EU-Gipfel beschließt Schuldenschnitt für Griechenland

27.10.2011 | 09:17 |   (DiePresse.com)

Es wird einen "Haircut" von 50 Prozent geben. Die EFSF soll auf eine Billion Euro "gehebelt" werden. Die Bankenrekapitalisierung wird 106 Milliarden Euro betragen.

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Der Euro-Gipfel der Staats- und Regierungschefs hat Donnerstag früh eine Einigung auf ein Gesamtpaket im Kampf gegen die Schulden- und Bankenkrise sowie zur Griechenland-Hilfe erzielt. Für Griechenland wird es einen Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent geben. Konkret heißt das, dass Privatgläubiger wie Banken und Versicherungen auf die Hälfte ihrer Anleiheforderungen verzichten. Außerdem enthält das Paket eine Einigung auf eine Bankenrekapitalisierung von 106 Milliarden Euro, davon 2,9 Milliarden für österreichische Banken und einen EFSF-Hebel zur Verstärkung der Effizienz des Euro-Rettungsschirms von 440 Milliarden auf eine Billion Euro.

Merkel sieht Erwartungen erfüllt

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zog ein positives Fazit. "Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen", sagte sie. Die Welt habe auf das Treffen geschaut.  Das Paket sein "ein Schritt weiter, aber kein Paukenschlag". Die Europäer seien den Erwartungen gerecht geworden und hätten die "richtigen Beschlüsse" gefasst, fügte Merkel hinzu.

Die Banken verzichten auf die Hälfte ihrer Forderungen gegenüber Griechenland. Das geschehe völlig freiwillig, versichern alle Seiten, denn nur unter dieser Bedingung kann vermieden werden, dass Griechenland von den Ratingagenturen für zahlungsunfähig erklärt wird. Der Wert des Verzichts liegt bei 100 Milliarden Euro. Ziel ist, dass die Verschuldung des Landes dadurch von derzeit 160 Prozent des BIP bis 2020 auf 120 Prozent des BIP fällt. Der Verzicht der Privaten werde geringer als 50 Prozent sein, weil die öffentliche Hand weitere 30 Milliarden Euro für Griechenland aufbringen wolle. Die öffentliche Beteiligung steigt von zuletzt geplanten 109 Milliarden Euro auf 130 Milliarden Euro.

Der EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy bezeichnete die Entscheidungen als "Schutzwall gegen die Ansteckungsgefahr". Neben dem Schuldennachlass für Griechenland von 50 Prozent sei der Euro-Rettungsschirm EFSF in seiner Effizienz verstärkt und auf eine Billion Euro gehoben worden. Zum EFSF sagte Rompuy, die Hebelung könne auf zwei Arten erfolgen. Beim ersten Modell wird der Fonds zu einer Versicherung für Staatsanleihen mancher Euro-Länder: Investoren sollen damit geködert werden, dass der Fonds ihnen im Falle von Verlusten etwa 20 Prozent davon abnimmt. Das zweite Modell sind Sondertöpfe zum Aufkauf von Staatsanleihen, in die auch Staatsfonds und Privatleute investieren können. Deren Beitrag wird erst nach weiteren Gesprächen in einigen Wochen feststehen.

Bis zu fünffache Hebelwirkung der EFSF

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bestätigte, die Wirkungskraft des Euro-Schutzschirmes EFSF werde durch die beim EU-Gipfel beschlossene Hebelung um das 4 bis 5-fache auf 1,4 Billionen Euro steigen. Noch heute Mittag will Sarkozy mit Chinas Staatspräsident Hu Jintao sprechen. Die EU bemüht sich um eine chinesische Beteiligung bei der Hebelung des EFSF. Die EZB werde nicht an der griechischen Schuldenreduktion beteiligt, so Sarkozy. Dafür hätten Italien und Spanien weitere Reformen angekündigt, um ihrerseits zum Vertrauen in den Euro beizutragen.

Die Systemrelevanten Banken Europas, die zuletzt den Banken-Stresstest durchlaufen haben, müssen ihr hartes Kernkapital bis zum 30. Juni 2012 auf neun Prozent aufstocken. Bis die Banken ausreichend Kapital haben, müssen sie sich bei Dividenen und Boni zurückhalten. Das Geld soll in erster Linie vom Kapitalmarkt kommen, wenn das nicht geht von den Nationalstaaten und nur wenn diese nicht genug Mittel haben, vom EFSF.

Abgesehen von diesen konkreten Beschlüssen, haben sich Italien und Spanien im Rahmen des Gipfels zu weiteren Sparmaßnahmen verpflichtet. Italien will 2013 ausgeglichen budgetieren und 2014 seine Staatsverschuldung auf 113 Prozent der Wirtschaftsleistung senken. Auch soll das Pensionsantrittsalter bis 2026 auf 67 Jahre angehoben werden.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) begrüßte die Ergebnisse. "Die Eurozone, die Europäische Union, hat gezeigt, dass sie, wenn sie vor einer großen Herausforderung steht, in der Lage ist, gemeinsam und solidarisch Lösungen zu finden. Das ist ein gutes Zeichen", zeigte sich Faymann nach Abschluss der Beratungen zufrieden.

(APA/Ag.)

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189 Kommentare
Gast: G 2012
27.10.2011 10:12
1 0

welche Probleme ergeben sich trotz des geplanten Schuldenschnitts für Griechenland

Der geplante Schuldenschnitt in Höhe von 50% trifft natürlich auch die griechischen Halter von griechischen Staatsanleihen.Die Verunsicherung über die praktischen Auswirkungen eines tiefen Schuldenschnitts, des sogenannten haircut, sind deshalb in Griechenland groß.Privatleute, die selbst Staatsanleihen besitzen, weil der Staat damit in der Vergangenheit ungedeckte Rechnungen von Firmen bezahlte, wissen nicht, ob damit auch ihre Papiere die Hälfte ihres Werts verlieren werden. Sind auch die Sozialversicherungen betroffen, die ebenfalls viele Staatsanleihen halten, dann müsste der Staat sie wieder mit frischem Geld versorgen - was die Wirkung des Schuldenschnitts verringert.In einer Telefonkonferenz mit Venizelos, der sich noch in Brüssel aufhielt, äußerten Vertreter der vier größten griechischen Banken am Montag mehrheitlich große Bedenken gegen einen Schuldenschnitt. Die Banken fürchten um ihre Eigenständigkeit und Handlungsfähigkeit. Offenbar geht einigen Banken das Geld jetzt schon aus. Drei Kreditinstitute hielten Lohn- und Pensionszahlungen an ihre Kunden zurück, wenn diese auch Kredite bei der jeweiligen Banken hatten. Das ist ungesetzlich. Die Banken müssen nun hohe Strafen zahlen. Da griechische Banken m.Wissens nach Anleihen in Höhe von ca. 70 Mia halten würde dies auch ihr gesamtes Eigenkaptital vernichten. Eine Rekapitalisierung vieler griechischer Banken ist daher unverzichtbar!

Die EU überlegt nur noch,

wie sie dem Volk das ganze Desaster in kleineren Dosen verabreichen kann, damit es keinen Aufstand gibt. Kleinweise wird alles teurer, langsam werden die Steuern erhöht, langsam wird die Demokratie abgeschafft, langsam wird die totale Überwachung eingeführt, langsam wird das Bundesherr ruiniert, langsam wir die Meinungsfreiheit eingeschränkt, langsam werden durch die Inflation die Schulden und auch die Ersparnisse verringert usw. Alles geht langsam und so gewöhnt sich der Bürger daran. Würde man von heute auf morgen enteignet und fände sich in einer D i k t a tur wieder - was ja langsam geschieht - dann gäbe es Volksaufstände. So aber könnte es schon sein, dass uns am Ende das Ende gar nicht mehr auffällt...

Re: Die EU überlegt nur noch,

Das ist letztendlich auch die Eigendynamik der kleinen Schritte. Nachdem man einmal auf den falschen Weg eingebogen ist, und sich hier keine großen Hindernisse auftürmen, geht man halt einfach weiter. Diese Eigendynamik wird zudem durch die Eigenschaft praktisch aller Regierungen unterstützt, immer nur den Status quo beibehalten und abischern zu wollen.

Wenn wir in der Geschichte zurück sehen, gab es sehr wenige Reformen (zu Gunsten der Bürger), welche von Regierungen ausgingen. Die meisten kamen von Einzelpersonen und/oder außenstehenden Gruppen. Das klassischste Beispiel, welches hoffentlich alle kennen, wäre Ghandi.

9 0

Re: Die EU überlegt nur noch,

...und das Traurige daran ist, dass die Mehrheit die Warner als Verschwörungstheoretiker abwimmeln!

Wir können nur hoffen, dass es viele wie Gast. check gibt.

Antworten Gast: check
27.10.2011 09:57
13 0

Re: Die EU überlegt nur noch,

Wie Recht sie haben!

Ich habe lange Zeit über die "EUDSSR"-Warner gelacht, mittlerweile ist mir das Lachen vergangen!

50% Haircut?

Die Schuldenquote on Grichenland ist derzeit 180%. Bei einem Haircut von 50%, würde ich davon ausgehen dass die Schuldenquote dann auf die Hälfte, also 90% sinkt. Warum sind es dann in Zukunft 120%, kann mir das mal jemand erklären?

5 0

Re: 50% Haircut?

Die EZB beteiligt sich nicht am Haircut und die hat in letzter Zeit reichlich GR-Anleihen angehäuft. Etliche Anleihen werden auch noch in privaten Portefeuilles stecken und Privatleute kann man nur schwer zum freiwilligen Verzicht zwingen.

Gast: check
27.10.2011 09:19
11 0

Alles was es zur Intelligenz unserer Elite-Politiker zu sagen gibt:


"Die Dummen hingegen, das sind entgegen dem verbreiteten Vorurteil ganz und gar nicht die Griechen, sondern deren Gläubiger, also letztlich die Steuerzahler der anderen EU-Staaten: Den Bürgen wird man würgen. Athen ist allem Anschein nach nicht weniger als das perfekte Verbrechen gelungen: ein klarer Fall von „Crime does pay“.

Auch unter ethischen Gesichtspunkten verdient der griechische 200-Milliarden-Coup den Beifall der Fachwelt. Denn der griechischen Regierung ist nach erfolgtem Schuldenschnitt ja gelungen, den nächsten Generationen von Griechen die Last zu nehmen, die von ihren Eltern und Großeltern aufgenommenen Schulden zurückzuzahlen.

Diese Schulden werden stattdessen von den heute noch ungeborenen Kindern in Deutschland, den Niederlanden oder Österreich beglichen werden müssen. Aber die werden an ihrem Unglück selbst schuld sein: Hätten sie sich halt griechische Eltern ausgesucht.

http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/christianortner/700904/Der-naechste-OekonomieNobelpreis-gebuehrt-der-griechischen-Regierung

Haircut

Ich muss irgend etwas falsch verstanden haben:
Die Banken verzichten angeblich auf 50 % ihrer Forderungen griechischer Anleihen. Und heute an der Börse steigen die Bankaktien zwischen 4 und 6 %. Wissen die Aktionäre mehr als der Staatsbürger?

Antworten Gast: Halbwissen
27.10.2011 10:02
0 0

Re: Haircut

Wenn Aktionäre mehr wissen würden, dann hätten gester keine Aktionäre um 5 % billiger verkauft !

Wie würden die Kurse reagieren wenn andere Vereinbarungen getroffen worden wären ?
zB 60 % Schuldenerlass

Antworten Antworten Gast: trader1
27.10.2011 10:23
0 0

Re: Re: Haircut

gestern wurde ihnen ein mega deal vor die nase gesetzt .. und sie merken es nicht mal :-):-)

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
27.10.2011 10:52
0 0

Re: Re: Re: Haircut

Mit ihnen und sie meinen Sie die Aktionäre die gestern verkauft haben, oder ?

Antworten Gast: trader1
27.10.2011 09:32
0 0

Re: Haircut

sicher ... das ist ja genau der job , wobei .. wissen tun es eh immer alle, die frage ist halt immer ob man die richtigen schlüsse daraus zieht :-):-)

Gast: kull
27.10.2011 09:10
10 0

alles gut?

mitnichten.
die banken holen es sich beim steuerzahler wieder zurück.
die griechenland pleite wird jeden einzelnen treffen und es ist eine frechheit, dass in gewissen bereichen in griechenland keine steuern bezahlt werden und die eu nichts dagegen unternimmt.
ein hilfloser, unfähiger und maßlos überbezahlter haufen an eu funktionären!
diesem land muß man zumindest die nächsten 50 jahre sämtliche förderungen streichen, aber wie ich die eu kenne wird genau das gegenteil passieren

Gast: guesto
27.10.2011 09:09
6 0

bazooka? wohl eher eine .22 mit verstopftem Lauf...

DAS soll also die Lösung sein?
Die Zeit auf 2009 zurückdrehen?
Dort waren die Griechen ja bereits - mit bekannten Folgen!
Ohne Ausschluss aus EU und EURO bedeutet das, das man bereits die Haircuts für den Rest der PIIS vorbereitet kann.
denn die werden jetzt einen teufel tun und in keinem fall noch irgendwie sparen.

Herzlichen Glückwunsch auch an Papandreu zum grössten Bankraub der Geschichte! Und sogar mit Abo-Funktion! Chapeau!

2 0

Banken und Versicherungen auf die Hälfte ihrer Anleiheforderungen verzichten.

Auch das ist FALSCH!

Noch NIE hat eine Bankt auf irgendetwas verzichtet!

Richtig:

Die Banken und Versicherungen werden Modelle finden um die ausgefallenen Zahlungen auf ihre Kunden umzuwälzen.

17 1

Organisierte Kriminalität

wenn man bedenkt, dass angeblich alleine der griechische G- Pap Clan 25 Mrd. EUR besitzt, kann man sich ausmalen, welche Beträge aus unseren Steuergeldern in die Kassen der organisierten südeuropäischen Kriminalität geflossen sind; deutsche und österreichische Steuerzahler arbeiten nun für die Mafia!
Faynachtsmänner sehen das als Erfolg und grinsen zufrieden in die Kameras. Niemand hinterfragt, in welchen schwarzen Löchern die Steuerzahler- Milliarden versickern, weil die Mafia bereits höchste Gremien und Positionen in Brüssel okkupiert hat. Europa ist am Ende, erledigt. Dank auch an unsere heimischen Euro- Freunderl, wir werden uns Eure Namen merken..

Antworten Gast: mysterium
27.10.2011 08:37
4 0

Re: Organisierte Kriminalität

So ist es.

Manche kooperieren in opportunistischer Art und andere haben eben die Pistole im Nacken.
Das ist die Arbeitsweise der Ehrenwerten Gesellschaft.

Die größte Möglichkeit hier Reformen durchzuführen...

...wurde somit verpasst. Reagieren statt agieren. Wartet nur mal eine Woche ab und dann zerpflücken die Märkte wieder den Euroraum. Ihr macht Europa nur sicherer wenn ihr Arbeitsplätze schafft und eure Sozialpolitik überdenkt. Stattdessen wurde wieder einmal Öl ins Feuer gegossen!

Gast: TT1
27.10.2011 08:27
5 3

Faymann ist zufrieden

Klar - er war dabei! Hat keine Ahnung, WAS da alles um ihn herum so passierte (nicht vergessen, der Herr spricht kein Englisch, wenn man mal informell unter vier Augen reden will). aber falls jemand glaubt, dass es in 2 Jahren dann besser wird, wenn ein brauner Zahntechniker dort sitzen wird......der irrt.

7 0

wenn ein brauner Zahntechniker dort sitzen wird......der irrt.

Ja, und? Was wollen Sie denn tun?

Weiterhin die SPÖ wählen und damit indirekt dem zustimmen, was Sie gerade kritisiert haben?

Re: Faymann ist zufrieden

Der Faymann ist aber so peinlich, dass der Zahntechniker auch keine Angst mehr macht.
Schlecheter als Faymann geht nicht mehr.

2 1

Re: Re: Faymann ist zufrieden

das hat men bei gusenbauer auch schon gesagt
erinnern sie sich?
und die chancen das sich rot-schwarz wieder ausgeht sind immer noch hoch

Wetten dass.......

Griechenland in nicht allzu ferner Zeit wieder auf dem heutigen Schuldenstand sitzen wird.
Ich fürchte nur, dass diese Wette keine Gegenstimme bringt und somit ungültig ist.

Aber Wetten möchte ich darauf abschließen, in welchem Zeitraum dies passieren wird:
Ich schätze mal in 2 Jahren – wer hält dagegen?


5 0

Re: Wetten dass.......

In drei Monaten brauchen die Griechen wieder Geld! Da sie nichts produzieren folglich keine Einnahmen haben und niemand ihnen Geld leihen wird, muss wieder die Zentralbank einspringen!

11 0

Re: Wetten dass.......

...ich halte dagegen!

-- Das dauert sicher keine 2 Jahre!!! Das schaffen die Griechen wesentlich schneller!!!

Antworten Gast: TT1
27.10.2011 08:39
3 1

Re: Wetten dass.......

GR hätte wohl in die EU aber nie in die währungsunion dürfen.

Gast: Dezu
27.10.2011 08:22
7 0

Euroscheine

Ich vermute, dass die Euroscheine bald mit solchen Zahlen bedruckt werden .....
10.000.000 und größer.....und wenn es schlimm kommt dann geht man zum Bäcker mit einer großen Tasche Papiergeld und kauft ein Brot ...bzw. tauscht es gegen Sachwerte ein !!


Antworten Gast: kraftler
27.10.2011 09:09
5 0

Re: Euroscheine

Da bin ich ja richtig froh,dass ich meine Ländereien habe.
Da kommen dann wahrscheinlich die Städter und wollen das Kinderrad gegen ein Glas Schmalz tauschen,zumindest war das schon mal der Fall,vor 60 Jahren.

Gast: critical mind
27.10.2011 08:06
10 0

Das ist ja alles nur...

Show für das Volk. Das System funktioniert so nicht, wie es ist. Und Schluss.

Gast: dergast_03
27.10.2011 07:57
7 0

Gelogen

gemauert,verschleppt,blockiert und noch viele andere Sachen.
Jetzt stellt sich der Failmann hin und verkauft wiedermal den großen Wurf und vor 2 Monaten hat er noch das Gegenteil behauptet.
Aber wartet nur ihr Maden im Speck,2013 kommt früher als euch lieb ist.

Gast: Gerechtigkeit wo bist Du?
27.10.2011 07:40
11 0

Die Griechen haben also erfolgreich sich die Taschen vollgestopft

Steuerhinterziehung, hohe Militärausgaben ( es freut sich die Waffenlobby, vor allem in den USA ), Prämien für nichts, überzogene Gehälter.

Und bezahlen tun es andere - wir!

Jedenfalls hätte man einen Schuldenschnitt beschließen können BEVOR wir die griechischen Anleihen gekaut hatten. Aber dann hätten ja unsere Banken keine tollen Gewinne gemacht.

Re: Die Griechen haben also erfolgreich sich die Taschen vollgestopft

Vollkommen richtig, es ist einfach der Aufschrei von Ohnmächtigen.
Nicht nur die Griechen, wer weiß wer sich sonst noch die Taschen vollgestopft hat und es bekanntlich in der Schweiz gesichert hat.
Diese Art Schuldenmachen gab es schon immer das flanierende , in der Hauptsache USA-Geld, sucht einen Schuldner,den hat man mit schuldenmachenden Staaten gefunden.
Resümee: Es wird flanierendes wertloses Geld in verzinsbare Werte eingeschleust, zahlen werden nicht die Banken, sondern die kleinen Steuerzahler und kleine Einkommen mit Kaufkraftverlust.
Man sollte eher Mitleid mit den kleinen Leuten in Griechenland haben, denn auch sie zahlen hart, wie wir auch, für das verbrecherisch Handeln der Mächtigen.

25 0

Herr Faymann

Können Sie mir erklären was Ihre Zufriedenheit ausmacht?

Können SIE es in Zahlen und Konsewuenzen fassen, damit der österreichische Steuerzahler Ihre Zufriedenheit nachvollziehen kann.

....und wenn Sie bitte gleich so lieb sind und die Fekter daran erinnern, keine Steueranhebungen durchführen zu wollen.

Re: Herr Faymann

die Zufriedenheit kann nur von seinem Blick auf den Gehaltszettel rühren ...

Antworten Gast: MöchtegernDr. Faymann
27.10.2011 07:51
10 0

Re: Herr Faymann

Liebe Kraxn! Das brauch ich nicht. Ich hab ja jetzt eine Feisbukpeitsch. Ich bin modern.

14 0

WAS JETZT?

Sarko vermeldet die Hebelung um das Vierfache auf 1,4 Bio.

Wenn ich es richtig verstanden habe beträgt der EFSF ~ 850 Mrd. (400 sind die "Bürgschaften).

Was wird nun gehebelt die Bürgschaften oder doch der Effektivbetrag, dann wären es aber rund 4 Bio.

Ich kann mir es zur Zeit nicht anders erklären, habe aber so ein ganz komisches Gefühl im Bauch.

Re: WAS JETZT?

Dieses Gefühl täuscht Sie auch nicht.

Griechenland

Betrügen und Lügen zahlt sich also aus.

14 0

120 % ist auch noch viel

Und wie geht es mit 120 % Schuldenquote der Griechen weiter? Vor allem mit sinkender Wirtschaftsleistung.

Re: 120 % ist auch noch viel

Na, einfach noch ein halber Ha a rschnitt und dann erfüllten sie die Maastricht-Kriterien, werden somit zum EU-Musterschüler und zum Nettozahler...

Re: Re: 120 % ist auch noch viel

*lol*
Das Wort "H a a r" steht am Index (wer verbotene Wörter benützt, wird nicht freigeschaltet).

Re: 120 % ist auch noch viel

Na, einfach noch ein halber Haarschnitt und dann erfüllten sie die Maastricht-Kriterien, werden somit zum EU-Musterschüler und zum Nettozahler...

Das Bild

Sarkozy: in die Jahre und herunter gekommener Heiratsschwindler
Merkel: reiche alte Jungfrau, die sich geschmeichelt fühlt. Endlich hat sie auch einen Verehrer.

Bald werden die Franzosen für ihren Teil am Rettungsschirm nicht mehr haften können, sondern sich selbst darin bedienen, nicht wahr?

3 0

Franzosen für ihren Teil am Rettungsschirm nicht mehr haften können

Sie haben genau den Pferdefuß erkannt!

Offensichtlich will man mit dieser peinlichen Wahrheit erst nach den franz. Wahlen rausrücken!

Gast: uijemmineh
27.10.2011 07:21
13 0

ende

nicht ganz vor einem jahr haben alle beteiligten die sache noch ganz anders gesehen und ein schuldennachlass griechenlands war kein thema.
die verantwortlichen er eu, allen voran frau merkel, herr schäuble und herr sarkozy, wurden sogar "richtig böse", wenn dieses thema angesprochen wurde....

jetzt, ein jahr später und nachdem man dem faulen geld griechenlands noch viel gutes geld europas nachgeworfen hat, ist der stein der weisen gefunden und man erlässt griechenland 50 % der schulden....
ist ja unglaublich !
jetzt verkauft man als erfolg, was man vor 1 jahr verteufelte.

bin neugierig, was als nächstes kommt.....


9 0

Was jetzt?

Entweder verstehe ich etwas falsch oder es werden hier Summen in den Raum geworfen die absichtlich falsch sind.
Sarko meint Hebelung auf 1,4 Billionen wären das Vierfache? Meines Wissens nach beträgt der EFSF ~ 870 mrd. (400 als "bürgschaft").
Was wird nun gehebelt? Die Bürgschaften oder doch der Effektivbetrag?

Nicht böse sein, ich fühle mich verarscht, denn wenn man nach so einem Treffen nicht mal mit klaren Antworten rechenden kann...

Antworten Gast: mysterium
27.10.2011 08:35
2 0

Es scheint, dass Sarkozy nicht rechnen kann,

aber er ist Franzose und rechnet mit dem französischen Anteil und er weiß genau, dass Frankreich NICHT zahlen wird.
Die Taschenspieler des ClubMed sind unterwegs und die Deutschen offenbar zu blöd.

Gast: Lutz Berger
27.10.2011 07:08
3 1

Europäische (Schulden)Union

Eine Nachricht, welche die "Märkte" wirklich hätte zufriedenstellen können wäre gewesen :
Die Regierungschefs der 17 EURO-Länder haben ab dem Jahr 2012 ausgeglichene Staatshaushalte - ohne Neuverschuldung oder unter Beachtung des Maastricht-Kriteriums von bis zu 3% des BIP - beschlossen.
Mit dem EFSF doktert man nur an den Symptomen und kuriert nicht die Krankheit.
Im übrigen wird der EFSF - später ESM - an der Wallstreet schon mit bis zu 5 Billionen EURO "gehandelt".
Der Weg in die Schuldenunion ist beschritten und der Steuerzahler wird zahlen.

Gast: TI36
27.10.2011 06:58
4 0

"Bis Dezember soll der freiwillige "Haircut" fixiert sein "

Was passiert mit Banken die dem nicht zustimmen?
Kann eine fällig Anleihe rechtlich durchgesetzt werden - gab's sowas schon - fehlen (auch hier) Spielregeln?

Gast: Delta
27.10.2011 06:55
9 0

Danke!

Mit diesen Schritten wird das Vertrauen in Staatsanleihen ins Bodenlose sinken - auch Staaten mit (angeblich noch) guter Bonität werden das zu spühren bekommen.

Es zeigt sich - wieder mal - dass unsere "Volksver...." den Aufgaben schlicht nicht gewachsen sind.
Darum NEIN zu mehr EU, solange dies nur ein weiterstolpern ohne Sinn und Verstand bedeutet.

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