Seit Mitte September demonstrieren bis zu 1500 Menschen auf der New Yorker Wall Street gegen die Gier der Finanzwelt.
Unerwartet erhielten sie am Montag Unterstützung vom Milliardär George Soros. "Offen gesagt kann ich ihre Gefühle verstehen", sagte der Finanzguru. Auf der einen Seite müssten Kleinunternehmer mit immer höheren Zinsen kämpfen, auf der anderen Seite fahre die Finanzbranche riesige Gewinne ein und habe Spielraum für üppige Bonuszahlungen.
Protestbewegung breitet sich aus
Die Protestbewegung gegen den Kapitalismus breitet sich indes langsam in den USA aus. Sie hat Nachahmer in Boston, Chicago und Los Angeles gefunden.
Die zumeist jugendlichen Demonstranten geben die unterschiedlichsten Auskünfte, was sie zur Teilnahme bewegt - Verärgerung über Rettungspläne für reiche Banken, Finanznot von Studenten und kleinen Leuten, Polizeistaat-Methoden.
Sie ziehen Parallelen zum Umbruch in der arabischen Welt, zu den Protestcamps der "Indignados" ("Empörten") in Spanien und zur Anti-Vietnamkriegs-Bewegung in den 1960er Jahren.
(Ag.)
Liebe statt Gier: Proteste an der Wall Street





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