EFSF: 1400 Milliarden Euro geballte Feuerkraft

27.10.2011 | 18:45 |  OLIVER GRIMM (DiePresse.com)

Der Nutzen des EFSF-Hebels. Der 440 Milliarden Euro starke Schutzschirm wird nach deutschem Wunsch als Versicherung für Anleihenverluste wirken und so eine größere Wirkung erzielen.

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Panzerfaust, nukleare Option, Schutzwall: Der Wortschatz der europäischen Staatsschuldenkrise mutet bisweilen ziemlich militärisch an. Dabei geht es bei der Erweiterung der Kapazitäten des Euro-Rettungsschirms EFSF, welche die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer in der Nacht auf Donnerstag bei ihrem Brüsseler Euro-Gipfel beschlossen, im Kern um eine rein finanzmathematische Überlegung: Wie kann man mit dem Einsatz von 440 Milliarden Euro möglichst hohe weitere Geldsummen in Bewegung setzen?

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Die Lösung: Man setzt dieses Geld, das der EFSF (Europäische Finanzstabilitätsfazilität) für die Abwehr und Beilegung von Schuldenkrisen in der Eurozone zur Verfügung hat, als Versicherung für den Kauf von Staatsanleihen von Euroländern ein. Das könnte eine Hebelwirkung mit dem „Faktor 4 oder 5" bewirken, heißt es in der Erklärung des Euro-Gipfels. Abzüglich des Geldes, das die EFSF bereits für die Hilfsprogramme in Irland, Portugal und demnächst Griechenland ausgibt, käme man laut dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy also durchaus auf 1,4 Billionen Euro.
Die Idee dahinter: Wenn ein Euroland an den Finanzmärkten unter den Druck kommt, weil die Anleger seiner langfristigen Zahlungsfähigkeit misstrauen und seine Bonds nicht kaufen wollen, könnte die EFSF das Vertrauen ebendieser Anleger steigern, indem sie zumindest einen Teil der Anleihen gegen Zahlungsausfall versichert. Wer diesfalls also zum Beispiel italienische Anleihen zum Nennwert von 100.000 Euro kauft, bekäme, zehn, 15 oder 20 Prozent dieses Betrages von der EFSF versichert. Je mehr Anleger sich davon überzeugen lassen, desto tiefer fiele der Zinssatz aus, den das betreffende Land leisten muss. Und das könnte Schuldenkrisen schon vorab abwenden. Die technischen Details dieser „Hebelung" der EFSF stehen noch aus, so zum Beispiel die Frage, für welches Euroland die EFSF welches Risiko übernehmen wird. Diese Leitlinien werden im Lauf des November beschlossen. Schon jetzt lassen sich aber einige wichtige Fragen klären:

Warum ist dieser Hebel für die EFSF überhaupt nötig?
Weil die Europäer zu der bitteren Einsicht gekommen sind, dass die Schuldenkrise nicht nur kleine randständige Länder wie Griechenland, Portugal oder Irland in die faktische Zahlungsunfähigkeit reißen kann, sondern auch Schwergewichte wie Italien oder Spanien. Im Sommer, als Europas politische Führer zögerten und zauderten, geriet sogar Frankreich wegen seiner zweifelhaften Haushaltspolitik ins Visier der Kreditratingagenturen und Finanzspekulanten. Spätestens, als das AAA-Rating für französische Staatsanleihen wackelte, war klar: die 440 Milliarden Euro, welche die EFSF gegen Garantien der Euroländer an den Märkten aufnehmen kann, sind zu wenig. Klar war aber auch: Mehr als 440 Milliarden Euro wird dieses Vehikel mit Sitz in Luxemburg nicht bekommen. Das würde die angespannten Budgets selbst stabiler Euroländer überfordern. Und es wäre vor allem in Deutschland, das rund ein Viertel der Zeche zahlt, politisch nicht durchzusetzen gewesen. So kam man auf die Idee, die bestehenden Garantien möglichst wirksam einzusetzen - sie also zu „hebeln".

Wird die Europäische Zentralbank (EZB) dafür gerade stehen?
Ja und nein. Sie verleiht der EFSF zwar keine Banklizenz, wie das Frankreich wünschte. Diesfalls hätte die EFSF sich direkt bei der EZB refinanzieren können - ein Bruch des EU-Vertrages, demzufolge die Notenbank keine Defizite finanzieren darf. Die EZB wird aber weiterhin auf dem Sekundärmarkt Staatsanleihen kaufen. Das wird denselben Zweck erfüllen, wie ihn die EFSF-Versicherung im Auge hat: Also für genügend Nachfrage nach europäischen Staatsbonds sorgen. Ob und in welchem Ausmaß das zum ungestümen Schuldenmachen verleitet und die Teuerung antreibt, ist unter Ökonomen umstritten. In der Kerninflationsrate der Eurozone spiegelt es sich jedenfalls nicht wider.

Welche Rolle hat die EFSF bei der
Griechenland-Umschuldung?

Eine wichtige. Sie wird für alle 100 Euro alter griechischer Schuld, die ein privater Anleger gegen neue, halb so hoch denominierte Anleihen tauscht, mit 15 Euro garantieren. Für dieses „Credit Enhancement" sind in insgesamt 30 Milliarden Euro vorgesehen. Das soll den Schuldentausch künftig attraktiver machen.
Versuchen die Europäer, noch zusätzliches frisches Geld aufzutreiben?
Ja. Sie haben auch beschlossen, Zweckgesellschaften zu gründen, in denen „Mittel von privaten und öffentlichen Finanzinstituten und Anlegern kombiniert werden", wie es in der Gipfelerklärung heißt. Heute, Freitag, stellt EFSF-Chef Klaus Regling den chinesischen Managern staatlicher Fonds in Peking dieses Modell vor.

Was verlangt China im Gegenzug für seine finanzielle Unterstützung?
Ausdrücklich und öffentlich nichts. Aber klar ist, dass China nicht bloß europäische Staatsanleihen als Mittel sucht, um sich bei der Veranlagung seiner Fremdwährungsreserven vom US-Dollar zu lösen. Die Menschenrechtspolitik, das EU-Embargo von Rüstungsexporten oder der Status als Marktwirtschaft, der es schwerer machen würde, im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO Anti-Dumping-Verfahren gegen China zu eröffnen, sind Spielsteine in Chinas strategischen Überlegungen.

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321 Kommentare
 
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China wird die EU retten müssen, aber erst dann, wenn es den Europäern dafür den höchstmöglichen Preis abgepresst hat!

Die EU-Staaten stecken alle tief im Schuldensumpf. Mit "Rettungsschirmen" sollten die, die noch Luft haben, jene, denen das Wasser schon ins Maul läuft, "retten", indem alle noch mehr Schulden machen und damit immer tiefer einsinken. Dass das nicht gehen kann und dabei alle gemeinsam untergehen müssen, merkt langsam schon der dümmste EU-Politiker.

Deshalb sucht man jetzt mit einer "Hebel" genannten Strategie Retter von anderswo. Der einzige Staat dieser Welt, der dazu die Kraft hat und selbst noch auf festem Boden steht, ist China!

Die Chinesen haben aber gleich klar gesagt, dass sie keinesfalls den Wohltäter spielen werden, sondern dafür Gegenleistungen der EU verlangen. Sie haben es aber nicht eilig und deshalb zunächst nur mickrige, unzureichende 100 Milliarden Euro angeboten. Je mehr Gegenleistungen die EU bietet, umso mehr Geld wird von China locker gemacht werden. Die benötigte Billion wird mit Sicherheit erst dann erreicht, wenn die EU in ihrer Not bereit ist, sich weitgehend an China zu verkaufen!

Das wird das böse Ende der verantwortungslosen EU-Politik sein, die glaubt, man würde ohne Änderung der Schuldenpolitik immer noch weiter wursteln können und auch nicht zugeben will, dass die aus Prestigesucht gemachte Überdehnung des Euroraumes die maßlose Verschuldung von wirtschaftlich schwachen Staaten erst ermöglicht hat.
Damit wird der Euro zuletzt doch nicht gerettet werden können und Europa wird immer mehr das tun müssen, was die Chinesen verlangen!


Gast: Rating Agent 007
30.10.2011 21:02
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Frisches Geld gibt es immer bei der Telekom.

Mit oder ohne Hochegger

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.

wir haben uns die gemeinschaft nicht erkämpft deshalb ist sie den menschen anscheinend nicht sonderlich viel wert. eine gemeinschaft kann auch nicht funktionieren wenn jeder nur auf seinen vorteil bedacht ist.

dazu kommt dass wir uns echt nicht wundern dürfen über die jetztige eu wenn jedes land nur die politiker hinschickt die ihr politisches leben im eigenen land schon größtenteils hinter sich haben.

i

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So ändern sich die Zeiten

Die "großen" Europäer gehen jetzt in die ehemaligen Schwellenländer (Entwicklungsländer), um diese nach Geld anzupumpen. Doch diese zeigen die kalte Schulter - recht haben sie.

Noch mehr Schulden ist nicht die Löung, sondern DAS ist das eigentliche Problem.

Ein Teil der Schulden in Europa muss abgeschrieben werden. Das weiß mittlerweile jeder auf dieser Welt. Also warum sollte jemand so etwas jetzt riskieren wollen?

Gast: gd
30.10.2011 08:32
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Wozu???

Kann mir bitte wer erklären wozu Europa bzw. der EURO einen Rettungsschirm braucht? Der EURO ist in den letzten 10 Jahren gegenüber Dollar, Pfund und viele andere Währungen um gut 50 % gestiegen. Der EURO hat in nicht EURO Ländern einen sehr guten Ruf und wird gerne als Zahlungsmittel angenommen. Oft lieber als die Heimwährung.
Ich kenne keine andere Währung die einen "Rettungsschirm" hat obwohl viele ihn viel nötiger hätten als der EURO. Also wozu?

Die ständige Verunsicherung der Europäer die von dieser unsinnigen Diskussion um die Währung ausgeht treibt nur klassische Fluchtwährungen wie Franken, Immobilien und Edelmetalle künstlich in die Höhe. Und vielleicht dient es dazu von den realen Problemen die Amerika und Großbritannien derzeit haben abzulenken. Sonst ist das Thema nämlich für nichts gut.

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Re: Wozu???

Sie haben recht.

Man könnte noch mehr Euros "drucken", bis wir die Parität zum Dollar wiederherstellen.
Natürlich würde die Kaufkraft und der Wohlstand damit reduziert werden. Aber daran führt ohnehin kein Weg vorbei.
Zusätzlich verlieren dabei am Meisten diejenigen mit Kapital. Es ist sozusagen eine Umverteilung von oben nach unten. Aber das wollen die Deutschen und Österreicher natürlich nicht.


Gast: krikri
30.10.2011 07:33
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es unglaublich wieviele "experten" wir haben in diesem kleinen land!!! woooooow!!!

alle scheinen ALLES zu wissen und ein rezept für alles gleich parat in der hand zu haben. kaum bist du mit dem artikel fertig, und schon hast du 305 berater die dir schnellstens zurseite helfen!!! wow!!!
complimenti!!!

Gast: Novaris
30.10.2011 05:45
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Ein Modell

Ein Neuanfang ist notwendig und dazu gibt es doch eigentlich nur folgende Lösung des EURO-Problems mit evtl. Änderungen, die in die gleiche Richtung zielen :

1 ausgeglichene Staatshaushalte – o h n e Aufnahme neuer Schulden – gesetzlich festgeschrieben , mit
a u t o m a t i s c h e n Sanktionen beim Zuwiderhandeln – bis hin zum Ausschluss aus der EURO-Zone.
(Konsequenz : Die Belastung der Bürger mit Steuern wird neu bewertet und a l l e
Staatsausgaben kommen auf den Prüfstand und das schließt notwendige Reformen ein)
2 die Refinanzierung von Altschulden aller Staaten erfolgt mit einem von Fall zu Fall festzulegenden Prozentsatz zinsgünstig und zentral ausschließlich über eine öffentliche Gemeinschaftseinrichtung (EFSF ??.)), die sich überwiegend bei der EZB refinanziert.
Sicherlich würde dieses Modell zunächst nach und nach eine teilweise Vergemeinschaftung der Staatsschulden bedeuten, aber es würde zugleich die Möglichkeit eröffnen – auch über Zinseinsparungen – Altschulden, unter Berücksichtigung des Kriteriums der Tragfähigkeit für ein Land (Teilverzicht der Altgläubiger), in einem übersichtlichen Zeitraum abzutragen.
Allerdings müsste die EZB mögliche Inflationsgefahren durch entsprechende Gegenmaßnahmen abwehren.

Ein derartiges Modell m u ß der Bevölkerung in den EURO-Staaten unter Darlegung seiner T r a g w e i t e zur Abstimmung vorgelegt werden.
Bei einem NEIN erfolgt der automatische Austritt aus der EURO-Zone.

Es mangelt noch immer an zielgerichtetem planvollen Handeln in der EU

Das kann doch niemand überraschen, dass die Suche nach frischem Geld nach der schäbigen Performance, die die Staats- und Regierungschefs bei den beiden letzten Treffen in Brüssel gezeigt haben, zu einem recht hoffnungslosen Unterfangen wird. Denn bloß „more oft the same“ war das, was man da zu hören bekam. Sie, die ohne Angela Merkel wie ein Haufen unmündiger Kinder orientierungslos sind, schreiben dieses Mal nur ins Gigantische fort, was sie uns bisher schon recht glücklos als Erfolg zu verkauften suchten.
Völlig unverständlich ist es daher, dass sich die Politiker in der EU entmündigen lassen und sich ganz ohne Grund unter die Führung der deutschen Bundeskanzlerin begeben, statt sich auf die zweifellos vorhandenen Fähigkeiten ihrer Landsleute zu stützen und das geistige Potenzial der Fachleute zu nützen, die es nicht nur in Österreich ausreichend gibt.
Ein Stefan Schulmeister an der Seite der Finanzministerin würde nicht nur sie, sondern auch uns vor manchen verbalen Ausrutschern Fekters bewahren, die sie unfreiwillig zur Lachnummer innerhalb ihrer Kollegenschaft in der EU machen.

Das Wissen, wohin die Reise in der EU gehen soll, ist auch im Nationalrat nur rudimentär entwickelt

Fachwissen zur EU muss man auch im Nationalrat wie eine Stecknadel im Hauhaufen suchen: Die Wortmeldungen H.C. Straches und Josef Buchers zu diesem Thema kann man vergessen. Josef Cap redet substanzlos zum Fenster hinaus, wenn er von der EU spricht. Der Budgetsprecher der ÖVP, der Günter Stummvoll, ist bloß mächtig stolz darauf, die Kunst der freien Rede zu beherrschen, vergisst aber allzu oft dabei, dass Schwachsinn auch dann Schwachsinn bleibt, wenn er in freier Rede vorgetragen wird.
Bleibt als einer der wenigen, die auch wissen, was die Mitgliedschaft bei der EU für uns Österreicher/innen auch wirklich bedeutet, und die den richtigen Durchblick haben, was es bedeuten würde, wenn wir ohne Not und freiwillig darauf verzichteten, nur um den billigen Beifall des Bodensatzes der durch das österreichische Bildungssystem Geschädigten einfahren zu können.


Daher wird man den Chinesen Recht geben müssen

Vor diesem Hintergrund von den Chinesen zu erwarten, dass sie sich, ohne das damit verbundene Risiko genau abzuwägen, auf die Finanzierung des Euro-Rettungsschirmes einlassen und auf Teufel komm raus dort investieren würden, das konnte doch kaum jemand ernsthaft annehmen. Erst recht nicht, nachdem auch Brasilien, ein Land, das inzwischen zur achtgrößten Wirtschaftsmacht der Welt aufgestiegen ist, sich diesem Vorhaben verweigerte.
Sogar das europäische Nicht-EU-Land Norwegen ließ sich bisher nicht dazu bewegen, seinen gutdotierten Renten-Fonds dem hochriskanten Investment beim Euro-Rettungsschirm auszusetzen.
Nach den Erfahrungen mit EU-Politikern wird man ihnen Recht geben müssen. Ein richtiges Tohuwabohu war das nämlich viel eher als zielgerichtetes planvolles Handeln, was sie in den letzten Tagen auf der EU-Bühne in Brüssel aufgeführt haben.

Gast: argeauge
29.10.2011 23:01
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volksverbloedung

geld und vermoegen ist genuegend da - in europa!

mafiageld
schwarzgeld
leistungslos angehaeuftes geld
etc..

aber an das trauen sich die herren politiker nicht, denn da gehoeren sie selbst dazu

alleine die privat eingestreiften widmungsgewinne der letzten jahrzehnte blaufen sich ungeschaut auf mehrere milliarden euro!

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Re: volksverbloedung

Den größten Haufen Geld entsprechend dem Produkt der obigen Liste: Steuergeld.

Gast: Future
29.10.2011 20:18
0 0

Europas verzweifelte Suche nach frischem Geld

Eine zu wenig bedachte Möglichkeit in der EU und in den Köpfen ihrer Kommission ist es, der USA den kalten Krieg zu erklären.
Das würde uns Europäer sicher noch enger zusammenrücken lassen, das Gemeinschaftsgefühl massiv stärken und durch die daraus folgende massive Aufrüstung, würde sicherlich eine jahrzehntelanger Wirtschaftsaufschwung im europäischem Raum enstehen. Das würde uns ermöglichen Währungstechnisch mehr Geld ohne eine Inflationsgefahr zu drucken. Mit China, Lateinamerika und Russland als strategischen Partner wäre dieser sicherlich auch leicht zu gewinnen.

.-)

Antworten Gast: Schnupfi
30.10.2011 07:30
1 0

Re: Europas verzweifelte Suche nach frischem Geld

Was denken Sie warum die Spitzen aus der europäischen Politik, Finanz, Wirtschaft wie auch Militär sich mit entsprechenden Leuten aus den USA regelmäßig trifft ( Bilderberger )?
Ich denke die machen gemeinsame Sache: gemeinsam alle immer mehr unterdrücken ( verschärfte Gesetze im "Kampf gegen den Terror" ) und ausbeuten.

Gast: M.Gatzke
29.10.2011 19:13
0 0

Europa hat bekommen , was es geschaffen hat.

Na, dann sollen sie mal suchen.
Es wird sich schon ein Dummer finden.
Wie heißt es doch: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not."
Diese Weisheit wurde vergessen.
Man lebt die letzten Jahrzehnte in Saus und Braus, immer schön aufgeschuldet. Alle dachten, das Geld nimmt kein Ende.
Oh welch ein Wunder- jetzt ist es alle.
Europa hat bekommen, was es verdient hat.
Den Bankrott.

Gast: Don Quichote
29.10.2011 14:16
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Na, da ist es ...

... ja endlich gelungen, die Bonität Europas zu gründlich zu versemmeln. Wann kommt man in Brüssel endlich drauf, sich von den Pleitestaaten zu verabschieden? Bevor sie den Rest auch noch in den Ruin ziehen?

Re: Na, da ist es ...

Das Ende der deutschen Demokratie!
Weil ja die Politclowns wissen, dass ihre Schulden unbeherrschbar bleiben, planen sie zur Bankrott-Verzögerung sogar eine Art ... Staatsstreich!
Getarnt wird das ganze unter dem neuen EU-Projekt ESM (Europäischer Stabilitäts-Mechanismus). Der Vertragsentwurf liegt bereits in den Schubladen deutscher Abgeordneter. Und ich habe Details für Sie:

Grundkapital des ESM sind 700 Mrd. €. Dieses Grundkapital zahlen die ESM-Mitgliedern bei Bedarf nach Aufforderung durch die Behörde.

So, und was jetzt kommt, ist UNFASSBAR:

Zahlungspflicht! Binnen 7 Tagen muss Zahlungs-Aufforderungen nachgekommen sein. Bedingungslos und unwiderruflich (Artikel 9). Der Bundestag kann also nicht einschreiten. Denn aus dem ESM kommt keiner mehr raus

Nachschuss-Pflicht! und zwar unbegrenzt. Die EU kann die 700 Mrd. € jederzeit aufstocken. Staaten MÜSSEN auch dann zahlen, kein Parlament, kein Gericht kann mehr eingreifen (Artikel 10)

Kein Gesetz gilt mehr. Die Behörde hinter dem ESM kann Mitglieder verklagen, selbst aber nicht verklagt werden (Artikel 27)

Unser Geld ist für immer weg. ESM-Eigentum ist vor dem Zugriff von Regierungen und Gerichten befreit (Artikel 27).
Keine Verantwortung gegenüber niemand! Mitglieder der ESM-Verwaltung UND ihre amtlichen Schriftstücke genießen gerichtliche Immunität (Artikel 30)
Demnach bestimmt künftig über ALLE europäischen Staatshaushalte eine Behörde, die NIE gewählt wurde. Unwiderruflich!!!!!!!!!!!!

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Re: Re: Na, da ist es ...Treaty of Debt - An Eye Opening Video on the ESM Bailout Mechanism



http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2011/10/treaty-of-debt-eye-opening-video-on-esm.html


Antworten Antworten Gast: egi
29.10.2011 23:05
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Re: Re: Na, da ist es ...

Wo liegt bei uns dieser Vertragsentwurf, und wer ist berechtigt diesen zu unterzeichnen?

Re: Re: Re: Na, da ist es ...

den gibt es mit sicherheit in allen nettozahler ländern, aber die mutti merkel erzählt den leuten noch immer es bleibt bei der garantie für diese 200+ milliarden obwohl das ganze gehebelt wird - reine lüge wie dieses papier beweist.man stelle sich vor die merkel würde den leuten erzählen, dass dieser entwurf unwiderrufbar ist und niemnad mehr dagegen klagen kann.ich bin mir sicher, dan gibt es auch in berlin szenen wie in griechenland!

Gast: Pips
29.10.2011 13:31
2 0

Hoffentlich

kommt den "Regierungschefs" endlich die Erleuchtung!! Der ganze Rettungsschirm ist purer Schwach-Wahn-sinn. Das Geld versickert schneller als es ausbezahlt wird. Offenbar sind die handelnden Personen im Kopf sehr angschlagen. Kann man nur hoffen, daß einer den Bremsfallschirm zündet. Sonst wird´s eine (zumindest wirtschaftliche) Katastrophe geben. Die gutgläubigen Europäer werden sich warm anziehen müssen.

Gast: Oesterreicherrrr
29.10.2011 12:57
3 0

Brüssel inspiriert mich

Ich habe von der letzten Chinarundreise noch etwas Falschgeld übrig (kann man ja sicher hebeln), wohin nach Brüssel kann ich das überweisen? Wir müssen jetzt zusammen halten. Das wird mit Sicherheit das nächste gute Geschäft!

Gast: Gastarbeiter aus Wien
29.10.2011 12:47
10 0

Die Kapitalisten aus Europa ...

... wollen sich Geld bei den Kommunisten in China borgen und verkaufen auch gleich die angeblichen humanistischen Grundwerte mit ... Damit unsere Politiker Geld bekommen, müssen wir wohl alle künftig zu Tibet schweigen. Man denke bitte an die Positionen Chinas im Kontext von Syrien, Darfur etc.

Re: Die Kapitalisten aus Europa ...

mittlerweile sind wir in Europa viel eher Kommunisten als die Chinesen. Somit ist auch klar, wer bei wem warum Geld borgen muss.

Antworten Gast: Pips
29.10.2011 13:25
1 3

Re: Die Kapitalisten aus Europa ...

Ich würde auf jeden Fall zu Tibet schweigen! Teile der Europäer, vorzugsweise die Deutschsprachigen fühlen sich stets bemüßigt sich zu allen Themen weltweit zu äussern. Mehr oder weniger sollen alle Menschen so Ticken wie sich Ösis und Pifkes, speziell die Linken dieser Spezies, sich das vorstellen. Gott sei Dank ist aber es nicht so.

 
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