Athen und Schweiz planen Schwarzgeld-Abkommen

Griechen sollen 200 Milliarden Euro in der Schweiz gebunkert haben. Ein Steuerabkommen soll jetzt Milliarden in Athens leere Staatskassen spülen.

Switzerlands national flag is seen beside the logo of Swiss bank UBS in the town of Riehens national flag is seen beside the logo of Swiss bank UBS in the town of Riehen
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Switzerlands national flag is seen beside the logo of Swiss bank UBS in the town of Riehens national flag is seen beside the logo of Swiss bank UBS in the town of Riehen
(c) REUTERS (Arnd Wiegmann)

"Die Schweiz hat sich bereit erklärt, Gespräche mit Griechenland über ein ähnliches Steuerabkommen wie mit Deutschland aufzunehmen", sagte Horst Reichenbach, Chef der EU-Griechenland-Taskforce, im Interview mit der FTD. Athen bestätigte die Gespräche mit der Schweiz.

Bei gutem Verlauf könne es bereits am 1. Januar 2013 in Kraft treten, sagte Reichenbach, dessen Hauptaufgabe die Unterstützung der griechischen Verwaltung beim Eintreiben von Steuern ist.

Schätzungen zufolge haben Griechen bis zu 200 Milliarden Euro in der Schweiz gebunkert - zum großen Teil Schwarzgeld. Eine Steuerabkommen - wie es die Schweiz bereits mit Großbritannien und Deutschland abgeschlossen hat - könnte Milliarden zur Sanierung von Griechenland beitragen.

Steuerabkommen Deutschland - Schweiz

Am 10. August haben sich die Schweiz und Deutschland auf ein Abkommen geeinigt, das auf Kapitalerträgen deutscher Bankkunden eine Abgeltungssteuer von 26,375 Prozent vorsieht. Die Kunden müssen, je nachdem, wie lange die Konten bereits bestehen und welche Vermögensveränderungen es in den vergangenen Jahren gegeben hat, dem deutschen Fiskus zwischen 19 und 34 Prozent der bisher unversteuerten Gelder abliefern.

 

(Red./Ag.)

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