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Troika: Griechenland braucht "viel strengere Reformen"

08.10.2011 | 17:13 |   (DiePresse.com)

Die Troika hat kurz vor Ende ihrer aktuellen Prüfmission ein ernüchterndes Fazit der griechischen Reformbemühungen gezogen.

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Kurz vor dem Ende ihrer aktuellen Prüfmission in Athen hat die sogenannte Troika ein ernüchterndes Fazit der griechischen Reformbemühungen gezogen. "Griechenland steht an der Wegscheide", sagte Poul Mathias Thomsen, Leiter der Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Athen, der "Welt am Sonntag". Ohne die Zustimmung von Vertretern des IWF, der EU und der Europäischen Zentralbank (EZB) kann die nächste Tranche der internationalen Griechenland-Hilfen nicht freigegeben werden.

"Es ist offensichtlich, dass das Programm nicht aufgeht, wenn die Behörden nicht den Weg nehmen, der viel strengere Strukturreformen bedeutet als die, die wir bisher gesehen haben", sagte der Däne Thomsen der Zeitung. Sein Kollege von der EU-Kommission, der Deutsche Matthias Mors, kritisierte die Regierung von Premierminister Giorgos Papandreou für die zögerliche Umsetzung ihrer Sparpläne: "Die Griechen glauben, dass es reicht, Gesetze zu machen. Aber deren Umsetzung braucht Zeit. Und häufig fehlen da noch die richtigen Strukturen - zum Beispiel in der Steuerverwaltung."

Angriffe gegen Troika-Mitglieder

Die Mitglieder der Troika seien in Athen Angriffen und Anfeindungen ausgesetzt. Die drei Delegationsleiter gehen nach eigenen Angaben nicht mehr ohne Personenschützer aus dem Haus und nehmen auch für kurze Wege aus Sicherheitsgründen das Auto.

(APA)

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35 Kommentare
 
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mehr geld drucken

und das problem ist gelöst

dann zahlen alle

Gast: der Enterbte
09.10.2011 15:49
1 0

ernüchterndes Fazit der griechischen Reformbemühungen gezogen.

die Griechen kaufen doch eh nur billige Panzer. So wie wir billige Abfangjäger gekauft haben!

der Betrug geht munter weiter

die viel strengeren Reformen waren ja auch vereinbart, nur dran gehalten haben sich die Griechen nicht. Genauso wie sie jahrzehntelag ihre Budgetdaten gefälscht haben und sich nicht an Vereinbarungen und Vorschriften für den Finanzmarkt gehalten haben.

Der Schärdinger

Wer hat denn diesen ganzen Schwachsinn ins Leben gerufen, ohne sich über die Konsequenzen im Klaren zu sein.
Wenn sich jetzt Frau Fekter noch hinstellt und diesen Schwachsinn befürwortet, dann machts halt net bitte wieder dort das Kreuzerl in zwei Jahren.

Re: Der Schärdinger

Weil es ein roter FM anders gemacht hätte? Bruhaha!!!!
Ein blauer oder oranger FM hätte mich in seiner Reaktion interessiert. Da hätte man nämlich gleich auf Wahrheitsgehalt diversen Ansagen überprüfen können.

9 0

Weil es ein roter FM anders gemacht hätte? Bruhaha!!!!

Sie sprechen das Problem des Wahlvolks klar an!
Im Grunde ist keine einzige Partei dazu fähig den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Denn wir stecken viel zu weit drinnen!

Allerdings hat uns eindeutig SPÖVP in diese EU-Misere gebracht! Und ich werde derartige Parteien nicht noch wählen und sie in ihrem Irrglauben bestärken! Außerdem ist seit der Waldheim-Affaire für mich die SPÖ sowieso nicht mehr wählbar. Eine Partei, die zu derartigen niederträchtigen Verleumdungen greift, ist für mich nicht wählbar!

Antworten Gast: Vogel Strauss
09.10.2011 10:10
2 0

Re: Der Schärdinger

WO solln ma denn das Kreuzel machen, Deiner Meinung nach??

Gast: Sömbergers Schnauz
09.10.2011 09:53
1 0

Der Spuk könnte längst vorüber sein, aber die Banken wollen weiter profitieren

Ich kann nur jedem empfehlen, die eine Seite des TV-Politmagazins "Monitor " des Westdeutschen Rundfunks, vom 6.10.2011 über Griechenland nachzulesen.
Dort erklärt u.a. Prof.Max Otte, Universität Graz, warum wir alle von den Banken an der Nase herumgeführt werden. Und zahlen und zahlen und zahlen....

Gast: HB
09.10.2011 09:30
0 0

griechische Schuldentradition

wie war das damals mit dem weisen Solon? Alles schon dagewesen.

Gast: Cold Turkey
09.10.2011 09:07
0 0

Frage:

Wann kapieren diese "Experten" endlich, dass dem Wort eines Junkies kein Glauben geschenkt werden darf.

8 0

Griechenland meldet neuen Milliardenbedarf an

http://www.ftd.de/politik/:euro-krise-und-kein-ende-griechenland-meldet-neuen-milliardenbedarf-an/60113570.html

Na, ist jemand überrascht?

Ja:

Ewald Novotny
Werner Faymann
Michael Spindelegger
Maria Fekter

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Thema: "Wir haben erfolgreich die Krise in Griechenland nicht erkannt", geben obgenannte zu, dass:

1) Milliarden an geborgtem Geld futsch sind, allerdings der theoretische Gewinn gigantisch gewesen wäre.

2) Die Staatshaftungen die Österreich jetzt übernehmen muß, gar nicht so schlimm ausfallen, da die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 40 % das Ganze wieder auffängt.

3) Eigentlich nur die Reichen und Spekulanten am Untergang Österreichs Schuld haben, und deshalb mit der Zwangsenteignung des 19 Bezirks während des sonntäglichen Kirchgangs begonnen wurde.


Gast: ökono-mist
09.10.2011 04:02
8 0

Anfang schlecht - alles schlecht!


Unmittelbar nach dem Auffliegen der Bilanzfälschungen, mit denen sich die feisten griechischen Finanzminister in die Währungsunion geschwindelt haben, hätte Resteuropa der griechischen Politik die Rote Karte zeigen und Härte demonstrieren müssen!

Durch die Milliarden-Hilfsbereitschaft entstand nämlich dort der Eindruck, staatlicher Bilanzschwindel sei ein Kavaliersdelikt, und das reiche Kerneuropa werde schon beide Augen zudrücken und Griechenland mittels kollektiver Geldwertverdünnung jahrelang nach dem Muster des "reichen Onkels in Amerika" durchfüttern.

Wehe, wenn nun die Notenpresse einen Defekt haben sollte: Dann sind die Politiker weg, im Trockenen, samt ihren Schäfchen, und das ohnehin schon auf dem Umweg der Inflation ausgesaugte resteuropäische Volk sitzt auf den griechischen Staatsschulden - und wird sie wohl oder übel auch noch abtragen müssen. Und der Kreis derer, die überhaupt noch etwas zahlen können, wird - progressiv, und immer progressiver - durch den Domino-Effekt eines Downgrading-Stakkatos eingeengt werden. So wird schließlich der griechische Schneeball zu einer riesigen europäischen Schuldenlawine, die das politische Projekt EU in seinen Grundfesten erschüttern wird! Dieses Szenario ist ziemlich wahrscheinlich. Es wäre ein Wunder, wenn es doch noch einmal ausbleiben sollte.

Antworten Gast: Huch
09.10.2011 11:23
2 0

Re: Anfang schlecht - alles schlecht!

So wie es das UN-Tribunal für Kriegsverbrecher in Den Haag gibt, sollte auch eine Art UN-Tribunal für Finanzverbrecher und für Politiker eingerichtet werden, die dem Volk unermesslichen Schaden verursacht haben.
Solang nämlich niemand zur Rechenschaft gezogen wird bzw. werden kann, geht die Abzocke munter weiter!

Gast: Krankenschwestern
09.10.2011 02:18
0 4

15. Oktober

Österreich braucht auch strenge Reformen, und zwar die Besteuerung der Reichen und die Beendigung der allgegenwärtigen Korruption.
Schafft endlich Kontrollen für die Politikerkaste, denn sie hängen lahm an den Fäden der Oligarchen!
Stoppt die Vernichtung des Mittelstandes. Wehrt euch!

Re: 15. Oktober

Österreich ohne Korruption? Sie träumen wohl.

Antworten Antworten Gast: Immer Klartext schreiben
09.10.2011 11:27
0 0

Re: Re: 15. Oktober

Laut Statistik 2010 der Antikorruptionsorganisation Transparency International (Einteilung in vier Gruppen) befindet sich Österreich in "guter" Gesellschaft mit Argentinien, Bulgarien, China, Tschechien, die Fidschi-Inseln, Frankreich, Griechenland, Indonesien, Italien, Japan, der Kosovo, Lettland, Luxemburg, Malaysia, Polen, die Philippinen, Serbien, Singapur, Taiwan und Vanuatu.

griechenland "braucht" ueberhaupt nichts ausser freiheit & verantwortung

warum machen wir deren problem zu unsrem problem?

die sollen sich, wenn sie unbedingt defizitaer wirtschaften wollen, das geld ueber den kapitalmarkt aufnehmen, solange es geht
wenn es nicht mehr geht, dann eben bankrott & neuanfang

warum sollen wir denen vorschreiben, was sie in ihrem land zu tun haben und welche regeln sie befolgen? das steht uns nicht zu, allerdings wuerde ich auch keinen cent nach griechenland ueberweisen

griechenland braucht freiheit, selbst entscheidungen treffen zu koennen und auch die verantwortung & folgen dieser entscheidungen tragen zu koennen

1 0

Re: griechenland "braucht" ueberhaupt nichts ausser freiheit & verantwortung

Es ist nicht nur ein giechisches Problem sondern natürlich auch ein europäisches ! Griechenland könnte keine Staatsanleihen zurückkaufen und die Bankschulden bedienen.
Das hieße dann, dass meine Lebensversicherung, mein Sparbüchel sowie meine paar Aktien usw. wertlos wären.

Re: Re: griechenland "braucht" ueberhaupt nichts ausser freiheit & verantwortung

hier ein kleiner tipp am rande: ihre lebensversicherung ist bereits wertlos - weil diese hauptsaechlich in staatsanleihen investiert.

staatsanleihen sind pyramidenspiele, wo die altschulden mit nochmehr neuschulden abbezahlt werden - funktioniert immer nur ca. 2-3 generationen, danach muss es systembedingt einen reset geben (an diesem punkt befinden wir uns jetzt)

ich wuerde die lebensversicherung & das sparbuecherlch sofort aufloesen & das geld in sachwerte stecken, weil den euro gibts nicht mehr lange

aktien sind zwar theoretisch auch "sachwerte" jedoch wird bei dem kommenden kollaps der wert dieser anlangen in den keller fallen - wenn man es allerdings nicht braucht, ist liegenlassen & abwarten die beste wahl.

Gast: Buusch
08.10.2011 23:23
2 0

bis zum bitteren Ende

. . . ob Tyrann, Diktator oder Politiker, alles eein Charakter.

Griechenland braucht ein

Protektorat.

Gast: BAZI
08.10.2011 21:05
5 0

Panzerkauf

Wie den verschiedensten Quellen zu entnehmen ist, soll Griechenland jetzt angeblich 400 Panzer in den USA kaufen. Da wissen wir wenigstens, wo das Geld hingeht.

hört endlich mit dieser perversen Solidarität auf


diesen Ausdruck prägte der slowakische Parlamentspräsident Richard Sulik.

Er verwies mit Recht darauf, dass durchschnittlich ein slowakischer Rentner € 400,- erhält, der griechische Pensionist über € 1000.

Warum sollen andere Staaten den völlig überhöhten Lebensstandard der Griechen bezahlen.

Last die Griechen gehen, in Frieden. Der Weg Argentiniens zeigt wie es laufen könnte.


Re: hört endlich mit dieser perversen Solidarität auf

Durchschnittlich:
slovakischer Rentner - 360 Euro,
griechischer Rente bisher - 1600 Euro, diese soll jetzt un 20 % gekürzt werden auf ca. 1250 Euro

http://www.videogold.de/parlamentspraesident-der-slowakei-richard-sulik-zum-efsf-28-09-2011/

Antworten Antworten Gast: G 101
08.10.2011 23:24
5 0

Re: Re: hört endlich mit dieser perversen Solidarität auf

Ich finde das nur mehr lächerlich diese politischen "Witzbolde" wie zB. Herr Dohany oder so ähnlich. Er begründet die Rettung der Investoren durch Steuergeld mit dem, dass ja die Investoren auf die Bonität der Staatsanleihen bzw. deren Staaten vertraut hätten. Aha und deshalb weil das Vertrauen enttäuscht wurde, soll der Steuerzahler dafür büßen. Geht`s noch? Selber kassieren wenn es positiv läuft.Aber Steuerzahler belasten, wenn es schief läuft. Der hat doch in einer solchen Diskussion nichts verloren. Der soll wo anders seine Weisheiten kundtun!Ich hoffe dass diese Leute bald von der politischen Ebene verschwinden. Die leben in irgendeiner anderen Sphäre und glauben sie können sich am Volk ständig abputzen. Es wird Zeit, dass der Spieß umgedreht wird und die Profiteure für den Riesenschaden den sie verursacht haben aufkommen.

 
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Hobbyökonom