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Österreichs Banken brauchen drei Mrd. Krisenkapital

27.10.2011 | 08:26 |   (DiePresse.com)

Die Europäische Aufsicht beziffert Kapitalbedarf der großen Austrobanken. Das Kernkapital ist bis Juni 2012 auf neun Prozent aufzustocken.

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Die systemrelevanten Banken Europas, die zuletzt den Banken-Stresstest durchlaufen haben, müssen ihr hartes Kernkapital bis zum 30. Juni 2012 auf 9 Prozent aufstocken. Nach Angaben der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) brauchen sie dafür 106 Milliarden Euro, österreichische Großbanken kommen auf 2,9 Milliarden Euro Kapitalbedarf, wobei ein substanzieller Teil auf die Volksbanken AG (ÖVAG) entfalle, hieß vonseiten der europäischen Aufseher. In Finanzkreisen heißt es, dass neben der schwächelnden ÖVAG zumindest eine andere Großbank im Land erheblichen Kapitalbedarf hat, um die neuen Vorgaben zu erfüllen.

Die Zahlen sind allerdings nur vorläufig, endgültige will die EBA auf Basis der Werte der Staatsanleihen am 30. September errechnen. Die Vereinbarung ist als Übergangsmaßnahme gedacht. Bis die Banken ausreichend Kapital haben, müssen sie sich bei Dividenden und Boni zurückhalten. Das Geld soll in erster Linie vom Kapitalmarkt kommen, wenn das nicht geht von den Nationalstaaten und nur wenn diese nicht genug Mittel haben, vom EFSF.

Von den österreichischen Einzelinstituten werden im Laufe des Tages Stellungnahmen erwartet. Auch die österreichische Aufsicht wird sich äußern.

Europäischer Bedarf von 106 Milliarden Euro

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) schätzt den zusätzlichen Finanzbedarf für Kapitalpuffer europäischer Banken auf insgesamt 106,45 Milliarden Euro. Den größten Bedarf weist die Aufsichtsbehörde neben den griechische Finanzinstituten mit geschätzten 30,0 Milliarden Euro Spanien mit einem Kapitalpuffer-Volumen von 26,161 Milliarden Euro aus. Für Italiens Banken wird von den Londoner Aufsichtsbehörden ein Bedarf von 14,771 Mrd. Euro ausgemacht. Keinen Kapitalbedarf weist die EBA für Banken in den Niederlanden, Finnland, Großbritannien, Ungarn, Irland, Luxemburg und Malta aus.

 

(APA)

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1 Kommentare
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Die europäischen Banken werden demnächst mehr als 2.000 Milliarden benötigen


Bilanzschönen a la Ackermann mag ja vielleicht irgendwie legal sein.

Die Wahrheit, dass die europäischen Banken faule Kredite und Wertlospapiere von mehr als 2.000 Milliarden halten, wird früher oder später ins Tageslicht kommen.
Hinzu werden weitere tausende Milliarden kommen, wenn die Staatsanleihen nahezu aller EU-Staaten nicht mehr bedient werden können.

Aber das machr gar nichts, das bezahlen dann die Steuerzahler der Slowakei, Lettlands, Litauens und die Arbeitslosen in all den anderen Ländern. Das muss nur richtig gehebelt werden.

Hobbyökonom