Griechische Staatsschuld höher als angenommen

Eurostat musste eine Schätzung für 2010 auf 144,9 Prozent nach oben revidieren. Irland konnte hingegen Defizit und Schulden etwas reduzieren.

Municipality workers, right, block the entrance of a landfill outside Athens, as Greek and EU flags a
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Municipality workers, right, block the entrance of a landfill outside Athens, as Greek and EU flags a
(c) AP (Petros Giannakouris)

Die griechische Staatsschuld ist nach den endgültigen Zahlen von Eurostat im Vorjahr auf 144,9 Prozent des BIP gestiegen. Prognostiziert waren im Frühjahr noch 142,8 Prozent worden. Das Defizit stieg leicht von 10,5 auf 10,6 Prozent an. Portugal, das wie Irland unter dem Euro-Rettungsschirm ist, weist mit 9,8 Prozent ein deutlich höheres Defizit für das abgelaufene Jahr auf als mit 9,1 Prozent ursprünglich vorhergesagt.

Irland wiederum schaffte es, gegenüber der ersten Schätzung sein Defizit von 32,4 auf 31,3 Prozent zu reduzieren. Auch bei den Staatsschulden war Irland auf einem positiven Kurs - statt angenommener 96,2 Prozent gab es nun 94,4 Prozent.

Musterschüler Deutschland konnte seine niedrigen Defiziterwartungen von 3,3 Prozent für das Vorjahr nicht halten. Die endgültigen Zahlen von Eurostat weisen ein Minus von 4,3 Prozent auf. Italien, das zuletzt einigen finanziellen Turbulenzen ausgesetzt war, schaffte es, seine Staatsschuldenquote von geschätzten 119,0 auf 118,4 Prozent zu verringern.

Frankreich: Defizit leicht gestiegen

Frankreich, dessen Triple-A-Rating von Moody's geprüft wird, verzeichnete eine leichte Steigerung seines Defizits von angenommenen 7,0 auf 7,1 Prozent des BIP, die Staatsschuld erhöhte sich von 81,7 auf 82,3 Prozent. Das zuletzt abgewertete Spanien blieb relativ stabil - das Defizit erhöhte sich leicht von 9,2 auf 9,3 Prozent und die Staatsschuld stieg von ursprünglich prognostizierten 60,1 auf 61,0 Prozent an.

(Ag.)

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