haben ja in keinster Weise zur Stabilisierung der Lage beigetragen, sondern viel mehr zur Eskalation. Dadurch, dass man mit Hilfe der EZB kurzfristig Unmengen an Geld zur Verfügung stellt, macht man den Märkten unmissverständlich klar, dass eine Spekulation auf eine weitere Eskalation sinnlos ist, denn letzten Endes wird in einer solchen Außeinandersetzung, die EZB immer noch der mächtigere Part bleiben. Das wäre natürlich eine Abkehr von der reinen Fokusierung auf das Ziel der Geldwertstabilität. Aber es muss auch klar sein, dass wenn die Alternative ein Zusammenbruch der europäischen Finanzmärkte und eine darauffolgende Krise der Realwirtschaft ist, es durchaus Sinn machen kann temporär das Ziel der Geldwertstabilität hinten anzustellen. Außerdem weiß man ja schon aus vorherigen Situationen, dass allein eine Erklärung einer Zentralbank zu entsprechendem Handeln sehr oft ausreicht, und dieses Handeln dann letzten Endes gar nicht benötigt wird.

Antworten Antworten Gast: ezbezb
26.09.2011 12:13
0 0

Re: Re: Entäuschend

Bilanzverlängerung heißt ganz einfach "Geld drucken", um die Eurobanken mit Liquidität zu versorgen. Sie sollen für einen "Bank run" gewappnet sein.

Allein die EZB hat die Möglichkeit Bankpleiten zu verhindern. Sie ist niemand was schuldig und hat die Lizenz zum Geld drucken.

Antworten Antworten Gast: Karl Huber
26.09.2011 09:23
4 0

Re: Re: Entäuschend

"Nachhaltig". Das Lieblingswort der Linken. Wird für alles und jedes verwendet womit es nichts zu tun hat...

I habs auch nicht verstanden.
Abgesehen davon, dass die Druckerpresse bei den Leutn sowieso nur durch Inflation ankommt (das Spielgeld wird die Banken nie verlassen..können..). Was ist eine "Bilanzverlängerung"?

Ich denk da hat einer auf einem Meeting der GrünenInnen den Text der "Wirtschaftexperten" der GrünenInnen copy/paste.
Gott. Mir geht das sinnlose Geschwätz, produzieren von Worthülsen, Sätze die weder Hand noch Fuß haben aber wirklich "wichtig" klingen, Expertenräte und Weisenräte uvm. schon derart auf die Nerven das is gar nicht sagen kann!!

Wenn ich ehrlich bin freu ich mich schon direkt darauf wenns den Schnall gibt. Alle werden große Augen machen, einige mehr als andere (wenn die Luftzufuhr plötzlich unterbrochen wird...), und dann fangen wir wieder von vorn an. Alle haben was zu tun (wiederaufbau etc.) Die Mächtigen werden noch Mächtiger und wir sind wieder im Kreislauf den wir doch so sehr lieben.. ;)

Antworten Antworten Gast: Schurawitzki
26.09.2011 08:43
0 3

Haben Sie es einfach nicht verstanden

oder wollen Sie es nicht verstehen?

Antworten Antworten Antworten Gast: rinterzelt
26.09.2011 09:12
0 0

Re: Haben Sie es einfach nicht verstanden

na was denn schatzki?

Re: Re: Entäuschend

interessanter Ansatz, Antworten werden die Fanatiker jedoch schuldig bleiben! :(

Temporär?

Wahrscheinlich ebenso "temporär" wie die Staatsverschuldung, die ja - selbst im vulgärkeynesianischen Sinne - nur ein Notinstrument in absoluten Krisenzeiten sein sollte...

Man hat bei Einführung des Euro - nicht ohne Grund - klare Regeln festgelegt, wie in so einem Fall zu verfahren (oder vielmehr: nicht zu verfahren) sei. Dass man nun bereit ist, diese Regeln nach Gutdünken zu brechen und dies auch noch mit einem "Hebel" zu versehen, der das Risiko ins Gigantische ansteigen lässt, spricht nicht für Hausverstand und Augenmaß der handelnden Personen.

Ich jedenfalls traue den selbsternannten Eurorettern nicht mehr über den Weg.

Antworten Gast: Dreiseitige Medaille
26.09.2011 07:57
1 0

Re: Entäuschend

Was denn für Möglichkeiten gegenzusteuern? Jedes ernsthafte Gegensteuern wird im Keime erstickt (werden), weil es die Konjunktur und die Kreditvergabe abwürgen kann.
Das sind eben die bekannten Haupt- und Nebenwirkungen.

11 0

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