Griechenland droht eine Woche mit massiven Streiks

Krise: Ausstände im Verkehr, bei Schulen und Behörden.

Griechenland droht eine Woche
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Griechenland droht eine Woche
(c) GEPA

Athen/Apa/Dpa. Aus Protest gegen den Sparkurs der Regierung sind in dieser Woche im hoch verschuldeten Griechenland erneut massive Streiks geplant. Sie drohen das Land lahmzulegen: Arbeitsniederlegungen soll es etwa bei Fähren, im Flugverkehr, in Behörden, bei öffentlichen Verkehrsmitteln und in Schulen geben.

Heute, Montag, wollen die Seeleute für drei Tage in den Streik treten. Keine Fähre soll bis Mittwoch aus Piräus auslaufen. Staatsbedienstete planen zudem, am Montag alle Ministerien für mehrere Tage zu besetzen. Für Mittwoch und Donnerstag haben die beiden größten Gewerkschaftsverbände des staatlichen und privaten Bereichs zu massiven Streiks aufgerufen.

In der regierenden Panhellenischen Sozialistischen Bewegung herrscht aufgebrachte Stimmung. Abgeordnete wagen sich nicht mehr in ihre Wahlbezirke: Fast täglich werden Politiker verbal, aber auch tätlich angegriffen.

Am Donnerstag will das Parlament in Athen ein neues „Multigesetz“ billigen, mit dem erstmals nach hundert Jahren Entlassungen von Staatsbediensteten ermöglicht werden sollen. Zudem sollen die Löhne und Gehälter von Beamten um weitere 20 Prozent gekürzt werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.10.2011)

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