Europas verzweifelte Suche nach frischem Geld

28.10.2011 | 18:36 |  NIKOLAUS JILCH (Die Presse)

Rettungsschirm soll bis zu 1,4 Billionen Euro aufbringen. Aber woher soll das Geld kommen? Brasilien, England und Norwegen winken ab. China verlangt Gegenleistungen und ein Ende der Bürgerproteste in Europa.

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Wien. Drei Tage nach dem Gipfel von Brüssel tauchen Zweifel an der neuesten Version der „Eurorettung“ auf. Die Europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF) ist mit dem nun beschlossenen „Hebel“ wohl endgültig zur „kompliziertesten Kreditlösung aller Zeiten geworden“, wie Beobachter meinen. Und selbst wenn dieser Rettungsschirm so funktionieren kann, wie sich die Regierungschefs das vorstellen, bleibt umstritten, ob das Konstrukt in der Lage ist, die Eurokrise wirklich zu beendenden. Bisher ist nämlich noch nicht klar, woher das Geld für die Ausweitung des Schirms kommen soll.

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Denn: Der „Hebel“ ist kein Hebel. Das Wort stammt aus einem früheren Plan, wonach die EFSF eine Banklizenz erhalten sollte. Ein Wunsch Frankreichs. Weil so eine Banklizenz der EFSF aber de facto auch die Lizenz zum „Gelddrucken“ gegeben hätte, hat Deutschland den echten „Hebel“ blockiert. Nun sollen die 440 Milliarden Euro Kapital nicht gehebelt, sondern mit der Hilfe externer Investoren vervielfacht werden – auf bis zu 1,4 Billionen Euro. Im Klartext: Die EU ist auf der Suche nach Geldgebern.

Wenn diese Suche misslingt, könnte die Europäische Zentralbank (EZB) wieder unter Druck geraten, Staatsanleihen mit frisch gedrucktem Geld zu kaufen. Deutschland will eine verstärkte Monetisierung von Staatsschulden durch die EZB unbedingt verhindern – aus Inflationsangst. Die Kandidatenliste von möglichen Geldgebern der EFSF ist allerdings nicht allzu lang. Und die Skepsis ist groß. Am Freitag war EFSF-Verwalter Klaus Regling in China, um dort Geld für den Schirm zu erbitten. Das asiatische Land verfügt über gewaltige Währungsreserven in der Höhe von etwa 2300 Milliarden Euro. In Peking ist man vorsichtig – vor allem die Zentralbank steht einem Engagement in Europa skeptisch gegenüber: „Das letzte, was China will, ist, den Reichtum des Landes wegzuwerfen und als dumme Geldquelle ausgenutzt zu werden“, sagte der Notenbanker Li Daokui der „Financial Times“.

Von China seien höchstens 100 Milliarden Dollar Hilfen zu erwarten. Und nur dann, wenn Europa die Unterstützung seiner Bevölkerung für die Politik gewinnen kann. „Wenn wir die ganze Zeit Proteste und Chaos sehen, dann wird China kein Vertrauen in Europas politische Fähigkeiten haben.“ Auch andere Staaten halten sich zurück. Brasilien hat schon abgewunken, Russland und Indien sind skeptisch. Und Norwegen ließ die EU am Freitag wissen, dass sein 400-Milliarden-Euro-Pensionsfonds sich nicht an der neuen EFSF beteiligen wird.

 

Cameron: „Ständige Attacken aus Brüssel“

Die neueste Abkürzung im Euro-Rettungsprogramm verursacht bisher erstmal diplomatische Probleme. Ein „SPV“ (Special Purpose Vehicle, etwa „Vehikel mit Spezialaufgaben“) könnte den Rettungsschirm mit Geldern des Internationalen Währungsfonds (IWF) versorgen, die wiederum von den IWF-Mitgliedern kommen würden. China verlangt dafür aber mehr Macht im IWF. Großbritannien will dieser Möglichkeit überhaupt einen Riegel vorschieben. „Weder der IWF noch Großbritannien werden in den neuen Rettungsfonds einzahlen“, sagte Schatzkanzler George Osborne am Donnerstag. Am Freitag machte Premierminister David Cameron seinem Ärger erneut Luft: Der Finanzplatz London sei „unter ständigen Attacken“ durch Richtlinien aus Brüssel, sagte er der Tageszeitung „Telegraph“.

Wenn Staaten nicht helfen wollen, oder zu wenig Geld zu Verfügung stellen, muss die EFSF private Investoren überzeugen. Aber auch dort ist die Skepsis groß. Bill Gross, Pimco-Gründer und Manager des größten Pensionsfonds der Welt, warnte Investoren, in ein „gigantisches Investment-Vehikel mit erhöhtem Risiko“ zu investieren. Und Goldman Sachs meint in einer Stellungnahme, dass eine Abstufung Frankreichs den ganzen Plan zunichte machen könnte und die durch die EFSF „versicherten“ Staatsanleien mancherorts von den Behörden als Kreditderivative eingestuft werden könnten – was Investments zusätzlich erschweren würde.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.10.2011)

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321 Kommentare
 
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China wird die EU retten müssen, aber erst dann, wenn es den Europäern dafür den höchstmöglichen Preis abgepresst hat!

Die EU-Staaten stecken alle tief im Schuldensumpf. Mit "Rettungsschirmen" sollten die, die noch Luft haben, jene, denen das Wasser schon ins Maul läuft, "retten", indem alle noch mehr Schulden machen und damit immer tiefer einsinken. Dass das nicht gehen kann und dabei alle gemeinsam untergehen müssen, merkt langsam schon der dümmste EU-Politiker.

Deshalb sucht man jetzt mit einer "Hebel" genannten Strategie Retter von anderswo. Der einzige Staat dieser Welt, der dazu die Kraft hat und selbst noch auf festem Boden steht, ist China!

Die Chinesen haben aber gleich klar gesagt, dass sie keinesfalls den Wohltäter spielen werden, sondern dafür Gegenleistungen der EU verlangen. Sie haben es aber nicht eilig und deshalb zunächst nur mickrige, unzureichende 100 Milliarden Euro angeboten. Je mehr Gegenleistungen die EU bietet, umso mehr Geld wird von China locker gemacht werden. Die benötigte Billion wird mit Sicherheit erst dann erreicht, wenn die EU in ihrer Not bereit ist, sich weitgehend an China zu verkaufen!

Das wird das böse Ende der verantwortungslosen EU-Politik sein, die glaubt, man würde ohne Änderung der Schuldenpolitik immer noch weiter wursteln können und auch nicht zugeben will, dass die aus Prestigesucht gemachte Überdehnung des Euroraumes die maßlose Verschuldung von wirtschaftlich schwachen Staaten erst ermöglicht hat.
Damit wird der Euro zuletzt doch nicht gerettet werden können und Europa wird immer mehr das tun müssen, was die Chinesen verlangen!


Gast: Rating Agent 007
30.10.2011 21:02
0

Frisches Geld gibt es immer bei der Telekom.

Mit oder ohne Hochegger

.

wir haben uns die gemeinschaft nicht erkämpft deshalb ist sie den menschen anscheinend nicht sonderlich viel wert. eine gemeinschaft kann auch nicht funktionieren wenn jeder nur auf seinen vorteil bedacht ist.

dazu kommt dass wir uns echt nicht wundern dürfen über die jetztige eu wenn jedes land nur die politiker hinschickt die ihr politisches leben im eigenen land schon größtenteils hinter sich haben.

i

So ändern sich die Zeiten

Die "großen" Europäer gehen jetzt in die ehemaligen Schwellenländer (Entwicklungsländer), um diese nach Geld anzupumpen. Doch diese zeigen die kalte Schulter - recht haben sie.

Noch mehr Schulden ist nicht die Löung, sondern DAS ist das eigentliche Problem.

Ein Teil der Schulden in Europa muss abgeschrieben werden. Das weiß mittlerweile jeder auf dieser Welt. Also warum sollte jemand so etwas jetzt riskieren wollen?

Gast: gd
30.10.2011 08:32
1

Wozu???

Kann mir bitte wer erklären wozu Europa bzw. der EURO einen Rettungsschirm braucht? Der EURO ist in den letzten 10 Jahren gegenüber Dollar, Pfund und viele andere Währungen um gut 50 % gestiegen. Der EURO hat in nicht EURO Ländern einen sehr guten Ruf und wird gerne als Zahlungsmittel angenommen. Oft lieber als die Heimwährung.
Ich kenne keine andere Währung die einen "Rettungsschirm" hat obwohl viele ihn viel nötiger hätten als der EURO. Also wozu?

Die ständige Verunsicherung der Europäer die von dieser unsinnigen Diskussion um die Währung ausgeht treibt nur klassische Fluchtwährungen wie Franken, Immobilien und Edelmetalle künstlich in die Höhe. Und vielleicht dient es dazu von den realen Problemen die Amerika und Großbritannien derzeit haben abzulenken. Sonst ist das Thema nämlich für nichts gut.

Re: Wozu???

Sie haben recht.

Man könnte noch mehr Euros "drucken", bis wir die Parität zum Dollar wiederherstellen.
Natürlich würde die Kaufkraft und der Wohlstand damit reduziert werden. Aber daran führt ohnehin kein Weg vorbei.
Zusätzlich verlieren dabei am Meisten diejenigen mit Kapital. Es ist sozusagen eine Umverteilung von oben nach unten. Aber das wollen die Deutschen und Österreicher natürlich nicht.


Gast: krikri
30.10.2011 07:33
0

es unglaublich wieviele "experten" wir haben in diesem kleinen land!!! woooooow!!!

alle scheinen ALLES zu wissen und ein rezept für alles gleich parat in der hand zu haben. kaum bist du mit dem artikel fertig, und schon hast du 305 berater die dir schnellstens zurseite helfen!!! wow!!!
complimenti!!!

Gast: Novaris
30.10.2011 05:45
0

Ein Modell

Ein Neuanfang ist notwendig und dazu gibt es doch eigentlich nur folgende Lösung des EURO-Problems mit evtl. Änderungen, die in die gleiche Richtung zielen :

1 ausgeglichene Staatshaushalte – o h n e Aufnahme neuer Schulden – gesetzlich festgeschrieben , mit
a u t o m a t i s c h e n Sanktionen beim Zuwiderhandeln – bis hin zum Ausschluss aus der EURO-Zone.
(Konsequenz : Die Belastung der Bürger mit Steuern wird neu bewertet und a l l e
Staatsausgaben kommen auf den Prüfstand und das schließt notwendige Reformen ein)
2 die Refinanzierung von Altschulden aller Staaten erfolgt mit einem von Fall zu Fall festzulegenden Prozentsatz zinsgünstig und zentral ausschließlich über eine öffentliche Gemeinschaftseinrichtung (EFSF ??.)), die sich überwiegend bei der EZB refinanziert.
Sicherlich würde dieses Modell zunächst nach und nach eine teilweise Vergemeinschaftung der Staatsschulden bedeuten, aber es würde zugleich die Möglichkeit eröffnen – auch über Zinseinsparungen – Altschulden, unter Berücksichtigung des Kriteriums der Tragfähigkeit für ein Land (Teilverzicht der Altgläubiger), in einem übersichtlichen Zeitraum abzutragen.
Allerdings müsste die EZB mögliche Inflationsgefahren durch entsprechende Gegenmaßnahmen abwehren.

Ein derartiges Modell m u ß der Bevölkerung in den EURO-Staaten unter Darlegung seiner T r a g w e i t e zur Abstimmung vorgelegt werden.
Bei einem NEIN erfolgt der automatische Austritt aus der EURO-Zone.

Es mangelt noch immer an zielgerichtetem planvollen Handeln in der EU

Das kann doch niemand überraschen, dass die Suche nach frischem Geld nach der schäbigen Performance, die die Staats- und Regierungschefs bei den beiden letzten Treffen in Brüssel gezeigt haben, zu einem recht hoffnungslosen Unterfangen wird. Denn bloß „more oft the same“ war das, was man da zu hören bekam. Sie, die ohne Angela Merkel wie ein Haufen unmündiger Kinder orientierungslos sind, schreiben dieses Mal nur ins Gigantische fort, was sie uns bisher schon recht glücklos als Erfolg zu verkauften suchten.
Völlig unverständlich ist es daher, dass sich die Politiker in der EU entmündigen lassen und sich ganz ohne Grund unter die Führung der deutschen Bundeskanzlerin begeben, statt sich auf die zweifellos vorhandenen Fähigkeiten ihrer Landsleute zu stützen und das geistige Potenzial der Fachleute zu nützen, die es nicht nur in Österreich ausreichend gibt.
Ein Stefan Schulmeister an der Seite der Finanzministerin würde nicht nur sie, sondern auch uns vor manchen verbalen Ausrutschern Fekters bewahren, die sie unfreiwillig zur Lachnummer innerhalb ihrer Kollegenschaft in der EU machen.

Das Wissen, wohin die Reise in der EU gehen soll, ist auch im Nationalrat nur rudimentär entwickelt

Fachwissen zur EU muss man auch im Nationalrat wie eine Stecknadel im Hauhaufen suchen: Die Wortmeldungen H.C. Straches und Josef Buchers zu diesem Thema kann man vergessen. Josef Cap redet substanzlos zum Fenster hinaus, wenn er von der EU spricht. Der Budgetsprecher der ÖVP, der Günter Stummvoll, ist bloß mächtig stolz darauf, die Kunst der freien Rede zu beherrschen, vergisst aber allzu oft dabei, dass Schwachsinn auch dann Schwachsinn bleibt, wenn er in freier Rede vorgetragen wird.
Bleibt als einer der wenigen, die auch wissen, was die Mitgliedschaft bei der EU für uns Österreicher/innen auch wirklich bedeutet, und die den richtigen Durchblick haben, was es bedeuten würde, wenn wir ohne Not und freiwillig darauf verzichteten, nur um den billigen Beifall des Bodensatzes der durch das österreichische Bildungssystem Geschädigten einfahren zu können.


Daher wird man den Chinesen Recht geben müssen

Vor diesem Hintergrund von den Chinesen zu erwarten, dass sie sich, ohne das damit verbundene Risiko genau abzuwägen, auf die Finanzierung des Euro-Rettungsschirmes einlassen und auf Teufel komm raus dort investieren würden, das konnte doch kaum jemand ernsthaft annehmen. Erst recht nicht, nachdem auch Brasilien, ein Land, das inzwischen zur achtgrößten Wirtschaftsmacht der Welt aufgestiegen ist, sich diesem Vorhaben verweigerte.
Sogar das europäische Nicht-EU-Land Norwegen ließ sich bisher nicht dazu bewegen, seinen gutdotierten Renten-Fonds dem hochriskanten Investment beim Euro-Rettungsschirm auszusetzen.
Nach den Erfahrungen mit EU-Politikern wird man ihnen Recht geben müssen. Ein richtiges Tohuwabohu war das nämlich viel eher als zielgerichtetes planvolles Handeln, was sie in den letzten Tagen auf der EU-Bühne in Brüssel aufgeführt haben.

Gast: argeauge
29.10.2011 23:01
1

volksverbloedung

geld und vermoegen ist genuegend da - in europa!

mafiageld
schwarzgeld
leistungslos angehaeuftes geld
etc..

aber an das trauen sich die herren politiker nicht, denn da gehoeren sie selbst dazu

alleine die privat eingestreiften widmungsgewinne der letzten jahrzehnte blaufen sich ungeschaut auf mehrere milliarden euro!

Re: volksverbloedung

Den größten Haufen Geld entsprechend dem Produkt der obigen Liste: Steuergeld.

Gast: Future
29.10.2011 20:18
0

Europas verzweifelte Suche nach frischem Geld

Eine zu wenig bedachte Möglichkeit in der EU und in den Köpfen ihrer Kommission ist es, der USA den kalten Krieg zu erklären.
Das würde uns Europäer sicher noch enger zusammenrücken lassen, das Gemeinschaftsgefühl massiv stärken und durch die daraus folgende massive Aufrüstung, würde sicherlich eine jahrzehntelanger Wirtschaftsaufschwung im europäischem Raum enstehen. Das würde uns ermöglichen Währungstechnisch mehr Geld ohne eine Inflationsgefahr zu drucken. Mit China, Lateinamerika und Russland als strategischen Partner wäre dieser sicherlich auch leicht zu gewinnen.

.-)

Antworten Gast: Schnupfi
30.10.2011 07:30
1

Re: Europas verzweifelte Suche nach frischem Geld

Was denken Sie warum die Spitzen aus der europäischen Politik, Finanz, Wirtschaft wie auch Militär sich mit entsprechenden Leuten aus den USA regelmäßig trifft ( Bilderberger )?
Ich denke die machen gemeinsame Sache: gemeinsam alle immer mehr unterdrücken ( verschärfte Gesetze im "Kampf gegen den Terror" ) und ausbeuten.

Gast: M.Gatzke
29.10.2011 19:13
0

Europa hat bekommen , was es geschaffen hat.

Na, dann sollen sie mal suchen.
Es wird sich schon ein Dummer finden.
Wie heißt es doch: "Spare in der Zeit, dann hast du in der Not."
Diese Weisheit wurde vergessen.
Man lebt die letzten Jahrzehnte in Saus und Braus, immer schön aufgeschuldet. Alle dachten, das Geld nimmt kein Ende.
Oh welch ein Wunder- jetzt ist es alle.
Europa hat bekommen, was es verdient hat.
Den Bankrott.

Gast: Don Quichote
29.10.2011 14:16
2

Na, da ist es ...

... ja endlich gelungen, die Bonität Europas zu gründlich zu versemmeln. Wann kommt man in Brüssel endlich drauf, sich von den Pleitestaaten zu verabschieden? Bevor sie den Rest auch noch in den Ruin ziehen?

Re: Na, da ist es ...

Das Ende der deutschen Demokratie!
Weil ja die Politclowns wissen, dass ihre Schulden unbeherrschbar bleiben, planen sie zur Bankrott-Verzögerung sogar eine Art ... Staatsstreich!
Getarnt wird das ganze unter dem neuen EU-Projekt ESM (Europäischer Stabilitäts-Mechanismus). Der Vertragsentwurf liegt bereits in den Schubladen deutscher Abgeordneter. Und ich habe Details für Sie:

Grundkapital des ESM sind 700 Mrd. €. Dieses Grundkapital zahlen die ESM-Mitgliedern bei Bedarf nach Aufforderung durch die Behörde.

So, und was jetzt kommt, ist UNFASSBAR:

Zahlungspflicht! Binnen 7 Tagen muss Zahlungs-Aufforderungen nachgekommen sein. Bedingungslos und unwiderruflich (Artikel 9). Der Bundestag kann also nicht einschreiten. Denn aus dem ESM kommt keiner mehr raus

Nachschuss-Pflicht! und zwar unbegrenzt. Die EU kann die 700 Mrd. € jederzeit aufstocken. Staaten MÜSSEN auch dann zahlen, kein Parlament, kein Gericht kann mehr eingreifen (Artikel 10)

Kein Gesetz gilt mehr. Die Behörde hinter dem ESM kann Mitglieder verklagen, selbst aber nicht verklagt werden (Artikel 27)

Unser Geld ist für immer weg. ESM-Eigentum ist vor dem Zugriff von Regierungen und Gerichten befreit (Artikel 27).
Keine Verantwortung gegenüber niemand! Mitglieder der ESM-Verwaltung UND ihre amtlichen Schriftstücke genießen gerichtliche Immunität (Artikel 30)
Demnach bestimmt künftig über ALLE europäischen Staatshaushalte eine Behörde, die NIE gewählt wurde. Unwiderruflich!!!!!!!!!!!!

Re: Re: Na, da ist es ...Treaty of Debt - An Eye Opening Video on the ESM Bailout Mechanism



http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2011/10/treaty-of-debt-eye-opening-video-on-esm.html


Antworten Antworten Gast: egi
29.10.2011 23:05
0

Re: Re: Na, da ist es ...

Wo liegt bei uns dieser Vertragsentwurf, und wer ist berechtigt diesen zu unterzeichnen?

Re: Re: Re: Na, da ist es ...

den gibt es mit sicherheit in allen nettozahler ländern, aber die mutti merkel erzählt den leuten noch immer es bleibt bei der garantie für diese 200+ milliarden obwohl das ganze gehebelt wird - reine lüge wie dieses papier beweist.man stelle sich vor die merkel würde den leuten erzählen, dass dieser entwurf unwiderrufbar ist und niemnad mehr dagegen klagen kann.ich bin mir sicher, dan gibt es auch in berlin szenen wie in griechenland!

Gast: Pips
29.10.2011 13:31
2

Hoffentlich

kommt den "Regierungschefs" endlich die Erleuchtung!! Der ganze Rettungsschirm ist purer Schwach-Wahn-sinn. Das Geld versickert schneller als es ausbezahlt wird. Offenbar sind die handelnden Personen im Kopf sehr angschlagen. Kann man nur hoffen, daß einer den Bremsfallschirm zündet. Sonst wird´s eine (zumindest wirtschaftliche) Katastrophe geben. Die gutgläubigen Europäer werden sich warm anziehen müssen.

Gast: Oesterreicherrrr
29.10.2011 12:57
3

Brüssel inspiriert mich

Ich habe von der letzten Chinarundreise noch etwas Falschgeld übrig (kann man ja sicher hebeln), wohin nach Brüssel kann ich das überweisen? Wir müssen jetzt zusammen halten. Das wird mit Sicherheit das nächste gute Geschäft!

Gast: Gastarbeiter aus Wien
29.10.2011 12:47
10

Die Kapitalisten aus Europa ...

... wollen sich Geld bei den Kommunisten in China borgen und verkaufen auch gleich die angeblichen humanistischen Grundwerte mit ... Damit unsere Politiker Geld bekommen, müssen wir wohl alle künftig zu Tibet schweigen. Man denke bitte an die Positionen Chinas im Kontext von Syrien, Darfur etc.

Re: Die Kapitalisten aus Europa ...

mittlerweile sind wir in Europa viel eher Kommunisten als die Chinesen. Somit ist auch klar, wer bei wem warum Geld borgen muss.

Antworten Gast: Pips
29.10.2011 13:25
1

Re: Die Kapitalisten aus Europa ...

Ich würde auf jeden Fall zu Tibet schweigen! Teile der Europäer, vorzugsweise die Deutschsprachigen fühlen sich stets bemüßigt sich zu allen Themen weltweit zu äussern. Mehr oder weniger sollen alle Menschen so Ticken wie sich Ösis und Pifkes, speziell die Linken dieser Spezies, sich das vorstellen. Gott sei Dank ist aber es nicht so.

 
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