Athen: Acht Milliarden Euro für "gefälschte" Pensionen

31.10.2011 | 14:27 |   (DiePresse.com)

Der griechische Staat hat in den vergangenen zehn Jahren Milliarden an betrügerische Angehörige von Verstorbenen überwiesen.

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Der größte griechische Pensionsfonds hat im vergangenen Jahrzehnt bis zu acht Milliarden Euro für Tote überwiesen. Dies räumte der Direktor des staatlichen Versicherers IKA, Rovertos Spyropoulos, ein.

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Das Geld ging in den meisten Fällen an betrügerische Angehörige der Verstorbenen, wie die Tageszeitung "Kathimerini" berichtete. Spyropoulos versicherte, man werde alles tun, um das Geld zurückzubekommen: "Wir werden es zurückfordern, bis auf den letzten Euro", kündigte er an.

Sozialbetrug hat im schuldengeplagten Griechenland schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Im August war bekannt geworden, dass der Pensionsfonds die Zahlungen für 1473 Pensionistene gestoppt hatte, welche in Wirklichkeit nicht mehr lebten. Daraufhin leitete die regierende sozialistische Partei eine Untersuchung ein.

Dabei wurde entdeckt, dass 9000 Rentner über 100 Jahren bei der Rentenkasse registriert waren - demnach hätte Griechenland die höchste Rate Über-100-Jähriger weltweit. Bei einer Volkszählung im Jahr 2001 waren lediglich 1700 Menschen dieses Alters registriert worden.

(APA)

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48 Kommentare
 
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Gast: xxx666xxx
01.11.2011 09:31
4

Hab gestern Olivenöl gekauft. Hatte schon eine Flasche aus Griechenland in der Hand und sie wieder zurückgestellt. So unsympathisch ist mir dieses Land schon geworden. Jaja, die EU das große Friedensprojekt. Noch nie waren die Völker Europas so weit von einander entfernt.

Jetzt sollten wir nur noch schauen, dass aus dem Friedensprojekt kein Krieg wird.

Gast: DI
01.11.2011 09:26
5

Danke an die Politiker

Keiner unserer Volksvertreter sagt was, dabei sind weitere Bereiche genauso betroffen, wie war das mit der Töchter-Pension von Beamten, dass es faktisch nur Beamten gibt, dass Milliarden von Steuergelder ausständig sind? Wer bei uns einen Zusatzjob übernimmt, muss alles deklarieren und sich diese Handvoll Euros auch noch "sozialversichern und versteuern" lassen. Einfach nur zum Kotzen. Wann endlich passiert was? Hr. Faymann, wird mir auch die Hälfte des Hauskredites erlassen? Die SPÖ kann mir auch ein Koffer mit Geld "zukommen lassen", läuft für mich aufs selbe raus.

Gast: dsgjaösg
01.11.2011 09:23
7

Betrüger durch und durch. Hauptsache wir finanzieren das alles auch noch.


Gast: FH
31.10.2011 23:13
5

Oliven

Und ich hab´immer das grichische Olivenöl gekauft, weil ja die Kreter so alt geworden sind....so viele 100-jährige...

ich fürchte, die EU unterstützt Griechenland

nur deshalb nach wie vor, weil viele einen Neid auf diese Fähigkeiten haben und das alles insgeheim bewundern...

Der größte griechische Pensionsfonds ...

Und was mögen sich in den kleineren Pensionsfonds an griechischen Tragödien abspielen? Wie steht es um den massenhaften Sozialbetrug in andern Bereichen? Bezug von Arbeitslosengeldern, Sozialhilfen, Beihilfen, etc...
Und wieviel Fakelaki mag geflossen sein, damit pflichtvergessenen Amtsträger weggeschaut haben?

Dieses 8 Mrd Euro Betrugsvolumen ist in der Tat nur ein kleiner Ausschnitt aus einem moralisch völlig heruntergekommenen Land.

Re: Der größte griechische Pensionsfonds ...

Dieses 8 Mrd Euro Betrugsvolumen ist in der Tat nur ein kleiner Ausschnitt aus einem moralisch völlig heruntergekommenen Land.

Und sie denken ernsthaft, dass hierzulande die Moral besser ist?

Re: Re: Der größte griechische Pensionsfonds ...

Dass in Österreich in großem Stil und über Jahrzehnte die Pension von Toten gezahlt/kassiert wurde, halte ich für ausgeschlossen. Das griechische System ist noch um Eckhäuser korrupter wie das österreichische.

Gast: gehtniemandwasan
31.10.2011 20:13
4

Die Österreicher

helfen gleich doppelt mit, dass die Griechen weiter ihren Schlendrian leben können.
Noch immer fahren viele dorthin auf Urlaub und zahlen brav in den Säckel der densionsbetreiber und Vermieter.....

Wer schimpft der kauft....


Auch eine Möglichkeit der Weiterentwicklung

Die älteste Kultur, so lernten wir dies in der Schule. Und jetzt?

Die älteste "Verbrecher-Dynastie" Europas.

Re: Auch eine Möglichkeit der Weiterentwicklung

Athen liegt geographisch ja auch auf der Höhe von Palermo.

Antworten Gast: Kotzmann
31.10.2011 19:57
4

Re: Auch eine Möglichkeit der Weiterentwicklung

und die EU hält denen den Steigbügel und macht den Helfershelfer. Feine Leute.

Dann sollen doch diese "Pensionisten"

für die griechischen Schulden aufkommen? Warum wir??

Gast: Pensador
31.10.2011 19:29
9

Mit Kriminellen "europäische Solidarität"?

Das ist es ja, dass zu Recht keiner mit einem solchen kriminellen Gesox "solidarisch" sein und für die zahlen will.
Wenn es ein anständiges Volk wie die Iren oder Portugiesen ist, die vorübergehend in Not geraten, kann man vielleicht drüber diskutieren.
Aber für die?

So viel Geld kann

nur von höchsten Stellen umgeleitet werden...
und wo`s dann verschwindet ist wohl klar...In den vielen, vielen, vielen Taschen eines Bankolitikers.

Re: So viel Geld kann

Das hat TheDalien richtig erkannt. Genau wie in AUT sind die Politiker in GR mit den Wohlhabenden unter einer Decke und kassieren ab.
Alle Regierungsmitglieder muessten jetzt zum vetting um Ihre Vermoegen genaustens zu untersuchen.
Es ist mir bekannt dass besonders viele Griechen in Panama Ihre Konten besitzen. Claude Trichet war ein unfaehiger Idiot der EU wie alle andern auch. Seine Behoerde hat gar nichts getan, nur grosse Gehaelter einkassiert. Wenn die Zentralbank nicht sieht dass Griechenland in die Schulden rutscht ist die EZB genauso schuld. Trichet und seine Idioten muessten genauso die Koepfe herhalten. Aber die kassieren grosse Abfertigungen, fuer services rendered. Dass ist die EU, die bezahlt alles - mit unseren Steuergeldern.

Antworten Gast: Der Hut
31.10.2011 19:11
8

Re: So viel Geld kann

Klar, nicht die Angehörigen die den Toten nicht melden sondern eine Verschwörung steckt dahinter.
Schließlich ist alles ein Verschwörung, vom Parkticket bis zu den höchsten Kreisen.

Gast: EU, man dankt
31.10.2011 18:37
8

Damit haben sie sich sicher

noch mehr beliebt gemacht als sie eh schon sind.
Und die EU macht mit denen auch noch gemeinsame Sache im abstieren der Europäischen Steuerzahler damit die das finanzieren. Wissts was, gehts ganz einfach ........

Gast: dieasvggoldeseleuropas
31.10.2011 18:31
8

die makabre spitze des europäischen eurochaos-eisberges/ als ausgleich für dieses eu finanzchaos wollen die sozialisten den österreichern sogar nach 45 jahren gesamtbeitragsleistungen noch abschläge und pensionsverschlechterungen zumuten.

faymann u.die spö unterstützen diese unglaublichen griechischen misstände u.katastrophalen deregulierten bankenmärkte mit steuergeldern. gleichzeitig will sich die politik bei den asvg arbeitnehmern schadlos halten. bei denen sollen zukünftig sogar 45 jahre gesamtbeitragsjahre zuwenig sein! faymann,hundstorfer, der spöögb mit folglar unterstützen die finanzjongleure, wollen aber die asvg langzeitversicherten angestellten massiv belasten.
diese eu hat mit dem euro bereits einen schaden angerichtet, der kaum wieder gut zumachen ist. die banken und finanzmärkte können durch die eu u.den euro in ganz europa einen sozialpolitischen kahlschlag veranstalten. die bankenmärkte werden nicht reguliert, die können weiter riesige kapital-u.vermögenswerte international und unversteuert umtransferieren.
die steuerpolitik hat sich trotz extremer maschinenmodernisierungen nicht geändert. man hat ein steuersystem von vorgestern u.die multikonzerne und finanzmärkte können dadurch billionen vom arbeitenden volk herausholen und in den billigländern investieren. und genauso wurde z.b. in china von den europäischen konzernen investiert und gleichzeitig in europa die arbeitsplätze ausgelagert. ein soziales u.gerechtes steuer/u.finanzsystem wäre daher die einzige chance, in europa die bankenschäden zu beseitigen. nur so können sozialen revolten in europa noch abgewendet werden. auch die steuer/budgetmisstände in GR sind in wahrheit ein fall für eine internationale untersuchung u. konsequenzen.

Grfiechenrentner

Ich finde, das ist eine schamlose Beleidigung des ehrlichen griechischen Volkes. Wo doch die ganze Welt weiß, dass nur das gute griechische Olivenöl dafür verantwortlich ist, dass es so viele Hundertjährige gibt. Bei so langer Lebenszeit mit Öl muss man ja das Schmieren lernen.

jeder Quatsch wird Topmeldung

Der gleiche Betrug wurde erst kürzlich über ein so seriöses Land wie Japan gemeldet, das auch nicht sio viele über 100-Jährige hat wie bisher geglaubt. Das passiert wohl überall wo es ein nicht so rigides Melde- und Peronenstandsverwaltungssystem gibt.

Re: jeder Quatsch wird Topmeldung

Der Unterschied ist, dass die Japaner nicht total Pleite sind!

Äh, eigentlich sind die Japaner auch total pleite...

Antworten Antworten Gast: HONDA statt Griechenlandurlaub
31.10.2011 19:25
4

Re: Re: jeder Quatsch wird Topmeldung

und die hätten auch den Anstand und die Moral nicht die halbe Welt wegen ihrer Schulden anzuschnorren. Als Dank und Gegenleistung kaufe ich ihnen nächstes Jahr ein Auto ab und nicht den Deutschen
die es nur zu diesen Pleite Griechen verschippern.

Re: Re: jeder Quatsch wird Topmeldung

die zahlen sich die Sch..... aber selber!

Gast: Kooloppar
31.10.2011 18:16
7

....

... und bevor solche Betrügereien nicht abgedreht sind bin ich gegen jegliche weitere finanzielle Hilfe!

Gast: Waldläufer 05
31.10.2011 18:04
8

Hat nicht irgendein EU-Bürokrat die Griechen überprüft, bevor sie in die Eurozone gelassen wurden?


 
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