Cameron: Eurozone hat nur noch Wochen zum Handeln

10.10.2011 | 11:01 |   (DiePresse.com)

"Sie müssen da mit der Panzerfaust ran", fordert der britische Premier David Cameron die Länder der Eurozone zu entschlossenem Handeln auf.

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Großbritanniens Premierminister David Cameron hat die Länder der Eurozone zu schnellem Handeln im Kampf gegen die Krise aufgefordert. Sie hätten nur noch Wochen, wenn sie ein wirtschaftliches Desaster vermeiden wollten, sagte Cameron der "Financial Times" (Montagausgabe). "Sie müssen da mit der Panzerfaust ran", sagte Cameron der Zeitung.

Der deutschen Kanzlerin Angela Merkel empfahl er, nicht auf die Stimmen der Wähler zu hören, die nicht noch mehr Geld in Länder wie Griechenland pumpen wollen. "In Zeiten der Krise müssen Sie das Richtige tun, um zu dem Ergebnis zu kommen, das Deutsche und deutsche Politiker, wie ich glaube, wirklich wollen - und das ist eine funktionierende Eurozone." Dazu brauche es auch "glaubwürdige Stresstests" für das Bankensystem. "Sie müssen hart sein, sie müssen den Glaubwürdigkeitstest bestehen", sagte er.

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"Wir müssen anschieben"

"Die Situation der Weltwirtschaft ist sehr prekär", sagte der Premierminister. "Und die Eurozone trägt zu dieser Unsicherheit und zu diesem fehlenden Vertrauen mehr bei, als sonst irgendetwas", betonte er. Zur Situation Großbritanniens sagte er: "Ich glaube wir müssen anschieben. Aber am Ende ist es ihr Thema - sie müssen die entscheidenden Schritte tun."

Cameron sagte, der europäische Rettungsschirm für Pleitestaaten müsse deutlich besser ausgestattet werden. Er schlug vor, den Rettungstopf mit 1,5 oder gar mit 2 Billionen Euro zu füllen, die dann in marode Banken oder Staatshaushalte fließen könnten. Dann könnte der Fonds effektiv Staatsanleihen ankaufen oder auch die Märkte davon abbringen, auf die Zinsen für Staatsanleihen zu wetten.

(Ag.)

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64 Kommentare
 
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Mit der Panzerfaust ...

... das darf man sagen, schreiben und veröffentlichen.
ABer der Satz: "Heute bezahlt Deutschland England und Morgen die ganze Welt".
wird gelöscht.
(obwohl sie 2 Tage gebraucht haben, um die Ironie zu erkennen :-)).
Krank im Hirn sind sie.

Gast: Dunkelrot
10.10.2011 23:28
1 0

Aus der Asche des untergegangenen Eurokapitalismus wird ein neuer, moderner Kommunismus wie ein Phönix auferstehen.

Der Kapitalismus hat so total versagt, dass mit ihm die imperialistische antikommunistische Propaganda untergehen wird. Die Menschen werden sich den Kommunismus wieder näher ansehen und vielleicht einer neuen Bewertung unterziehen.

Gast: Gasti
10.10.2011 23:09
1 0

Merkt Euch die Namen der Verantwortlichen

Nicht dass sich wieder alle ungestraft nach Argentinien absetzen.

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Wenn der Euro stirbt,...

heute konnte er jedenfalls gegenüber dem US$ um 2% zulegen.

Sind das die letzten Zuckungen, oder ist doch alles eine typische Zeitungsente?

Gast: Bärenfalle...
10.10.2011 21:10
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Ohja, noch mehr glaubwürdige Stresstests !

Erinnern wir uns doch einfach ein mal an den letzten EU-Bankenstresstest.

Da haben seriöse und gut mit Eigenkapital ausgestattete Institute auch entsprechend gut abgeschnitten.

Etwa ... Dexia welche der klare Gewinner bzgl. Eigenkapital war ..

http://www.zerohedge.com/news/once-again-because-it-will-never-get-old-here-are-safest-european-banks-according-second-euro-s


Gast: Abendbeobachter
10.10.2011 20:19
2 0

Morgenthau-Plan

Nun geht es entgueltig zuende, mit der BRDDR. Mit kurzer Unterbrechung durch den kalten Krieg, wo man Kanonenfutter fuer die Kassler Pforte brauchte, geht der Morgenthau-Plan nun in seine Endphase. Agent Erika kooperiert natuerlich.

Gast: Wahrheitssucher
10.10.2011 17:26
1 0

Warum ist Griechenland in der Eurozone?

Warum ist Griechenland in der Eurozone ohne den Aufnahmekriterien zu entsprechen?
Wer hat das verbrochen? Unter anderem Goldman&Sachs: diese Bankhat den Griechen Milliardengewinne attestiert - in Wirklichkeit waren das Kredite von Griechenland aufgenommen und keine Gewinne. Warum zieht niemand diese US Bank zur Verantwortung?
Cameron ist lediglich interessiert den britischen Banken weiterhin alle Möglichkeiten des Casinokapitalismus offenzulassen, während Deutschland brav zahlen soll.

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Wetten auf Zinsen, Geld...


... aus Geld verdienen, gehört grundsätzlich verboten. Jegliche Finanzmittel müssen entweder in Gewerbe, Industrie und Investitionen, weiters in Waren oder in Dienstleistungen fließen, über regulierte maximal 3 Ecken.

Alles Andere ist ein Verbrechen.

Die Staaten haben das Schuldenaufnehmen unverzüglich zu unterlassen.

Letztendes sind es ja sie, die diesen Harakiri begonnen haben, seit Beginn der 70-er Jahre.

Gast: Hornigg
10.10.2011 17:20
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Mit der Panzerfaust ran

Ja klar, Europa mit der "Methode Libyen" bearbeiten, das passt zu dem Typen. Zieht's euch warm an.

Gast: goggi
10.10.2011 16:57
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Anschieben

Im Retteungsschirm ist schon genug drinnen. Wenn hier erhöht wird, muss auch bei jenen, denen gegeben wird, die Kontrolle drastisch erhöht werden.
Diese Schreibtischtäter in Brüssel wollen ja einen reinen Selbstbedienungsladen schaffen!
Für Griechenland muß ein Schuldenschnitt gemacht werden, weiters gehört es unter befristete EU- Verwaltung gestellt!
Portugal, Italien und Spanien muß , solange es nicht zu spät ist, ebenfalls ein EU- Kurator zur Seite gestellt werden.
Wenn man gibt, wird man wohl auch etwas verlangen dürfen!!
......wie war es doch mit den "Sanktionen" gegen Österreich?

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"Sie müssen da mit der Panzerfaust ran", fordert der britische Premier David Cameron die Länder der Eurozone zu entschlossenem Handeln auf.

na toll; und wieso ist GB immer noch samt derartiger Forderungen, KEIN Eurowährungsland ?!

Weil wohl weiterhin die Cityboys zocken sollen dürfen und den Welthandel mit deren Börse ungestraft beeinflussen ?

Cameron sagte, der europäische Rettungsschirm für Pleitestaaten müsse deutlich besser ausgestattet werden. Er schlug vor, den Rettungstopf mit 1,5 oder gar mit 2 Billionen Euro zu füllen, die dann in marode Banken oder Staatshaushalte fließen könnten.

Na klar, um so erst erneut viele Bonizahlungen für die eigenen Zocker herausschlagen zu dürfen, während einst gut gestellte Länder den Bach runter gehen (pleite) gehen werden müssen ?!

Gast: FH
10.10.2011 15:48
1 0

Abschreiben

Auch was. So wie die Erste soll´s gemacht werden. Abgeschrieben. Und dann schau´n wir, was mit dem Rest wird. Auch in Portugal wurde doch ein teil der Wirtschaft durch den zu hohen Euro ruiniert. Griechenland, Port. usw. können nicht mit ihren überzogenen und zu vielen Staaseinkommen nicht ewig am Tropf der EU hängen.

Griechenland wird fallengelassen und die Banken aufgefangen

Vielleicht fliegt noch das eine oder andere Land mit. Das tut zwar weh, ist aber das einzig richtige, weil man den Staaten zeigen muss - auch AUT -, dass man nicht einfach ewig Geld aufnehmen kann - am freien Kaptialmarkt - als gaebe es kein morgen, und weil man den Banken zeigen muss, dass das Spiel "Ich erziehle hohe Renditen, muss aber kein Risiko auf mich nehmen, weil eh alle aufgefangen werden" aus ist.

Die britischen Banken werden auch bluten, klar.

Mittelfristig wird auch Oesterreich sein AAA Rating verlieren, weil unser Strukturen eh so schlank sind und es gscheiter ist in Fruehpension zu gehn, als ein paar Arbeitslose mehr zu haben .... Die dumme Klientelpolitik mit dem Zweck der reinen Zahlenfaerberei wird sich bald raechen, und das nicht zu knapp.

Gast: WU-Student
10.10.2011 15:28
1 0

Sehr geehrter Herr Primeminister ...


... tun und sagen sie alles, was die ameriakaner von ihnen wollen (wie im irak krieg)?

bevor ich als bürger noch mehr an pleitestaaten bezahlen muss, sollen dort zuerst struktur- und prozessänderungen erfolgen.

wenn diesen staaten das geld mit dem füllhorn ausgeschüttet wird, dann nehmen diese das geld, aber es wird sich nichts ändern.

wenn sie schon solche worte von sich geben, dann könnten sie auch gleich ein gesetz verabschieden mit dem inhalt, dass auf zinsen von staatsanleihen NICHT spekulieren darf - das ist schneller erledigt und vor allem BILLIGER!

Gast: 77x7
10.10.2011 15:21
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Und dann?

Und was passiert,wenn die Frist abläuft?

Antworten Gast: EFF EFF
10.10.2011 21:24
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RE: Und dann

muss sich ab Dezember jeder selber helfen.

Antworten Gast: na und
10.10.2011 15:52
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Re: Und dann?

Eine große Eurobank zerreißt´s und die zieht die Anderen hinunter in den Schlund.

Setzt erst einmal der bankrun ein, ist das Land verloren.

Sieht man beim bankrun in Griechenland, Irland und beginnend in Italien. Fortsetzung folgt.

Re: Und dann?

Dann wird sie verlängert. :-)

Gerade die Briten sollten der EU keine Ratschläger erteilen.

Schließlich sind sie es die eine Transaktionssteuer in der EU verhindern und somit dem Zockertum Vorschub leisten. Eventuell sollten sie sich darüber Gedanken machen ob sie überhaupt in der EU verbleiben wollen.

Antworten Gast: san1
10.10.2011 16:07
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Re: Gerade die Briten sollten der EU keine Ratschläger erteilen.

Die Engländer sind deindustrialisiert und leben von der Londoner City.

Warum sollen sie sich das zerstören lassen, von dem sie leben, nur weil die EU es so will. So blöd ist doch keiner.

Genau so gut kann die EU sagen, die Portugiesen sollen aufhören, Sardinen und Sardellenringerl zu fangen.
Oder Griechenland soll all ihre Olivenbäume umschneiden.

Die werden sagen. Ja machen wir, wenn ihr das zahlt.

Gast: Gasti
10.10.2011 14:29
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GB Banken Rating Vergessen

Die Ratingagenturen haben doch die britischen Banken heruntergeratet oder irre ich mich da. Und die Begründung war doch Irgendetwas von GB hat zu wenig Kapital um Banken in einer Krise zu Unterstützen. Sprich UK hat ein kleines Cash Flow Problem nicht so hoch verschuldet wie Griechenland aber trotzdem kein Geld

Wenn Merkel/Sarkozy darauf über gehen ihre Banken statt Griechenland (+PIGS) zu retten, dann können die Britten nicht mehr gratis Trittbrettfahren

Weil dann müssen die Briten auch ihre Banken retten und das müssen sie selber zahlen (nicht mehr wie jetzt wir via Griechenlandrettung).

Und wenn ein Britischer Politiker Außenpolitik gemacht hat (ohne dass die Insel mitlitärisch angegriffen wurde) dann immer nur wegen dem Geschäft.

EU-Wirtschaftsregierung

All das wird nur mit einer EU-Wirtschaftsregierung möglich sein! Die dafür nötige Abänderung des EU-Vertrages wird hinter verschlossenen Türen und im Eilzugtempo an uns vorbei geschehen, da keine Zeit bleibt, das Volk zu befragen. Dann werden Billionen Euro in den Geldmarkt gepumpt und ähnlich wie in den USA das Problem somit "gelöst".
Spätestens dann, wenn Monsanto das Marchfeld mit seinen Gentech-Pflanzen zupflastert werden wir draufkommen, dass nur noch EU-Gesetze Gültigkeit haben, dass Österreich nur noch ein EU-Bundesland ohne Selbstbestimmung ist.

Gast: Bösmensch dauerzensiert
10.10.2011 14:00
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Nicht mitmachen bei der Eurozone, aber anschaffen wollen....

Camerons Zitat laut Wikipedia:

Eurokrise

Im Zuge der finanziellen Situation Griechenlands 2010/2011 blieb Cameron standhaft und teilte mit, dass Großbritannien nicht verpflichtet sei, Geld für Griechenland zur Verfügung zu stellen, außer durch den IWF, da Großbritannien "Gott sei Dank" nicht dem Euro beigetreten sei.

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Solange die Briten kein Mitglied der Eurozone sind:

sollen sie bitte schweigen und den Mund halten! Wenn Herr Cameron sofort der Eurozone beitreten will, dann kann er auch für die Erweiterung des Rettungsschirmes für die Eurozone den britischen Beitrag leisten. Aber sich davon schleichen und dumme Ratschläge geben, ist keine europäische und auch keine gute politische Leistung!

Auch die Vorschläge des Altkanzlers Schröder sind unnötig. Schließlich hat seine Regierung der Aufnahme Griechenlands in die Eurozone trotz statistischen Schwindel und Betrügerein der griechischen Regierung, zugestimmt. Schröder sollte daher besser seine Pension an den Rettungschirm für Griechenland spenden, und ebenfalls seinen Mund halten!

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Der ist doch geimpft

vom Geithner und Obama...er hätte ja nicht selber reden müssen, ein Video vom Geithner hätte es auch getan (Ähnliches Verhältnis wie Merkel - Fekter).

Der Spass dabei ist doch, dass es zur einen Seite die Staatsschuldenkrise gibt

und auf der anderen Seite die Amis -zig Milliarden aus Europa abziehen um den Dollar zu stärken.

also sind wir doppelt gestraft.

Kein Zufall

Strategie

 
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