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EU-Gipfel beschließt Schuldenschnitt für Griechenland

27.10.2011 | 09:17 |   (DiePresse.com)

Es wird einen "Haircut" von 50 Prozent geben. Die EFSF soll auf eine Billion Euro "gehebelt" werden. Die Bankenrekapitalisierung wird 106 Milliarden Euro betragen.

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Der Euro-Gipfel der Staats- und Regierungschefs hat Donnerstag früh eine Einigung auf ein Gesamtpaket im Kampf gegen die Schulden- und Bankenkrise sowie zur Griechenland-Hilfe erzielt. Für Griechenland wird es einen Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent geben. Konkret heißt das, dass Privatgläubiger wie Banken und Versicherungen auf die Hälfte ihrer Anleiheforderungen verzichten. Außerdem enthält das Paket eine Einigung auf eine Bankenrekapitalisierung von 106 Milliarden Euro, davon 2,9 Milliarden für österreichische Banken und einen EFSF-Hebel zur Verstärkung der Effizienz des Euro-Rettungsschirms von 440 Milliarden auf eine Billion Euro.

Merkel sieht Erwartungen erfüllt

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zog ein positives Fazit. "Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen", sagte sie. Die Welt habe auf das Treffen geschaut.  Das Paket sein "ein Schritt weiter, aber kein Paukenschlag". Die Europäer seien den Erwartungen gerecht geworden und hätten die "richtigen Beschlüsse" gefasst, fügte Merkel hinzu.

Die Banken verzichten auf die Hälfte ihrer Forderungen gegenüber Griechenland. Das geschehe völlig freiwillig, versichern alle Seiten, denn nur unter dieser Bedingung kann vermieden werden, dass Griechenland von den Ratingagenturen für zahlungsunfähig erklärt wird. Der Wert des Verzichts liegt bei 100 Milliarden Euro. Ziel ist, dass die Verschuldung des Landes dadurch von derzeit 160 Prozent des BIP bis 2020 auf 120 Prozent des BIP fällt. Der Verzicht der Privaten werde geringer als 50 Prozent sein, weil die öffentliche Hand weitere 30 Milliarden Euro für Griechenland aufbringen wolle. Die öffentliche Beteiligung steigt von zuletzt geplanten 109 Milliarden Euro auf 130 Milliarden Euro.

Der EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy bezeichnete die Entscheidungen als "Schutzwall gegen die Ansteckungsgefahr". Neben dem Schuldennachlass für Griechenland von 50 Prozent sei der Euro-Rettungsschirm EFSF in seiner Effizienz verstärkt und auf eine Billion Euro gehoben worden. Zum EFSF sagte Rompuy, die Hebelung könne auf zwei Arten erfolgen. Beim ersten Modell wird der Fonds zu einer Versicherung für Staatsanleihen mancher Euro-Länder: Investoren sollen damit geködert werden, dass der Fonds ihnen im Falle von Verlusten etwa 20 Prozent davon abnimmt. Das zweite Modell sind Sondertöpfe zum Aufkauf von Staatsanleihen, in die auch Staatsfonds und Privatleute investieren können. Deren Beitrag wird erst nach weiteren Gesprächen in einigen Wochen feststehen.

Bis zu fünffache Hebelwirkung der EFSF

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bestätigte, die Wirkungskraft des Euro-Schutzschirmes EFSF werde durch die beim EU-Gipfel beschlossene Hebelung um das 4 bis 5-fache auf 1,4 Billionen Euro steigen. Noch heute Mittag will Sarkozy mit Chinas Staatspräsident Hu Jintao sprechen. Die EU bemüht sich um eine chinesische Beteiligung bei der Hebelung des EFSF. Die EZB werde nicht an der griechischen Schuldenreduktion beteiligt, so Sarkozy. Dafür hätten Italien und Spanien weitere Reformen angekündigt, um ihrerseits zum Vertrauen in den Euro beizutragen.

Die Systemrelevanten Banken Europas, die zuletzt den Banken-Stresstest durchlaufen haben, müssen ihr hartes Kernkapital bis zum 30. Juni 2012 auf neun Prozent aufstocken. Bis die Banken ausreichend Kapital haben, müssen sie sich bei Dividenen und Boni zurückhalten. Das Geld soll in erster Linie vom Kapitalmarkt kommen, wenn das nicht geht von den Nationalstaaten und nur wenn diese nicht genug Mittel haben, vom EFSF.

Abgesehen von diesen konkreten Beschlüssen, haben sich Italien und Spanien im Rahmen des Gipfels zu weiteren Sparmaßnahmen verpflichtet. Italien will 2013 ausgeglichen budgetieren und 2014 seine Staatsverschuldung auf 113 Prozent der Wirtschaftsleistung senken. Auch soll das Pensionsantrittsalter bis 2026 auf 67 Jahre angehoben werden.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) begrüßte die Ergebnisse. "Die Eurozone, die Europäische Union, hat gezeigt, dass sie, wenn sie vor einer großen Herausforderung steht, in der Lage ist, gemeinsam und solidarisch Lösungen zu finden. Das ist ein gutes Zeichen", zeigte sich Faymann nach Abschluss der Beratungen zufrieden.

(APA/Ag.)

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189 Kommentare

Re: Griechenland ist nur mehr zu retten...

Tippfehler:
"Griechenland ist NICHT mehr zu retten"


Und was beschließen sie

in wiederum 2 Wochen?

Antworten Gast: Ich brauch auch mal schnell ne Billion Stronzo
27.10.2011 15:51
4 0

Re: Und was beschließen sie

Einen "Haircut" für Italien?

Antworten Gast: und schon wieder
27.10.2011 15:50
4 0

Re: Und was beschließen sie

Das doppelte. Das sind Profis im Europa und seine Bürger zu vernichten. Die sollen noch einmal etwas über den seeligen sagen. Andere Methode gleicher Effekt.

Gast: bazooka
27.10.2011 15:31
2 0

Die Wahrheit!

In Wahrheit ist es nicht 50% für Griechenland, sondern nur 17,14%! Die Banken haben die Politklasse wieder einmal über den Tisch gezogen.

http://blog.markusgaertner.com/2011/10/27/griechenland-50-ist-nicht-die-halfte/

Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.10.2011 16:08
1 0

Re: Die Wahrheit!

Das sehe ich so ähnlich!

Es ist auch noch bemerkenswert, dass die 17% bei Banken wie der HRE, der Dexia, der Kommunalkredit oder den D Landesbanken (Staatsbanken) zu finden sind. Der echte Privatbereich ist doch schon fast ganz draussen.


Antworten Antworten Gast: FFF
27.10.2011 17:14
1 0

Re: Re: Die Wahrheit!

Lieber bazooka,
Lieber Parteiloser,

Alles ist sehr kompliziert und daher ist nicht so schlimm, dass Sie da etwas gründlich missverstanden haben!

Dass nur 17,14 % der Schulden Griechenlands erlassen werden ist nicht die Schuld DER Banken (die Ihrer Meinung nach schon wieder alle über den Tisch gezogen haben) - diese verzichten tatsächlich auf 50 % ihrer Forderungen. Das Grundübel liegt (wie die Grafik auf blog. markusgaertner ja sehr schön zeigt!) an der politisch beeinflussten EZB. Diese hat in den letzten 2 Jahren massiv Griechenland-Anleihen (übrigens hauptsächlich von französischen Banken) gekauft und verzichtet jetzt als größte Bank Europas jetzt natürlich nicht so wie alle anderen Banken auch auf 50 % ihrer Forderungen!

Und an Herrn Parteiloser: Dass sich natürlich nur derjenige Privatbereich (=Banken und Versicherungen) an der Griechenland-Rettung beteiligt, der auch tatsächlich Griechenland-Anleihen im Depot hat, ist ja wohl auch klar! Die Leichen befinden sich halt leider Gottes in erster Linie im Keller jener Banken, die mittlerweile bereits verstaatlicht wurden - und somit erst recht wieder dem Steuerzahler auf den Kopf fallen. Der Großteil der österreichischen Banken hat dagegen keine nennenswerte Griechenlandbestände, und daher auch keine Veranlassung, da freiwillig etwas zu spenden. Oder wollen Sie als "Privater" vielleicht da auch mitzahlen?

Gast: DI
27.10.2011 15:30
5 0

Wann wird mir vom meinem Hauskredit die Hälfte gestrichen?

Einfach nur Wahnsinn, obwohl noch Milliarden an Steuerforderungen in Griechenland noch ausständig sind oder Milliarden in der Schweiz liegen. An die Politiker, man kann sich auch über das Schulterblatt ins Knie schießen.

Antworten Gast: Politpöppel
27.10.2011 18:33
0 0

Re: Wann wird mir vom meinem Hauskredit die Hälfte gestrichen?

die werden dir gar nix streichen. Denn der Sinn des Spiels ist doch, dass du weiter im Hamsterrad strampelst, damit dieser oben aufschwimmende Bodensatz sich weiter leistungslos auf deine Kosten ein schönes Leben macht.

Gast: Gehebeltes Risiko
27.10.2011 15:03
12 0

Bis zu fünffache Hebelwirkung der EFSF

Fahrlässige hoch toxische Finanzakrobatik.

Gast: Incredible
27.10.2011 15:02
10 0

unglaublich

wenn ich meinen Kredit nicht zahlen kann verkauft die Bank ziemlich schnell meine Hütte. Und die Kreditkosten darf ich auch nicht von der Steuer absetzen. Na wenigstens weiss ich wo mein Steuergeld hingeht ..... toll wo unsere Poliker für uns zustimmen.

Gast: Wirtschaftsflüchtling
27.10.2011 14:58
6 0

Demokratie pur

viel Spaß beim finanzieren! Den Es handelt sich ja schließlich um eine Demokratische Entscheidung/Volksabstimmung.

Benötigt man für die Schweiz eine Arbeitserlaubnis oder muss man schon um Asyl ansuchen falls man für diese Volkswirtschaft arbeiten möchte anstatt für die Eu Diktatur?

Gast: Der Notar
27.10.2011 14:51
14 0

Neue Wörter braucht das Land

"fektern" = ein Geschäft mit mindestens 50% Verlust abschließen, vorher aber groß von einem guten Geschäft reden
"Verpröllen"= nachdem man anderen Schei.e einbrockt, unter dem Vorwand von Gesundheitsproblemen abtauchen
"einen Faymann abgeben"= von nix wissen, nix können, aber immer gut gelaunt sein.
"griechische sein" = Kohle fremder Leute verprassen, und unter jedem Vorwand die Rückzahlung verweigern.
"Medien europäisieren"= Journalisten für die Verdummung der Leute einsetzen.

Re: Neue Wörter braucht das Land

Solche Notare braucht das Land !

Ich hoffe, dass sich die Redaktion vom "Duden" in den nächsten 3 Tagen mit Ihnen in Verbindung setzt.

Noch treffender geht gar nicht.

Gast: u76tt
27.10.2011 14:29
1 1

cool!

Schuldenschnitt?
Banken und 50%?

haha, die Hälfte wurde sich ja schon vorher wo anders geholt!

Die würden das doch nicht zulassen.

Lachhaft!

Gast: Grüner Kacktus?
27.10.2011 14:08
8 0

Eine Billion?

Eine Zahl mit 12 Nullen... gar net so viel, wenn man bedenkt, wieviele Nullen im Parlament sitzen.

Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.10.2011 14:31
2 0

Re: Eine Billion?

Stimmt, die Billion ist im Vergleich nur noch lächerlich.

Alleine die offiziellen Schulden der Länder zur Eurozone betragen etwa 10 Billionen. Es gibt auch Berechnungen wo die staatlichen Zahlungsverpflichtungen für die Pensionisten berücksichtigt sind, dann geht es um min. 40 Billionen in der Eurozonen.

Ich meine das zeigt schon wie lächerlich der Versuch der Rettung mit dieser Billion ist. Diese Billion haben die Versager doch in nur 2 Jahren verbraten und die Staatsschulden werden um die Billion höher sein.

Im Österreichischen Parlament sitzen übrigens mehrheitlich nur Lobbyisten, Lobbyisten (also Interessensvertreter!) mit einem direkten Zugang zur Gesetzgebung. Das ist dann die Möglichkeit die Umverteilung in die eigenen Taschen gesetzlich zu regeln. Diese Möglichkeit wurde in Österreich auch immer maximal ausgenutzt, der Oberlobbyist wurde zur Überwachung auch gleich zum 2 NR Präsi gemacht. Der 1. NR Präsi hat man diesen Sacherverhalt noch nicht mitgeeilt.

Antworten Antworten Gast: Rabiater
27.10.2011 18:42
0 0

Re: Re: Eine Billion?

jagt sie doch zum Teufel!

GENUG GEZAHLT

Die Politik verstößt gegen Artikel 125 des EU-Vertrages (sog. „Nichtbeistands-Klausel“),
Die Zukunft des Euros ist nicht mehr abhängig, wie viel und was einzelne Länder sparen.
De facto finanziert die EZB Staatsausgaben Italiens und später angeschlagene Länder mit der Notenpresse.Und jedes Land wird versuchen, das beste für sich heraus zu holen.Der sogenannte Rettungsfonds EFS (ESM) kann nur Zeit kaufen.Auch unsere Bundesregierung haben Erwartungshaltungen geschaffen, deren kriminelles Treiben „rechtfertigen“.

Gast: polly
27.10.2011 14:00
1 7

Hut ab, Frau Merkel!

Fr. Merkel, eine Kanzlerin, die Tag und Nacht ohne Schonung der eigenen Physis versucht, mit der Währung die Fundamente unseres Wohlstands zu retten.
Ihre sachliche Kompetenz lässt viele selbsternannten Experten und populistischer Kriegsgewinnler der Krise blass aussehen. Den alternativlosen Möchtegern-Experten muß wohl klar sein, dass eine Lösung der Krise nur weit über den nationalen Tellerrand zu lösen sind und keinen Platz mehr für populistische Stimmenfängerei bieten kann.


Antworten Gast: guesto
27.10.2011 14:20
9 1

Re: Hut ab, Frau Merkel!

beim umloggen ein Fehler passiert, Herr Failmann?

Gast: Grüner Kacktus?
27.10.2011 13:57
1 1

Eine Billion?

Eine Zahl mit 12 Nullen?

Gar net so tragisch, wenn man bedenkt, wieviele Nullen im Parlament sitzen.

grauslich

Griechischer Haircut war notwendig dass wussten alle schon lange, man hat nur gewartet bis die Kosten die Öffentliche Hand sprich Europas Steuerzahler zahlt, und für die Banken dürfen wir jetzt noch extra zahlen.

Der Hebel ist die entgültige Aushebelung der Demokratie denn wir haften für den ganzen gehebelten Betrag ohne dass irgendein Parlament das beschlossen hat.

und die slowakische Regierungschefin weiss überhaupt nicht was sie will. Zuerst drückt sie die Erhöhung des EFSF in der Slowakei durch sogar unter inkaufnahme des Sturzes ihrer Regierung, dann ist sie auf einmal nicht bereit diese Erhöhung auch mitzuzahlen.

Antworten Gast: Halbwissen
27.10.2011 14:33
4 0

Re: grauslich

Jetzt dürfte auch der Dümmste mitbekommen haben, das es eine Demokratie nicht gibt und noch nie gegeben hat !

Geld regiert die Welt !

Im übrigen wäre bzw. ist die Diktatur der Masse auch so eine Sache !

Re: Re: grauslich

es gibt sehr wohl Demokratie, dass es sie in der EU jetzt nicht mehr gibt ist eine andere Geschichte.

Deutschland sucht den

Superschirm! Statt Dieter Bohlen halt mit Angela Merkel, aber die Klasse dürfte dieselbe sein!

Der "Gipfel" hat sich als "Hügelchen" entpuppt.

Und das "Hügelchen" ist zudem in großer Gefahr, zur "Schlucht" zu werden.

Beispiel "Hebel als 20%-Versicherung. Gem. Mathematik sind 50% Schuldenschnitt (und in der Größenordnung wir's wohl in Zukunft auch gehen) minus 20% "Hebelversicherung", noch immer ein Verlust. Also wird man bei Staatsanleihen weiter einen möglichen Verlust "einpreisen". Sofern man unter diesen bedingungen überhaupt welche kauft. Zur Abschätzung der Lage werden wohl Ratings eher an "Wert" gewinnen.

Es ist daher zu erwarten und zu befürchten, dass auch dieser "Gipfel" das Schicksal der vorangegangen teilt, nämlich nur ein Strohfeuer für einen sehr begrenzten Zeitraum zu sein. Dieses Schicksal werden auch die nachfolgenden teilen, so lange man nicht ernsthaft (und nicht nur durch nebulose Absichtserklärungen für die nächste und übernächste Legilaturperiode) die Schuldensituation selbst angeht.

Gast: Der Gast darf nicht pleite sein.
27.10.2011 13:34
2 0

Das ist eine gute Gelegenheit private Kredite "umzubuchen'",

sodass es aussieht als wäre es Staatsschulden, die dann nicht mehr zurückgezahlt werden müssen.
Andere werden dafür umso mehr bezahlen müssen.

Gast: sepp
27.10.2011 13:26
4 0

Geldanlage

Wer jetzt noch seine Ersparnisse auf der Bank liegen hat ist selber Schuld!

Jetzt gibt´s nur noch die Chance

möglichst schnell total pleite zu gehen, damit wir noch etwas vom Rettungsschirm abbekommen und natürlich wollen wir auch einen "haircut"!

Antworten Gast: Grüner Kacktus?
27.10.2011 13:52
0 0

Re: Jetzt gibt´s nur noch die Chance

Keiner Sorge liebe Stefania, den Haircut werden wir auch kriegen. Zumindest jene, die siche nicht zu helfen wissen.

Re: Jetzt gibt´s nur noch die Chance

Keine Sorge. Der Kanzlerimitator arbeitet hart daran.

4 0

Es wird einen "Haircut" von 50 Prozent geben. Die EFSF soll auf eine Billion Euro "gehebelt" werden. Die Bankenrekapitalisierung wird 106 Milliarden Euro betragen.

Und WER wohl wird dies alles erneut bezahlen müssen, um eine bereits gescheiterte Union unbedingt gerettet werden will denn von müssen wird nur Panik im Volk geschürt ?!

Wieviele unsere Politiker allein behaupteten das dies alles ein gutes Geschäft sein wird ???

Wann führt man endlich ein Gesetz ein, das derartige Politik mit ihrem Vermögen und oder EInkommen zur Gänze mithaften ???
Den "Fachmann" Failman sollte es samt dem Nobodny und geflüchteten Seppal gleich sofort betreffen :-)

Gast: Hans im Glück
27.10.2011 13:01
11 0

Diese TV-Serie ist so spannend...

Wann ist die nächste Rettungs-Runde angesetzt? Gibt es schon Termine für kommende Woche?

Ich bin schon gespannt wie es weiter geht.

Der EUR ist wirklich einzigartig. Es gibt keine zweite Währung die dauernd gerettet werden muss. Sie wird mir abgehen.

Re: Diese TV-Serie ist so spannend...

Titel der kommenden Folge:
Griechen brauchen wieder ein paar Billiönnchen mehr.

Gast: Plach2
27.10.2011 12:58
1 2

Deutschland hat seit der Bankenkrise

um 120 Millionäre mehr.

Das sagt ohnehin schon alles , wer diesmal wieder die Zeche bezahlt!

Antworten Gast: 1. Parteiloser
27.10.2011 14:25
1 0

Re: Deutschland hat seit der Bankenkrise

Bitte nicht vergessen!

Die Millionen, welche früher eine Kaufkraft hatten, diese sind doch immer weniger Wert!

Es ist doch klar, dass es bei einer nominellen Betrachtung immer mehr Millionäre geben muss.

Zu einer korrekten Beurteilung müsste man also durchaus eine reale, also infaltionsbereinigte, Betrachtung machen.

Ich erwarte, bei einer nominellen Betrachtung von Millionären, in Österreich für das Jahr 2020 ca. 3.000.000 Millionäre!

2 0

komisch... mal nachrechnen

Ich ging davon aus, dass 50 % Schuldenschnitt bei 160% d. BIP Schulden dann 80 % des BIP wären.
Aber da habe ich mich wohl geirrt.

Außerdem verstehe ich nicht, warum man den Banken sagt sie sollen auf 100 Mrd. verzichten (was sie ja freiwillig machen) und gibt ihnen gleizeitig 106 Mrd. als "Bankenrekapitalisierung".

Also zahlen's wieder wir. Was erklärt warum die das freiwillig machen.

Leute ich versteh das einfach nicht.

Re: komisch... mal nachrechnen

Die Hälfte von 160 ist 80. Ist nun mal so. Nur, der staatliche Bedarf an neuen Krediten wird ja durch den Schuldenschnitt nicht wirklich eingebremst, nur die Rückzahlungstranchen (Lapital + Zinsen) in der Höhe reduziert.

Habe nichts davon gelesen, dass Griechenland nicht trotzdem weiter mehr an Krediten aufnimmt, als es bezahlen kann. Wäre eine Erkärung für diese Angaben!?

0 0

Re: komisch... mal nachrechnen

sorry für's doppelposting!

Der Schärdinger

Also Griechenland ist jetzt ein bissal weniger Pleite!
Die Privatanleger werden sicherlich diese Schrottanleihen kaufen, eh klar!
Wenn man die Vierhundertausend, muss man sich mal zergehen lassen, mal fünf aufbläst kommt man also laut dieser Gescheiten auf eine Billion.
Dass alleine sagt schon alles............
Es erübrigt sich jegliches Wort.

0 0

komisch... mal nachrechnen

also wenn man einen Schuldenstand von 160% halbiert würd 80 % Schuldenstand rauskommen - dachte ich zumindest...

Außerdem versteh auch folgendes nicht:
Es steht: "Der Wert des Verzichts (der Banken) liegt bei 100 Milliarden Euro"
ABER warum brauchen die dann gleich 106 Mrd. als "Bankenrekapitalisierung"?
Also zahlen die "private Bankenbeteiligung" dann sowieso wieder wir. -> was erklären würde warum sich die Banken auch freiwillig drauf einlassen.

Ich werd das gefühl nicht los dass wir hier verarscht werden.

Gast: Plach2
27.10.2011 12:48
2 0

Was lernen die Zocker daraus?

Je höher die Schulden für Spanien oder Italien werden .... für sie alles kein Problem.

Bei Gewinnen bekommen sie ihre Bonuszahlungen, Verluste zahlt "der Hebel".

50% zahlt davon der Steuerzahler; es gibt sonst niemanden! Auch nicht die Banken, die geben die höheren Kosten auf die Kunden weiter....

Antworten Gast: hmmm
27.10.2011 19:06
0 0

Re: Was lernen die Zocker daraus?

Alles derzeit nur kleinkram. Seitdem die Industrie die Arbeitsplätze nach Asien ausgelagert hat, ist es nur eine Frage der Zeit bis alles kollabiert.
China produziert ja nicht, weil Sie es so lustig finden.
China ist nur Erfüllungsgehilfe der westlichen Industrien.
Die Situation ist im Prinzip einfach:
-westliche Industrien wissen nicht mehr, wie sie die Erwartungshaltungen der
einzelnen Regierungen (Wertschöpfung für die Pensionen) bedienen sollen
-westliche Industrien haben nur noch eine Chance im Wettbewerb wenn Sie kostengünstig anbieten (abhängig von der Kaufkraft der „faulen Arbeiterschaft“, die seit Jahren nur noch Almosenbezüge bekommen und daher als Konsumenten mehr oder weniger wegfallen.)
-der Wettbewerb + Exportdrang zerstören unsere Kulturkreise.
-70% was heutzutage an den Universitäten gelehrt wird, braucht man nicht mehr. (Podiumsdiskussion von Wissenschaftern in der Universität Würzburg vor ca. 2 Jahren)
-ohne Binnennachfrage + bedingungsloses Grundeinkommen (bekommt sowieso wieder die Wirtschaft. Wichtig ist, das die Kaufkraft hier bleibt)
geht’s den Bach runter
-die so genannten Eliten haben für die heutige Zeit das falsche Wissen,
daher vermutlich der Exodus.

2 0

Toller "Erfolg"

Der "Erfolg" dieser sündteuren exzessiven Maßnahmen besteht also darin, dass Griechenland bis 2020 "nur mehr" 120% Verschuldung aufweist. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: 1) 120% Staatsverschludung ist noch immer extrem hoch; 2) das Jahr 2020 ist weit weg - eine Einladung an die Griechen, alle Sparpläne zu vergessen, den Schlendrian fortzuführen und wieder kräfitg über die Verhältnisse leben. Toller "Erfolg"!

Re: Toller "Erfolg"

soweit ich die internationalen Medien richtig verstehe ist auch nicht 2020 sondern 2012 gemeint, ... nur schlecht übersetzt, verschrieben, falsch verstanden, was weiß ich

Der Markt hat immer recht

Auch wenn es viele wieder nicht hören wollen: Der Markt hat immer recht. Der 50% Haircut ist seit Monaten in die Anleihenkurse Griechenlands eingepreist. Und wieviel Politiker haben noch vor kurzem gesagt: "Von einem Schuldenschnitt zu sprechen ist Panikmache und unverantwortlich. Die bösen Rating-Agenturen bewerten die Lage Griechenlands viel zu schlecht etc.)"

Aber ein Schuldenschnitt und damit die Beteiligung der privaten Gläubiger ist und war die einzig vernünftige Lösung, die auch von allen ernstzunehmenden Ökonomen gefordert wurde, wie u.a. vom Rat der deutschen Wirtschaftsweisen oder Hans Werner Sinn.

Nur unser Stefan Schulmeister wollte statt dessen den europäischen Schutzschirm erweitern (Quelle: http://oe1.orf.at/artikel/288131).

Glücklicherweise wird er aber ohnehin international völlig ignoriert. Nur in Österreich glauben die Medien immer, ihm eine Plattform für seine überholten sozialistischen Theorien aus den 70ern geben zu müssen...

Gast: gast45
27.10.2011 12:20
4 1

und was wird passieren ..

die banken und versicherungen haben jetzt verstanden, dass sie in zukunft auch bei italien, spanien usw. "freiwillig" verzichten werden ..
werden also diese anleihen nicht mehr kaufen ..

aber geld werden diese länder nach wie vor brauchen .. also woher nehmen ?

.. ganz einfach sie werden es sich direkt von den anderen staaten (sprich vom österreichischen steuerzahler) leihen .. was den vorteil hat, das es niemand mitbekommen wird, weil nur wenn die banken ein problem haben, was in der zeitung steht ...

Re: und was wird passieren ..

aber geld werden diese länder nach wie vor brauchen .. also woher nehmen ?

Von den "verstaatlichten Landesbanken" (das sind auch die, welche von der Lehmann-Pleite am meisten betroffen sind) und EZB (die druckt, was notwendig sein wird - Ergebnis ist Inflation). Und, nur einmal raten, wer haftet dafür? Richtig, die steuerzahlenden Bürger von EURO-Land.

Antworten Gast: knoss
27.10.2011 13:07
0 0

Re: und was wird passieren ..

bedankt euch bei den jeweiligen regierungen italiens und spaniens (bzw. auch griechenlands)....

Antworten Antworten Gast: gast45
27.10.2011 16:03
0 0

Re: Re: und was wird passieren ..

und natürlich bei der eigenen regierung, die statt das sie klage wegen vertragsverletzung diverser verträge einbringt, noch alles tut um den schmarren den eigenen leuten als "gut und richtig .. und was es halt sonst noch für quacksprech gibt .. zu verkaufen ..

Hobbyökonom