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S&P stellt bei EFSF-Aufstockung Rute ins Fenster

26.09.2011 | 08:44 |   (DiePresse.com)

Der Rettungsschirm soll künftig ein Kreditvolumen von 440 Milliarden Euro haben. Der S&P-Chef sieht keine grenzenlose Erweiterungsmöglichkeit.

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Eine mögliche Aufstockung des vorläufigen Rettungsschirms EFSF könnte sich nach Einschätzung der Ratingagentur S&P negativ auf die Kreditwürdigkeit der Euro-Zonen-Staaten auswirken. Die verschiedenen Alternativen könnten unterschiedliche Konsequenzen haben - auch auf führende Euro-Staaten wie Frankreich und Deutschland, sagte S&P-Experte David Beers am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Details nannte Beers nicht.

Der EFSF soll künftig ein Kreditvolumen von 440 Milliarden Euro haben. Es gibt Überlegungen, den Rettungsschirm beispielsweise über Hebelwirkungen zu erweitern. Die USA aber auch China und Kanada drängen die Euro-Länder zu einer Aufstockung. EU-Währungskommissar Olli Rehn sagte zuletzt zu, dass die Europäer nach der schon verabredeten EFSF-Stärkung darüber sprechen würden, wie man möglichst viel aus dem Geld machen und eine "Hebelwirkung" entfalten könne. "Wir suchen einen Mechanismus, wie wir aus einem Euro im EFSF fünf machen können", beschrieb ein EU-Diplomat die Aufgabenstellung.

Beers betonte diesbezüglich, es sei offensichtlich, dass die "Hebelwirkungen" nicht ohne Grenzen angewendet werden könnten.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: 1. Parteiloser
26.09.2011 09:29
1 0

Die Hebelwirkung werden die Versager dringend brauchen!

Das Versagen ist ja schon geschehen und zeigt sich in offiziellen Staatsschulden über 10.000 Mrd. Euro der Länder der Eurozone. Es war ein Versagen beim Wirtschaften mit den öff. Haushalten, den so anonymen Staatsabgaben, welche über Dekaden dann gewaltige Disbalancen geschaffen hatte, welche auch heute noch immer nicht unter Kontrolle sind.

Es ist doch klar, dass bei einem kumulierten Versagen über 10.000 Mrd. Euro eine Rettung niemals mit 440 Mrd. was nützen könnte. Alleine die jährlichen Zinsen übersteigen diese Summe doch schon, wenn der freie Finanzmarkt wirksam sein würde. Auch ist das Schuldenwachstum pro Jahr größer als dieser Rettungsschirm abdecken kann, was dessen Lächerlichkeit doch deutlich aufzeigt.

Der Rettungsschirm müsste doch etwa 5.000 Mrd. Euro betragen, um den Staaten die notwendige Hilfe zu geben. Das wird aber niemals möglich sein, nicht einmal durch eine Schuldenaufnahme des EFSF oder ESM. Das könnte doch nur eine exzessive Geldschöpfung der EZB erfolgen, Geldengentwertung inklusive. Das Problem ist dann aber noch nicht gelöst, weil ja die Staaten noch immer hohe Defizite haben. Auch wenn schnell mal 5.000 Mrd. an Geldschöpfung kommen würden, die Staaten würden bei einem Wirtschaftsabschwung sofort wieder Gelder brauchen, eben weil das Versagen mit den Staatsausgaben schon unermesslich hoch ist.

Hebel 5 wird also auch nicht reichen, weil die Lösung alleine bei der Ursache, den Staatsausgaben, liegt!

Hobbyökonom