Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens weiter herabgestuft. Die Bonität des Landes werde um einen Punkt von "AA" auf "AA-" gesenkt, teilte die Agentur am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit. Grund für die Herabstufung seien unter anderem die "ungewissen Wachstumsaussichten" des Landes.
Zudem wurde der Ausblick für Spanien als negativ bewertet. "Wir sehen gestiegene Risiken für Spaniens Wachstumsperspektiven aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, den angespannteren finanziellen Bedingungen, dem immer noch hohen Niveau der Verschuldung im privaten Sektor und einem wahrscheinlichen wirtschaftlichen Abschwung bei Spaniens wichtigsten Handelspartnern", begründete S&P in London den Schritt. Als weitere Gefahr nannten die Experten die absehbare Abkühlung der Konjunktur.
"Trotz der Anzeichen für eine gewisse Widerstandsfähigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung 2011, sehen wir wachsende Risiken für das Wachstum Spaniens", hieß es in der Erklärung. Die Arbeitsmarktreform der Regierung sei noch nicht abgeschlossen und die spanische Finanzbranche werde durch den wachsenden Umfang an "problematischen Vermögenswerten" geschwächt, erklärte die Agentur.
Besonders Spaniens Banken werden in immer größere Schwierigkeiten geraten, fürchtet die S&P. Vor einer Woche hatte bereits die Ratingagentur Fitch die langfristige Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen von "AA+" auf "AA-" herabgestuft.
(APA)
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