Merkel offen für Banken-Rekapitalisierung

Laut IWF fehlen den europäischen Geldinstituten etwa 100 bis 200 Milliarden Euro. Solche Hinweise müssten ernst genommen werden, betont die deutsche Kanzlerin.

Merkel offen für Banken-Rekapitalisierung
Schließen
Merkel offen für Banken-Rekapitalisierung
Angela Merkel – (c) EPA (Johannes Eisele / Pool)

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel würde nach eigenen Worten nicht zögern, die deutschen Banken bei Bedarf mit staatlicher Hilfe zu rekapitalisieren. Merkel sagte am Donnerstag in Berlin, in einem ersten Schritt sollten die Geldhäuser aber selber versuchen, Kapital am Markt aufzunehmen.

Die Hinweise von Experten, dass die europäischen Banken nicht ausreichend mit Kapital ausgestattet seien, müssten ernst genommen werden, sagte die Kanzlerin. Bei einer möglichen Banken-Rekapitalisierung sollten die Länder, die dazu in der Lage seien, dies aus eigener Kraft machen und nicht auf den Euro-Rettungsschirm EFSF zurückgreifen, sagte sie nach einem Treffen mit den Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Weltbank und der OECD.

Dem IWF zufolge fehlen den europäischen Geldinstituten etwa 100 bis 200 Milliarden Euro, um ausreichend gegen mögliche Folgen der Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone gewappnet zu sein.

(Ag.)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Kommentar zu Artikel:

Merkel offen für Banken-Rekapitalisierung

Schließen

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen