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Ökonom: Euro-Ausstieg Deutschlands wäre am teuersten

05.10.2011 | 07:05 |   (DiePresse.com)

Im Fall eines Ausstiegs Deutschlands aus der Euro-Zone würden den deutschen Unternehmen Verluste in Höhe von 54 Mrd. Euro pro Jahr drohen.

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Egal, wie der Euro gerettet wird - Deutschland dürfte in jedem Fall zur Kasse gebeten werden. Dabei wäre ein Ausstieg aus der Gemeinschaftswährung die mit Abstand teuerste Alternative, hat der Wirtschaftswissenschaftler Markus Rudolf von der WHU - Otto Beisheim School of Management in Vallendar errechnet. In diesem Fall drohten den Unternehmen Verluste von 54 Milliarden Euro pro Jahr, während eine Pleite Griechenlands verbunden mit einer Umschuldung zunächst "nur" jährliche Kosten in der Höhe von zwei Milliarden Euro - für die Steuerzahler - nach sich ziehen würde.

Deutsche Unternehmen hätten seit der Euro-Einführung ihren Exportumsatz zulasten anderer EU-Staaten wie Frankreich, Italien und Großbritannien kräftig steigern können. Bei einer Gewinnmarge von durchschnittlich 20 Prozent ergebe sich so jedes Jahr ein Vorteil von 54 Milliarden Euro, der im Fall eines Euro-Ausstiegs wohl wieder wegfallen würde, argumentiert Rudolf in einer Kurz-Studie, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Griechen-Umschuldung die billigere Lösung

Bei einer Umschuldung, die den Schuldenstand Griechenlands auf 90 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) drücken würde, müsste Deutschland anteilig mit 38 Milliarden Euro oder umgerechnet zwei Milliarden Euro pro Jahr in die Bresche springen. Nicht berücksichtigt sind dabei die Ansteckungsgefahren einer Griechen-Pleite auf die anderen Euro-Krisenstaaten. Werden die Hellenen nach Art des deutschen Länderfinanzausgleichs dauerhaft an den Tropf der Euro-Retter gehängt, beliefen sich die jährlichen Kosten für Deutschland auf 3,5 Milliarden Euro. Damit verbunden wären jedoch geringere Risiken als im Fall eines harten Schuldenschnitts, erläutert Rudolf.

(Ag.)

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20 Kommentare
Gast: Kefzol
11.01.2012 09:50
0 0

Die Griechen pflanzen uns

Kein Geld, Schulden bis über die Haarspitzen aber 60 Eurofighter plus Kriegsschiffe und anderes Kriegsspielzeug bestellen wollen.
Das ist eine Beleidigung aller die helfen.

Angi und Niko halten natürlich den Mund, denn ihre Länder machen das Geschäft.

Griechenland, Spanien, und Portugal sind ehemalige Militärdiktaturen mit einem nach wie vor aufgeblasenen Militär und Polizeiapparat. Griechenland fühlt sich noch zusätzlich vom Natopartner Turkei bedroht.
Eine sehr kostspielige Angst.

Eine Lösung wäre es, wenn Marine und Luftwaffe der anderen EU Länder im Rahmen einer EUfor Aktion zum Schutz der Außengrenzen hier aktiv werden würden und
so die Sparbemühungen unterstützen könnten.


Gast: netter gast
05.10.2011 15:25
1 0

Politik

Die Einfuhrung des Euro
war eine politische Vorgabe ,
genauso wäre der Ausstieg aus dem Euro
eine politische Entscheidung .

Ebenso ist die Behauptung ,
diese oder jene Entscheidung koste mehr ,
keine wirtschaftlich realistische Behauptung ,
sondern eine Behauptung mit politischem Hintergrund

Gast: radius
05.10.2011 14:53
3 3

Was ist denn das für ein Trottel?

Wissen Sie, wenn sich die exportorientierten Firmen auf Kosten der im Land tätigen Unternehmen und Steuerzahler bereichern, dann ist absolut kein Erfolg und Gewinn für die Volkswirtschaft Deutschland.

0 4

Re: Was ist denn das für ein Trottel?

"...wenn sich die exportorientierten Firmen auf Kosten der im Land tätigen Unternehmen und Steuerzahler bereichern, ..."

Wie kommen´s denn auf diesen Blödsinn?

Antworten Antworten Gast: radius
05.10.2011 20:58
2 2

Das ist kein Blödsinn.

Nun dürfen alle die Verluste, die aus dem fehlenden Auf-und Abwertungsmechanismus von Währungen angehäuft wurden, bezahlen, diese wurden sozialisiert. Daher ging der Profit an die exportorientierten Unternehmen, natürlich dürfen die jetzt entsprechend ihrer jetzigen Gewinne mitzahlen, doch hatten genau diese einen Profit in der Vergangenheit, während die anderen nun mitzahlen und haben in der Vergangenheit davon nicht profitiert.

0 1

Re: Das ist kein Blödsinn.

"...die Verluste, die aus dem fehlenden Auf-und Abwertungsmechanismus von Währungen angehäuft wurden....."

Aus Auf- und Abwertungen von Währungen werden Gewinne UND Verluste erzielt. Auch Sie als Konsument können der Gewinner einer Abwertung sein, somit sind Sie -Ihrer eigenen verworrenen Theorie nach- ebenfalls ein PROFITEUR.
Pfui!

deutschland wird aussteigen

die dm2 is bereits fertig gedruckt - wartet nur noch auf den startschuss

flucht nach vorne nennt man das

0 0

Re: deutschland wird aussteigen

Totaler Blödsinn wieder einmal!

Bei einer Währungsumstellung wäre das Drucken der neuen Scheine sicher zeitlich das allerletzte was man erledigen würde.
Zwischen Startschuss und Verteilung würden Monate vergehen.

Re: Re: deutschland wird aussteigen

abwarten ;-)

& bier trinken

0 0

Re: Re: Re: deutschland wird aussteigen

Da werden Sie alt und besoffen!

Re: Re: Re: Re: deutschland wird aussteigen

toll - immer diese persoenlichen angriffe

0 0

Re: Re: Re: Re: Re: deutschland wird aussteigen

Meine Antwort "Da werden Sie alt und besoffen" ist nur eine Schlußfolgerung auf Ihre Meldung "abwarten & bier trinken".

Wo Sie da einen persönlichen Angriff sehen, ist mir schleierhaft!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Mincki
06.10.2011 13:13
0 0

Re: Re: Re: Re: deutschland wird aussteigen

Lieber Fritzi !
Steigen wir hintereinander aus oder alle zu geich ?

Gast: Reflector
05.10.2011 12:55
3 2

Öko(G)nom


Die Kurzstudie dieses Ökonomen eignet sich höchtwahrscheinlich nichteinmal als Toilettenpapier.

Es bezieht sich nur darauf welche Nachteile D mit dem € bzgl. GR hat, was aber nur ein Aspekt der vielen € Nachteile darstellt.

Und selbst wenn nur GR als einziger Nachteil gesehen wird, wäre D gut beraten aus dem € auszusteigen.

Die Studie hat höchstwahrscheinlich nichteinmal das Risiko steigender Zinsen für D im Falle zu exzessiver Garantieabgaben berücksichtigt , die sich bereits durch steigende CDS ankündigt.

Im Falle einer Anhebung nur um 1% mehr verschlänge diese 20 Mrd. mehr (Schuldenstand ca. 2047 Mrd.) im Jahr.

Vom Risiko des Eintritts der Garantiezahlungen ganz abgesehen, dann brennt D ganz lichterloh.

Es gibt aber noch wesentlich mehr Nachteile für D mit der € Lira.

Zudem wird im Artikel gar nicht darauf eingegangen woher denn die 54 Mrd. jährlich kommen sollen.

Und als Gegenbeweis, der immerhin mehr als 50 Jahre erfolgreich andauerte, darf hier die harte D-Mark angeführt werden. Es ist nichts bekannt, dass D in dieser Zeit gedarbt hätte, ganz im Gegenteil, die D-Mark war ein voller Erfolg.

Es ist nämlich unmgekehrt, würde D aus dem € aussteigen, würde der € mindestens 50% an Wert gegenüber der D-Mark verlieren, was bedeutet, dass sich D günstig entschulden könnte, während die Rest € Länder durch die sofortigen Zinsanstiege bankrott gehen würden.

Damit wäre die € Party auf Kosten D endgültig vorbei.

Gast: gast45
05.10.2011 12:06
5 1

na so was ..

ich wuste gar nicht, das china .. steigerung der exporte um 43,9%, und die USA (steigerung der exporte um 20.6%) EU-mitglieder sind ..
nebenbei .. die steigerung der exporte in die EU-länder ist übrigens deutlich geringer ..
... ist halt dumm, wenn die realität nicht zu dem ergebnis das bei der studie raus kommen soll dazupasst :-):-)

Traue keiner Studie die du nicht selbst gefälscht hast

Die erste Frage die der Wirtschaftswissenschaftler Markus Rudolf gestellt haben dürfte war höchstwahrscheinlich

"Was soll heraus kommen ?"

Die Annahme von einer Gewinnmarge von durchschnittlich 20 Prozent lässt eine andere Erklärung gar nicht zu.

Der Robert Bosch Konzern in Deutschland strebt eine Umsatzrendite von 6 - 8 % vor Steuern an. Und er hatte seit 1945 erst einmal ein negatives Jahresergebnis. Diese Leute wissen wie es geht.

Die Gewinnmarge von 20 % stammt aus dem Lehrbuch "Wenn ich mir etwas wünschen dürfte".

Gast: das hirn
05.10.2011 10:02
2 2

europa ?

als die europäische union gegründet wurde, haben damals alle geglaubt, dass immer und ewig alles eitel wonne sein wird ? wurde ein szenario wie es heute besteht nicht für möglich gehalten, insbesondere wenn sich so unterschiedliche menschen auf gedeih und verderben an einander ketten ? was ist in den köpfen dieser berufseuropäer vorgegangen ? die eu ist DAS friedensprojekt schlechthin. bestand die gefahr, dass österreich ohne eu england überfallen hätte, oder wurde durch die eu verhindert, dass polen spanien überfällt ? als deutschland die ddr übernahm und sich das milliarden kosten lies, war deutschland letztlich um einiges grösser. wann gehört griechenland den deutschen?

54 Mrd

80% der Deutschen sind gegen den VERLUST der Demokratie durch ESM und 54 Milliarden für die FREIHEIT ist doch ein SCHNÄPPCHEN als LEBENSLANG Versklavt durch den ESM zu sein das Begreift aber HIER in Österreich anscheinend NIEMAND.
Das Deutsche VOLK wird auch 120 MRD Zahlen ist immer noch BILLIGER als ALLES ANDERE und 40 Jahre DDR war GENUG.

demnächst zu ERLEBEN in D die MASSE wird SAGEN W I R S I N D D A S V O L K

Gast: kompliziert
05.10.2011 07:24
0 0

habe da keinen durchblick....

... deswegen ist meine Frage, wieso kostet es den Unternehmen mehr, wenn Griechenland aussteigen würde?
Aus diesem Artikel habe ich keine Gründe der höheren Belastung rauslesen können, wobei gerade die Gründe für einen Laien wie ich es bin das ganze verständlicher machen würde.
Man hört ja immer nur das die Finanzierung Griechenlands billiger ist. Aber wieso?

0 1

Re: habe da keinen durchblick....

"...wieso kostet es den Unternehmen mehr, wenn Griechenland aussteigen würde?"

Lesen´s den Artikel noch einmal!

Es ist nicht die Rede von einem EURO-Ausstieg Griechenlands, sondern von Deutschland!

Hobbyökonom