Notenbanken öffnen die Geldschleusen

30.11.2011 | 18:22 |  von Josef Urschitz (Die Presse)

Mit einer Geldschwemme versuchen die wichtigsten Notenbanken der Welt, das Bankensystem "flüssig" zu halten. Die EZB wirft unterdessen die "Geldpresse" an. Dadurch steigt die Inflationsgefahr markant.

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Wien. In der eskalierenden Eurokrise haben die Notenbanken den zaudernden Politikern das Heft aus der Hand genommen: Am Mittwoch haben die Europäische Zentralbank (EZB) sowie die Notenbanken der USA, Kanadas, Japans, der Schweiz und Großbritanniens bekannt gegeben, dass sie in einer konzertierten Aktion die Märkte mit Liquidität (also de facto mit „frisch gedrucktem“ Geld) fluten werden, um Liquiditätsklemmen zu vermeiden. Zuvor schon hat die chinesische Notenbank eine Lockerung ihrer Geldpolitik verkündet.

Die Aktienbörsen reagierten weltweit mit Kursfeuerwerken, der Eurokurs und der Goldpreis zogen ebenfalls scharf an.

Gleichzeitig mehren sich die Anzeichen, dass die EZB angesichts der dramatischen Lage der Eurozone ihre Vorbehalte gegen eine direkte Staatsfinanzierung durch die Notenpresse aufgeben könnte. Das würde die Inflationsgefahr dramatisch erhöhen, gilt aber unterdessen selbst unter deutschen Wirtschaftsexperten als letzte Möglichkeit, den Zusammenbruch der Eurozone zu vermeiden.

Keine Käufer für Euroanleihen

Die Euroländer haben nämlich zunehmend ernste Probleme, Geldgeber zu finden: Amerikanische und japanische Großanleger haben (wie zuletzt Nomura) europäische Staatsanleihen weitgehend abgestoßen und kaufen in den meisten Problemländern der Eurozone nicht mehr zu. Selbst Deutschland ist in der Vorwoche auf einer Anleihe teilweise „sitzen“ geblieben. Was bedeutet, dass auch deutsche Großanleger (Banken, Versicherungen, Fonds) in den „Käuferstreik“ getreten sind.

Deutschland, das als letzter „sicherer Hafen“ in der Eurozone gilt, ist allerdings noch immer ein Sonderfall: Nach der gestrigen konzertierten Notenbankaktion, die die Renditen der meisten Euro-Staatsanleihen leicht zurückgehen ließ, verzeichnete die einjährige deutsche Anleihe kurzzeitig eine negative Rendite. Das heißt, man musste etwas dafür bezahlen, um den Deutschen Geld leihen zu dürfen.

Die konzertierte Notenbankaktion kam für die Märkte überraschend, obwohl sie schon lange angekündigt war: Mitte September hatte sich der damalige EZB-Chef, Jean-Claude Trichet, mit den anderen Notenbanken darauf geeinigt, im vierten Quartal Liquidität zur Verfügung zu stellen, falls dies notwendig werden sollte.

Rein technisch wurde gestern der Zinssatz für den Dollar-Swap – das ist der Satz, zu dem die Zentralbanken einander Dollars leihen– gesenkt. Damit wird die lebenswichtige Versorgung der europäischen Banken mit Dollars, die zuletzt zu versiegen drohte, stark erleichtert. Sollte es notwendig werden, kann das Abkommen auf andere Währungen ausgeweitet werden.

In der Praxis werden mit diesem Schritt gewaltige Mengen an Geld in den Bankenkreislauf gepumpt. Liquiditätsengpässe galten zuletzt als größte Gefahr für das Bankensystem.

Die Liquiditätsschwemme hält die Banken flüssig, hilft aber den Euroländern, die immer größere Probleme damit haben, ihre Staatsanleihen loszuschlagen, wenig. Hier muss immer öfter die EZB direkt einspringen – was ihr per Statut eigentlich verboten ist. Die Euro-Zentralbank ist unterdessen zu einem der größten „Player“ auf dem Markt geworden. Sie hat bereits Staatsanleihen von Problemländern im Volumen von rund 204 Milliarden Euro im Bestand. Gekauft wird auf dem Sekundärmarkt. Um die Geldmenge nicht aufzublähen (was Inflation hervorrufen würde), wird die solcherart in den Markt gepumpte Liquidität bei den Banken wieder aufgesammelt.

Geld bleibt im Kreislauf

Zuletzt hat das aber nicht mehr funktioniert: In der vorigen Woche sind neun Milliarden im Kreislauf geblieben. Experten meinen zudem, dass eine Pleite Italiens nur noch durch direkte Anleihenkäufe durch die EZB zu verhindern wäre. Der Chef des Instituts für Höhere Studien (IHS), Bernhard Felderer, sagte dazu, das sei nicht erfreulich, es werde aber wohl keinen anderen Weg geben.

Das werde aber „nicht ohne Inflation“ ablaufen. Im November lag die Inflationsrate in der Eurozone nach vorläufigen Eurostat-Schätzungen bei drei Prozent. Experten erwarten einen weiteren starken Anstieg der Teuerung, wenn die Europäische Zentralbank, wonach es aussieht, stärker in die Rolle des Staatsfinanciers rutscht.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2011)

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100 Kommentare
 
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Gast: Leo78
06.12.2011 11:32
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Es kommt wie es kommen muss

Wer jetzt noch nicht kapiert hat, was die Stunde geschlagen hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Spätestens jetzt sollte jeder sein Vermögen in Sicherheit bringen, Edelmetalle wie Gold und/oder Silber kaufen. Der Euro steht kurz vor dem Zusammenbruch. Wenn Italien pleite geht - was meiner Meinung nach kaum noch abzuwenden ist - , wird das Bankensystem in Europa und weltweit zusammenbrechen. Italien ist viel zu groß, da kann kein Rettungsschirm der Welt mehr etwas ausrichten. Als letztes Mittel bleibt dann nur noch die totale Finanzierung der Staatsschulden durch die EZB, die Notenbanken drucken Geld ohne Ende, mit dem Ergebnis einer Hyperinflation, der totalen Entwertung des Euro; die Weimarer Republik lässt grüßen. Dann bricht der Konsum zusammen, weil die Menschen nur noch das kaufen oder tauschen können, was sie zum leben brauchen, die Wirtschaft stürzt ab und wir haben die Mega-Krise. Leider haben unsere Politiker den richtigen Zeitpunkt verschlafen, um den Euro noch zu retten. Es ist 5 nach 12, leider.

Gast: EUSSR
01.12.2011 23:40
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Nicht die Inflationsgefahr steigt

sondern die Inflation steigt und geht weiter. Warum immer dieses Vernebeln der Begriffe!

Gast: Hurz IV
01.12.2011 14:38
1

Juhu, Geld

Von Simbabwe lernen heisst siegen lernen!

Gast: Liftup
01.12.2011 14:36
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Enteignung

Die Enteignung des Mittelstandes schreitet voran, am Ende stehen sklavenähnliche Arbeitsverhältnisse oder kommunistische Zustände. Sicher ist nur, die horrenden Schulden werden nicht von der upper class oder den Banken gestemmt. Ein Dankeschön an die kurzsichtige Politik, deren Aufgabe es gewesen wäre Europa vor solchem Irrsinn zu bewahren.

Gast: Goblin
01.12.2011 14:23
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Must Read

Schlimm genug, dass der Euro also nur dank frisierter Bilanzen eingeführt werden konnte, doch man könnte doch wenigstens erwarten, dass die EZB alles tut, um Transparenz und Aufklärung zu ermöglichen. Weit gefehlt. Als der amerikanische Wirtschaftssender Bloomberg im Oktober 2010 einen Antrag auf Herausgabe von Dokumenten stellte, lehnte die EZB dies mit folgender Begründung ab:

“Die Information, die in diesen Dokumenten enthalten ist, würde das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Effektivität der Wirtschaftspolitik unterminieren.“

Trichets (damals noch EZB Präsident) Argumentation ist äußerst verräterisch, denn sie bedeutet, dass die Politik, die er und seine Gesinnungsgenossen vertreten, eben nicht vertrauenswürdig ist – und dass das ganze Euro-Projekt ein großer Selbstbetrug war, nach dem Motto: Was nicht sein darf, kann auch nicht sein. Geheimniskrämerei als Antwort auf Missstände, die europäischen Bürger dürfen zwar für die Milliarden der „Rettungspakete“ haften, aber nicht erfahren, was hier wirklich gespielt wird? Was hat das noch mit Demokratie zu tun? Das Regime der EZB muss beendet werden, je früher, desto besser.

http://medienschafe.wordpress.com/2011/11/29/demokrates-und-idiotes/

Antworten Gast: EFF EFF
01.12.2011 23:34
0

Es geht wie immer um Kontrolle,

die Entscheidung wer über wen Macht ausübt.

Das niederträchtige Spiel jenseits von gut und böse bei dem sämtliche möglichen und unmöglichen Mitteln erlaubt sind.
Strauss Kahn ist das prominenteste, mögliche Beipiel. ;)

Antworten Gast: Liftup
01.12.2011 14:42
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Re: Must Read

Das scheint die freimaurische Handschrift zu sein, das Europa der Brüder, worauf alle so stolz waren. Die Wahrheit ist, der Karren wurde an die Wand gefahren und das gelang trotz fleissigster und erfolgreichster Arbeiter und Unternehmer in Europa. Auslöffeln darf das dumme Volk, wie immer.

Euro Ende

Wenn die Flutung der Märkte eine Lösung gewesen wäre, dann hätten wir die Schuldenkrise in den letzten drei Jahren bereits gelöst. Haben wir aber nicht.

Das Ende des Euros ist nicht nicht aufzuhalten.
http://www.start-trading.de/blog/2011/12/01/euro-ende-das-letzte-kapitel-beginnt/

Re: Euro Ende

Es gibt kein Ende des Euros; im Gegenteil, es wird mehr Euros geben. Wie ich schon vor einem Jahr geschrieben habe, werden sie jetzt Euros drucken.
Und das ist besser, als mit Staatsausgaben für Aufträge zu sparen; das wäre eine Konjunkturbremse. Wenn überhaupt sparen, dann in den Staats-Verwaltungskosten.
Die Notenpresse hat Inflation zur Folge; aber das wird nur wenige treffen (Rentner, ...), für die anderen bedeutet es Wachstum. Es müssen die Papierzahlen wachsen, das ist Wachstum, und diese Zahlen werden wachsen.

Wer das Problem so zu lösen versucht, dem fehlt wichtiges Grundlagen-Wissen: Geld ist ein Anspruch auf eine Leistung.

Die Erkenntnis, dass Geld ein Anspruch auf Leistung ist, hat einige bemerkenswerte Konsequenzen:
* Geld hat nur einen Wert, wenn es die gewünschte Leistung auch gibt.
Drastisches Beispiel: Selbst für alles Geld in der Welt gibt es um Fukushima kein unverstrahltes Land. Weil es nicht (mehr) existiert.
* Geld ist nur ein Anspruch auf Leistung, nicht die Leistung selbst.
Auch dazu ein Beispiel: Wenn Sie einen Unfall erleiden, dann können Ihnen Millionen gespendet werden, verarzten muss Sie aber immer ein Mensch, Geld kann das nicht tun.
* Durch Schaffung von Geld wird keine Leistung geschaffen.
Auch wenn die Zentralbanken Milliarden an frischen Geldscheinen drucken, gibt es deswegen nicht mehr Leistung, auf die man Anspruch erheben könnte.

Antworten Gast: Cash Flow
01.12.2011 13:42
0

Re: Wer das Problem so zu lösen versucht, dem fehlt wichtiges Grundlagen-Wissen: Geld ist ein Anspruch auf eine Leistung.

interessant !! dann ist geld zu erhalten ohne eine leistung zu bringen also keine leistung,also wird durch keine leistung nicht mehr leistung obwohl man geld dafür bekommt ....aahhh kapisch, danke sie haben mir geholfen endlich die richtige formel zu finden um die 300 milliarden euro staatsschulden österreichs nobler erklären zu können wenn diverse herschaften anwesend sind die eine gewisse nähe zum staat oder staatsnahen unternehmen/banken pflegen,oder auch wenn umistudierer(familienbeihilfe- empfänger),jugendlich agile frühpensionisten etc. am nebentisch sitzen !!

Günter Jauch bald arbeitslos?

Nun, die Sendung "Wer wird Millionär" hat wohl bald ausgedient. Schon während der Sendung müssten die Geldbeträge neu angepasst werden, mit direkter, telefonischer Rücksprache mit Herr Drahi von der EBZ.




Re: Günter Jauch bald arbeitslos?

Es geht eigentlich nur um den Namen der Sendung, der laufend geändert werden muss: Jänner 2012 - wer wird Milliardär, Februar 2012 - wer wird Billionär, März 2012 - wer wird Trillionär, .....

Gast: Giftspritzer
01.12.2011 11:39
0

Was will uns die Vergangenheit sagen?

"A financial element in the large Centers has owend the goverment since the days of Andrew Jackson." --Franklin D. Roosevelt--

Gast: gast45
01.12.2011 10:54
0

was ist geld ..

ein tauschmittel damit jemand die gegenleistung A gegen die gegenleistung b leichter tauschen kann .. mehr ist es nicht ..
also sehen wir uns an .. was haben wir denn zu tauschen, was ist der USP österreichs (unique selling proposition, damit wieder ein paar gescheit daher reden können :-) ?

vorschriften und gesetze (das ist die leistung der politiker, kammern und beamten) ...gegen was eigentlich ? ...
gegen kleidung .. kommt aus china, gegen computer ? kommt aus den usa ... gegen lebensmitteln ? kommt aus der EU ?, gegen maschinen ? .. nicht mehr lange, wenn die leute nicht mal mehr lesen und schreiben können ..
also wo bleibt die gegenleistung ?? .. eben .. und drum weil es nichts mehr zum tauschen gibt, kracht es eben im werkel ..

Wunsch der USA

Die USA führt Kriege, die wir dadurch bezahlen. Inflation des EURO bedeutet Verbesserung des Dollars.
Ist es dann ein Wunder, wenn die USA will, dass in EU die Notenpresse angekurbelt wird?
Und unsere Politiker und Politikerinnen stehen da, wie die Maus vor der Schlange.

Antworten Gast: Liftup
01.12.2011 14:49
0

Re: Wunsch der USA

Immer was die USA will. Sie will viele Gastarbeiter, Europa macht, sie will ihre Interessen als Natointeressen ausgeben, Europa ist bereit, sie will die Türkei nach Europa.. vielleicht setzt wer anderer an dieser Stelle fort.

Gast: Analyst 829
01.12.2011 09:28
1

Langfristig geht die Inflation wieder weg - zumindest aus Euro und Franken

So einfach Geld drucken kann die EZB und die SNB sowieso nicht. Hinter jedem neuen Euro bzw. Franken müssen auch neue Sicherheiten im Wert von 2 Euro bzw. 2 Franken stehen. Diese Sicherheiten können schon auch US-Dollar sein, aber wie die Kursentwicklung des Franken und des Euro zeigen wird, verschwindet so eine künstliche Geldmenge im Euro und Franken wieder, da der US-Dollar schlicht an Wert verliert, wodurch die Geldmenge im Euro und Franken, die aus diesen US-Dollar geschöpft wurde, wieder verschwindet und den Euro und Franken noch mehr gegenüber dem US-Dollar ansteigen lässt.

Aus dem Euro und Franken wird man die Inflation nach dieser Maßnahme wieder rausbekommen, aus dem US-Dollar aber nicht mehr! Somit hat die EZB (die SNB hat das Ziel ja längst errreicht mit ihren Auslandsfrankenkrediten, der Geldschöpfung über doppelte ausländische Sicherheiten) ihr Ziel weiter am Reservewährungsmarkt Marktanteile zuzulegen erreicht. Das ist wichtig für ganz Europa, nicht nur die Eurozone, die die höchsten Beiträge in die EU-Kasse abliefert und Russland nur Gas teuer abkaufen kann, wenn genug verdient wird.

Die EZB hat das Ziel, den Euro NICHT abzuwerten und die Eurozone auf die Taktik "reich" zu trimmen. Werten alle ab (bis auf die Schweizer natürlich) so haben dann alle kein Geld mehr bzw. bekommen es nach Abwertungen in Landeswährung nur mehr zu extrem hohen Zinssätzen von z. B. 20 %, die jedes Projekt nur mehr im Euro finanzierbar machen und damit verdient die EZB prächtig!

Re: Langfristig geht die Inflation wieder weg - zumindest aus Euro und Franken


Dh. die Amis inflationieren ihre Schulden weg (15.000 Mrd USD), und über den (relativ) starken Euro kommt die EU zu billigeren Rohstoffen und Energie womit wiederum etwas Preisdruck rausgenommen wird ?


Antworten Antworten Gast: Analyst 829
01.12.2011 14:30
0

Die Devisenmärkte sind natürlich extrem komplex, aber so einfach Schulden (Guthaben von Gläubigern) wegzuinflationieren führt dazu, dass die Gläubiger nichts mehr zu niedrigen Zinsen borgen und das wiederum stärkt eben die Position der SNB und EZB

Für die Amerikaner ist es auf den ersten Blick natürlich ein gutes Geschäft, wenn sie noch irgendwo auf der Welt Abnehmer für US-Dollar finden.

Natürlich wird der Franken und der Euro eigentlich geschwächt auf den ersten Blick, wenn er in doppelter Höhe durch innerlich eigentlich schon jetzt bei objektiver Sicht wertlosen US-Dollar hinterlegt wird. ABER wichtig ist ja das Ziel der EZB den US-Dollar als Nr. 1 der Reservewährungen zu verdrängen und das erreicht die EZB mit dieser Maßnahme.

Zwar muss die EZB genau wie die SNB früher oder später die Dollarbestände komplett abschreiben, aber schon vorher übernehmen sowohl EZB als auch SNB weitere Marktanteile am wichtigen Reservewährungsmarkt von der FED.

Auf gut Deutsch kaufen SNB und EZB den Amerikanern weitere Marktanteile am Reservewährungsmarkt ab, da die FED mit dem Rücken zur Wand steht.

Genau diese weiteren Marktanteile am Reservewährungsmarkt bringen aber langfristig hunderte ja sogar tausende Milliarden nach Europa! Bei nur 1000 Mrd. mehr an Reservewährung macht das einen jährlichen zusätzlichen Gewinn von 30 Mrd. Euro - eben Jahr für Jahr, da die Inflation als Gewinn bei der Zentralbank liegen bleibt. Selbst inflationieren kann die EZB immer noch, sollte der Hut mal so sehr brennen wie bei der FED, die ja seit Jahren Dollar gegen US-Staatsschuld 1 : 1 ausgibt.

Die Eurozone produziert etwas und kann im Gegensatz zu den USA hochwertige FERTIGWAREN für Rohstoffe am Markt völlig unabhänigig von Preisen auch tauschen.

Gast: Druckmaschine
01.12.2011 09:27
2

Jetzt sind wir endlich bald am Ziel

Nur mit Hilfe einer (künstlich geschaffenen) Inflation können die hohen Staatsschulden bzw. die Schuldenkrise bewältigt werden. Die Mehrheit wird zwar arm bzw. über die Reichensteuer schrittweise zwangsenteignet, aber das Ziel wird erreicht.

Nur mit einer hohen Inflation kann sich ein Staat entschulden.

Gast: 1. Parteiloser
01.12.2011 08:39
3

Sinnlose Vernichtung von Werten!

Keine Frage, dass es eine Aktion war um den Banken wieder gewaltige Mittel zur Verfügung stellen. Mittel, welche durch Geldschöpfung entstanden sind und das Ersparte der Menschen abwerten wird.

Die Banken haben offensichtlich bei Aktien ordentlich zugegriffen und die Kurse getrieben. Den Unternehmen ist dadurch genau Null Geld zur Verfügung gestellt worden. Das wäre ja nur der Fall gewesen, wenn es eine Neuemission gewesen wäre.

Die Banken haben auch bei den Staatsanleihen wieder zugegriffen. Davon haben auch die Menschen der Realwirtschaft nichts, rein gar nichts. Das versickert doch alles im Förder- Verwaltungs- und Ruhegenusswahnsinn.

Auch beim Gold musst ordentlich zugegriffen worden sein, wie der heutige Anstieg deutlich machte.

Und, die Banken leihen sich vielleicht wieder gegenseitig Geld um Aktien / Anleihen oder Rohstoffe kaufen zu können.

Diese Gelder kommen doch schon wieder nicht dort an wo die Gelder auch gebraucht werden. Es hatte also den gegenteiligen Effekt als gewünscht!

Die Menschen der Realwirtschaft wurden wieder ein bissl mehr ausgraubt.

Antworten Gast: gast1234
01.12.2011 09:20
0

Re: Sinnlose Vernichtung von Werten!

nur alles was in Förder- Verwaltungs- und Ruhegenusswahnsinn "versickert" wird doch wieder in die Realwirtschaft gepumpt... weil jeder beamte gibt sein geld auch wieder aus... wenn man all diese ausgaben einspart wird das auch für die realwirtschaft böse ausschaun... aber das scheint vielen nicht klar zu sein...

Re: Re: Sinnlose Vernichtung von Werten!

Sind das Ansätze eine linken Lösungstaktik, wie zuletzt von den Grünen in Wien proagiert?

Man gebe den Leuten einfach frisch gedrucktes Geld, ohne Gegenleistung, damit kurbeln sie dann die Realwirtschaft an?

Gast: Der Schwabe
01.12.2011 08:34
4

Der Club des ORF

wer sich köstlich amüsieren oder furchtbar ärgen wollte, war gestern beim Club des ORF an der richtigen Adresse. Man sieht selten eine derartige Ansammlung ökonomisch verhaltensorigineller Personen auf einen Haufen: Golderde-Dax Dirk, Alternativgeldausgeber, GrünspachtelAnwälte, Hayek-Dominas, WU-Hörmann. Will uns unsere selbsternannte Elite, die ökonomisch unterirdisch grindig ist, auf ein Zinsverbot vorbereiten? Ich bin überzeugt, dass jeder halbwegs ernst zu nehmende Ökonom einen weiten Bogen um den ORF und seine Figuren macht.

Antworten Gast: schwäbische mentalität
01.12.2011 13:25
0

Re: Der Club der Ausbeuter

schaffe schaffe gewinn ausbauen
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