Griechen-Schulden steigen 2012 auf fast 200 Prozent

Im Sog des fast stagnierenden Wirtschaftswachstums werden die Staatsschulden in der Eurozone nächstes Jahr auf neue Rekorde steigen.

Der griechische Schuldenberg steigt 2012 auf fast 200 Prozent
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Der griechische Schuldenberg steigt 2012 auf fast 200 Prozent
(c) dapd (Steffi Loos)

Die EU-Herbstprognose zeigt ein düsteres Bild. Angesichts der anhaltenden Finanzkrise dürfte 2012 nicht nur das Wirtschaftswachstum fast zum Erliegen kommen, sondern auch die Staatsverschuldung der Länder auf neue Negativ-Rekorde steigen. Für Griechenland, das heuer 162,8 Prozent des BIP an Gesamtverschuldung aufweist, ist ein weiterer Anstieg auf 198,3 Prozent prognostiziert.

Italien wird zwar seine Staatsschulden demnach nicht erhöhen, aber bei 120,5 Prozent bleiben und den zweithöchsten Wert der EU-27 aufweisen. Dann folgt Irland, wo eine Erhöhung auf 117,5 Prozent vorausgesagt wird. Über der 100-Prozent-Staatsschuldengrenze wird demnach im kommenden Jahr noch Portugal liegen, das einen Anstieg von derzeit 101,6 auf dann 111,0 Prozent verzeichnet. Belgien kratzt mit prognostizierten 99,2 Prozent an der ominösen Grenze 2012.

Österreich im Mittelfeld

Österreich liegt bei der Staatsschuld 2012 mit vorausgesagten 73,3 Prozent innerhalb der 17 Euroländer hinter Frankreich, Deutschland und Spanien an neunter Stelle.

Die durchschnittliche Gesamtverschuldung der Eurozone steigt im nächsten Jahr von derzeit 88,0 auf 90,4 Prozent. Für die EU-27 wird eine Erhöhung der Staatsschuld von 82,5 auf 84,9 Prozent prognostiziert.

Dabei zeigt sich, dass die Nicht-Euro-Länder eine wesentlich niedrigere Gesamtverschuldung aufweisen als die Staaten der Währungsunion. Die höchste Staatsschuld weist hier Großbritannien mit 84,0 Prozent für das laufende Jahr auf, für 2012 wird ein Anstieg auf 84,9 Prozent vorausgesagt. Die niedrigste Staatsschuld wird Bulgarien mit 18,3 Prozent ausweisen.

(APA)

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