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Wenn Griechenland den Euro verlässt

03.11.2011 | 08:13 |  WOLFGANG BÖHM, OLIVER GRIMM UND ANNA GABRIEL (Die Presse)

Ein Nein beim Referendum über das Euro-Hilfspaket würde die griechischen Banken in die Pleite treiben. Eine ungeordnete Staatsinsolvenz würde drohen - und Österreichs Banken könnten neue Staatshilfe benötigen.

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Wien/Brüssel. Die entscheidende Phase für die Zukunft Griechenlands und des Euro ist eingeläutet. Seit der Ankündigung des griechischen Premiers Georgios Papandreou, ein Referendum über das EU-Hilfspaket abzuhalten, wird ernsthaft über einen Euro-Austritt Griechenlands diskutiert.

Am Mittwochabend wurde Papandreou am Rande des G20-Gipfels in Cannes bedrängt, rasch und nicht erst im Jänner zu einem Volksentscheid zu kommen. Die nächste Acht-Milliarden-Tranche aus dem Hilfsprogramm ist freilich schon Mitte November fällig, ein Referendum vor diesem Termin nicht realistisch. Hochrangige Vertreter der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) nannten eine Auszahlung vor der Abstimmung "unrealistisch". Mit einem Stopp der Hilfen aber droht den Griechen endgültig die Zahlungsunfähigkeit.

„Rein rechtlich kann Griechenland nicht von sich aus den Euro verlassen, sondern nur die EU" - sowohl der Wirtschaftswissenschaftler und Wifo-Experte Fritz Breuss als auch hochrangige Beamte des Finanzministeriums weisen in Gesprächen mit der „Presse" auf diese rechtliche Hürde hin. Ein Ausweg wäre, so Breuss, dass Athen die „Entlassung aus der Eurozone beantragt", das wäre völkerrechtlich möglich, wenn alle EU-Staaten zustimmten.

Doch was wären die wirtschaftlichen Folgen?

•Run auf Banken
Die unmittelbare Folge eines Nein der Griechen zum Rettungspaket wäre ein Run auf griechische Banken. Denn die Griechen würden versuchen, ihren harten Euro in Sicherheit zu bringen, bevor die weiche Drachme zurückkehrt. Dieser Sturm der Sparer könnte schon vor einem Referendum einsetzen, wenn sich ein Nein abzeichnet, sagt Daniel Gros, Leiter des Centre for European Policy Studies in Brüssel, zur „Presse“. Gros hat berechnet, dass die Kapitalflucht aus Griechenland derzeit ähnlich stark ist wie in den drei, vier Monaten vor Argentiniens Zahlungsausfall im Jahr 2001. Wenn sich dieser Fluss beschleunigt, steht die Europäische Zentralbank (EZB) vor der Wahl: Öffnen wir die Schleusen weiter oder nicht? Wenn ja, leiht die EZB den griechischen Banken rund 160 Milliarden Euro. Wenn nicht, sind die Banken bankrott. Und dann wird man sich sagen: So hat das keinen Sinn mehr. „So ein Szenario ist wahrscheinlich“, warnt Gros.


•Ungeordnete Pleite
Mit einem Nein der Griechen steigt laut den Experten des Wifo sowie des Finanzministeriums die Gefahr einer „ungeordneten Pleite“. Griechische Banken würden zusammenbrechen. Der Staat könnte seine laufenden Ausgaben wie die Gehälter von Staatsbediensteten nicht mehr zahlen. Eine ungeordnete Pleite würde dazu führen, dass nicht nur, wie im letzten Hilfspaket vereinbart, die Banken auf einen Teil ihrer Forderung an den griechischen Staat verzichten müssten. Auch die EZB und die Eurostaaten kämen zum Handkuss. Im Falle von Österreich stünden rund 1,4 Milliarden Euro, die bisher an Athen als Kredit überwiesen wurden, zur Disposition. Dazu kämen Folgekosten für heimische Banken. Laut Breuss könne eine Griechenland-Pleite in Österreich ein neues Bankenhilfspaket notwendig machen.

•Einfluss auf Realwirtschaft
Ein Zahlungsausfall würde einen „Rattenschwanz an Ereignissen hervorrufen, weil ein solches Szenario nicht nur direkten Einfluss auf Banken, sondern auch auf Staaten und die Realwirtschaft hat“, sagt Wifo-Experte Stefan Ederer. „Das würde die Problemlösungskapazität der EU übersteigen und große Unsicherheit hervorrufen. Die Eurozone würde insgesamt in eine Rezession schlittern.“ In weiterer Folge wäre die Ansteckungsgefahr für andere Euroländer, die ohnehin schon schwächeln, enorm, sagt Ederer. Noch größer wären die Auswirkungen, wenn es gar zu einem Bruch der Eurozone in eine Hartwährungs- und eine Weichwährungszone käme.

•Folgen für Österreich
Wenn allein Griechenland pleiteginge und aus dem Euro austräte, wären die Folgen für Österreich „überschaubar“, ist Breuss überzeugt. „Dramatisch“ wäre es allerdings, wenn andere Euroländer folgten oder die Eurozone sogar zerbräche. Dann wäre auch der EU-Binnenmarkt in Gefahr: „Österreich würde deutlich an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.“ Die Leistungsbilanz, die sich nach dem Eurostart für Österreich verbessert hat, würde sich wieder verschlechtern. Die Wirtschaftspolitische Abteilung des Finanzministeriums rechnet in diesem Fall mit Folgekosten für Österreich von bis zu 40 Milliarden Euro. „Eine Schätzung, die vor allem die Dimensionen eines solchen Ereignisses zeigen soll“, heißt es aus dem Ministerium. Für Breuss ist diese Zahl zu hoch gegriffen.

Refinanzierung gestoppt
Für Griechenland hätten eine ungeordnete Pleite und ein Austritt aus dem Euro auch langfristige Folgen für die Refinanzierung des Staates. Denn damit könnte Athen auf längere Sicht keine Anleihen mehr auf den Finanzmärkten platzieren. „Die Finanzmärkte verzeihen nicht“, warnt Breuss. Es würde lange dauern, bis das Land wieder ihr Vertrauen zurückgewinnt. Positiv wäre für Griechenland einzig, dass es seine Wettbewerbsfähigkeit durch Abwertung der eigenen Währung verbessern könnte.

Auf einen Blick

Austritt aus dem Euro. Der EU-Vertrag sieht in Artikel 50 einen freiwilligen Austritt eines Mitgliedstaates vor. Allerdings ist kein Teilaustritt aus dem Euro möglich. Auch ein Ausschluss wegen zu hoher Schulden hat keine rechtliche Basis. Völkerrechtlich wäre das laut Experten nur durch eine einvernehmliche Lösung möglich. Athen müsste einen Austritt beantragen, dem dann alle anderen zustimmen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.11.2011)

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307 Kommentare
 
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Das einzig Wichtige an diesem Artikel ist der letzte Satz!

Ob ein Staat überleben kann oder nicht, hängt einzig und allein von seiner Wettbewerbsfähigkeit ab, also ob er die von ihm angebotenen Produkte verkaufen kann oder nicht!

Dazu ist es unumgänglich, Produktivität und Löhne anzupassen. Produktivitätssteigerung dauert Jahrzehnte, Löhne sind "sticky" und können kaum angepasst werden.

Das einzige bekannte Verfahren, um einen abgerutschten Staat wieder wettbewerbsfähig zu machen, ist eine Währungsabwertung.

In Griechenland wurde der richtige Zeitpunkt für die Einführung einer Währung, die man abwerten kann (z. B. ein Südeuro, der auch anderen Pleitekandidaten Auftrieb verleihen würde) verpasst. Jetzt schauen alle blöd und wissen nicht, wie es weitergehen soll !

Es scheint darauf hinauszulaufen, dass die Staaten mit wettbewerbsfähiger Wirtschaft, die , die das nicht haben, auf "ewig" künstlich ernähren sollen. Ob da die Bevölkerung mitmacht, ist zweifelhaft, weshalb es nur in einer gewaltigen Katastrophe - verursacht durch die sinn- und kopflose Politik der EU-Bonzen - enden kann!

Die heimliche Geldvermehrung der Griechen?

Nur eine Frage an die Runde,die viell. etwas einfältig klingt,aber trotzdem mal durchgedacht werden müßte/sollte:
Wer druckt die griechischen Eurobanknoten?
Ist es möglich,dass die Kästchen,in denen da angebliche Summen gefunden wurden und werden,vielleicht eine Euro-Druckmaschine vorgeschaltet haben.Wieviel Bestand gibt es in griech.€ eigentlich.Wer weiss diese Zahlen?Gab es da eine wunderbare € Vermehrung?
Nur ein Gedanke,aber nach allem was war, NIX ist unmöglich,scheint es!Und so läßt mich dieser Gedanke nicht mehr los!

Gast: Gutbürger
03.11.2011 15:14
2 0

Nicht vergessen!

"Das sind nur Haftungen"
"Das wird ein gutes Geschäft"
"Die Spareinlagen sind sicher"

Re: Nicht vergessen!

Es werden ganz schwere Zeiten auf uns zukommen! Ich glaube immer mehr, dass das ganze System in den nächsten Jahren komplett kippt und dann Gnade uns Gott!

Gast: Breuers
03.11.2011 14:38
0 0

..kollateral....

..in einer global vernetzten wirtschaft können nationale ,parteipolitische interessen fatale folgen haben, vor allem kleinere staaten sind nahezu aufgefordert nach allianzen und kooperationen auf breiterster ebene zu suchen,..
was nicht heissen muss, dass lokale demokratische
mechanismen dadurch unwirksam würden, aber für demagogische und populistische eitelkeiten (siehe papandreou) ist in zukunft wenig platz,..
das verlangt allerdings auch ein stärkeres engagement der bürger, über parteigrenzen und ideologien hinweg,..
diese prozesse brauchen aber zeit, auch das handwerk der politik wird sich grundlegend ändern,
die geschichte lehrt uns, dass keine noch so hoch entwickelte oder wohlhabende staatsgemeinschaft
auf dauer bestand hat, wenn sie sich nicht den gegebenheiten der zeit anpasst,..
und europa scheint damit ein besonderes problem zu haben, weil es auch bitter erkennen muss, dass seine macht dramatisch schwindet.

Gast: Abenteuer Euro
03.11.2011 14:32
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Folgen für Österreich

Für unsere österreichischen Bürger würde eine Pleite Griechenlands und seine Rückkehr zur Drachme zwei Vorteile beinhalten. Wir ersparen uns die Rettungsschirm Kosten und erhalten dafür wieder ein günstiges Urlaubsland zurück.
Wenn andere Euroländer ihnen in die Pleite folgen sollten oder die Eurozone sogar zerbräche, bräuchte eine Österreiche Wirtschaft mit ihrer kompetenten Finanzministerin und ihren gut aufgestellten Rücklagen sicherlich kein Unbill fürchten.

Prognose

Man wird den Griechen so viel Angst machen vor der Staatspleite, dass sie sicher für das EU Rettungspaket stimmen. Also, viel Lärm um Nichts. Es wird weiter fröhlich Geld gedruckt, auch für Italien usw. Tausende Milliarden - bis die grosse Inflation da ist.

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No na

No na - die Finanzmärkte verhalten sich so wie jeder normale Mensch. Nur ein Narr würde jemand Geld borgen, der ihn schon einmal übers Ohr gehaut hat. Übrigens wäre es durchaus POSITIV, wenn Griechenland ein paar Jahre keine Anleihen platzieren könnte - so könnten die Griechen lernen, dass man nur so viel Geld ausgeben kann wie man verdient.

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Sugar hit

"Die Leistungsbilanz, die sich nach dem Eurostart für Österreich verbessert hat, würde sich wieder verschlechtern."

Wie viel davon war ein sugarhit auf pump für den wir jetzt bezahlen - mit oder ohne Eurozone?

an die lieben Brüssler Führer

Auch in Brüssel gab es mal Politiker die gute Ideen hatten, die aber leider nur belächelt wurden. So wurde damals der vorschlag von 2 Eurozonen gemacht, und die welche in der 2ten sind müssen erst zeigen es wert zu sein in die erste aufgenommen zu werden. Aber der Grössenwahn in Brüssel hat dies leider verhindert.
Die ergebnisse sehen wir jetzt.

Gast: Bernie77
03.11.2011 08:34
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Lösungsvorschlag

Auch in Brüssel gab es mal Politiker die gute Ideen hatten, die aber leider nur belächelt wurden. So wurde damals der vorschlag von 2 Eurozonen gemacht, und die welche in der 2ten sind müssen erst zeigen es wert zu sein in die erste aufgenommen zu werden. Aber der Grössenwahn in Brüssel hat dies leider verhindert.
Die ergebnisse sehen wir jetzt.

Zweiter grosser Vorteil!

der zweite grosse Vorteil einer Staatspleite für Grichenland ist, DASS sie kein Geld mehr bekommen würden und keine Schulden mehr machen könnten. Das wäre doch das beste, was einem Land passieren kann. Ein Traum! Ein Staat ohne Staatschulden! Ich wander dort hin aus, wenn das wirklich eintritt!!!

Re: Zweiter grosser Vorteil!

Ich stelle mir das nicht sehr romantisch vor:
Heerscharen von Beamten und Rentner die kein Geld mehr erhalten, Zusammenbruch der Infrastruktur (Verkehr, Strom, Wasser, Müllabfuhr, geschlossene Krankenhäuser), marodierende und plündernde Banden.
Ich fürchte Ihre Phantasie reicht nicht aus um sich das alles auszumalen.

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Re: Re: Zweiter grosser Vorteil!

Das ist in Argentinien 2001 auch nicht passiert und ich glaube schon, daß Griechenland einen zumindest gleichen Level an Zivilisation hat wie Argentinien.

Antworten Gast: Und Tschüss!
03.11.2011 08:17
1 1

Re: Zweiter grosser Vorteil!

Wenn Sie gerne in ein Land auswandern wollen, in dem Armut und Massenarbeitslosigkeit herrschen, in dem es soziale Unruhen gibt und die Krankenversorgung nicht mehr existiert, dann sind Sie in einem aus der EU ausgeschiedenen, pleite gegangenen Griechenland genau richtig. Sollten Sie tatsächlich "Economist" sein, dann bestätigt das wieder meine Vermutung, dass die Mindestanforderungen für Wirtschaftswissenschaftler sehr niedrig sind.

Re: Re: Zweiter grosser Vorteil!

Nach der Pleite wird Griechenland Löhne haben, die bei einem Drittel vom EU Schnitt liegen. Das wird auf alle Fälle ein grosser Wettbewerbsvorteil, und sollte wieder Investitionen in produktive Sektoren bringen.
Wenn der Staat keine Schulden mehr machen kann, dann bleibt er klein, und das ist das beste was passieren kann, denn der Staat ist der Parasit, der uns das Geld wie das Blut aus den Adern saugt!
Und, glauben Sie mir, in den meisten Ländern, die einen Wirtschaftszusammenbruch erlitten ist folgendes eingetreten: Harte Arbeit, Familienzusammengehörigkeit und Solidarität wurden wieder gross geschrieben. Siehe Europa nach dem 2. Weltkrieg.
Geld durcken und Schulden machen führen uns in den Abgrund. Ein Systemzusammenbruch und Neustart ist unausweichlich - auch bei uns in Österreich.

Antworten Gast: Ökonom WU-Wien
03.11.2011 08:11
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Re: Zweiter grosser Vorteil!

Sehr naive Sicht der Dinge.
Von Ökonomie verstehen sie jedenfalls gar nichts.

Re: Re: Zweiter grosser Vorteil!

und wie sieht Ihre Lösung aus? Weiter Geld drucken und Schulden machen bis zur globalen Hyperinflation? Sie glauben doch nicht im Ernst, dass die Südländer jemals sparen werden. Der Bankrott ist das beste für sie, wenn es auch schmerzhaft ist.

Re: Re: Re: Zweiter grosser Vorteil!

sie wissen aber schon noch aus dem Geschichtsunterricht, was die bankrotten Staaten nach dem ersten Weltkrieg gemacht haben? richtig, den zweiten Weltkrieg begonnen. viel Spaß auch noch.

Re: Re: Re: Re: Zweiter grosser Vorteil!

eine Megakrise steht sowieso bevor, entweder Hyper-Inflation oder Deflation. Die Schuldenberge sind so hoch, da können wir uns wahrscheinlich nicht mehr gesundsparen. Dass dann auch Kriege möglich sind schließe ich nicht aus. Ich denke nur, wenn wir jetzt sparen anfangen, haben wir noch eine Chance, wenn wir aber weiter Geld drucken und Schulden machen wird Hyperinflation unausweichlich, und dann wirds wohl auch gewaltsam werden.

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Problem für die Banken schon jetzt

Da der Euro für Griechenland im Wanken ist, dürften sich viele Griechen ihre Bankguthaben in bar auzahlen lassen. Wenn in Drachme umgewandelt wird, werden wohl alle Bankguthaben von Euro in Drachmen konvertiert, aber die Euro-Scheine bleiben Euro.

Die Banken in Griechenland dürften also so oder so in wenigen Tagen schon komplett pleite sein.

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Re: Problem für die Banken schon jetzt

Die Formulierung ist falsch. Die Banken sind jetzt schon pleite. Wenn sich das skizzierte Szenario bewahrheitet, dann wird lediglich offenbar, dass die Banken pleite sind.

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Re: Re: Problem für die Banken schon jetzt

Ja, das hatte ich mit _komplett_ pleite gemeint.

die markte warten nicht mehr bis zum 4. dez

kapitalflucht aus italien und frankreich hat eingesetzt

staatsanleihen werden abverkauft

da kann die ezb noch soviel aufkaufen, soviel geld ins system pumpen bis die kohle nix mehr wert is, es wird nix helfen

der markt gewinnt am ende immer gegen die interventionisten - manchmal dauert es nur leider jahrzehnte und man wuenscht sich, dass es eher zu einer balance kommt

Re: die markte warten nicht mehr bis zum 4. dez

ich schätze Ihre Kommentare sehr! Kann ich Ihnen einen Tip abringen?
Wie hoch sehen Sie die Wahrscheinlichkeit für (globale) Hyperinflation?
Wann wird es Ihrer Meinung nach so weit sein?
Meine Meinung: über 90% und unter 10 Jahre.

Re: Re: die markte warten nicht mehr bis zum 4. dez

teile 100% ihre einschaetzung
ueber 90% und moeglicherweise sogar unter 5 jahren

die sich derzeit an der macht befindenden werden mit allen mitteln an dieser macht festhalten wollen - egal vieviel chaos sie dabei anrichten werden. und inflation trifft ja nicht "die wohlhabenden", weil die geben einen viel geringeren teil von ihrem einkommen / besitz fuer lebensunterhalt aus, prozentuell, als die mittelklasse, obere mittelklasse & die armen

die sache ist ziemlich einfach - der staat gibt zuviel aus und erkauft sich waehlerstimmen (das volk ist auch willig und abhaengig von den transferzahlungen), die zentralbanken ermoeglichen dass durch interventionen am anleihemarkt (sonst waere italien zum beispiel schon laengst bankrott, oder sogar die usa!), wenn zinsen gezahlt werden muessten, die ein freier markt verlangen wuerde!

da die zinseszinskurve eine exponentialfunktion ist, wird es am ende immer schneller gehen

geschichte wiederholt sich, immer und immer wieder

und edelmetalle werden (wieder einmal) eine der sehr wenigen wege sein, seinen ersparten notgroschen zu sichern

 
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