Griechenland sollen Schulden erlassen werden

26.09.2011 | 18:14 |  Von unserem Korrespondenten OLIVER GRIMM (Die Presse)

Es geht nicht mehr anders: Der Internationale Währungsfonds und die Euroländer planen, die Hälfte der Staatsschuld des bankrotten Griechenlands ersatzlos zu streichen, und arbeiten an einer neuen Bankenrettung.

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Es geht nicht mehr anders: Das ohne fremde Hilfe bankrotte Griechenland bekommt noch heuer einen Gutteil seiner Schulden gestrichen.

Der britische Nachrichtensender BBC stellte am Montag unter Berufung auf Quellen aus dem Internationalen Währungsfonds einen Plan vor, demzufolge die Hälfte der griechischen Staatsschuld ersatzlos abgeschrieben wird. Im Gleichschritt damit soll die „Feuerkraft“ des Euro-Krisenfonds EFSF vervierfacht werden, um die mit einem griechischen „Haarschnitt“ verbundene Eskalation der Krise der europäischen Banken einzudämmen. Derzeit kann der EFSF bis zu 440 Milliarden Euro an in Bedrängnis geratene Staaten vergeben. Laut dem vom BBC-Wirtschaftsressortchef Robert Peston zitierten Plan soll er bis zu zwei Billionen Euro zur Verfügung haben. „Die europäischen Regierungen hoffen, den Plan in fünf bis sechs Wochen beisammen zu haben“, schreibt er.

Nach eineinhalb Jahren müssen sich Europas Politiker also eingestehen, dass ihre ursprüngliche Hoffnung, die griechische Schuldenkrise ohne Kürzung zumindest eines Teils dieser Schuld zu lösen, trügerisch war. Implizit tat das auch Finanzministerin Maria Fekter, indem sie am Montag meinte,  ein Schuldenerlass sei die „allerletzte Option“.

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Notenbankchef für „Haircut“

Bereits am Wochenende hatte der neue niederländische Notenbankchef Klaas Knot mit der Aussage für Aufsehen gesorgt, er sei „nun weniger entschieden beim Ausschließen eines Konkurses, als ich das noch vor ein paar Monaten war“. Er meinte zudem, Griechenland habe noch keinen glaubwürdigen Sanierungsplan vorlegen können: „Das scheint mir kein böser Wille zu sein, aber es gibt Zweifel an der Qualität der Behörden und daran, dass die Politik das Land ausreichend im Griff hat.“

Ein Notenbanker, der die Insolvenz eines Eurolandes in den Raum stellt, das ist neu. Und führt zu Widerspruch: Deutschlands Bundesbankchef Jens Weidmann sprach sich am Montag gegen einen Schuldenschnitt aus – wegen einer Ansteckungsgefahr für andere Länder.

Doch für jeden Ökonomen, der die Lage Griechenlands objektiv betrachten kann, ist die Notwendigkeit des Schuldenerlasses seit Monaten klar. 160 Prozent beträgt die Staatsschuldenquote, die Wirtschaft schrumpft seit drei Jahren. „Die griechische Schuld muss restrukturiert werden. Die Frage ist nur, wann. Ich denke, das muss vor 2013 passieren“, sagte Arvind Subramanian vom Washingtoner Peterson Institute for International Economics zur „Presse“.

2013: In diesem Jahr soll der neue Europäische Stabilitätsmechanismus, kurz ESM, die Aufgaben des EFSF übernehmen und zahlungsunfähigen Staaten Notkredite geben. Der Unterschied: Ab 2013 müssen alle Euroländer bei der Aufnahme neuer Staatsschulden mit ihren Investoren vereinbaren, dass diese im Fall von Zahlungsproblemen auf einen Teil ihrer Forderung verzichten müssen.

Die ungelöste Bankenkrise

Unangenehmerweise zeigt sich aber, dass die Europäer nicht bis 2013 warten können. Und zwar vor allem deshalb, weil die Banken trotz der ersten staatlichen Rettungspakete der Jahre 2008/2009 noch immer zu schwach sind. Sie müssen parallel zur Streichung der griechischen Schulden neues Kapital bekommen – womöglich über den vervierfachten EFSF, europaweit koordiniert.

Haben die Europäer die Rettung ihrer Banken vermasselt, darum Athens „Haarschnitt“ verzögert und so die ganze Eurozone in den Strudel gerissen? „Wären Europas Banken vor eineinhalb Jahren in besserer Verfassung gewesen, wäre der politische Zugang zur griechischen Schuldenkrise ein anderer gewesen“, sagte Nicolas Véron von der Brüsseler Ideenschmiede Bruegel. „Dann wäre eine viel frühere Umstrukturierung der Schulden möglich gewesen.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.09.2011)

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525 Kommentare
 
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Diese korrupten Schuldenregime

gehören wegen Hoch- und Landesverrat vor Gericht

Gast: Erdbeere
26.09.2011 06:44
1

Die Presse als Panikmacherin

War das einmal eine Qualitätszeitung? Jetzt liest sich diess Blatt, als ob es der Tea Party und Spekulanten gegen den Aeuro gehören würde...

Re: Die Presse als Panikmacherin

Du kannst doch eh alle anderen "Qualitätsmedien" von Heute über die Krone bis hin zum ORF konsumieren, die uns tagtäglich einbläuen, wie segensreich und alternativlos die Vernichtung unserer Privatvermögen zu Gunsten der Banken und Südeuropäer ist.

Es wurde lange genug zu diesen Umtrieben geschwiegen.

Gast: Pastor Hans-Georg Peitl
26.09.2011 06:02
2

Auf dem Weg zum dritten Weltkrieg

Irgendwie wiederholt sich die Geschichte!

Beim zweiten Weltkrieg war es die Masseninflation, die die Menschen letztendlich kampfbereit machte.

Irgendwann konnte man eine Semmel um eine Million Reichsmark kaufen.

Auch jetzt scheint es den Wirtschaftsentscheiderrn gleichgültig zu sein, dass es zu einer Hyperinflation kommen könnte.

Anstatt den EURO aufzugeben und eine neue goldgedeckte Währung pro Land einzuführen, versucht man das Unmögliche um Wirtschaftsverluste zu "vermeiden".

Hey Freunde, die sind längst da. Bitte Umdenken.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundespressesprecher der
Österreichischen Bürgerpartei
http://www.oebp.at
http://jachwe.wordpress.com

Antworten Gast: vvh
26.09.2011 08:48
0

Nein, die Inflation

war 1924 (AT) bzw. 1923 (DE) gebannt. Die war nicht der Grund für den zweiten Weltkrieg.

Re: Nein, die Inflation

Der Grund für den Aufstieg Hitlers war nicht so sehr die Inflation als vielmehr der unbezahlbare Versailler Vertrag nach dem 1. Weltkrieg.

Re: Nein, die Inflation

Im Prinzip richtig. Aber es war der Grund für Arbeitslosigkeit, Massenarmut, ... und mit ein Nährboden für den späteren Aufstieg der so genannten "starken Männer".

Antworten Gast: Denka09
26.09.2011 08:45
1

Masseninflation?

Inflation der Massen? Massenwerte Inflation? Sorry, das Wort Masseninflation exisitert nicht.

Gast: Papierbeobachter
26.09.2011 03:25
5

LiraLiraLira Irra Irra Irra EURO EURO EURO

Wenn wir noch Raab & Figl haetten, dann waere der Philharmoniker laengst Waehrung in Oesterreich. Mit Feynman und seinen OeVP-Freunden haben wir EU-Klopapier. Aus Plastik, daher nicht einmal fuer den Hauptzweck verwendbar.

Gast: Biersauer
26.09.2011 02:46
5

Da tauchen jetzt die "Hausaufgaben" auf,..

welche der Jörgl Haider gemeint hat.

Gast: Rotbarsch
26.09.2011 01:32
0

Skandalös schlechter Artikel - ist die Presse jetzt Organ der Weltuntergangsherbeisehner oder hat Herr Urschitz nur einen schlechten Tag?!

DERART unfundierte Wirtschaftsberichterstattung ist zum Fürchten!

Antworten Gast: Reflector
26.09.2011 08:31
2

Re: Skandalös schlechter Artikel - ist die Presse jetzt Organ der Weltuntergangsherbeisehner oder hat Herr Urschitz nur einen schlechten Tag?!

Das 'b' ist wohl irrtümlich in den Namen gerutscht.

Gast: Blaubeere
26.09.2011 01:17
0

Ein Tiefpunkt für den österreichischen Wirtschaftsjournalismus

Reisserische Schlagzeile und Panikmache ohne Argumente: Josef Urschitz erklärt dem Euro den Krieg. Cui bono? Die in der Presse inserierenden Immobilienmakler sollten es ihm danken.

Mit solchen 'Qualitätsmedien' ist der Euro tatsächlich in Gefahr.

Re: Ein Tiefpunkt für den österreichischen Wirtschaftsjournalismus

Immobilien sind das erste, was in einer Krise extrem billig wird.

Gast: guesto
26.09.2011 00:52
3

And now for something completely different.

Österreich ist das einzige Land Europas, in dem man Langwaffen frei erwerben kann. Keine Wartefrist, kein Waffenschein.

Antworten Gast: super
26.09.2011 08:36
2

Re: And now for something completely different.

wir werden sie bald brauchen...

Es ist zwar immer wieder von Inflation die Rede!

Aber ich entdecke keinerlei Indikator von Inflation in unseren Wirtschaftsdaten!
Inflation würde voraussetzen daß wir in einer Spirale wären die von Lohnforderungen und Preissteigerungen geprägt wären.
Dagegen leben wir in einer Zeit die von Stagnation der Reallöhne gezeichnet ist. Dementsprechend niedrig wird von den Unternehmen investiert und der Privatkonsum dümpelt dahin.
Oh, die Buchgeldmenge steigert sich auf olympische Höhen, aber nichts davon erreicht die Realwirtschaft.
Eher sehen wir Kennzeichen der Deflation. Daher sind die Schreckenswarnungen vor der Hyperinflation nichts weiter als ideologisches Gequatsche!

Inflation heißt nicht unbedingt Preissteigerung

Inflation heißt zunächst nur "Aufblähung der Geldmenge" - so lange dieses Geld an den Börsen bleibt, nennt man das resultierende Phänomen "Blase", mit dem riesigen Vorteil, daß diese zwar schmerzhaft aber doch kontrollierbar Platzen kann.

Sollte die Geldmengenausweitung, die derzeit weltweit ohne dazugehörendes Wachstum stattfindet jedoch irgendwann einmal in der Realwirtschaft ankommen, wird es richtig hässlich - da werden Erinerungen an die 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts - zu Recht - wach.

Dagegen ist eine Deflation ein reines Zuckerschlecken.

Die Buchgeldmengen

Sind es aber, die die Inflation hervorrufen werden. Sie wollen investiert oder verliehen werden - und landen dann in Rohstoffen, Edelmetallen etc... und schon geht das Spiel los. Sehen sie sich nur einmal die Preissteigerungen dort an. Hier fließt das überschüssige Kapital hin, und je weniger man dem Geld traut, desto schneller wechselt man von Buchwerten in Realwerte.

Antworten Gast: TheCurrency
26.09.2011 01:22
0

Re: Es ist zwar immer wieder von Inflation die Rede!

Inflation heisst, das der Wert des Geldes sinkt, weil es zu viel Geld gibt.
Inflation ist immer ein Geldproblem.

http://www.marketoracle.co.uk/images/2009/June/GlobalCurrencyInCirculation.png

Die Immobilienverkäufer, die in der Presse inserieren, sind dankbar für diese Panikmache,

sie können ihre Schrottimmobilien an Panikkäufer absetzen. Und der Presse geht es scheinbar so schlecht, dass sie solche manipulative Berichterstattung nötig hat. Eine Schande für eine 'Qualitätszeitung'.

Gast: gast_05
25.09.2011 23:56
0

??

also ich kenn mich da überhaupt nicht aus..
wie kommts angeblich zur hyperinflation und was wollen die jetzt mit dem euro machen?

scheint so als würdet ihr euch gut auskennen und ich muss ein referat drüber halten und hab so gut wie keine ahnung..
wär nett wenn mich wer aufklärn könnt ;)

Re: ??

Vereinfacht!
Inflation: Geldmenge wächst schneller als reale Leistungen. Wenn diese Menge in der realen Wirtschaft ankommt, wird es auf eine, im Verhältnis geringer gewachsene Menge von Waren. Dienstleistungen, .., aufgeteilt. D.h. diese werden "teurer". Das ist unser normales, tägliches Leben (0,5 - 3%? jährlich).

Hyperinflation nennt man das, wenn es sich beschleunigt. Also z.B. eine Veränderung von üblicherweise mehreren Jahren bereits in 1 Jahr stattfindet.

Was wollen "Sie" machen?
Staatsschulden nicht mehr aus Einnahmen von realen Leistungen rück bezahlen, sondern durch immer mehr Schulden. Da es das Geld für solche neue Schulden aber nur mehr begrenzt (wenige als nötig) gibt bzw. als Kredit vergeben wird, druckt man zusätzlich Geld. Und jetzt zurück zum Anfang.

Re: ??

den ersten fünfer hast du bereits!

für deine naivität zu glauben, in einem forum bekämst du antworten auf deine fragen!

kleine nachhilfe: ein offenes, nicht moderiertes forum ist eine lustige form der freizeitgestaltung. für manche ist es ein ventil zum frustabbau. und der eine oder andere nützt es als fenster zur 'welt', da er/sie keine anderen kontakte mehr hat.

aber informationen? nein. da findet man eher die berühmte nadel im heuhaufen!

Antworten Antworten Gast: gast_05
26.09.2011 17:07
0

Re: Re: ??

danke für die überaus "netten" antworten..

ich wollt nur mal einen kleinen überblick zu dem thema -
da ich mich nicht gut auskenn und aber darüber reden soll!
selbst informieren tu ich mich ja- und ich hab mich für den weg entschieden euch zu fragen, weils so scheint als würdet ihr euch damit auskennen oder zumindestens dafür interessieren!

danke an walter2, der mir wenigstens irgendwie weiterhelfen wollte und ja, auch konnte!

an die anderen- schön dass ihr überall euren senf dazugeben müsst! so jemanden braucht die welt..


Re: Re: Re: ??

nochmals:
wenn sie ernsthafte antworten haben wollen, dann informieren sie sich in einem moderierten members-only forum!

in einem forum wie speziell hier geht es um anderes als ernsthaftigkeit!


Re: ??

auskennen tut sich da niemand. Nicht mal die Politiker die dafür verantwortlich sind. Deshalb sind wir ja in dieser Lage.

Wenn wir dich informieren

Kriegst in der Schule einen Fleck auf dein Referat. Weil nicht sein kann was nicht sein darf.

Antworten Gast: gastfreund
26.09.2011 00:32
0

Re: ??

Für "aufklären" sind auch Lehrer da, glaube beginnt eh schon in der Volksschule.
Sonst- Tipp: selbst informieren. ;-)

http://www.zerohedge.com/news/european-financial-system-finished-quotes


Sehr geehrte Poster! Wenn auch Sie den ESM-Vertrag für gefährlich halten, dann schreiben Sie doch bitte einem/einer Volksvertreter/in Ihrer Wahl, um in der Politik mehr Bewusstsein für die Sache zu schaffen.

Praktische Unterstützung fürs Mailen - ein Klick, unterzeichnen, senden:
http://www.banken-volksbegehren.at/index.php/politik/97-mailing-aktion-fragen-zum-esm-an-volksvertreter

Antworten Gast: Kibietz
26.09.2011 00:24
0

Re: Sehr geehrte Poster! Wenn auch Sie den ESM-Vertrag für gefährlich halten, dann schreiben Sie doch bitte einem/einer Volksvertreter/in Ihrer Wahl, um in der Politik mehr Bewusstsein für die Sache zu schaffen.

Interessant das sich im Bcc des vorgefertigten Mails verschiederne Zeitungen befinden.

Bcc sind sog. Blindkopien von Mails. d.h. derjenige im Bcc erhält ebenfalls diese Mail.

Gast: Gasti
25.09.2011 22:32
4

Was hier ablaeuft ist kriminell

Es braucht endlich Volkstribunale um die Verraeter abzuurteilen.

Suum cuique.

Antworten Gast: Zitatfreund
26.09.2011 01:01
2

...

"Das Illegale tun wir sofort.
Das Verfassungswidrige dauert etwas länger."

Henry Kissinger

Gast: Reflector
25.09.2011 22:27
5

Hört. hört!


Wieder ein Steinchen im MSM Bild, nun wird die HI schon salonfähig, vor ein paar Jahren waren es natürlich noch Verschwörungstheorien die man lächerlich machte.

Natürlich versuchen die maroden Staaten mittels Inflation der Sache zu entkommen und de facto läuft das verstärkte I Spiel schon seit 2000.

Nur wie es so üblich ist, ist auch dieses exponentiell und am Ende gerät es ausser Kontrolle.

Die derzeitigen Preissteigerungen sind im Großen und Ganzen die QE1 Lehman Pleite Geldpakete die man damals auf den Markt warf, es kommen da noch aber viel gewaltigere Summen nach, also noch mehr Preissteigerung.

Aber der Michel freut sich doch gerade über die wahnsinnige 4% Lohnerhöhung ...

Auch klar, dass die US EU zur gleichen Notendruckpolitik treiben will, denn anonsten sieht es f. d. White Shoe Boys gar nicht gut aus. Allerdings haben die den Vorteil noch die Weltleitwährung in der Hand zu haben, was der € nie war und werden wird.

Aber wer auch immer das Rennen ganz nach Unten gewinnen sollte, es ist lediglich ein Zeichen dass sich nun dieses Geld-aus-der-Luft-Zinses-Zins System zurück zu seinem inneren Wert bewegt- nämlich Null.

Und jeder der daran glaubt und daran fest hält bewegt sich mit in die gleiche Richtung.

Gast: coffeeshop
25.09.2011 22:20
0

wir haben keinen kaffe mehr!

der "scheffe" hat uns verboten den kaffee zu verkaufen, weils morgen preiserhöhung gibt.
na der ist aber schlau!

Gast: lessismore
25.09.2011 22:20
1

Ich bemerke eine gewisse Inflation ...

beim Hyperinflationsgeschrei.

Gast: assettt
25.09.2011 22:02
2

von Hyperinflation kann keine Rede sein

Durch das Geld drucken der EZB soll nur die Deflation in Europa verhindert werden.

Neu gedrucktes Geld kann gar nicht so schnell im Umlauf gebracht werden, wie auf der anderen Seite durch Pleiten vernichtet wird.

Da gibt es so viele uneinbringliche Forderungen. Griechenland, Portugal, Irland sind bankrott.
Viele Eurobanken sind pleite. Bei Vermögenspreisen (Aktien) sind in den letzten Wochen Billionen vernichtet worden.
Wo soll da eine Inflationsmentalität (kaufe heute, weil morgen ist alles teurer) herkommen.
Die Leute haben ja gar nicht das Geld dazu.

Besser wäre allerdings, die Politik würde Deflation, Pleiten,Konkurse mit all den Folgen, zulassen. Hinauszögern macht alles noch viel schlechter.
Aber zu einer Blut, Schweiß-und Tränenrede ist kein Politiker fähig.



Re: von Hyperinflation kann keine Rede sein

Deflation durch Insolvenz? Auch nobelpreisverdächtig.

George Orwell in »1984«

»Es gibt keinen heimtückischeren und sichereren Weg, das Fundament der Gesellschaft zu zerstören, als ihre Währungen zu entwerten«

http://eu-austritt.blogspot.com/

Gast: Onkel Hans
25.09.2011 21:50
0

Und noch was:


Blöd gelaufen für SPÖVP! Die haben sich beim EU-Beitritt alles schon so schön ausgerechnet: Zu den unangetasteten Pfünde-Posten in Österreich (es ist ja kein einziger NR-Abgeordnetensitz eingespart worden, obwohl im Nationalrat ohnehin nur noch Richtlinien abgeschrieben werden; usw usf) kann man künftig auch noch ein paar Pfründe-Posten (noch dazu nahezu steuerfrei und bar jeder Verantwortung), wie zB so ein Pöstchen bei der "Europ. Investitionsbank", in Brüssel besetzen.

Und jetzt: zerrinnt ihnen BEIDES zwischen den Fingern. Traun sich in Österreich gar nicht mehr zum Stammtisch gehen. Dabei ist das möglicherweise nur der Anfang. Schön ist die Schadenfreude.

Pressezone: Urschitz riskiert Hyperinflation

Urschitz hat durch den inflationären Gebrauch von Untergangs-Szenarien fast seinen ganzen Informations-Wert verloren. Mehr Apokalypse und weniger Glaubwürdigkeit ist kaum mehr möglich.

"Mehr Apokalypse und weniger Glaubwürdigkeit ist kaum mehr möglich."

sprach das Volk von Troja, als Kassandra vor hölzernen Pferden warnte...

die inserierenden makler werdens ihm hoffentlich versilbern. Für die zahlt sich die panikmache nämlich aus.


Gast: fu hu
25.09.2011 21:42
1

das heißt im klartext, wir sollen unser geld von der bank holen. asap.

die wollen noch einmal richtig speed geben damit da wirklich nichts brauchbares mehr überbleibt wenn der karren gegen die wand knallt.

$%&§"}*@!!

Gast: Andrew
25.09.2011 21:42
2

Rechtsverfolgung der Verantwortlichen

Die Vorgangsweise unserer Politiker ist schon lang nicht mehr legitim und ich bin mir auch nicht sicher, dass es (von einem künftigen Gericht) als legal angesehen wird. Man sollte jetzt schon beginnen, Geld und Material für Massenanklagen gegen Regierung und SP/VP-Abgeordnete zu sammeln. Auch gegen die Grünen, sofern sie dem ESM zustimmen. Ist besser als sich Seile und Straßenlaternen herbeizuwünschen.

Gast: Onkel Hans
25.09.2011 21:42
0

Schimpft nicht auf SPÖVP, die haben doch bei diesem großen Spiel auch nichts mitzureden ;-)


Aber eines wüsst ich schon gern: ob der eine oder andere Clown in den Parteizentralen schon insgeheim den Tag verdammt, an dem SPÖVP die Macht nach Brüssel abgegeben hat? (Insgeheim deshalb, weil sagen dürfen sie ja nichts, Europaskeptizismus ist ja gaaaanz Pfui Gack!)

Gast: Febobo
25.09.2011 21:35
0

Wir befinden uns in einer Sackgasse.

Wir haben nur noch die Wahl, ob wir mit dem Kopf frontal gegen die Wand links (Deflation) oder gegen die Wand rechts (Inflation) gehen.

Hinter beiden Seiten stehen massive Wohlstandsverluste, vermutlich auch Massenarmut, hohe Gewaltbereitschaft, Terrorregime aller Couleurs und Krieg.

kaufkraftdiebstahl vom volk ist das


Gast: Sichelritter
25.09.2011 21:33
3

Das Problem heißt Ignoranz...

in der breiten Bevölkerung. Solange die Mehrheit - man verzeihe mir den Ausdruck - zu fressen und saufen hat, es warm hat und der Fernseher läuft, solange können unsere Eliten machen was sie wollen. Das tägliche Kasperltheater interessiert eh keinen wirklich. Kommt die Mehrheit des Volkes jedoch endlich aus dieser scheinbaren Komfortzone heraus, wird es eng für diese "Volksvertreter". Wenn das Volk erkennt, daß wieder die Ersparnisse von Generationen weg sind - und sie sind real bereits weg - der Dankesorden um den Hals könnte eng werden...

Gast: Bärenfalle...
25.09.2011 21:28
3

Gerüchten zufolge ..

soll bereits eine neue Euroserie höherer Nominale im Druck sein.

Etwas größer im Format, mit weniger aufwändigem Druck sowie auf wesentlich weicherem und dreilagigem Recycling-Papier ist die neue Euro-Serie nicht nur gesetzliches Zahlungsmittel sondern zusätzlich auch noch biologisch 100% abbaubar.

Die EZB will damit in Zukunft vermeiden dass ihre Geldscheine wie etwa in der Hyperinflation der Weimarer Republik als Alternative zu wesentlich teurerem Feuerholz verbrannt werden.

Ausgeliefert wird die neue Serie ab Jänner 2012 in praktischen Rollen mit jeweils 150 Blatt 10000€, 50000€, 100.000€ sowie 500.000€, schwere Münzen gehören damit der Vergangenheit an werden aber noch bis 2020 gegen Nennwert umgetauscht.

Offiziellen Sprechern der EZB zu Folge sollten aufgrund der Kompatibilität der neuen Euro-Rollen mit handelsüblichen Rollenhaltern auf die Betreiber von Barkassen etc. keine hohen Umbaukosten der bestehenden Kastensysteme zukommen.

Eine Ausschreibung für den Druck der neuen Euroscheine hat die Aktien der notierten Papiererzeuger und -verarbeiter heute beflügelt, der DAX schließt heute bei 145.000 Punkten (+2,5%), Brent bei einer Million, der Goldhandel bleibt weiterhin mangels Angebot auf der Verkäuferseite ausgesetzt.

Die EZB erwartet durch die innovative dual-use Funktion der neuen Geldscheine nicht nur eine langsame Entwertung angehäufter Barvermögen sondern auch eine erhöhte Annahmeakzeptanz im täglichem Warenverkehr.

 
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