26.05.2012 20:13 | Meine Presse Merkliste 0

Bank Austria baut 800 Stellen ab

14.11.2011 | 18:25 |   (Die Presse)

Die Bank-Austria-Mutter UniCredit ist mit 10,6 Mrd. Euro tief in die Verlustzone gerutscht. Die Eigentümer sollen nun 7,5 Mrd. Euro zuschießen.

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren

Wien/Höll. Die von der europäischen Schuldenkrise schwer gebeutelte Bank-Austria-Mutter UniCredit braucht dringend frisches Geld. Um bis Ende Juni 2012 auf die von der Bankenaufsicht vorgeschriebene Kernkapitalquote von neun Prozent zu kommen, muss sie 7,5 Mrd. Euro auftreiben. Die Quote beschreibt das Verhältnis vom Kapital einer Bank zu ihren risikobehafteten Geschäften. Sie ist ein wichtiger Indikator für die Risikotragfähigkeit von Finanzkonzernen.

Früher hatte der libysche Staatsfonds – größter Aktionär der Mailänder Bank – ausgeholfen. Es ist fraglich, ob das nordafrikanische Land noch einmal Geld zuschießen wird. Italienischen Medienberichten zufolge sollen nun chinesische Staatsfonds und der Golfstaat Katar einspringen. Für Bankchef Federico Ghizzoni wird die milliardenschwere Kapitalerhöhung zur Zitterpartie.

Denn Anleger haben das Vertrauen in die Bank verloren. Anfang Jänner hatte eine UniCredit-Aktie 1,59 Euro gekostet. Bis Montag war der Kurs auf 0,775 Euro abgestürzt – allein gestern verlor die Aktie mehr als sechs Prozent. An der Börse kommt UniCredit nur noch auf eine Marktkapitalisierung von 15 Mrd. Euro. Vor der Finanzkrise im Jahr 2007 war das Institut 100 Mrd. Euro wert.

 

Verlust auch bei der Bank Austria

Erhält Ghizzoni von den Eigentümern nicht genug Geld, muss er sich von Beteiligungen trennen. Seit Monaten halten sich Gerüchte, dass Teile des Osteuropa-Netzwerks der Bank Austria zum Verkauf stehen. Ghizzoni und Bank-Austria-Chef Willibald Cernko bestreiten das. Die österreichische Finanzaufsicht beobachtet die Vorgänge mit Argusaugen, die Bank Austria ist das größte Kreditinstitut im Land.

Der Geldbedarf bei UniCredit ist im europäischen Vergleich besonders groß. Die drei führenden österreichischen Banken (RZB, Erste Bank und ÖVAG) benötigen zusammen 3,6 Mrd. Euro. Aufgrund der europäischen Schuldenkrise rutschte UniCredit im dritten Quartal mit 10,6 Mrd. Euro tief in die roten Zahlen. Das ist der größte Verlust in der Geschichte des Konzerns. Die Dividende für 2011 wird gestrichen.

Auch die Bank Austria vermeldete für das vergangene Quartal ein Minus von mehr als 600 Mio. Euro. Die Wiener Tochter musste Beteiligungen von 705 Mio. Euro abschreiben – betroffen davon sind in erster Linie Tochtergesellschaften in Kasachstan und in der Ukraine. Hinzu kommen noch Wertberichtigungen von 304 Mio. Euro auf griechische Anleihen.

Um den Turnaround zu schaffen, verpasst Ghizzoni dem Konzern ein Sparprogramm. Von den 160.000 Stellen sollen bis 2015 rund 6500 gestrichen werden. Auch die Bank Austria muss dazu ihren Beitrag leisten. In Österreich soll die Mitarbeiterzahl von 10.800 um 800 reduziert werden. „Kündigungen sind nicht geplant. Wir sind zuversichtlich, dass wir das Ziel über natürliche Fluktuationen erreichen“, versicherte ein BankAustria-Sprecher.

 

„Kein Katastrophenszenario“

Ghizzoni kündigte in Mailand eine „Redimensionierung“ und ein „Redesign“ der Bank an. Betroffen davon seien in erster Linie Italien und das Investmentbanking. Das sei aber „kein Katastrophenszenario“. Ein Rückzug aus Osteuropa und den europäischen Triple-A-Ländern wie Österreich und Deutschland sei nicht geplant. Am Heimatmarkt Italien macht UniCredit seit Jahren Verluste. Schuld daran ist auch die zu teuer zugekaufte Bank Capitalia. Vor Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 hatte UniCredit für die Übernahme des Rivalen 22 Mrd. Euro bezahlt. Im dritten Quartal wurde diese Beteiligung abgewertet. In Summe fielen bei Töchtern Abschreibungen von 8,6 Mrd. Euro an.

Keinen Handlungsbedarf sieht Ghizzoni dagegen bei italienischen Staatsanleihen. Das Institut hält davon 40 Mrd. Euro. Anders als auf griechische Bonds wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Ghizzoni glaubt, dass Italien die Krise überwinden kann und es keinen Zahlungsausfall geben wird. Von den 40 Mrd. Euro liegt eine Mrd. Euro bei der Bank Austria in Wien.

Andere Kreditinstitute sind nicht so optimistisch. Die französische BNP Paribas reduzierte im dritten Quartal ihre Risken in Italien um 40 Prozent.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.11.2011)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo
Als Gast kommentieren

...oder einloggen um als registrierter Benutzer zu kommentieren (Vorteile dieser Variante)


Mit dem Absenden Ihres Kommentares erklären Sie sich mit den Forenregeln einverstanden.

*... Pflichtfelder

Sicherheitscode
(Was bringt das?)*



Schwer lesbar?
Neuen Code generieren

Verbleibende Zeichen

54 Kommentare
 
1 2
Gast: Luzifer
16.11.2011 22:34
0 0

Das stimmt nicht und sollte berichtigt werden

.....Aus technischen Gründen kann es zu einer Verzögerung kommen, bis ihr Kommentar online erscheint. Das können Sie vermeiden, indem Sie sich registrieren......
Registrieren garantiert nicht einmal, dass der Beitrag überhaupt erscheint. Oder ist am Wochenende Postingpause? Gelesen habe ich das allerdings nirgends. Vielleicht sollte man das erwähnen, wenn es zutrifft.

Gast: Frietz
16.11.2011 22:31
0 0

Mich freut es zu hören,

dass die fehlenden Libyenmilliarden ihr Scherflein dazu beitragen, Italien in den Abgrund zu reissen. Der Verrat der Neokolonialisten an Gadaffi wird vielleicht schneller bestraft werden als ich dachte. Frankreich steht ja auch schon an der Kippe. Bald wird sich die EU, der Verein der Willigen, ihre Sanktionspolitik nicht mehr leisten können. Ein Hoffnungsstrahl für den Weltfrieden. Das Kriegsprojekt EU hat einen schändlichen Tod verdient.

Gast: herbert Huber
15.11.2011 16:57
0 0

???

kann mich noch gut erinnern als die BA CA die Osterweiterung in den himmel hochgelobt hat wies a gutes geschäft ist , ist noch gar nicht so lange her. wäre interessant zu wissen wieviel häuslebauer die einen sfr kredit haben ihren kredit fällig gestellt bekommen haben und ob die bank die zwangsversteigerung betreibt von so was liest man nix die einzelschicksale

Gast: smilefile
15.11.2011 13:06
0 0

Europäische Tendenzen,.....

Der asiatische Elektronikkonzern Samsung wird die Slowakei verlassen und seine Produktionen mit mehreren tausend Arbeitsplätzen nach Rumänien verlagern, laut slowakischer Fernsehsender "Markiza". Samsung kommentiert die Meldung nicht. Der slowakische Arbeits,- Sozialminister Jozef Mihal ist im Moment auf Besuch in Südkorea und will über Investitionen verhandeln. Samsung fordert Subventionen in der Höhe von 28 Mio. Euro, um die 950 Arbeitsplätze in der Slowakei zu erhalten.
Der Elektronikkonzern ist seit 2002 in zwei Werken in Voderady bei Trnava und in Galanta mit insgesamt 4.000 Mitarbeiter tätig. Das Unternehmen erhielt Subventionen von insgesamt 111 Millionen Euro,.......


Antworten Gast: lifeissosimply
15.11.2011 13:48
2 0

Europäische Tendenzen,.....

Am einfachsten man wirft diese Ausbeuter einfach raus,- und besteuert massiv die Produkte, damit diese für die Bevölkerung uninteressant werden. Forciert im Land agierende Betriebe!


0 0

Re: Europäische Tendenzen,.....

Ja, genau. Medizinische Geräte zum Beispiel

Gast: BANKERFRUSTI
15.11.2011 12:20
0 0

AKTUELLE INFO

Aktienhandel bei der Bank Austria ausgesetzt. Alle Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt.
Leute holt euch rasch das Geld.
Danke Herr Direktor

Gast: smilefile
15.11.2011 08:58
8 0

Es ist interessant zu beobachten,..


das bei den Fusionsgeschichten immer die Mutterkonzerne die fusionierten Tochtergesellschaften benötigen um selber wieder auf die Beine zu kommen. Leider immer zu Lasten der meist sehr gesunden Tochtergesellschaften, welche dann ausgeplündert in die Bedeutungslosigkeit versinken.

Herzlichen Danke Hr. Gerhard Randa!!!

Antworten Gast: Der Alte
15.11.2011 13:48
0 0

Re: Es ist interessant zu beobachten,..

wo sind die zeiten da banker a'la randa,treichl,stepic u. co in den himmel gelobt wurden u. sich auch gegenseitig beweihräucherten ----> o- ton treichl im orf: leute wie der stepic würde in den usa ei vielfaches verdienen (gemeint hat er natürlich auch sich selbst)..... ja ja alles heisse luft,nur die wenigsten banker haben die grösse wirklicher unternehmer(ob gewerbetreibender od. industrieller) ! ps: was tun wir jetzt in österreich mit dem angerichteten bankenelend,so wird das nichts mehr,jetzt geht wirklich um unseren wohlstand??!

Antworten Antworten k19
15.11.2011 15:04
0 0

leute wie der stepic würde in den usa ein vielfaches verdienen

Banker und sonstige Pleitemanager in den USA verdienen das sicher - siehe auch die Abfertigungen dieser Gauner. Im Vergleich dazu sind unsere sog. "Spitzen"manager finanzielle Waserln.

Antworten Antworten Antworten Gast: Der Alte
15.11.2011 16:42
0 0

Re: leute wie der stepic würde in den usa ein vielfaches verdienen

jo daun; is eh alles in ordnung! die armen waserln solln nur weiter staatshilfe(von den deppaten nettozahlern) kriegen für ihre guten geschäfte in osteuropa...... ps:kl. frage am schluss: sie wissen aber schon wo viele ihrer (zu recht)gescholtenen us- pleitemanager gelandet sind bzw. sitzen??




Antworten Gast: Halbwissen
15.11.2011 10:14
0 0

Re: Es ist interessant zu beobachten,..

Der Grund dafür ist, das meistens zu viel für die Übernahmen gezahlt wird !

Antworten Antworten Gast: smilefile
15.11.2011 10:59
2 0

Es ist interessant zu beobachten,..

Für mich sieht es eher nach einen Rettungsring für die Muttergesellschaften,- dh einer Flucht nach Vorne aus. Diese Fusionen werden meist fremdfinanziert, und das zu Lasten der Tochtergesellschaften. Die Bilanz der Muttergesellschaft, wird zur allgemeinen Beruhigung der Anleger aufgepäppelt,....

Bis die verantwortungslosen provisions,- und boniträchten Luftgeschäfte schlußendlich doch an das Tageslicht geraten....

Gast: S-Express
15.11.2011 07:28
0 0

‘Zombie bankers’ to drag Europe into ‘banker hell’ – Keiser

http://rt.com/news/eurozone-crisis-bankers-politics-307/

2 9

sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

bald ist eh nix mehr da zum herumbanken, wenn die leute ihre kohle abheben und umtauschen in gold und silber

der euro ist tot
das bargeld wird wertlos werden
staatsanleihen & cds sowieso

aktien werden 1:1 umgestellt

es bahnt sich eine gigantische waehrungsreform an! nicht eine harmlose waehrungsumstellung wie 2002.

es soll nur keiner sagen, er waere nicht gewarnt worden

0 1

Re: sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

Strache, bist du's?

Alle haben halt nicht so viel Glück, wie deine Kärntner "Freunde! Die sind nämlich total flach, wie man so schön sagt. Hätte sie der österr. Staat nicht gerettet, dann hätten wir sie den Slowenen schenken können. Aber Hauptsache ständig groß pappert sein.

0 0

Re: sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

was bring Gold und Silber? kann man das essen wenn das Geld wertlos ist? oder wem kann man es verkaufen und wer würde es kaufen wenn's Geld nichts mehr Wert ist? was hat man davon,kann mir das jemand erklären?

1 0

Re: Re: sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

nein onkel charlie, dir kann mans nicht erklaeren und wenn schon, dann wuerdest du es nicht verstehen

du bist einer der 98% die eines morgens beim kuchen & kaffee die zeitung lesen, und dann leider "bedauerlicherweise" feststellen, dass das sparbuch wertlos is, die lebensversicherung auch und auf einmal die boesen politiker schimpfen, die das haus belastet haben mit einer zwangshypothek
bargeld unter der matratze kannst auch nicht mehr umtauschen sondern nur noch als klopapier verwenden - obwohl, persoenlich bevorzuge ich lieber weiches 3-lagiges vom wal mart, das ist geschmeidiger auf der haut

Antworten Antworten Antworten Gast: Halbwissen
15.11.2011 10:18
0 0

Re: Re: Re: sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

Vom wal mart ?
Wo wohnen Sie ?

0 0

Re: Re: Re: sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

wenn du es erklären könntest,was du nicht kannst, würd ich es trotzdem nicht verstehen?! was für eine Schlussfolgerung! ich glaube das du noch weniger Ahnung hast als ich. ach ja, mit Klopapier kennst dich aus. beeindruckend!

0 0

Gold und silber lieb ich sehr - :O)).........

immer schon - habe zb. immer den gegenwert von ca. usd 3.000,- in physischem gold bei mir (krugerrand, tolar stueck,......) - wo ich arbeite ist es die versicherung rasch wegzukommen - das mit dem sparbuch wird nicht mehr lange funktionieren - und bargeld wird ihnen dann auch nicht weiterhelfen..........

1 0

Re: Re: Re: Re: sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

Gold u Silber können wie in den 30er Jahren getauscht werden. Fungieren also in Krisenzeiten als Währung bzw Ersatz. War immer so und wird vermutlich immer so sein.

Antworten Antworten enzo
15.11.2011 04:22
2 0

Re: Re: sehr gut - schmeissts sas aussi die bankster

Der Bauer tauscht gerne seine Erzeugnisse gegen Gold und Silber Aktien,Staatsanleihen ect. wird er sicher nicht nehmen.
Das war auch schon nach dem 1945 so üblich.

Gast: absolvent
15.11.2011 01:42
1 0

na passt

dann brauch ich mein bewerbungsschreiben erst gar nicht anfangen.

Gast: Italienisch
14.11.2011 23:56
0 2

Bank Austria baut 800 Stellen ab

Die Putzfrauen?

Antworten fireone
15.11.2011 06:50
0 0

Re: Bank Austria baut 800 Stellen ab

Zuerst wird das Fundament abgebaut.

 
1 2