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Fekter: "Wir lassen keinen Staat pleitegehen"

27.09.2011 | 20:14 |   (DiePresse.com)

Die Finanzministerin tritt vehement gegen einen Schuldenschnitt bei den Griechen ein. EFSF-Spekulationen von Fekter geben dem Euro Auftrieb.

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Würde die Eurozone auseinanderbrechen, könnte das die Gefahr einer globalen Rezession heraufbeschwören. Davor warnte Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) am Dienstag. "Daher lassen wir keine Staat pleite gehen, wir schließen einen Staat nicht aus, wenn es ihm schlecht geht, stützen Volkswirtschaften mit Liquidität, helfen bei Reformen und machen Druck dabei", sagte Fekter.

Spekulationen von Fekter auf Ergänzungen des Euro-Rettungsschirms EFSF haben dem Euro am Dienstag Auftrieb gegeben. Die Gemeinschaftswährung übersprang kurzzeitig die psychologisch wichtige Marke von 1,36 Dollar und kostete am Nachmittag 1,3563 Dollar. Die als sicher geltenden Bundesanleihen wurden im Gegenzug abgestoßen. Der Bund-Future brach dagegen um 124 Ticks auf 136,03 Punkte ein.

Fekter über Euro-Rettungsschirm

Geschürt wurden die Hoffnungen Börsianern zufolge von Aussagen von Maria Fekter  im Vorfeld des EU-Finanzministerrats. Sie hatte heute unter anderem gesagt: "Wir werden das wahrscheinlich am kommenden Montag intensiv beraten, ob das ausreichend ist, was jetzt schon am Tisch ist, oder ob es noch ergänzt werden muss."

In der Diskussion steht dabei eine Hebelwirkung - im Börsenjargon Leverage genannt. Dabei soll das EFSF-Geld nicht direkt an die Krisen-Staaten gehen, sondern als Sicherheit für Kredite dienen. Dann könnten mehr als die für den EFSF bereitgestellten 440 Milliarden Euro ausgezahlt werden.

Fekter gegen Hellas-Schuldenschnitt

Fekter sprach sich erneut gegen einen Schuldenschnitt für Griechenland aus. Damit hätte man überhaupt nichts bewerkstelligt. "Die jetzige Vorgangsweise, Griechenland etwas länger Zeit zu lassen, um alle Reformen konsequent durchzuziehen, halte ich für den richtigen Weg", so Fekter. Sie halte nichts davon, Druck wegzunehmen, denn dann würden die Reformen wahrscheinlich nicht konsequent genug durchgezogen werden.

Nach einem Schuldenschnitt würde zudem der Reformbedarf in Griechenland bestehen sowie ein Teil der Schulden übrig bleiben. Sie vermute, dass es sehr viele Zocker gebe, die auf ein Pleite Griechenlands hinzockten. "Deren Geschäft möchte ich nicht begünstigen".

Mehr an Europa notwendig

Man habe eine bessere Koordinierung beschlossen, "damit die Volkswirtschaften enger zusammenarbeiten, ihre Fiskalpolitik besser abstimmen", so Fekter.

Die Finanzministerin hält eine gute Koordinierung der Staaten untereinander für notwendig, würde dies aber nicht als gemeinsame Wirtschaftsregierung bezeichnen. "Wir brauchen auch ein Mehr an Europa und nicht ein Weniger."

Zum Management der gemeinsamen Währung habe man neben der Europäischen Zentralbank (EZB) den Euro-Rettungsschirm geschaffen, der so flexibel gestaltet sein müsse, damit auf Turbulenzen rasch reagiert werden können. Diese Infrastruktur könne dann operativ die Eurozone managen. Regierung würde sie das nicht nennen.

 

 

(APA)

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99 Kommentare
 
12 3
Gast: nezos
29.09.2011 10:49
0 0

Versprechen

versprechen tun die, zahlen tun wir. #grins#

0 0

Pleite

Nur den Eigenen Staat kann Pleite gehen

Gast: pächter der wahrheit
28.09.2011 19:07
0 0

Wer ist "WIR"?

Wen meint die Finanzministerin mit dem "WIR"? Mich kann sie nicht meinen und auch nicht vereinnahmen. Und ich vermute auch einen Grossteil (>50%) der ach so dummen Bevölkerung nicht.

Gast: AltGast
28.09.2011 16:50
2 0

Wir ?

Kann die Frau Ministerin einmal erklären, wen sie mit "wir" meint, wenn es um das Untergehen geht?

Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich nicht zu "wir" gehöre.

Wenn ich einmal Kaiserin von Europa bin ...

-

Wette

Ich wette, dass die Unterschriften unter dem EFSF noch nicht trocken sein werden, das die nächsten Forderungen geäußert werden, den Schirm auf über einen Billion wenn nicht unbegrenzt zu erhöhen.

Dann werden wir dieselbe Diskussion haben wie jetzt. Genauso "alternativlos".

Besser ein Schnitt mit allen seinen finanziellen und gesellschaftlichen negativen Folgen, als der totale Gau nächstes Jahr.

Antworten Gast: na nu
28.09.2011 15:12
1 0

Re: Wette

Lasst sie endlich in ruhe ich habe gehört sie hat sich bei der Firma Niederndorfer & Co., Kieswerke-Transportbeton beworben um uns noch mehr Sand in die Augen streuen zu können

außer unserem eigenen...

sagenhaft, die Mitzi.

Mitzis teuflischer Plan:


Österreich muss schleunigst auch pleite gehen-dann kommen wir unter den Rettungsschirm !!
(wird spanend!!)
Genial.

Re: Mitzis teuflischer Plan:

und wenn Österreich pleite ist, rettet uns ja "das gute Geschäft" mit den Griechen...

Gast: Beno
28.09.2011 10:24
1 4

Vorschlag

Mir fällt auf, dass es in den Postings nicht einen gibt der einen einigermaßen fachlich Vorschlag hat. Es sind nur Raunzer mit vielen Vorschlägen aus ihrem Schimpfwort- Vokabular.

Re: Vorschlag

Doch doch, die Vorschläge gibt´s schon. Sie laufen nur zumeist darauf hinaus, dass nicht zukünftiges Steuergeld ohne Gegenleistung oder Sicherheit vergeben wird.
Und darauf, dass das Durchfüttern des Finanzsektors über die Differenz Leitzinsen/Staatsanleihenkupon (konservativ geschätzt eine Ableitung von 200Mrd./p.a. innerhalb der Eurozone) abgestellt werden muss. Das Verschenken dieses Betrags findet unsere Fr. FM, wie sie mir schriftlich ausrichten lässt, gut. Begründung: Die Politik soll nicht an die Kreditvergabe an Staaten eingreifen.
An Fähigkeiten, Geisteszustand und Realitätswahrnehmung der Frau darf also durchaus gezweifelt werden.

Re: Vorschlag


Wo ist Ihr Lösungsvorschlag?

Sind Sie mit Ihrem posting etwa kein Raunzer?

Der Schärdinger

Und was lernen wir daraus, genau, dass man genau hinschaun muss, wo man sein Kreuzl macht. Weil es sonst vorkommen kann, dass sich wer hinstellt, der nicht gewählt wurde, er aber, hier sie, behauptet, "wir" . Wer bitte ist wir.
Ich habe diese Korruptionspartei noch nie gewählt, also verbiete ich mir das "wir".
GR wird das Geld bekommen und in einigen Wochen der ganze Wahnsinn wieder von vorne.
Dann wird es wieder heißen, "wir".

Gast: hsud
28.09.2011 09:51
1 0

Von wem hat sie diesen Mist?

Wer immer ihre Einflüsterer hier sind, es muss sich um fehlgeleitete Katastophskis handeln. Der Schuldenschnitt ist unvermeidlich, je später er kommt, umso teurer wird er für den österreichischen Steuerzahler, einzig die Banken (zumeist privaten) können hoffen, ihren Schwarzen Peter weiterreichen zu können (an EFSF, EMS, EZB, Staat Österreich usw).

Gast: Kibietz
28.09.2011 09:49
4 0

Fekter: "Wir lassen keinen Staat pleitegehen"

Natürlich nicht! Wir gehen wenn mit pleite! Stimmts?

Gast: ASVG-Sklave
28.09.2011 09:18
6 0

Sas hat sie recht

Sie läßt keinen Staat pleite gehen außer unseren Staat. Sie zahlt alle was die EU verlangt, von unserer Tasche versteht sich.

2 0

Ein sinkendes Schiff

Das mit durchsichtigen Manövern gerettet werden soll !
Das einzige was mit allen Aktionen bewirkt wird ,dass sinken wird verlangsamt.

Gast: smilefile
28.09.2011 08:45
3 0

und mit welchen Recht,...



tätigen Sie derartige Aussagen,..?? Sie vertreten die österr. Finanzgebarung,- und keine internationale,- oder europäische Finanszprokuratur,...

Jetzt werden halt unter Druck

die notwendigen Werkzeuge für die Eurozone geschaffen die man bei der Einführung "vergessen" hatte.

Gast: Vogel Strauss
28.09.2011 08:06
3 0

Frau Fekter, die Retterin des Euro??

Na gottseidank gibt es unsere Schotter-Mitzi, da kann ja unserer Währung nichts passieren. Wenn sie ihre geistreichen Äusserungen von sich gibt, dann steigt der Euro! Gehts noch dämlicher? Oder hängt davon die Höhe der Presseförderung ab???

Gast: Delta
28.09.2011 07:19
4 0

"Wir lassen keinen Staat pleitegehen"

wir gehen mit disem Staat pleite.

Gast: na nu
28.09.2011 06:57
2 0

in den schotter gesetzt

was will die schon wieder?

Gast: Reflector
28.09.2011 03:39
0 0

€ der Währungskerker


Und damit nicht genug. Ein sichtbar geläuterter Hr. Prof. Sinn, ja man hält es nicht für möglich wenn man seine Aussagen noch vor einem Jahr hörte, zeigt in dieser Präsentation genau auf was für ein "Segen" diese lediglich politisch gewollte Währung € ist und war.

Dabei wird anhand von Fakten und Zahlen aufgeschlüsselt, dass es D (und den anderen Stabilitätsländern wie AT) 15 Jahre eigentlich dadurch schlecht ging, weil Unsummen an Kapital anstatt im eigenen Land investiert zu werden in die Peripherie abfloss.

Und jetzt wo in der Krise die Gelder eher im eigenen Land (D, AT) bleiben würden will man diesen zart aufkeimenden 'Nachholboom' mittels Transfer und sonstigen abstrusen Schirmzahlungen in die PIGS (bei Sinn GIPS)gleich wieder zerstören.

http://www.youtube.com/watch?v=VKfcj2sE8rE&feature=player_embedded

Anmerkung: Man muss Hr. Prof. Sinn für seine Aussage

"Ich habe mich geirrt, der € ist in Gefahr"

Hochachtung zollen. Diese Art eigene Fehler öffentlich zuzugeben ist äußerst selten geworden!

Frau FM, diesen Satz könnten Sie schon mal als Einleitung, wie üblich bei Politikern, als Plagiat, für Ihre Rücktrittsrede verwenden.

Gast: Reflector
28.09.2011 02:38
1 0

Ohne Schuldenschnitt geht es ins Verderben - Frau FM lernens Geschichte


Ein britisches Veto gegen das Euro-Krisenmanagement per Rettungsschirm

http://derstandard.at/1317018527995/Rettungsschirm-Die-fatale-Selbsttaeuschung-der-Angela-Merkel

(...)
Jeder glaubwürdige Bailout-Plan muss beinhalten, dass die Gläubigerbanken mindestens die Hälfte ihres Geldes verlieren. Beim erfolgreichen Brady-Bond-Plan der USA von 1989 erklärten sich die Schuldner - Mexiko, Argentinien und Brasilien - bereit, zu zahlen, so viel sie konnten. Die Gläubigerbanken ersetzten die alten Schulden durch gleichwertige neue Anleihen, deren Ausgabepreis durchschnittlich 50 Prozent der alten Anleihen betrug, und die US-Regierung steuerte ein paar Zuckerstückchen bei.

Die Anleihepreise erholten sich nicht aufgrund von Sparprogrammen, sondern durch Abschreibungen und Abwertungen. Im Fall von Griechenland müssen die Gläubiger die Notwendigkeit von Abschreibungen erst noch akzeptieren, und die europäischen Regierungen haben keine Anreize dazu gegeben.

Daher ist der deutsche Widerstand gegen Schuldenerlasse ein Zeichen schlechten Wirtschaftens, schlechter (Außen-)Politik und schlechter Geschichtskenntnisse. Die Deutschen sollten sich an das Reparationsfiasko der 1920er-Jahre erinnern
(...)

tja

Wird ja auch nicht nur ein Staat pleite gehen...wenns so weiter gehen gleich alle pleite!

 
12 3

Hobbyökonom